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Reise in die mittäglichen Provinzen von Frankreich

Moritz August von Thümmel: Reise in die mittäglichen Provinzen von Frankreich - Kapitel 31
Quellenangabe
typefiction
booktitleReise in die mittäglichen Provinzen von Frankreich
authorMoritz August von Thümmel
year1918
publisherGeorg Müller Verlag
addressLeipzig
titleReise in die mittäglichen Provinzen von Frankreich
pages6-569, 2-476, 2-369
created20040529
sendergerd.bouillon
firstpub1791
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Pag. 11. — Il naquit à Marly le 21. Febr. 1609, il reçut l'habit de Religion le 19. May 1631, agé de 22 ans. — On lui changea son nom de Denis en celui de Frère Fiacre de Sainte Marguerite.

Pag. 38. Le Frère Fiacre penetré de reconnoissance pour les aumones de la reine, prioit le ciel de la rendre féconde — lorsqu'enfin 1638 des mouvements intérieurs le sollicitoient, comme malgré lui, d'aller dire à la Reine qu'elle auroit un fils etc.

Extrait du procès verbal: Il se sentit une forte inspiration de faire trois neuvaines pour saluer la sainte vierge à Notre Dame de Paris, à Notre Dame de Graces en Provence et à Notre Dame Victoires; et Dieu qui voulut que la France eût obligation de son bonheur à ce pauvre Frère, accorda à ses prières le Dauphin attendu: car ses neuvaines finirent le 5 Décembre, neuf mois précisement avant que le roi nâquit. Le 5 Septembre 1638 des les deux heures du matin la Reine fut en travail — à onze heures 22 minutes avant midi le Roi étant à table fut subitement averti que la Reine accouchoit etc. Gazette et Mercure françois de 1638.

Pag. 60. — Ainsi nâquit le Dauphin, le fruit du frère Fiacre après 23 années de stérilité de la Reine. Les nouvelles publiques de ce temps reconnoissent qu'il y a du merveilleux dans cette naissance. Louis XIII. dans ses lettres aux Ambassadeurs, assure que tout ce qui a précedé l'accouchement de la Reine fait voir que ce fils lui est donné de Dieu.

1657. – au milien de tant de graces il étoit tourmenté de mille pensées impures: qui le croiroit? il évitoit en général les conversations avec les femmes et surtout des femmes devotes, parce qu'on s'y engage d'autant plus facilement qu'on voit dans leur conduite plus de retenue et que par un artifice imperceptible de l'amour propre on passe de l'estime de leur vertu à l'attachement à leur personne, Cependant il étoit tenté, qui le croiroit? il régloit ses paroles, ne permettoit rien à ses yeux: cependant il étoit tenté etc., mais rien au fond n'est si facile à comprendre. Les saints n'ont été des grands saints que parce qu'ils ont eu de grandes passions etc. Le frère Fiacre affligé par ces pensées sales, s'agitoit, se tourmentoit pour les repousser, il se serroit les tempes, se ridoit le front, secouoit la tête, et faisoit mille autres contorsions.

Circonstances de sa mort: Il faut savoir que de l'an 1646, c'est à dire 38 ans avant sa mort, il avoit écrit, qu'il étoit arreté de toute éternité qu'on prendroit son cœur après sa mort et que deux religieux de son ordre le porteroient à Notre Dame de Graces pour y être posé sous les pieds de la glorieuse Vierge Marie; il pria ceux qui tireroient son cœur de son corps, de le tirer par le coté, à cause de la pudicité religieuse. Toutes ces circonstances ont été accomplies à la lettre.

Pag. 368. Il mourut le 16 fevr. 1684. dans la 75 me année de son âge. Il avoit la taille mediocre, le front grand et large, les yeux bleus, il étoit blanc, avoit les traits assez réguliers, et tout cela formoit une physionomie belle et très religieuse etc. Les peintres ne le perdirent jamais de vue, il en eut toujours de nouveaux qui se succedèrent pour le tirer.

Pag. 370. Dès qu'il fut enterré, le P. Prieur fut à Versailles porter au roi la lettre que ce serviteur de Dien lui avoit écrite avant de mourir. Le P. Prieur lui presenta encore la donation qu'il avoit fait de son cœur à la sainte Vierge et qui étoit signée de son sang. Le roi baisa la signature avec respect. Voilà, dit-il, un sang qui est bien vermeil.

Pag. 372. Les supérieurs remirent ses manuscripts qu'il avoit laissé cachetés avec prière de ne les ouvrir que dix ans après sa mort. Cette dixième année etant enfin revolue le Roi attentif envoya Msr. de Pompone, Ministre et Secrétaire d'état, avec une lettre de cachet qui lui ordonna d'ouvrir les manuscripts du frère Fiacre. Il les ouvrit en présence des supérieurs; il en tira quelques papiers qu'il fit porter au Roi.

Wer das Gefühl nicht kennt, Herr eines Staatsgeheimnisses zu sein, das er, nach Belieben, mit in die Ewigkeit nehmen oder verschwatzen kann, an wen er will, müßte einen großen Spaß an meiner Figur gefunden haben, wenn er die selbstgefälligen listigen Mienen, die bisher meiner Feder nachschlichen, hätte belauschen können. Denn freilich kann ein Auge, das so viel auf Nuditäten hält, als das meinige, sein Wohlbehagen nicht bergen, wenn es den seltenen Fall erlebt, einem Mönch seine Kutte vom Leibe, einer Kammerfrau das Tuch von der Brust zu ziehen, die das Herz eines Tigers versteckt, und besonders, wie Peter der Große im kaiserlichen Ungestüm sich an dem Bette der Maintenon herausnahm, eine Königin zu entblößen, von der man so viel Schönes erzählt. Meine Gesundheitsreise – will ich jetzt, ohne Wortwechsel, jedermann zugeben, der die Sache versteht, hat bis auf den heutigen Tag nur Vorfälle entwickelt, die der Mühe des Erzählens nicht lohnen, die keinen Menschen, als etwan dich, interessieren können, und dem gemeinsten Reisenden aufstoßen. Jetzt aber hoffe ich doch, daß mir die Statistiker, die Biographen und Archivarien, alles Geschwätz der vorigen Blätter der einzigen Perle wegen verzeihen werden, die mir heute der Zufall in die Hände spielte. Mußte nicht Cook auch lange auf dem Weltmeere herumirren, ehe er auf jene glückliche Insel stieß, wohin noch keine Kultur gekommen war, und wo die schönsten Mädchen noch nackender gehen als in meinem Tagebuche. Ich kann mich jetzt brüsten wie er – mein Otaheite ist gefunden und mein Name verewigt wie der seinigeObgleich Ludwig der Dreizehnte bei der Geburt des ihm von Gott geschenkten Sohns ungläubig den Kopf schüttelte, so hat er doch schwerlich den wahren Vater hinter der Kutte des heiligen Fiacre und so wenig vermutet als die vielen Schriftsteller, die auf einen andern rieten. Der Autor dieses Tagebuchs schmeichelt sich der erste gewesen zu sein, der ihm seinen verdienten Platz in der französischen Geschichte anwies. .

Aber soll ich denn heute gar nicht zur Ruhe kommen? Eben im Begriff, das dritte oder vierte Licht auszulöschen, das meiner nächtlichen Arbeit vorstand, fällt mir noch Saint-Sauveurs Brief in die schläfrigen Augen. Ach Gott, wie trieb sie nicht jede Zeile auseinander! Höre nur, Eduard, was mir der sonst so vernünftige Mann zumutet. Er, der mit Wohlgefallen der Exekution erwähnt, die heute unter seinem Kommando einem Verurteilten das Leben schenkte – kann doch verlangen, daß ich ihn morgen zu einer – wo keine menschliche Gnade stattfindet – zum Opferfeste einer neuern Iphigenie – zur Einkleidung des unvergleichlichen Kindes begleiten soll, das mir vor ein paar Tagen zu Toulon so wichtig geworden ist? Ich hatte es ganz vergessen, daß morgen ihr sechzehnter Geburtstag einfällt, der sie von dem gesellschaftlichen Leben zu trennen und zu einer ewigen Gefangenschaft einzusegnen bestimmt ist! Schließt der gute Mann etwa aus meiner Fahrt nach Cotignac, daß ich sonst nichts zu tun habe als Klöster zu besuchen? Die langweiligen Stunden, die ich dort zubrachte, sind mir doch vergütet worden, und wie? Was sollte mich aber in eins verlocken können, wo ich unter ärgerlichen Zeremonien vielleicht Gefahr liefe, mir ein Gallenfieber zu holen? . . . Der Herr Brigadier mag allein reisen. Ich will nicht auch noch mit leiblichen Augen einer Gleißnerei nachgehen, bei der, sonderbar genug, nicht weniger als bei der eisernen Maske, ein Heuchler von Vater, eine strafbare Mutter und ein eigennütziger Bruder ihr höllisches Spiel treiben. Hat mich die Teilnahme an einem Leidenden, dessen Asche von einem vollen Säkulum bedeckt ist, schon so mürbe gemacht, welches Entsetzen würde mich nicht erst ergreifen, wenn ich die holde Schöne zum ersten Male wieder nach jener herrlichen Nacht unserer Bekanntschaft im Nonnenschleier an dem Rande eines offenen Grabes anstaunen müßte, das sie lebendig verschlingen soll, und aus dem sie, ach Eduard! nun nichts – nichts mehr zu retten vermag . . . Du vermutest doch schon, Eduard, daß ich nach solchen Kopf und Herz durchdringenden Gedanken den Marquis mit verweigernder Antwort abgefertigt habe – und du hast es erraten. Doch, indem ich meinem Bastian den Brief vor das Bette tragen wollte, um ihn morgen mit dem Frühesten zu bestellen, trat mir das Bild der guten liebenswürdigen St. Aignan in den Weg, und bat mich, die Sache noch einmal zu überlegen. Ich blieb eine ganze Weile ungewiß stehen, aber die rührende Betrachtung einer Tochter, die Jugend, Schönheit und alle Ansprüche auf ein Leben voll Glück dem kindlichen Gehorsam aufopfert, entschied. Ich zerriß meine Antwort und bin entschlossen, meinem Freunde zu folgen, unsere Tränen zu vermischen, und ihr, koste es mich auch was es wolle, vor ihrem Hingang noch einmal in die blauen himmlischen Augen zu sehen . . .

*

Den 24 Februar

. . . Saint-Sauveur holte mich nicht ab, wie ich erwartete, sondern schickte mir seinen Wagen, um ihn abzuholen. Es fiel mir ein wenig auf, und erinnerte mich, daß er bei aller seiner Höflichkeit sich doch noch nie herabgelassen habe, mich zu besuchen. Er stand in seiner Haustür, als ich ankam, stieg ein, indem er zugleich dem Kutscher befahl langsam zu fahren, damit wir nur kurz vor dem Anfang der Zeremonie bei den Ursulinerinnen einträfen. Konnte er aber nicht lieber um so viel später die Stadt verlassen? Das wollte ich eben fragen, als ich in seinen Augen Tränen bemerkte, die mir alle Sprachlust benahmen und meine eigene bängliche Stimmung vermehrten. Ich konnte an mir abnehmen, wie viel ihm die Gefälligkeit kosten mußte, als erbetener Zeuge einer für Herz und Verstand gleich widrigen Handlung beizuwohnen, und fand es bei seinem Mißmut sehr natürlich, daß er sich einen Begleiter zugestellt hatte, aber leider! hätte er zu seiner Zerstreuung keinen unfähigern wählen können als mich . . . Wie erschrak ich, als wir endlich nach drei langweiligen Stunden vor dem Eingange der Kapelle still hielten, hinter der das mit Hängeweiden und Zypressen umgebene gotische Gebäude vorragte . . .

Unter peinlichen Gedanken wankte ich dem Kirchner nach, der uns eine Loge dem Altar gegenüber anwies, die durch eine Glastüre in der Mitte zweier Fenster von dem Schiffe der Kirche abgesondert war. Durch den flornen Vorhang, der die Zuschauer verbarg, schimmerten zunächst zwei einander überstehende schwarz beschlagene Bänke meinen feuchten Augen entgegen, und an den beiden Seitenwänden zogen sich die vergitterten Schranken der Nonnen herum. So lange ich und der Marquis allein waren, übersah ich noch so ziemlich gelassen dies geistige Hochgericht; als aber bald nachher der Vater und Bruder des seinen Schlächtern nun schon ausgelieferten Lammes hereintraten, empörte sich mein Innerstes so heftig bei ihrem Anblicke, daß ich kaum über mich gewinnen konnte, ihnen ihre höfliche Verneigung kalt zu erwidern. Die heuchlerische Miene, mit welcher der erstere sogleich auf die Knie fiel, täuschte mich so wenig als das bleiche abgehärmte Gesicht des andern. Mag es meinetwegen wahr sein, was mir der Wirt zu Toulon von ihm erzählte; es schändet den eigennützigen Jüngling nur desto mehr, daß er lieber seiner Braut und den Pflichten der Ehre und der Menschlichkeit, als dem schwesterlichen Erbanteil entsagte, der ihm, trotz der tollen Verordnung der Mutter, nicht zukam. Ich konnte diesen Abscheulichkeiten nicht länger nachgrübeln, denn jetzt fingen die Glocken zu läuten an, und der Beförderer und Exekutor des schwärmerischen Testaments, der Dominikaner, erschien, warf sich vor den Altar und betete so lange im stillen, bis jene schwiegen, und nun ein zweistimmiger, aus den Klausen der Nonnen sanft hervorwallender Choral das Trauerspiel eröffnete. Indem sich der Geistliche seiner Bank zur linken Seite unserer Loge näherte, trat zugleich auf der rechten – oh, wie stiegen mir die Haare empor – die Verurteilte, weiß gekleidet, hinter einem Kirchstuhle heraus, und bewegte sich an der Hand ihrer Erzieherin, mit niedergeschlagenen Augen feierlich langsam nach ihrem Sitze. Diese bot ihr einen Flakon zum Riechen. Sie dankte der Freundin, ohne ihn anzunehmen, durch ein gutmütiges Lächeln für ihre Besorgnis, und verbeugte sich gegen den Mönch, der nun, die Schreckensurkunde in der Hand, seinen Vortrag im schlichten Predigerton anhob: »Der erste Laut meines Mundes an diesem Zufluchtsort unserer Andacht sei der Glorie des Allweisen und Unerforschlichen und dem Andenken jener zu seiner Herrlichkeit Übergegangenen geweiht, der Sie, teures Fräulein, das Dasein verdanken. Der Glanz ihrer Sterbestunde erhelle die gegenwärtige, die uns beide zu dem gemeinschaftlichen Zwecke vereinigt, den letzten Willen der Verewigten zu vollziehen. Die schönste und größte Verbindlichkeit eines Kindes ist Gehorsam, und Ehrerbietung für Eltern das erste Gebot, das Verheißung hat. Sie haben sich bereits, dem mütterlichen Verlangen gemäß, zur Annahme des heiligen Schleiers erklärt, und dies stille Kloster gewählt, wo Sie Ihre übrigen Tage ruhig und Gott gefällig zu verleben gedenken; das Ihnen zur Befolgung gesetzte Ziel ist erreicht. Sie stehen zum letztenmal freigelassen hier vor meiner segnenden Hand, um Ihren gereiften frommen Entschluß zu bestätigen und zu erfüllen, und so wird es Ihnen wohlgehen und Sie lange leben auf Erden. Wie festlich muß Ihnen, nach sechzehn verlaufenenen Jugendjahren, nicht heute die Erinnerung an den Tag Ihrer Geburt durch die Feier Ihres Gehorsams und Gelübdes werden, das Sie abzulegen bereit sind.« Bei diesen Worten entfielen einige Tropfen den Augen des lieben Kindes. Der Mönch, der sie nachdenkend anblickte, hielt so lange inne, bis sie wieder gefaßt war, und fuhr dann herzlicher fort: »Ihre Traurigkeit, Teuerste, ist vorübergehend, wie der Schmerz einer Gebärenden. Der Allmächtige wird sie in Freude verwandeln. Diese Tränen, hoffe ich, sind der letzte Tribut, den Ihre Dankbarkeit dem Andenken eines vergangenen glücklichen Lebens zollt; denn wie könnte, da Sie, mit heute, ein dreimal froheres beginnen, es Ihrem Herzen schwer fallen, jenen vergänglichen Freuden der Welt, an denen es Teil nahm, zu entsagen, und sie höhern Befriedigungen aufzuopfern. Habe ich wohl nötig, Ihnen bei dieser Landung aus einem Meere voll Gefahren und Stürme tröstend entgegen zu kommen – wohl nötig, Sie zu ermahnen, den Allwissenden durch ein freimütiges Bekenntnis aller wertlosen Anhänglichkeiten an das Irdische, von denen sich Ihr Herz jetzt trennen und reinigen soll, zu ehren, da es längst dem meinen geöffnet, sich nie der Erforschung seines treusten Ratgebers und Beichtigers zu entziehen gesucht hat? Sollte es aber dennoch, mir unbekannt, sich einer weltlichen Sorge bewußt sein – sollte noch ein Wunsch an ihm nagen, den es treulos begriffen wäre, gleichsam als einen verheimlichten Raub, in diese der Seelenruhe geweihte Wohnung mit hinüber zu nehmen, so –« hier überzog eine flimmernde Röte die blassen Wangen des erschrockenen Kindes, es brach in unaufhaltsame Tränen aus, zitterte, rang wehmütig die Hände, und versetzte durch diesen Anblick den erstaunten Priester in einen heiligen hell auflodernden Eifer. »Fräulein,« erhob er feierlich seine Stimme, »ich lege, ja, unter der strengsten Verbindlichkeit eines Eides und bei der ewigen Wahrheit, deren berufener Diener ich bin, lege ich Ihrem Gewissen auf, jenes verborgene, noch nicht getilgte Gelüste Ihrer Seele unverhehlt zu bekennen, das in dieser Stunde der Entsagung noch mächtig genug ist, Ihre Sündhaftigkeit zu erschüttern, damit ich an Gottes Statt – – –« doch hier erlaubte ihm sein Mitleiden nicht weiter zu sprechen, denn seine Beschwörung, die schon mir beinah all Besinnung nahm, in welchen Zustand versetzte sie nicht vollends dies zarte, weibliche Wesen! Sie ergriff und drückte in höchster Seelenangst die Hand ihrer jammernden Freundin an das gepreßte Herz, und verbarg die Augen unter dem Tuche, das ihre Tränen einsog. Dieser Anblick war so rührend, daß er selbst die lieblosen Zeugen erweichte, in deren Mitte ich stand. Ich hörte, wie sie sich von den Fenstern zurückzogen, um sich nicht durch ihr Schluchzen zu verraten, doch vergönnte ich ihnen keinen meiner Blicke, die fest an den leidenden Engel geheftet blieben. Nach einer minutenlangen, furchtbaren Stille, während welcher der Mönch für die Beruhigung der so peinlich Befragten zu beten schien, richtete sie ihr holdes Gesicht in die Höhe, wendete es mit ernster Andacht gegen den Altar, und von da zu ihm. Ihre Blicke waren erheitert. Frohes Bewußtsein der Unschuld ruhte auf ihrer Stirn, und mit fester Stimme, die Hände in Begeisterung erhoben, begann sie: »So vernimm denn, Gesalbter des Herrn, an dieser der Buße und Wahrheit geheiligten Stätte, das Geheimnis meines schwachen, aber unsträflichen Herzens, vernimm jenen süßen Irrtum, in den es sich selbst für den trefflichen Mann verlockte, der meine Kindheit geleitet, Tugenden und Kenntnisse in mir erweckt, und sich meines dankbaren Gefühls endlich bis zur Entkräftung jeder andern Pflicht in solcher Stärke bemeistert hat, daß mir immer in seiner Abwesenheit bange, ach! so bange wie einer Verlassenen war. Ich konnte an keinem der Tage, in welchem eine Stunde der Erwartung lag, meinen Wohltäter zu sehen, weder beten noch arbeiten. Mehrmal habe ich in nächtlicher Täuschung geträumt, daß mein Vater seine Hand in die meinige legte und uns segnete, und wenn ich erwachte und mich besann, vergoß ich bittere Tränen über die Unmöglichkeit, ihm anzuhören. Willst du das Liebe nennen, nun so habe ich hoffnungslose Liebe für einen Tugendhaften empfunden. Mein Herz unterwirft sich in Demut dem wohltätigen Kummer, mit dem mich, oh, schon längst! seine Gleichgültigkeit bestraft; denn ich bekenne, ehrwürdiger Herr, daß sie es, und Gott möge sich meiner erbarmen, allein war, die mich antrieb dem mütterlichen Willen zu gehorchen, und mir, nach langem Kampfe, meine Bestimmung zum Kloster wünschenswert gemacht hat. So gebrauchte der Allgütige die Würde dieses Mannes, um mich auf den geheiligten Weg zu leiten, den ich jetzt nur desto williger und zufriedener betrete, da er mich mit der edelsten meiner Jugendfreundinnen wieder vereinigen wird, die ihn aus mitleidiger Liebe zu mir voranging. Gute großmütige Montbasson. –« Ein Erguß zärtlicher Tränen unterbrach eine ganze Weile den Wohlklang ihrer Stimme. Herrlicher und reizender habe ich nie ein Weib gesehen, Eduard, als es diese angehende Nonne in den erhabenen Augenblicken war, aus denen ich ihr nachlalle. Bescheidenheit, Mut und Ergebung strahlten aus den großen, blauen Augen. Die höchste Reinheit der Seele tönte von den befeuerten Lippen. Jeder warme Ausdruck ihres herzlichen Geständnisses entfaltete eine Rose mehr auf den jugendlich verschämten Wangen. Ich war so verloren in der körperlichen und geistigen Schönheit dieses unvergleichlichen Kindes, daß ich mich selbst nicht nach dem Mitgenossen meiner Trunkenheit umsehen mochte, der, vorgebogen über das Fensterpolster mit klopfendem Herzen an meine dort ruhende Hand, den Bewegungen des meinigen sympathetisch zustimmte. Sie aber, nun über alle Wehmut erhaben und in dem glücklichen Wahne, sie stehe nur vor den Augen Gottes, und kein menschlicher Zeuge, außer den vertrauten Beiden, denen sie die Tiefe ihres hingegebenen Herzens öffnete, könne das Veratmen seiner letzten Seufzer vernehmen, rief mit schmelzender Stimme: »Meine Seele«, rief sie dem Dominikaner in dem schauernden Augenblicke, zu, da er seine Hand aufhob, um ihr Gewissen loszusprechen und sie zu ihrem furchtbaren Beruf einzusegnen, – »fühlt sich jetzt gestärkter und zu dem Hingang aus der Welt meiner Jugend bereit, nur, daß ich aus ihr so manchen weisen Rat, so vielen Stoff zu hohen Betrachtungen in meine einsame Armut mitnehmen soll, ohne ihm, der mich damit ausstattete, dafür danken zu können – nur dies noch beklemmt mir die Brust. – Ach! findest du nichts Tadelnswürdiges in meinem Verlangen, so übernimm und berichtige, ehrwürdiger Vater, diese Schuld meiner Erkenntlichkeit. Gott«, schluchzte sie, faltete die Hände und schlug die Augen gen Himmel, »möge ihn segnen und beglücken! Es soll mein tägliches Gebet sein! Sage ihm dies zu meinem Abschied.« – »Ja, Fräulein,« antwortete der Greis und wischte sich die Augen, »ich will gern und gewissenhaft Ihren Auftrag ausrichten, sobald Sie mich noch belehren wollen – an wen?« Betroffen staunte das reizende Geschöpf bald den Geistlichen, bald ihre Aufseherin an. »Ach!« erwiderte sie endlich, »bedarf es wohl noch des Namens?« – oh, daß doch der meine einmal so hoch gewürdigt, solch einem Herzen entquellen, über solche Lippen fließen möchte! – »des Namens meines Wohltäters? – Ihres edeln Freundes – Saint-Sauveur?«

Und in demselben Augenblicke, in welchem dies große Losungswort verhallte, sprengte er, den es zur höchsten Seligkeit eines Sterblichen berief, dessen ahndendes Herz, wie ich nun sah, so ungestüm über meiner Hand geschlagen hatte, die Mitteltür unsrer Halle auf – umschlang in sprachloser Herzenserschütterung die aus dem Schrecken der Überraschung ohnmächtig dahin Sinkende, riß ihr den Schleier ab und drückte wild seine Lippen auf die ihrigen. Und in derselben Sekunde flogen diesem Engel zwei andere aus ihren Wolken zu, die der Betäubten die Schläfe bestrichen und unter Küssen, Wimmern und den zärtlichsten Fragen – Klara, liebe Klara, kennst du deine Montbasson – siehst du denn deine Agathe nicht? – die Erblaßte wieder ins Leben, und, Gott im Himmel! in was für ein wahrhafteres Leben zurückriefen. Und in derselben Minute drängten und schmiegten sich Vater und Bruder an die unverlorene Tochter – an die gerettete Schwester, und der Mönch ging und warf sich in abgezogener Andacht vor den Altar. Nur ich, der nicht wußte, wie ihm geschah, der die verdeckten Kräfte nicht begriff, die in dem Augenblicke der Entscheidung mächtig genug sein konnten, den Schlag aufzuhalten, der über der armen Verurteilten schwebte, ich, dem dieselben beizenden Tropfen, die ihm das herbste Gefühl kurz vorher in die Augen getrieben hatte, jetzt als labender Tau über die Wangen zitterten – ich allein blieb, in stummem Erstaunen, unbeweglich auf einer Stelle zwischen der offenen Glastüre stehen. Wen sollte ich über Wunder dieser Verwandlung befragen? Von wem konnte mein Ruf, in diesem Sturme tobender Leidenschaften, eine hörbare Antwort erwarten? Ach, diese Seligen genossen, wie ihre Gespielen im Himmel, ihres überschwenglichen Glücks, ohne des Neugierigen zu achten, der sich mit geblendeten Augen in das Unerforschliche verlor. Umsonst, daß in diesem Schauspiele des Entzückens mein spähender Blick jeder Richtung der Freundschaft, Liebe und Hoffnung nachschlich, die sich hier aus Mienen, Küssen und abgebrochenen Worten ergaben; denn kaum hatte meine geschäftige Einbildungskraft aus den erlauerten Bruchstücken einen unhaltbaren Roman zusammengesetzt, so riß ihn auch meine kältere Beurteilung ebenso geschwind wieder ein. So schwebten meine verworrenen Gedanken noch über die rührende Gruppe, die sie veranlaßte, als der Dominikaner, von seinen Knien erhoben, langsam und doch unbemerkt, sich den in ihrem Glück Versunkenen näherte; doch sobald er in ihrem Kreis stand, waren aller Augen auf ihn, aller Ohren auf seine Worte gerichtet. »Ich sehe Sie, würdige Verwandte der Ewigkeit,« entwickelte sich seine rührende Anrede, »durch die irdische Freude des Wiedersehens zu Empfindungen hingerissen, die mit diesem der stillen Andacht geweihten Orte unverträglich sein würden, hätte sie nicht der letzte Wille einer frommen Gattin und Mutter herbeigerufen, entsündigt und zu höhern Endzwecken geheiligt. Preis und Dank dem Unendlichen, daß ich diesen Tropfen Zeit noch zu schmecken und dem Verstummen einer Sterbenden noch meine Stimme zu leihen vermag. Ich erkenne mit Erstaunen und Demut, daß selbst die verhallten Pulsschläge eines längst verwesten Herzens in der großen Harmonie der Schöpfung noch forttönen, und die ewige Liebe jenes letzte Lallen mütterlicher Zärtlichkeit der Erhörung noch wert achtet. Möge der helldunkle Glanz dieser Stunde, die das Stöhnen des Todes mit dem Jubel des Lebens verknüpft, sich hienieden, o Fräulein! über alle Ihre Handlungen verbreiten! Möge Ihre irdische Liebe sich immer, wie heute, den Grenzen einer unvergänglichen anschließen – der Strom Ihrer Tage unter unverwelklichen Blumen verrauschen, und Sie einst in die Arme der Verherrlichten überschiffen, die vormals, an dem heutigen, unter den schwersten Qualen einer Gebärenden, Sie zu dem gegenwärtigen Freudengenuß mit Erde und Himmel verband!« Die Begeisterung des Greises, die sich seinen Zuhörern wundersam mitteilte, spannte seine und ihre Kräfte bis zur Erschöpfung. Unsere hochklopfenden Herzen arbeiteten wie Gewitterwolken; auch kam ihnen die Natur wie jenen zu Hülfe, und ein Erguß von Zähren entlud sie des Feuers, das in ihrem Innern loderte. Sie rieselten über den schneeweißen Bart des ehrwürdigen Mönchs und senkten sich wie Morgentau, der welkende Lilien aufrichtet, sanft auf jede weibliche Brust, die hier in der seligsten Erleichterung an den ängstlichen Schleier andrang. O Eduard, welche Sabbatsfeier. Sobald sich der Redner gefaßt hatte, ging er in milderem Tone fort: »Sie, würdige gehorsame Tochter, haben nun das Recht errungen, sich und den Mann zu belohnen, der Ihr Herz und Ihren Verstand bildete, und, Sie längst unaussprechlich liebend, dennoch Mut genug hatte, sein Geheimnis bis zur Aufklärung des Ihrigen – bis zu dem gegenwärtigen festlichen Augenblicke, dem er zitternd entgegensah, zu bewahren. Sie überwanden Menschenfurcht, weibliche Schüchternheit und trügenden Schein in der großen Entscheidungsstunde Ihres Schicksals – nannten den Namen des Erwählten, und indem Sie ihm auf ewig zu entsagen glaubten – oh, wie vergilt Ihnen der Gott der Wahrheit den Kampf Ihrer edeln Seele! – fesselten Sie den Glücklichen mit Banden an sich, die weder Zeit noch Ewigkeit zerreißen wird.« – So rührend auch die Herzlichkeit war, in der dem frommen Alten diese Worte entflossen, so ward es doch seine Rede noch mehr, als er sein freundliches Gesicht von der schönen Verlobten ab, unerwartet für uns alle, gegen den Bruder wendete, der trauernd und blaß seinem Vater zur Seite stand. »Oh, wie hat der Allgütige«, rief er, »meinen kurzen Hinweg zum Grabe mit Spatrosen bestreut! Sohn meiner verklärten Freundin! So lange mir mein Eidschwur die Zunge noch band, lag es nicht in meiner Gewalt, die Leiden Ihrer Unschuld zu endigen, Ihre hohe Tugend gegen ungerechten Verdacht in Schutz zu nehmen, und den nagenden Gram Ihrer Seele zu mildern. Alles peinlichen Zwanges endlich entbunden, vernehme jetzt jedermann aus meinem Munde, daß der großmütige Jüngling, taub für jede Lockung des Eigennutzes, selbst der mütterlichen Prüfung nicht unterlag. Ernstere Verordnungen, die erst heute Kraft erhalten, die vorhergegangenen scheinbaren aufzuheben, würden ihn für den Mißgriff seiner Selbstsucht bestraft haben, wenn er nicht, in Übereinstimmung mit der zärtlichen Hoffnung seiner redlichen Mutter, schon vorlängst ihrem blendenden Vermächtnisse entsagt, und es dem Kloster zugeeignet hätte, das seine geliebte Schwester zum Aufenthalte wählen würde. Diese für das Andenken an den Edelmut und die Bruderliebe des Ausstellers feststehende Urkunde erwartet jedoch, um als Schenkungsbrief gültig zu werden, annoch die freie Einwilligung derjenigen, die von nun an über jede fromme Anwendung ihres Erbteils allein zu verordnen hat.« Eine sonderbare Erwartung, dachte, und warum, seufzte ich, muß doch der gute Mann, dessen Kutte ich bis jetzt auf das toleranteste übersah, sie mir, mitten in seinem rührenden Vortrage, so ärgerlich unter die Augen rücken? Doch nötigte er mich, sie aufs neue zu übersehen, als er in dem überzeugendsten Tone fortfuhr: »Verschwunden ist nun der Irrtum, der auch Sie täuschte, tugendhafte Montbasson – verschwunden das Blendwerk vieler Jahre, das Sie, alle um mich Versammelte, durch rauhe unbekannte Wege führte, um Ihre Blicke am Ende mit der herrlichsten Aussicht, die sich aus diesem Leben in jenes verliert, zu überraschen. Der Lohn, meine würdigen Freunde und Freundinnen – indem er zwei versiegelte Päckchen hervorzog, das eine der Tochter, das andere dem Sohne überreichte – der Lohn Ihrer Beharrlichkeit in der Tugend – die glückliche Beendigung meines Auftrags – die Beweise desselben und die Erfüllung so vieler ineinander greifender Wünsche, liegen nun in Ihren Händen, und werden Ihnen herzerhebender zusprechen, als ein hinfälliger Greis es vermag.« Welch ein freudiges Erschrecken ergriff nicht beide Geschwister, als sie die mütterlichen Handzüge erblickten – die Aufschrift: »An meine gute Klara« – »An meinen geliebten Ferdinand« lasen, und jene zärtlichen Töne aus ihrer Kindheit wieder zurückschallen hörten. Wie vermischte sich nicht Vergnügen und Wehmut in ihren Gesichtern, als sie die Siegel des Umschlags erbrachen und jedem das Bild seiner Mutter und ein Brief von ihr in die Hand fiel. Welches Herz hätte beim Anblick der guten Kinder ungerührt bleiben können, die jetzt in einer langen Umarmung das Andenken der Abgeschiedenen feierten – dann zu den Stufen des Altars eilten, um bei der Andacht, mit der sie sich nun in die heilige Urkunde vertieften, keinen andern Zeugen zu haben, als die Gebenedeite, die, von Guido Reni gemalt, freundlich auf die Lesenden herabblickte. Keiner von uns übrigen wagte durch einen Laut die heilige Stille, die uns umgab, und den Nachklang aus dem mütterlichen Grabe zu stören, der an die beiden schön verschwisterten Seelen anschlug. Dafür erhoben sich aller Herzen auf das froheste mit ihnen, als sie zu unserm Kreis zurückeilten, und sich nun Sohn und Tochter dem glücklichen Vater zu Füßen warfen. Ihre trunkenen Blicke mußten für sie sprechen. Sie hatten einen Fund in der mütterlichen Zuschrift getan, einen goldenen Fingerring, der sich von selbst verständlich machte und den sie ihm entgegenhielten; aber er, der ebenso vergebens nach Worten rang, blickte gen Himmel, umarmte – und mit betränten Augen verwies er seine Kinder auf den Boten Gottes, der ihre Aufmerksamkeit zu fodern schien. »Klara,« rief der Mönch, »Sie haben des Vaters, der Mutter und den Segen Gottes aus meinem Munde zu dem Übergange aus dem jungfräulichen in den ehlichen Stand, und so folgen Sie denn Ihrem großen Beruf.« Freudig gehorchend reichte jetzt das liebe Kind den goldenen Reif ihrem Auserwählten, der ihn entzückter als ein Eroberer die Krone eines Weltteils empfing. – »Und Sie, trefflicher Jüngling,« fuhr der Redner gegen den Bruder fort, »der Sie den Gegenstand Ihrer Liebe auf immer für verloren hielten, als er Ihnen am gesichertsten war – lesen Sie in den Blicken Ihrer Freundin Ihr längst verdientes, nur verzögertes Glück, das von heute an alle Ihre Lebensstunden begleiten wird.« Und die Edle ergriff mit ihrer Linken die Hand der Schwester – reichte die Rechte dem Bruder, blickte auf zum Himmel, als ob sie von der Mutter ihres Geliebten einen beifälligen Wink auf den ersten Kuß der Belohnung herabziehen wollte, den sie mit bebenden Lippen den noch bebendern des als Bruder und Sohn gerechtfertigten Mannes aufdrückte, und nun mit heiterer offener Stirne das dem Grabe abgewonnene Kleinod aus seinen Händen nahm. Wäre in dieser feierlichen Minute aus der obern Sphäre ein Halleluja, vom Harfenklange der Engel begleitet, in diesen Tempel gedrungen – ich würde es ohne Erstaunen gehört, für kein Wunder gehalten haben.

Welch ein Strom unnennbarer Empfindungen mußte nicht jetzt diese beseligten Herzen durchbrausen, da selbst das meine in Gefühlen strudelte, die es zuvor noch nie erfahren, nie geahndet hatte. Der frohen Teilnahme an diesem herrlichen Schauspiele stiegen verstohlene Wünsche, tief geschöpfte Seufzer nach, die sich so hoch noch nie gewagt hatten. Noch nie war mir die Liebe und ihr größtes Los – eheliches Glück – in diesem Glanze erschienen, und nie hatte ich mich verlassener gefühlt als in dieser laufenden Stunde. Im Drange mir so neuer Wallungen war mir daher wie einem Durstigen zumute, dem von fern in der Einöde ein rieselnder Quell schimmert, als meine bis jetzt zerstreuten Gedanken sich auf Agathen hefteten. Ich überstaunte die holde Gestalt mit einem Feuer, das alle meine Sinne zu verschmelzen drohte, und wie sehnte ich mich, daß nur einer ihrer liebenden Blicke sich auf mich Armen verirren möchte, die sie einzig ihrer Busenfreundin zuschickte.

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