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Raffles als Richter

Ernest William Hornung: Raffles als Richter - Kapitel 2
Quellenangabe
typefiction
authorErnest William Hornung
titleRaffles als Richter
publisherVerlag von J. Engelhorns Nachf.
year1912
translatorBerta Pogson
correctorJosef Muehlgassner
senderwww.gaga.net
created20150121
projectid9367aa33
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Erstes Kapitel. Ein Begrüßungsschmaus

Raffles war aus dem Umkreis von London verschwunden, und selbst ich hatte nicht die leiseste Ahnung, wo er sich aufhielt, bis ich ein Telegramm von ihm bekam, in dem er mich bat, ihn am nächsten Abend um sieben Uhr einunddreißig am Bahnhof Charing Croß abzuholen. Das war am Dienstag vor dem großen Universitäts-Kricketmatch und volle vierzehn Tage nach seinem rätselhaften Verschwinden. Die Depesche kam aus Karlsbad, dem unglaublichsten Ort der Welt für einen so gesunden Menschen wie Raffles, und es konnte wohl nur einen Grund geben, der ein solches Bild physischer Kraft und Gesundheit an diesen bösen Platz geführt hatte. Zu meinem Entsetzen aber entstieg am Mittwoch Abend dem Zug anstatt des kraftvollen, gesundheitstrotzenden Mannes, den ich zu sehen erwartet hatte, eine einer Leiche ähnliche Karikatur.

»Sprich keinen Ton, mein lieber Bunny, bis ich einige Bissen Roastbeef zu mir genommen habe,« sagte er mit matter, tonloser Stimme, die völlig im Einklang mit seinen hohlen Wangen stand. »Nein, jetzt mag ich mich nicht mehr mit dem Gepäck aufhalten; das besorgst du als guter alter Kamerad wohl morgen früh für mich, nicht, Bunny?«

»Natürlich, wann du willst,« sagte ich und schob meinen Arm durch den seinen. »Wo wollen wir nun dinieren? Bei Kellner? Neapolo? Im Carlton oder im Klub?«

Raffles schüttelte den Kopf.

»Ein Diner herunteressen mag ich nicht,« sagte er, »ich weiß schon, was ich möchte.«

So führte er mich aus dem Bahnhof in die Stadt hinein. Behaglich schlendernd schritten wir durch die Straßen; einmal blieb er stehen, um über Trafalgar Square hinweg in die Sonne zu starren. Wohlig atmete er den Teergeruch des sonnenwarmen Holzpflasters ein, der für seine Nase einen ebenso lieblichen Duft enthielt, wie der Lärm des Straßenverkehrs seinen Ohren Musik bedeutete. Wir kamen dann an einen der politischen Paläste, die sich herablassend in der Liste der Klubs mit aufzählen lassen. Zu meinem Erstaunen trat Raffles ein, als sei die ganze prächtige Marmorhalle sein eigen; sicher schritt er gerade hindurch auf den Grillroom zu, wo Köche mit weißen Mützen auf silbernen Rosten zischende Speisen bereiteten. Er fragte mich nicht, was wir essen wollten; das hatte er sich wohl bereits im Zuge überlegt. Er wählte das Filetsteak selbst aus, bestand darauf, die Nieren zu sehen, und fügte noch ein paar Worte über die Bratkartoffeln hinzu, wie auch über das » Welsh Rarebit«, das als Nachspeise folgen sollte. Alles dies sah dem normalen Raffles, der bei Tisch sonst nicht schwer zu befriedigen war, ebensowenig ähnlich wie der tiefe Seufzer, mit dem er sich mir gegenüber in den Sessel fallen ließ, um dann die Arme auf dem Tisch zu kreuzen.

»Ich wußte gar nicht, daß du hier Mitglied bist,« sagte ich, weil diese Entdeckung mich wirklich in Aufregung versetzte, aber auch weil dieses Thema mir unverfänglicher erschien als die Frage nach seiner letzten geheimnisvollen Fahrt.

»Es gibt noch so manches, was du von mir nicht weißt, Bunny,« gab er müde zurück. »Wußtest du zum Beispiel, daß ich in Karlsbad war?«

»Nein.«

»Und doch entsinnst du dich wohl des letzten Abends, an dem wir zusammen saßen?«

»Du meinst den Abend, als wir im Savoy zu Nacht aßen?«

»Das ist kaum drei Wochen her.«

»Mir scheinen es ebenso viele Monate.«

»Und mir Jahre!« rief Raffles. »Du erinnerst dich doch gewiß noch des famosen Stammvaters am nächsten Tisch mit der Nase wie ein Pumpenschwengel und der Gattin mit dem herrlichen Smaragdhalsband?«

»Das sollte ich meinen!« erwiderte ich. »Du redest von dem großen Dan Levy, genannt Shylock. Du hast mir ja selbst alles über ihn erzählt, A. J.«

»So? Dann fällt dir vielleicht auch wieder ein, daß die Shylocks am andern Tage nach Karlsbad reisten. Der Alte feierte seine letzte Orgie vor der alljährlichen Kur, und alle Anwesenden mußten davon erfahren. Ach, Bunny, jetzt fühle ich wirklich etwas wie Mitleid mit dem alten Knaben.«

»Was aber in aller Welt bewog dich, auch dahin zu fahren?«

»Das fragst du? Weißt du nicht mehr, daß du die Smaragden unter dem Tisch liegen sahst, nachdem sie aufgestanden waren, und wie ich mich vergaß und ihnen nachlief mit dem schönsten Kollier, das ich seit den Tagen der Lady Melrose in meinen Händen gehalten habe?«

Ich schüttelte den Kopf, halb als Antwort auf seine Frage, halb in Gedanken an eine recht verkehrte Handlung, die mir noch immer den Sinn bedrückte. Jetzt war ich freilich auf etwas noch weit Unsinnigeres vorbereitet.

»Du hattest nur zu recht,« fuhr Raffles fort; meine damaligen Vorwürfe lagen ihm wohl im Sinn. »Ich war zu dumm und benahm mich wie ein taktloser Idiot, denn jeder halbwegs vernünftige Mensch mußte sehen, daß ein so schweres Kollier nicht herunterfallen konnte, ohne daß die Trägerin es bemerkt hätte.«

»Meinst du denn, daß sie es absichtlich fallen ließ?« rief ich mit plötzlich erwachtem Interesse, denn ich fing an, die Fortsetzung seiner Geschichte zu erraten.

»Ja,« sagte Raffles. »Die gute Alte tat es mit Vorbedacht, als sie sich nach irgendetwas bückte; und zwar damit es gestohlen und ihre Reise nach Karlsbad dadurch verschoben würde, denn ihr Mann zwingt sie alljährlich, dort die Kur mit ihm zu gebrauchen.«

Ich sagte darauf, ich hätte immer das Gefühl gehabt, daß wir das unverkennbar bestimmte Schicksal der Smaragden nicht erfüllt hätten, und es war beinahe rührend, wie Raffles nun mit mir gegen sich selbst Partei nahm.

»In demselben Augenblick, als ich die Steine ergriff und das fette Schwein fluchen hörte, sah ich meinen Irrtum ein,« sagte er. »Er sagte ihr sofort ins Gesicht sie habe den Schmuck mit Absicht fallen lassen, und traf damit den Nagel auf den Kopf; da es diesmal ihr armer Kopf war, sah ich meinen unwürdigen Eifer gleich im rechten Licht, Bunny. Es bedurfte nicht erst deiner Vorwürfe, um mir klar zu machen, was für ein blöder Tor ich gewesen war. Das Halsband war eigentlich dein, und meine Pflicht war es, dir auf irgendeine Weise die Steine zu verschaffen. Ich folgte daher den unrechtmäßigen Besitzern nach Karlsbad, sobald es die Klugheit gestattete.«

»Großartig,« rief ich, erfreut, Raffles nicht im entferntesten so abgespannt zu finden, wie er äußerlich den Anschein erweckte. »Aber daß du mich nicht mitgenommen hast, A. J., das werde ich dir so leicht nicht vergessen.«

»Mein lieber Bunny, du hättest es dort nicht ausgehalten,« sagte Raffles feierlich, »die Kur hätte dich umgebracht; sieh nur, wie ich aussehe.«

»Du willst mir doch nicht weismachen, du habest dort die Kur gebraucht?« spottete ich.

»Aber selbstverständlich, Bunny. Ich habe gewissenhaft alles durchgemacht.«

»Warum nur?«

»Du kennst eben Karlsbad nicht, sonst würdest du nicht fragen. Der ganze Ort wimmelt von Spionen und Scharlatanen. Wenn ich nun die mir von einem Oberaufschneider und Betrüger erteilten Verhaltungsmaßregeln nicht beachtet hätte, wäre ich alsbald ausfindig gemacht und selbst als Spion oder Betrüger an die Luft gesetzt worden.«

Jetzt kamen unsre Steaks, dampfend heiß, dazu je eine Niere und im Kranz darum die gerösteten Kartoffeln. Raffles' nächste Worte galten nur noch dem Kellner und bezogen sich auf einige aufeinander folgende Krüge bitteren Biers; außerdem machte er nur noch die überflüssige Randbemerkung: »Der Mann, der gesagt hat, wir Engländer seien keine Biertrinker, war ein Lügner.« Offengestanden ist mir das Biertrinken immer schwer geworden, und ich leistete das Unmögliche jetzt nur aus Kameradschaft. Schließlich erhielt ich denn auch zur Belohnung einen so boshaften Bericht aller Entbehrungen, daß ich ihn nur mit Raffles' eigenen Worten wiederzugeben wage.

»Nein, Bunny, du hättest es nicht drei Tage dort ausgehalten. Du hättest die ganze Zeit ein langes Gesicht gemacht, so wie jetzt,« sagte Raffles lachend. Ich vermute, daß ich ein langes Gesicht machte – wie mir das leicht passiert – als er meine Ausdauer und Standhaftigkeit in Zweifel zog. »Lach mal, alter Junge! So, das ist schon besser,« fuhr er fort, als ich mir alle Mühe gab, lustig auszusehen. »Aber dort ist's wahrlich nicht zum Lachen. Nach der ersten Woche lächelt niemand mehr, und zuallererst wird dort der Sinn für Humor ausgerottet. In meinem Hotel wohnte ein Sportsmann, der sein Gewicht heruntertrainierte, um ein bestimmtes Pferd reiten zu können; der war zu Haus sicher ein fideler Kumpan, dort aber gab es für ihn keine frohe Stunde. Vor dem ersten Frühstück mußte er Kilometer um Kilometer zu Fuß laufen, dann gab es Moorumschläge den ganzen Vormittag und nicht einen Tropfen zu trinken, außer dem elenden kohlensauern Wasser, Gieshübler oder wie das Zeug heißt; davon durfte er eine Stunde nach der Mahlzeit, wenn ihm die Zunge buchstäblich am Gaumen klebte, ein Gläschen trinken. Beim ersten Hahnenschrei gingen wir zusammen zur Wage, und obwohl er äußerst gutmütig aussah, als ich ihn einmal in seinem Sessel schlafend überraschte, habe ich ihn doch in heller Wut seinen Wiegezettel zerreißen sehen, wenn er ein paar Gramm zugenommen hatte, anstatt ein oder zwei Pfund zu verlieren. Wir machten anfangs unsre Spaziergänge gemeinsam, doch pflegte seine Unterhaltung in eine solche körperliche Innenschau auszuarten, daß man nicht ein Wort über die Verrichtungen der eigenen Maschinerie einfügen konnte.«

»Mit deinem innern Werk war aber doch nichts los,« mahnte ich Raffles. Er zuckte die Achseln, als sei er seiner Sache nicht ganz sicher.

»Zuerst wohl nicht, aber dagegen hilft die Kur schnell genug. Ich schrumpfte zusammen wie eine Ziehharmonika und hoffe nur, daß ich mich ebenso werde wieder ausdehnen können. In dem verfluchten Nest ist es nämlich Sitte, daß man sofort nach der Ankunft an einen Arzt telephoniert. Ich fragte den Reitersmann, der mir natürlich den seinigen empfahl, um einen Gefährten auf dem Marterrost zu haben. Der alte Erzbetrüger kam schon nach zehn Minuten, untersuchte mich von Kopf zu Fuß und fällte, ohne zu erröten, sein Urteil über meinen Gesundheitszustand. Er sagte, bei mir sei es die Leber! Ich schwöre, ich fühlte nichts davon, bevor ich nach Karlsbad ging, würde mich aber gar nicht wundern, wenn sie sich jetzt bemerkbar machte.«

Mit tiefernstem Gesicht klappte er mit dem Deckel seines Bierkruges und machte sich dann eifrig über sein dampfendes geröstetes Käseschnittchen her, das der Kellner gerade serviert hatte.

»Goldig sehen sie aus und essen sich auch goldig,« rief der arme ausgehungerte Raffles. »Ich wünschte nur, der schlaue Fuchs von Arzt könnte mich jetzt sehen. Er verordnete mir eine Kur, die der des Reitersmannes so völlig glich, daß sie für den ganzen Abend die düstern Schatten aus dessen Seele bannte. Wir fingen unsre Trinkkur bei derselben Quelle an und promenierten in derselben Kolonnade bei dem Gelärm der feisten Musikkapelle. Es war bei Gott kein Spaß, Bunny; Moorumschläge und trockene Gerichte zu den Mahlzeiten mit etwas alkoholfreiem Gift dazwischen bekam ich auch. Du rümpfst die Nase, was? Ich sagte dir ja schon, du hättest es niemals ausgehalten; es war aber eben das einzige Mittel, den hohen Einsatz zu gewinnen, denn dadurch schützt man sich vor jedem Verdacht. Außerdem mache ich mir aus leiblichen Genüssen nicht halb so viel wie du oder der Reitersmann, der eines Tages in des Doktors Hause einen Ohnmachtsanfall bekam, in der Hoffnung auf einen Schluck Kognak; es gab aber nur ein Glas billigen Marsala.«

»Hast du denn schließlich die Smaragden bekommen?«

»Natürlich, Bunny,« antwortete Raffles gedämpft und mit einem Blick, der mir später wieder in den Sinn kam. »Die Kellner horchen aber sowieso schon, deshalb erzähle ich dir das übrige ein andermal. Du weißt vermutlich, was mich so rasch zurückbrachte?«

»War deine Kur denn nicht beendet?«

»Es fehlten noch volle drei Tage, und ich hatte den Genuß einer grimmigen Auseinandersetzung mit dem alten Heuchler, um meine überstürzte Abreise zu rechtfertigen. Wenn aber Teddy Garland nicht noch in elfter Stunde zu der erwählten Mannschaft der Blauen von Cambridge gesellt worden wäre, so säße ich noch in Karlsbad.«

E. M. Garland gehörte zu den Wächtern der Ballstäbe des Kricketklubs von Cambridge und war einer der jungen Spieler, die Raffles zu großem Dank verpflichtet waren. Sie waren einander auf dem Lande bei gemeinsamen Bekannten näher getreten, spielten in der Stadt auf derselben Partei, und im Hause des alten Garland wurde Raffles ständiger Gast. Ich fürchte, ich hegte ein leises Vorurteil sowohl gegen den Vater, einen ehemaligen Brauer, den ich nie kennen lernte, wie gegen den Sohn, mit dem ich ein oder zweimal im Albany zusammengetroffen war. Und doch konnte ich die Sympathie zwischen ihm, dem sehr viel Jüngeren, und Raffles verstehen; er war in manchen Dingen noch fast knabenhaft, schien aber, wie so manche mit der gleichen Universitätserziehung, eine Weltkenntnis über seine Jahre hinaus zu besitzen und hatte daneben einen ursprünglichen Reiz und eine Frische, die weder Wissen noch Erfahrung merklich beeinträchtigen konnten. Und doch hatte ich ihn im Verdacht, daß er sich die Hörner schon kräftig abgelaufen habe und daß es Raffles gewesen, der sich seiner angenommen und ihn zu dem Material herangezogen hatte, aus dem die Blauen gewählt werden. Überdies wußte ich, daß es für einen jungen Mann keinen ehrlicheren Freund und treueren Berater geben konnte als Raffles, und viele werden mir im Herzen recht geben; aber sie kannten ihren Raffles nicht, wie ich ihn kannte, und wenn sie behaupten, das sei gerade der Grund, weshalb sie so viel von ihm hielten, so mögen sie nur Geduld haben, und sie werden etwas zu hören bekommen, das sie nicht geringer von ihm denken läßt.

»Ich konnte den armen Teddy nicht bei Lords spielen lassen,« erklärte mir Raffles, »wenn ich nicht dabei war, um ihn anzufeuern. Wie du weißt, habe ich ihn allerlei gelehrt, als wir im letzten August häufiger zusammen spielten. Ich nehme ein wahrhaft väterliches Interesse an dem Jungen.«

»Du hast viel Gutes an ihm getan,« warf ich ein, »in mehr als einer Beziehung.«

Raffles blickte fragend von der Rechnung auf. Ich sah wohl, daß meine Bemerkung ihm nicht recht war, doch nahm ich sie nicht zurück.

»Nun, wenn du mich fragst: ich glaube, du hast manches für ihn vermittelt und geordnet.«

»Ich habe dich gar nicht gefragt, Bunny,« sagte Raffles, und ich beobachtete, wie er dem Kellner ein Trinkgeld hinschob, ohne daß einem von beiden das unpassend erschienen wäre.

»Du hast mir doch selbst eine Menge über den Jungen erzählt,« sagte ich, während wir die Marmortreppe hinabstiegen. »Einmal hörte ich zum Beispiel von dir, daß er einen Haufen Schulden hätte.«

»Das fürchtete ich,« antwortete Raffles offen, »und unter uns gesagt, ich bot ihm an, ihn zu arrangieren, bevor ich nach dem Kontinent reiste. Aber Teddy wollte nichts davon hören, sein heißes, junges Blut kochte bei der Zumutung, und es war geradezu entzückend, wie er mich ablaufen ließ. Zieh also keine häßlichen Schlüsse, Bunny, sondern komm mit ins Albany zu einem Whisky.«

So ließen wir uns denn in der Halle unsre Hüte und Röcke aushändigen, zündeten unsre Zigaretten an, und schritten stolz wie die Besitzer dieses Palastes hinaus.

»Das ist entschieden der beste Grill in ganz Europa,« sagte ich, um auf ein andres Thema zu kommen, und völlig zufrieden mit mir und der Welt.

»Darum gingen wir ja hin, Bunny.«

»Mich wundert nur, wenn du dort Mitglied bist, daß du dem Kellner ein Trinkgeld gibst und auch eine Marke für deine Garderobe erhältst.«

Es überraschte mich nicht, daß Raffles sein Klublokal verteidigte.

»Ich würde an deiner Stelle noch einen Schritt weiter gehen und jeden Besucher seine Mitgliedskarte vorweisen lassen,« sagte er lachend.

»Der Portier kennt die Mitglieder doch sicher von Ansehen.«

»Ach, keineswegs; dazu gibt es zu viel Tausende.«

»Ich dachte, das sei seine Pflicht.«

»Ich weiß aber, daß er sie nicht kennt.«

»Du mußt es ja wissen, da du selbst Mitglied bist.«

»Im Gegenteil, bester Bunny, ich weiß es so genau, weil ich niemals Mitglied war.«

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