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Reise in die mittäglichen Provinzen von Frankreich

Moritz August von Thümmel: Reise in die mittäglichen Provinzen von Frankreich - Kapitel 33
Quellenangabe
typefiction
booktitleReise in die mittäglichen Provinzen von Frankreich
authorMoritz August von Thümmel
year1918
publisherGeorg Müller Verlag
addressLeipzig
titleReise in die mittäglichen Provinzen von Frankreich
pages6-569, 2-476, 2-369
created20040529
sendergerd.bouillon
firstpub1791
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Neunter Teil

Den 25. Februar

In ein kleines, ruhiges, mit einer dunkeln Lampe erleuchtetes Stübchen verwiesen, sitze ich hier in einem ländlichen Posthause, zwei Stationen von der betäubenden Hauptstadt – denn weiter konnte ich heute nicht kommen – und blicke meinem abgelaufenen Tage in einer Gemütsstimmung nach, wie ich sie mir nur, bei dem letzten herabrieselnden Sandkörnchen meines Stundenglases, zum Überschwung in die Ewigkeit wünschen kann . . .

<Besuch des Reisenden im Irrenhaus zu Marseille, wo die über den Tod ihres Gatten irrsinnig gewordene Herzogin von Grammont untergebracht ist, von deren Schicksal ihm bei Gelegenheit des Besuches auf dem Schiffe »Voltaire« erzählt wurde.>

Während dieses Selbstgesprächs suchte ich ein zweites Schnupftuch . . . und darüber spielte mir der Zufall aus seinem Glückshafen statt der schwarzen Kugel, die ich schon gefaßt hatte, eine der scheckigsten – das Paket Zeitungen nämlich, in die Hand, die ich heute früh in dem Janustempel eingedeckt und ganz vergessen hatte. Ich mußte mich erst besinnen, was ich damit anfangen, und daß es ein Steckbrief nach Freund Sperling war, den ich darin aufsuchen sollte. Gott gebe, wünschte ich mit pochendem Herzen, daß sich Saint-Sauveur geirrt habe! – Geirrt? Ja – das sähe ihm ähnlich. Der Schäcker – dem immer sein System zu Gebote steht, sah die Überraschung nur zu gut voraus, die er mir und meinem Lehrmeister zubereitete. Was fand ich? Eine sehr willkommene und allemal um das vierte Blatt wiederholte Ediktal-Zitation, wie ich sie dir in einem kurzen Auszuge mitteile. – »Nachdem«, hieß es, »ein gewisser – namens Theodor Sperling, der sich fälschlich für einen Maler und Architekten ausgäbe, seit vielen Jahren verschollen sei – so werde er, im Fall er noch am Leben, kraft dieses mit der Bekanntmachung vorgeladen, daß weiland seine leibliche Tante ihn, als ihren nächsten Blutsfreund, zum Universalerben sowohl ihres Freiguts zu Triesdorf, als übrigen Nachlasses in einem bei dem Stadtrat niedergelegten Testamente, jedoch unter der ausdrücklichen Bedingung eingesetzt habe, sich dieses Vermächtnisses nicht eher erfreuen zu dürfen, bis er zuvor jener angemaßten brotlosen Künste, die bei ihm weder durch erforderliche Kenntnisse, noch durch Genie unterstützt wären, für das künftige gerichtlich, eidlich und feierlich entsagt haben werde. Widrigenfalls, wenn er in Zeit eines Jahres und sechs Wochen nicht erscheine oder den vorgeschriebenen Eid abzulegen sich weigere – solle er für tot oder der ihm zugedachten Verlassenschaft, die sich nach gerichtlicher Würdigung auf zirka 31 700 Reichstaler belaufe, für unwürdig angesehen werden, und solche dem dasigen Waisenhause auf das Rechtsbeständigste verfallen sein. Ansbach, den 19. Dezember 2785.«

Die gute, verständige Tante, war mein erster Gedanke, hat wohl nun freilich hier nicht den Grundsatz . . . vor Augen gehabt, jedem Narren das Spielwerk seiner Laune zu gönnen: indes ist doch die Art, es ihrem Neffen aus der Hand zu winden, nicht so gar übel, und nur zu wünschen, daß er sich's nehmen lasse. Mein zweiter Wunsch war, daß er noch zur rechten Zeit dem Waisenhause in den Weg treten möge, und ich rechnete geschwind im Kalender die Möglichkeit aus. Ich hielt die Nachricht für sättigend genug, um den – freilich etwas zu lang am Pranger ausgestellten Erben von der Wirtstafel abrufen zu lassen – und während der Zeit, die ich hier noch zu vertändeln hatte, die Hetze zwischen der ewigen Kunst und dem zeitlichen Freigute mitzunehmen. Ich setzte mich, als er gelaufen kam, wie ein Senator in Positur, bat ihn, sich einen Stuhl zu nehmen, und leitete meinen Vortrag mit der Frage ein: »Ob er sich nicht wieder in seine Heimat sehne?« Er verstand mich die Quere. »Nein,« antwortete er bestimmt, »so angenehm es mir auch sein würde, den lieben Herrn zu begleiten, so kann doch auch dieses lockende Anerbieten meinen einmal gefaßten Entschluß nicht umstoßen. Ich bin zu sehr in meinem Vaterlande verkannt – bin es aber nicht allein. Verdienste – das wissen Sie selbst! – haben dort weder Ansehen noch Brot. Ist es nicht die allgemeine Klage der Maler, Bildhauer und Dichter? und was kann das Vaterland darauf antworten?« – »Was es darauf antworten kann?« erfaßte ich seine Frage, über ihren anmaßlichen Ton ein wenig aufgebracht. »Je nun, die Patrioten kehren die Anklage um, und richten sie wider alle die verkannten Herren selbst. Wenn wir euch, sagen sie, als Künstler vernachlässigen, so würden wir euch als Handwerkern alle mögliche Gerechtigkeit angedeihen lassen. Ihr überlegt nicht, daß der Staat, der euch nähren soll, der arbeitsamen Hände weit benötigter ist, als der gefälligen Künste. Unsre steinigen Äcker, verfallenen Wege, elenden Hütten und zerrissenen Schuhe wollen nicht gemalt, besungen, beschrieben und in Kupfer gestochen, sondern gepflügt, gepflastert, gebaut und besohlt sein. Wir lassen euch darben, weil eure göttlichen Talente uns unbrauchbar sind.« »Hoffentlich«, fiel mir der alte Kauz mit großen Augen in die Rede, »ist das weder der Fall bei mir, noch bei vielen andern. Correggio . . .« »Halt, Freund,« trat ich ihm in den Weg – »auch er hat, nach ihrer Meinung, für die Zeit, in der er lebte, keine kluge Wendung genommen. Hätte er, sagen sie, von jenen fühllosen Mönchen, die seine unsterbliche Nacht nicht besser als eine gemeine Tapete von Wachstuch bezahlten, ein Tafelgut in Pacht genommen, sein Name würde freilich so vergessen, als der ihrige, aber seine Tränen würden schon bei seinen Lebzeiten vertrocknet und sein Elend nicht auch auf seine Frau und Kinder übergegangen sein. – Wenn du merkst – dünkt dem Patrioten die beste Lebensweisheit – daß die Zeitgenossen deine Gedichte – Gemälde und Meisterstücke deines Meißels nicht mögen, so laß deinen Geist ruhen, und kehre zu dem andern Teile deiner Selbst zurück, an dessen Erhaltung du zuerst hättest denken sollen. Suche mir, sagt das Vaterland, mehr körperlich, als geistig, durch die Axt, die Nadel, den Hobel, als Schreib- und Rechnungsmaschine, oder als Markthelfer nützlich zu werden. Du wirst deinen Kopf weniger anstrengen und mehr eigenen Genuß davon haben, als jene wahren oder eingebildeten Talente gewähren, die ihres Zwecks und Lohns fehl und betteln gehn.« – Mein Eifer, lieber Eduard, hatte mich so weit von meinem Texte verschlagen, daß es mir, wie manchem Prediger, Mühe machte, auf die Anwendung zu kommen. »Wenn Ihr Vaterland,« nahm ich einen traulichen Ton an, »Sie verkannt hat, lieber Passerino, so haben Sie ihm hingegen alle Rückkehr zu Ihnen versperrt.« »Wieso?« fragte er verwundert. – »Mögen Sie wohl noch fragen? Wer kann ein Original in einer Übersetzung wiederfinden? Und wenn sich sieben Städte um ihren Besitz stritten, wie um den Homer, würde es Ihnen nicht ebenso gehen, wie ihm? Wie kann Passerino das fordern, was Sperlingen gehört? Gesetzt, es fiele Ihnen in Deutschland eine Erbschaft zu; müßten Sie nicht entweder Ihren sonorischen Namen oder die Erbschaft aufgeben? und könnten Sie sich wohl durch Ihre Marinen legitimiren, daß Sie der rechtmäßige Erbe wären? Doch vielleicht ginge das noch am ersten an.« – »Lieber Herr,« unterbrach er mich lächelnd – »Sie setzen hier Fälle voraus, die ganz und gar nicht auf mich passen. Ich habe in Deutschland nirgends etwas zu hoffen – sogar von meiner leiblichen Tante nichts, die zwar wohlhabend, aber die unverträglichste, geizigste und mir abgeneigteste Frau auf Gottes Erdboden ist. Ihre Brüder waren geschätzte Maler; sie aber lebte bloß von ihren Renten und verstand – nichts. Sie hielt nur die Italiener für Meister, und immer setzte sie hinzu: ich würde nie einer werden – und eben ihr zum Possen habe ich meinem Namen durch eine Übersetzung geholfen, und werde ihn forttragen bis an meinen Tod.« – »Ja, wenn das so zusammenhängt, mein guter Passerino,« wobei ich mich hinter den Ohren kratzte, »so weiß ich kaum, wie der Sache zu helfen steht.« – »Welcher Sache?« fragte er neugierig. »Nun – ich kann Ihnen wohl wieder sagen, was ich von einem meiner Korrespondenten als gewiß gehört habe – Ihre liebe Tante ist seit Jahr und Tag sehr verträglich geworden. Sie vermutet, daß es Ihnen hier eben nicht nach Wunsch geht.« – »Das hat sie erraten,« seufzte er, »denn Ihnen kann ich es wohl gestehen, daß ich manchmal nicht weiß, wovon ich den andern Tag leben soll. – Und Sie werden wohl selbst bemerkt haben, daß ich noch immer das Kleid trage, in welchem ich Ihnen Stunden gab, und daß es nun nicht länger mehr halten will . . .« »Und diese will Ihnen,« fuhr ich fort (ohne ihn merken zu lassen, wie nahe mir sein Elend ging) – »ihr schönes Freigut zu Triesdorf samt den Einkünften einräumen, wenn Sie der ewigen Kunst . . .« »Entsagen? Nicht wahr?« – fiel er mir ins Wort – »Nun und nimmermehr« – »und zwar gerichtlich, eidlich und feierlich entsagen.« – Dadurch erschreckte ich ihn so, daß er zitterte. – »Oh! da muß sie«, hub er an, »ganz verrückt geworden sein!« – »Das nun eben nicht,« erwiderte ich, »aber diese Grille hat sie sich nun einmal so in den Kopf gesetzt, daß sie es sogar in ihrem letzten Willen zur Bedingung gemacht und darüber – gestorben ist.« – Er überblickte mich bei dieser Anzeige mit zweifelhaftem, unbeschreiblichem Erstaunen, und ward bald karminrot, bald leichenblaß, je nachdem ihm das schöne Vermächtnis oder die häßliche Bedingung zu Kopfe trat. Ich reichte ihm nun das Blatt. – »Da lesen Sie selbst; aber überlegen Sie hauptsächlich dabei, daß hier nicht zu zaudern ist, und das Testament nur noch einige wenige Wochen zu Ihrem Vorteile gilt.« Er schlich, wie das böse Gewissen, mit seinem Vorbeschied in die Ecke des Fensters, las und schüttelte bei jeder Zeile den Kopf. Seine unglaubliche Anhänglichkeit an ein stümperhaftes Talent erregte mein innigstes Mitleiden . . . So oft ich bei seinem Erker vorüberschritt, warf ich eine Bemerkung hinein, die er nutzen sollte. – »Die ewige Kunst, können Sie mir, als einem alten Freunde, glauben, verliert nichts dabei, wenn Sie sich fügen. – Das Vergnügen, Talente unterstützen zu können« – indem ich meinen Oberrock anzog – »ist vielleicht mehr wert, als die oft bezügliche Überzeugung, ein eignes zu haben.« – Er ließ sich durch alles das nicht stören. »Ich stelle mir eine wahre Freude vor« (redete ich so für mich), »wenn ich einmal meinen alten Lehrer auf seinem Landsitze besuchen kann, und wir bei einer guten Mahlzeit über die Größe des armen Correggio plaudern, – und uns der vergangenen Zeiten erinnern werden.« Auch das focht ihn nicht an. – Er starrte noch immer vor sich hin, das Wochenblatt seinem dürren Knie über gebogen, und hing den Kopf, ohne einen Laut zu geben. Bastian meldete, daß die Pferde gleich da sein würden, aber sein Seelenkampf dauerte fort, und mir ward dabei ganz schwül um das Herz . . .

Er ergriff in großer Bewegung meine Hand – »Teuerster Freund und Gönner –« holte er tief Atem – »Ziehen Sie mich aus meiner Angst, und sagen Sie mir aufrichtig: Kann ich wohl den bedungenen Eid mit gutem Gewissen ablegen?« »Ja, Freund« – klopfte ich ihn auf die Achsel, »mit dem besten von der Welt – Sie wunderlicher Mann! Was machen Sie für Umstände, und wie mögen Sie sich nur einen Augenblick besinnen? Bei zwei Talenten – und sonst auf Gottes Erdboden nichts – könnte man, dächt' ich, ja wohl eins abschwören, wenn der Umstand darauf beruht, ein Freigut zu gewinnen.« Das schien ihm einzuleuchten. »Sie werden im Ansbachischen und überall«, fuhr ich fort, »menschliche Gebrechen genug finden, deren Sie so viele in Wachs poußieren können, als Sie wollen. Das verbietet Ihnen ja die Tante nicht, und gibt Ihrer Tätigkeit allen möglichen Spielraum.« – »Da haben Sie recht,« erheiterte sich auf einmal sein trübseliges Gesicht. »Spornstreichs laufe ich nun nach Hause, um Anstalten zu meiner Abreise zu machen – will meine Madonnen und Seestücke recht behutsam einkästeln, und . . .« »Ist das nicht wieder ein Einfall! Was um Gottes willen, gedenken Sie mit so vielen unbefleckten Jungfrauen in den preußischen Staaten anzufangen, wo man an keine einzige glaubt?« »Aber,« fragte er sehr naiv, »die von letzthin darf ich doch – Notre Dame de Graces von Cotignac?« »Auch diese Nothelferin,« erboste ich mich über seine Torheit, »hat dort keinen Ruf. In unserer Religion und bei unsern Gensdarmes, was braucht's da solcher außerordentlichen Vermittlerinnen? Und nun vollends Ihre Marinen! – Dort, überlegen Sie selbst, auf dem festen, ja, wie einige behaupten, auf dem festesten Lande, nahe bei Nürnberg, wie können Sie wohl hoffen, daß Sie damit Eindruck und Aufsehen machen werden? Als Vorbilder taugen Ihre Stürme, Kriegsschiffe, Kaper und Brander nicht einmal so viel als Ihre Madonnen. – Als Anleitung zur Seeräuberei erreichen sie nicht die schlechteste Deduktion, und für das natürliche Standrecht würden Ihre Beweise mit dem Finger auf dem gemalten Ozean denen weit nachstehen, die ein dort abgegangener Kammerrat oder Direktor längst schon gegen die Grenznachbarn geführt hat. Folgen Sie mir, verkaufen Sie, um den schweren Transport zu ersparen, Ihren ganzen artistischen Nachlaß einem hiesigen Trödler, ohne lange zu handeln. Kann er Profit daran machen, so gönnen Sie es ihm ja . . . Doch, noch eins, alter Freund, ehe wir uns trennen! Haben Sie auch Reisegeld?« – Er schüttelte kleinmütig den Kopf. – »Nun, so borge ich Ihnen, was ich gestern nicht getan hätte, vierzig Louisdor, hier nehmen Sie, damit können Sie das Post-, und die Einnahme von Ihren Gemälden dazu gerechnet, auch das Schmiergeld bezahlen! Und nun leben Sie,« ich streichelte ihm das Kinn, »recht wohl, armer, gerupfter Sperling, und zaudern Sie nicht, um bald in die Federn zu kommen.« Er begleitete mich bis an den Wagen, weinte, küßte mir dankbar die Hand, und so schieden wir beide sehr gerührt voneinander.

Es erweckt doch ganz eigene Empfindungen, wenn man nach so vielen Erfahrungen, als ich in der Fremde gemacht habe, endlich seine Wagendeichsel dem Vaterlande zugekehrt sieht. Aber hätte mich nicht meine Unbesonnenheit mit der Schreibtafel gezwungen, den Weg fortzusetzen, glaube mir, das Gesetz der moralischen Schwere, das dem Schweizer, wie dem Lapländer, außerhalb seinem Neste keine Ruhe vergönnt, würde sogar in diesem Augenblicke von seiner Kraft an mir verloren haben . . . Edler, großmütiger St. Sauveur! Die überraschenden Stunden, in denen du meinem erschlafften Herzen so viele schöne Beispiele männlicher Tugend zuspieltest – der Zauber jugendlicher Schönheit und Unschuld, durch den die holde Gefährtin deines Lebens einige Tage des meinigen verklärte, sind Bande, die mein Wesen an das eure bis zur Auflösung des Grabes fesseln. – Und du, der reinen, schönen, unverdorbenen Natur herrlichster Zögling, du, meiner Wünsche erhabenes Ziel! Wieviel lange Morgen noch, o Agathe, werden meine Träume bis zu dem Zeitenwurf über dir schweben, der, wenn Gott mein Gebet erhört, alle folgenden Tritte deines Gangs mit Rosen bestreuen soll. Durch meine Vereinigung mit dir wird mein Dasein erst sein wahres Kolorit, und jeder Winkel der Erde, an den du es ankettest, den Reiz meines Vaterlandes gewinnen . . .

O Liebe, Liebe, rief ich gen Himmel blickend, du in der Sprache der Engel erhabenstes Wort – in dem Sternenkranze des Ewigen mildester Strahl – herrlichstes aller Gefühle, nur dem Menschengewürme unbegreiflich, das über den echten Sinn deines Namens weg – zu Sprachverwirrern hinkriecht, die ihn mit Schlangenzungen mißdeuten. Ach! kein Pulsschlag verklingt in dem Reiche der Natur, der nicht Millionen Verlästerer deiner Gottheit erweckte. Als Sinnbild von dir setzen sie das raubgierigste Ungeheuer auf deinen Altar – wähnen bei der Enthüllung ihres befleckten Götzen deinen heiligen Schleier zu heben, und schmücken die Opfer, die sie ihm würgen, mit dem Afterscheine deines unsterblichen Kranzes! Oh, ihr Betrüger eurer selbst, ihr lieblosen Verfolger der weiblichen Würde! Haben sich wohl je eure Irrgänge dem stillen Pfade genähert, auf welchem die Liebe einherwandelt? Unschuld tritt ihr voran, reulose Freuden folgen ihr, und ihr Ausgang verläuft sich in die seligste Ewigkeit. Werfet nun einen Blick auf das Blendwerk eures Anführers, und zittert! Selbstsucht ist sein Schild, Trug seine Rüstung, und seine Waffengefährten sind in der Hölle geworben. Nur niederträchtige Künste, sinnliche Verlockung, Meineid und Verleumdung folgen seiner Blutfahne. O ihr, seine strafbaren Anhänger, aus was für einem entsetzlichen Haufen müßt ihr nicht die Mitgehilfen eurer Untaten wählen, um an ein Ziel zu gelangen, wo nur Seelenpeiniger in scheußlichen Larven euer warten. – Euer ehrloser Rückzug geht über Felsenspitzen und Dornen, und aus euerm schändlichen Sieg werdet ihr nichts von der mühsam errungenen Beute nach Hause tragen, als ein verletztes Gewissen. – Und nun dieselbe Hand aufs Herz, die dies ernste Gemälde entwarf . . . Buhlerisches Avignon – dort war es, wo ich – was will ich's leugnen? – die sittlichste Kunst zum Dienste des Unsittlichen erniedrigte – dort, wo mein entbranntes Gehirn jene schlüpfrigen Bilder entwickelte, zu denen ich, wo nicht selbst saß, doch andern Mißgestalten zu sitzen erlaubte. Könnte der Zufall, der sie mir auf dem Krankenbette wegstahl und zum Feuer verdammte, den Maler beruhigen, der sie aufstellte, wie froh wollte ich über ihren Staubhügel hinwegsehen! . . . Das könnte ich wollen? Nein, Eduard; ich würde vielmehr mit Freude jene Erfahrungen meines Lebens, wenn ich die Palingenesie verstände, aus ihrer Asche hervorrufen; – sie sollten vor meinen und anderer Augen leuchten, so lange der Schmutz, aus dem sie entstanden, noch Farbe hielte. Dem Unerfahrnen, der meine Bilder anstaunte, dem Lüsternen, der ihnen zulächelte, und dem Kenner, der die Treue der Kopie aus seinem eigenen Originale abzöge – ihnen allen sollte mein Kabinett offen stehen, und – wenn die Herren über dem Eingang die Aufschrift: Plusque ex alieno jecore sapio quam ex meo gelesen und ihre Ferngläser hell gerieben hätten, – sollte es mir lieb sein, sie, von einer Nudität zur andern verlockt, endlich an der Warnungstafel anprallen zu sehen, die ich mit beträchtlichen Kosten an dem Ausgange meines Saals aufgerichtet habe. Hier möge dann jeder sich besinnen, den Spaziergang durch meine Galerie mit dem vergleichen, den er durch die Welt nahm – möge sich – nachdem es kömmt – entweder freuen, daß es, Gott sei Dank, auf allen seinen Reisen zu Wasser und zu Lande nie an solche Klippen gestoßen – möge, wenn er kann, sich etwas darauf zugute tun, daß sein Putz- und sein Schlafzimmer, von Scipios Enthaltsamkeit an bis zu der keuschen Lucretia, nur mit Tugendspiegeln getäfelt sei – oder er fasse auch den kurzen Entschluß, sich nie von seinem Ernste und von seiner Studierstube zu entfernen, um sich keinen solchen Gefahren auszusetzen, als mich leider! betroffen haben, und, wenn sie ihm ja aufstießen, mein abschreckendes Beispiel zu benutzen, und ihnen klüger auszuweichen, als meiner Wenigkeit gelang. Auch das soll mir recht sein. Müßte er sich aber als ein ehrlicher Mann gestehen, daß seine Sittlichkeit, hier und da, wohl noch schimpflichere Niederlagen erlitten habe, als die meine, so weiß ich ihn mit keinem bessern und brüderlicheren Rat zu entlassen, als – er schlage den Weg ein, auf den mein hölzerner Arm hinweist – den Weg der Reue, wo er auch mich mit meinem Wanderstabe finden wird . . .

»Das sind faule Fische,« war das erste Wort, das ich hörte, als ich mit meinem Selbstgespräche vor dem Posthause abtrat. Ich stutzte, bis ich sah, daß es nur einer Hökin galt, die der Hausknecht trotz der Versicherung, daß die Sardellen frisch wären, abwies. Wenn es nun aber ein Philosoph gewesen wäre, befragte ich mich, der dir mit diesem entscheidenden Urteile in den Korb geguckt hätte? was würdest du ihm haben antworten können? Ein Glück für ihn, daß ich wieder auf eigenen Füßen stand und alles Hochtrabende in der Chaise zurückgelassen hatte: – denn nun ward mir die Sache erst selbst klärer. – »Nicht ganz getroffen!« erwiderte ich ihm. »Faule Fische, sagen Sie? Nein, mein Herr, es sind gar keine – sind nichts, als gute ehrliche Frösche, die ich zum Zeitvertreib mit der Angelrute in dem nächsten Tümpel gefangen habe, um Versuche, die zu sehr wichtigen Resultaten leiten können, über die Reizbarkeit der Nerven anzustellen. Ich mache mir zuweilen den Spaß, während Euer Ehrwürden den Ungeheuern des Ozeans Wurfspieße entgegenschleudern, ohne, daß ich wüßte, eins noch getroffen oder getötet zu haben. Meine Frösche können wenigstens nicht mehr quaken, wenn ihnen die Haut über die Ohren gezogen ist. Ihre gute Absicht, mein Herr, ist jedoch gewiß nicht zu verkennen, und verdient den Dank aller Edeln.« So kamen wir als gute Freunde auseinander, und gingen, glaube ich, jeder ruhig und mit sich zufrieden in's Bette.

Den 26. Februar.

Als ich mich gestern abend der Sektion der Frösche gegen die Philosophen annahm, hätte ich nicht geglaubt, daß ich dich heute um dieselbe Zeit mit einem Mitbruder meiner Studien bekannt machen würde, der die Sache ins Große treibt, und den ich selbst erst zwischen Nimes und Montpellier kennen lernte. Es traf sich sonderbar genug. Ich brach heute mit dem Frühesten auf und stieg so schlaftrunken in den Wagen, daß Bastian ein paar elastische Küssen unter meinen Kopf legte und mich der Ruhe übergab, die ich vorletztere Nacht der Unterhaltung des Dominikaners so gern aufgeopfert und in der vergangenen noch nicht hinlänglich ersetzt hatte. Ich legte also eine Station nach der andern so sanft zurück, als wenn es aus meinem Bette geschähe. Wir waren durch Nimes gefahren und schon eine gute Strecke bei Caverac vorbei, als meine Chaise still stand und das Fluchen des Postknechts mich ermunterte. Vier Wagen vor dem meinigen sperrten den Weg, weil an ihrer Spitze ein fünfter das Rad gebrochen hatte, und sie mochten schon lange da gehalten haben, ehe ich ankam. Bastian war ausgestiegen, um zu sehen, was vorging. Ich hörte ihn von weitem mit einem Bekannten sprechen, und verließ nun auch meine Polster. Der erste Wagen, dem ich neugierig vorbeischlich, faßte drei Frauenzimmer, immer eins reizender als das andere. Ich machte ihnen meine tiefe Verbeugung, die ich mit Erstaunen über eine so ungewöhnliche Erscheinung an dem zweiten, dritten und vierten Wagen wiederholen mußte. Was in aller Welt ist das für ein Transport? dachte ich. – Entweder ist hier herum eine Pensionsanstalt für junge Fräulein, oder ein Bassa von drei Roßschweifen schickt, Gott weiß warum? sein Serail nach Montpellier. Indem ich so dastand und mich der lachenden Gegenstände freute, die den Steinweg belagerten, klopfte mich jemand auf die Schulter. – Ich drehte mich um, erinnerte mich sogleich des ehrlichen Gesichts und . . . »Je, lieber Onkel!« rief ich ganz verstört, »wie kommen wir denn, so weit von Cavaillon, hier zusammen? – Sind Sie denn nicht mehr Wirt in dem Propheten?« »Nein, mein Herr,« antwortete er mit sichtbarem Frohsinn. – »Ich habe die lästige Wirtschaft aufgegeben, diene seit kurzem als Mundkoch bei Lord Baltimore, der dort sich mit den Leuten zu tun macht, die seinem Wagen aufhalfen, und reise jetzt mit ihm nach Spanien.« – »Und diese vier Wagen?« fragte ich – »Gehören zu seinem Gefolge.« »Und dies Dutzend allerliebster Kinder?« »Sind Kammerjungfern seiner Gemahlin. – Wenn Sie wollen, will ich Sie unserer jungen Gebieterin vorstellen, der auf jener Rasenbank ohnehin Zeit und Weile lang wird, so ist Ihnen beiden geholfen.« »Wohl,« sagte ich, »wenn Sie glauben,« und so näherten wir uns der vornehmen Frau. Schon in einiger Entfernung konnte ich schließen, daß es keine gemeine Schönheit sei. – Ihr Reisekleid von grauem Taffet lag ihr von obenher knapp an und umflatterte ein paar vorgestreckte niedliche Füßchen. Ein schwarzer Sommerhut beschattete ein helles Gesichtchen, die eine Hand spielte mit einem Spazierstock, die andere ruhete auf einem englischen Windspiele neben ihr, das uns anmeldete. Das Ganze gab ein freundliches Bild. – »Hier, Mylady,« rief mein Introdukteur, »habe ich die Ehre, Ihnen einen meiner Bekannten vorzustellen, dem die Equipagen Euer Gnaden den Weg verstopfen.« Die herrlich schlanke Figur erhob sich ein wenig von ihrem Sitze. Ich verneigte mich auf das Ehrerbietigste, stotterte einige Entschuldigung über meine Freiheit, richtete mich in die Höhe, begegnete ihren Augen und . . . »Mylady« – und – zugleich – »um Gottes willen!« rief ich, »Sie sind es, Klärchen, Sie?« –

Wenn du denkst, daß sie von uns beiden es war, die am meisten erschrak, so kennst du sie schlecht. Mit der stolzesten Ruhe maß sie mich mit den Augen, und sagte mit Würde: »Ich heiße jetzt Baltimore, Gemahlin des Herrn, der eben auf uns zukömmt. Wie ist es Ihnen zeither gegangen?« Ich stand verblüffter vor ihr, als jemals, ohne eine Silbe zu antworten. Unheimlicher ist mir in meinem Leben nicht gewesen. Überlege selbst, Eduard, was hier alles zusammentraf, um mich außer Fassung zu bringen. – Die hohe fremde Miene der Dame gegen einen Bekannten, wie mich, ihr gegenüber, die Schreibtafel des Barons mit ihrem Miniaturgemälde und meinem Epigramm in der Tasche, scheu, wie ich immer gegen alle und jede bin, die Torheiten von mir wissen, so daß ich lieber von ihrem Tode höre, als ihnen begegne, und in demselben Augenblicke zugleich von der Gefahr umschwebt, dem Lord, Klärchens Gemahl, meine Hochachtung zu bezeigen . . . Nein, Eduard, um mit solchen Verlegenheiten zu kämpfen, muß man eine unverschämtere Stirn haben, als ich. Mein Entschluß war kurz. Ich faßte den Propheten-Wirt bei dem Ärmel, drehte mich um, und eilte nach meiner Chaise. Als wir so weit waren, daß uns niemand hören konnte, blieb ich stehen. – »Nun, lieber Herr Mundkoch,« schöpfte ich Atem, »jetzt, bitte ich, befriedigen Sie meine Neugier, die unglaublich ist! – Wir kennen ja beide Ihre liebe Nichte von dem Bette an, wo ihr der Teufel zum ersten Male erschien, bis zu dem Sofa, wo ich ihr das Strumpfband der Maria verhandelte, durch welches Wunder ist ihr die Hand eines reichen vornehmen Engländers zuteil geworden?« »Durch kluge Erfahrung,« antwortete er, »die bei den Weibern meistens den Abgang der Unschuld ersetzt, und durch die Blindheit, mit der Gott uns Männer gestraft hat. So erkläre ich mir wenigstens die Sache, wenn mir das und jenes von der Donna einfällt, und ich über ihr Glück erstaune. Aber jetzt, glauben Sie mir, verdient sie es. Sie ist ganz wieder auf dem Weg der Tugend, eine zweite Magdalena, liebt ihren Mann und macht ihn glücklich.« »Seit wie lange?« fragte ich. »Seit heute vor acht Tagen,« erwiderte er; »sie verlangte, und der Lord freute sich kindisch darüber, in der Franziskanerkirche, gerade über dem Grabe der tugendhaften Laura getraut zu werden. Herr Ducliquet hat sie eingesegnet, der getaufte Jude hat bei der Zeremonie aufgewartet, und in der Propstei« . . . »Ist«, fiel ich ihm ins Wort, »die Hochzeit gewesen?« »Ja,« sagte er, »und auch das Beilager.« Ich schlug bei dieser Nachricht die Hände gefalten über den Kopf. »Barmherziger Gott,« rief ich aus, »welch ein Greuel von Menschenverbindung an deinem Altare! Gute Laura, was für antipetrarchische Gedanken mögen an diesem Tage über deiner Asche geschwebt haben!« »Ruhig, mein Herr!« erinnerte mich der Propheten-Wirt, »meine Nichte bemerkt Sie. Lassen Sie uns alles vergessen und vergeben sein, was vorbei ist, und gedenken Sie künftig der Lady Baltimore im Besten. – Doch ehe wir uns trennen, mein Herr, denn ich sehe, daß meine Herrschaft einsteigt, muß ich Ihnen geschwind einen Irrtum benehmen, in welchen ich Sie in Ansehung Ihres Landsmanns gesetzt habe. Es war eine boshafte Nachrede seiner fortgejagten lüderlichen Bedienten, denen ich keinen Glauben hätte beimessen sollen. Der brave Mann hat sich mit Klärchen nicht einmal so viel vorzuwerfen, wenn ich so frei sein darf, es zu sagen, als Sie. Ein Liebhaber der Kunst kann ja wohl in allen Ehren ein schönes Mädchen als Modell benutzen! Mehr hat er nicht getan. Ich habe seitdem Herrn le Sauve kennen lernen, den Maler, der für ihn gearbeitet, und dem Klärchen in mancherlei Stellungen gesessen hat, von dem weiß ich alle Umstände. Gnade Gott dem Herrn, der auch die unschuldigste Sache bei verschlossenen Türen vornimmt! – Mehr braucht es bei solchen Schurken nicht, um ihn in den schlimmsten Ruf zu bringen, so daß er zuletzt keine Tasse Hühnerbrühe mehr nehmen darf, ohne Verdacht zu erwecken . . . Doch ich muß fort, leben Sie wohl, wir bleiben nur diese Nacht in Montpellier.« – Die vier vordersten Wagen waren schon in vollem Galopp; er hatte seinen Platz in dem fünften, dem nächsten vor dem meinigen. Mein Postillon, voll Ungeduld über den Aufenthalt, blieb nicht zurück, so daß ich die Ehre hatte, im Gefolge von Lady Klärchen an dem Posthause anzulangen, wo die Quartiere für die englische Herrschaft schon durch einen Kurier bestellt waren.

Den ganzen Weg über hatte sich meine Neugier um eine Frage herumgedreht, deren Auflösung von meinem geschwinden Aussteigen aus dem Wagen abhing, ehe mir der Mundkoch entwischte. – Ich kam ihm glücklich entgegen. – »Nur noch ein Wort statt tausend,« hielt ich ihn bei dem Kragen. – »Warum in aller Welt führt Ihre Frau Nichte Gnaden wenigstens ein Dutzend Kammerjungfern mehr mit sich, als eine Königin brauchen würde?« – »Das muß freilich Wunder nehmen,« antwortete er, »wenn man den wahren Zusammenhang nicht weiß. – Mylord, so hat mir sein Kammerdiener vertraut, schreibt ein systematisches Werk über die Eigenheiten der Weiber. – Englische Schriftsteller wählen ja immer ein aussagendes Thema. – Diese artigen Kinder sind nicht sowohl im Dienste bei seiner Gemahlin, als in dem seinigen, sind Studien für seine philosophischen Spekulationen und ahnden es selbst nicht. Sie verraten ihre kleinen Schwachheiten, Fehler und Tugenden unbefangen, und liefern ihm tagtäglich neue Bemerkungen zu seinem Texte. Es ist der vollständigste Apparat zu dergleichen physiologischen Experimenten, den man sich nur denken kann – aus den leichtsinnigsten, schwermütigsten, sprödesten, unschuldigsten und erfahrensten Geschöpfen zusammengesetzt – mit deren Seelen (denn wirklich ist es nur darauf abgesehen) er hunderterlei Versuche anstellt, um endlich ein neues Resultat herauszubringen. Gott gebe, daß es ihm gelingt, denn es wäre gewiß ein sehr nützliches Buch!« – »Und dieser Sachverständige,« fuhr mir heraus, »hat Ihre Nichte heiraten können?« – »Stille,« fiel mir mein verunglückter Oncle ins Wort, »hier ist nicht der Ort, darüber zu schwatzen. – Ich muß in meine Küche – leben Sie wohl, mein Herr, leben Sie wohl!« – Das Buch möchte ich sehen, setzte ich nun meine Verwunderung mit mir allein fort, indem ich mich von einem Lohnbedienten in die Stadt führen ließ, in die man, wie du wohl wissen wirst, nicht anders, als zu Fuße oder in Sänften kommen kann. – Armer Autor! Gott gebe dir Glück zu deinen Studien, denen freilich die meinigen nicht das Wasser reichen! Über deine junge Frau könnte ich dir zwar wohl wichtige Beiträge liefern – aber, ob sie es gleich nicht an mir verdient hat, würde ich mich doch schämen, weniger edel zu handeln, als Herr Ducliquet, der Propst und der getaufte Jude.

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