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Puckis erstes Schuljahr

Magda Trott: Puckis erstes Schuljahr - Kapitel 8
Quellenangabe
typefiction
authorMagda Trott
titlePuckis erstes Schuljahr
publisherVerlag A. Anton & Co.
printrunZweite Auflage 6.-10. Tausend
yearo.J.
firstpub1935
illustratorArtur Scheiner
correctorJosef Muehlgassner
secondcorrectorRegine Kreutz
senderwww.gaga.net
created20150921
modified20150928
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Der Ausflug zur Waggerburg

Beim heutigen Mittagessen verkündete Förster Sandler den Kindern, daß Onkel Niepel am nächsten Sonntage mit allen kleinen Mädchen, die in der Oberförsterei und im Gutshause wohnten, einen Ausflug nach der Ruine Waggerburg machen wolle. Mit einem Leiterwagen, den man auf dem Gute prächtig ausschmücken würde, sollte die Fahrt nach der etwa zwei Stunden entfernt liegenden alten Burg unternommen werden. Erst bei Dunkelheit würde dann der Heimweg angetreten werden. Jedes Kind sollte außerdem einen Lampion erhalten.

Die Worte Sandlers riefen stürmische Freude hervor. Ein Ausflug, obendrein auf einem geschmückten Leiterwagen, und abends gar noch Lampions – alles das erschien Pucki wie etwas ganz Wunderbares.

»Vati, fahren wir sehr weit?«

»Ja, bis zur Waggerburg! Das ist eine Ruine, die auf einem kleinen Berge steht.«

»Was ist denn eine Ruine?«

»Eine alte Burg aus dem Mittelalter, die im Laufe der Zeit zerfallen ist.«

»Wohnt dort jemand?«

»Nein, Pucki, auf der Waggerburg wohnt schon lange niemand mehr.«

»Hat mal einer dort gewohnt?«

»Freilich, vor vielen, vielen Jahren lebten auf solchen Burgen Ritter und Grafen; manche von ihnen waren schlimme Gesellen, sie nahmen den Leuten, die die Straße daherkamen, alles fort. Auch von dem Ritter, der auf der Waggerburg lebte, erzählt man, daß er ein gefürchteter Raubritter gewesen sei.«

»Ein Raubritter? – Vati, was ist denn das?«

»Du weißt doch, was ein Raubtier ist, Pucki?«

»Ja, Vati, ein Tier, das in der Nacht und manchmal auch am Tage auf Raub ausgeht.«

»Sehr richtig, Pucki. Und ein Raubritter ist ein Mann, der auch auf Raub ausgeht.«

»Dann kann ich ihn nicht leiden, Vati.«

»In früheren Zeiten gab es solche Raubritter, jetzt aber nicht mehr. Man erzählt sich nur noch allerlei Geschichten von ihnen und von ihren Burgen. Fast jede alte Burg hat eine Sage.«

»Dürfen wir in die Burg hineingehen?«

»Freilich, aber es gibt da nicht viel mehr zu sehen als alte Mauerreste.«

Nun hockten die beiden Mädchen beständig zusammen und erzählten einander von der weiten Reise im Leiterwagen. Rose war voller Erwartung. Sie konnte sich einen derartigen Ausflug überhaupt nicht vorstellen.

»Mein Bruder steigt auf die elektrische Bahn, wenn er wegfährt, und ich bin mit der Eisenbahn gefahren. Aber mit einem Leiterwagen bin ich noch nie gefahren. – Es wird gewiß sehr schön sein.«

Gegen Ende der Woche kam Fritz Niepel ins Forsthaus, der ebenfalls sehr aufgeregt von dem Sonntagsausflug erzählte.

»Mit vielem Grün putzen wir den Leiterwagen aus, und die Mutter backt einen Napfkuchen, so groß wie ein Wagenrad. Draußen im Walde deckt sie dann den Kaffeetisch, und Tassen nehmen wir mit und viel Schlagsahne. – Und ich nehme auch was mit, das sage ich aber keinem, ganz was Feines!«

»Was nimmst du denn mit, Fritz?«

»Ihr müßt auch was mitbringen. Ich habe gehört, daß meine Mutter zu Tante Oberförster gesagt hat: Jeder bringt etwas mit.«

»Was soll ich denn mitbringen?«

»Ich werde dir was sagen, aber du darfst es nicht verraten. Gestern war ich in Rahnsburg, ich habe eine ganze Tasse voll Sirup gekauft, die nehme ich mit. Aber keiner darf es wissen. – Ach, werden sich alle freuen, wenn sie lecken dürfen.«

»Ach, was bringe ich nur mit? – Rose, was nehmen wir mit nach der Burg?«

Fritz war längst wieder daheim, aber noch immer berieten die beiden Kinder, womit sie die Ausflügler überraschen könnten. – Schließlich wurde Minna ins Vertrauen gezogen. Sie sollte ihnen etwas aus der Speisekammer geben, wodurch man allen, die am Sonntag mit in den Wald kämen, eine Freude machen könnte.

»Ich will es mir überlegen«, sagte Minna, und dann teilte sie Frau Sandler den Wunsch der beiden Mädchen mit. Die Försterin stiftete eine Flasche Himbeersaft.

»Unterhalb der Ruine ist eine Quelle, vielleicht ist es gut, wenn die Kinder Himbeersaft zum Trinken haben.«

»Werden die Kinder die Flasche unterwegs auch nicht zerschlagen?«

»O nein, Pucki wird schon achtgeben.«

Die Kinder umarmten Minna abwechselnd, als sie ihnen die Flasche mit Himbeersaft aushändigte.

»Du mußt sie noch aufmachen, Minna.«

»Nein, nein, die laßt nur hübsch zu. Einen Korkenzieher bringt die Mutti mit.«

»O nein«, sagte Pucki geheimnisvoll. »Mutti darf nichts davon wissen. Dann nehmen wir den Korkenzieher mit.«

»Meinetwegen, ihr bekommt die Flasche ja doch nicht auf.«

Die Flasche mit Himbeersaft wurde von Pucki am Sonnabend abends mit ins Bett genommen, damit sie ja nicht verloren ginge.

»Ätsch«, sagte sie abends zu der kleinen Schwester, »warum bist du noch so klein. Nun darfst du noch nicht mit zu der Ritterburg. Als ich so klein war wie du, durfte ich auch nicht mit. – Siehst du, warum bist du so klein!« –

Der Sonntag war voller Sonnenschein. Seit dem frühen Morgen fragten die Kinder, ob man denn nicht bald abführe.

»Haltet Ruhe, ihr Kinder«, schalt der Förster, der schon nervös geworden war, da die beiden Mädchen unablässig die gleiche Frage stellten. »Der Wagen fährt um zwölf Uhr dreißig Minuten von dem Niepelschen Gute ab. Ihr werdet kurz nach eins abgeholt, eher nicht.«

Pucki stand vor der Uhr und sagte seufzend: »Kannst du dich nicht ein bißchen schneller drehen, alte Uhr?«

Das Mittagessen wurde heute schon um halb zwölf Uhr eingenommen. Die Kinder vermochten vor lauter Aufregung kaum etwas zu genießen. Roses Augen glänzten wie im Fieber. Sie konnte sich einen solchen Ausflug nicht verstellen. Was würde sie heute Seltsames und Wunderbares erleben!

Die Flasche mit dem Himbeersaft wurde von Pucki wie ein Schatz gehütet. Sie wußte, daß die Mutti an jedem Morgen beim Aufräumen der Zimmer half. Wenn sie die Flasche sah, war die Überraschung vorbei. Darum trug Pucki die kostbare Flasche sogleich nach dem Aufstehen in den Hühnerstall und schob sie ins Stroh.

Von Zeit zu Zeit lief sie in den Stall, um nachzusehen, ob keiner die Flasche entfernt hätte.

»Jetzt wollen wir die Sachen, die wir mitnehmen, einpacken«, sagte die Mutter.

»Nimmst du auch was mit, Mutti?«

»Selbstverständlich, wir sind doch beinahe zwanzig Personen.«

»Oh, ich habe auch – – nein, nein, Mutti, ich verrate nichts.«

Frau Sandler lächelte still vor sich hin. Sie wußte ja genau, was ihr Töchterchen für den heutigen Ausflug mitnahm, doch sie wollte ihr die Freude an dem Geheimnis nicht verderben.

Die Kinder umstanden die Mutter, die in einen großen Henkelkorb allerlei einpackte. Ein Tischtuch wurde auch hineingetan.

»Wir decken auf dem Waldboden unseren Tisch und setzen uns daran.«

»Wir setzen uns auf Baumstümpfe, Mutti.«

»Mitten im Walde?« forschte Rose. »Ach, das wird herrlich!«

Endlich war es so weit. Draußen stand der Kastenwagen mit dem weißen Pferdchen. Pucki und Rose kletterten, ehe die Mutter kam, hinauf und riefen abwechselnd nach der noch beschäftigten Försterin.

»Mutti, komm doch schnell, sonst fährt der Leiterwagen weg! – Mutti, Mutti, so komm doch!«

»Wo hast du denn die Flasche?« fragte Rose.

»Oh – –!«

Pucki sprang vom Wagen und lag im nächsten Augenblick der Länge nach auf der Nase. Aber tapfer verbiß sie den Schmerz. Sie hatte sich die Nase ein wenig aufgeschlagen. Einige Blutstropfen wurden sichtbar.

Im Haus begegnete ihr die Mutter.

»Was ist denn geschehen? Das ist ja ein netter Anfang, Pucki. Komm schnell, ich will dir das Gesicht abwaschen!«

»Nein, nein, sonst fährt der Leiterwagen weg!«

»Er wartet, bis wir da sind. Also komm, zuerst das Gesicht abwaschen!«

Und so geschah es.

»So, Pucki, nun geh hinaus und steige in den Wagen, ich bin fertig.«

Aber Pucki lief davon, hin zum Hühnerstall, übersah in ihrer Eile die Schwelle und lag erneut auf der Erde. Das Kleidchen wies einige bedenkliche Flecke auf, denn wo Hühner sind, ist es nicht überall sauber.

Voller Schreck sah Pucki auf das beschmutzte Röckchen.

»Nun fährt der Leiterwagen bestimmt weg!«

Die Flasche wurde hervorgezogen, dann ging es in schnellem Lauf zurück durch das Haus und hin zum Wagen. Glücklicherweise war die Mutti noch nicht da.

»Ich hab' inzwischen deinen Schulranzen geholt«, sagte Rose, die auch vom Wagen gestiegen war. »Wir stecken die Flasche hinein, dann sieht sie keiner.«

Rose hielt Pucki die geöffnete Büchermappe hin, in der noch die Tafel und das Lesebuch steckten. Sorgsam legten die Kinder die Flasche hinein.

»Du bist ja voller Schmutz, Pucki.«

»Ich zieh' die Decke 'rauf.«

In dem kleinen Wagen lag stets eine Decke, die Pucki bis an den Hals hinaufzog. Die hilfsbereite Rose hockte sich neben sie und hielt die Decke mit fest. Frau Sandler wunderte sich über die Kinder, die so steif dasaßen; ließ sie jedoch gewähren.

Nun ging es los. Bald war das Niepelsche Gut erreicht. Vor dem Hause stand der große Leiterwagen, über und über mit frischem Grün geschmückt. Sogar die beiden Pferde, die vor den Wagen gespannt waren, hatten am Geschirr grüne Büschel.

»Fahren wir mit dem Wagen?« fragte Rose, und ihre Stimme zitterte vor Aufregung.

Die Ankommenden wurden von den bereits anwesenden Kindern mit lautem Hallo empfangen. Sie schwenkten die Lampions, die sie an langen Stöcken trugen. Gutsbesitzer Niepel hatte die Lampions gestiftet, und auch für Pucki und Rose waren solche bereit.

»Kind, wie siehst du denn aus?« rief Frau Sandler entsetzt, als sie ihr Töchterchen sah. »So schmutzig willst du nach der Ruine fahren?«

»Lassen Sie sie nur«, sagte Herr Niepel lachend. »Wenn die Kinder wieder heimkommen, werden sie alle so aussehen. Ich kenne das. Auf einem Ausfluge erlebt man mancherlei.«

Pucki wurde, so gut es ging, gesäubert, dann hieß es einsteigen, zumal auch aus der Oberförsterei der Wagen mit der Oberförsterin und den fünf Mädchen eingetroffen war.

»Kommt der große Claus nicht mit?« fragte Pucki ein wenig enttäuscht.

»Der Onkel kommt mit den beiden Jungen später nach.«

»Na, dann ist's gut.«

»Jetzt einsteigen«, rief Niepel. »Hallo, nicht alle auf einmal, immer hübsch einer nach dem anderen. – Paul, willst du die Bretter wohl in Ruhe lassen! Setz dich hin – nicht ins Stroh! – Dora, was machst du denn wieder für Dummheiten! – Grete, geh von den Pferden weg.«

Gutsbesitzer Niepel schien zehn Augen im Kopfe zu haben; die sechzehn Kinder quirlten durcheinander, schrien und lärmten und sprangen vor Freude wieder vom Wagen herunter, bis lautes Weinen vernehmbar wurde.

»Er hat meinen Lampion entzwei gemacht!«

»Ich habe noch andere mit«, beruhigte Frau Niepel. »Weine nicht, steige lieber ein.«

Auf dem Wagen gab es noch eine kleine Balgerei, weil die Paula durchaus neben der Erna und Grete neben Marie sitzen wollte. Fritz zerrte einfach ein kleines Mädchen, das neben Pucki saß, von dem Sitz herunter. Es fiel ins Stroh und begann zu weinen. Die drei mitfühlenden Mütter hatten Mühe, Ordnung auf dem Leiterwagen zu schaffen. Fräulein Irma, das Kinderfräulein, machte ein verzweifeltes Gesicht, denn Lenchen rief nach ihrem Lampion, der schon wieder auf der Erde lag. Olga hatte ihren Mantel im Flur liegen lassen, und was Paul anbetraf, so stellte es sich heraus, daß er kein Taschentuch bei sich hatte. Als Fräulein Irma wohl zwölfmal vom Wagen gestiegen war, um immer wieder etwas zu holen, schlug der Gutsbesitzer energisch in die Hände.

»Jetzt aber Ruhe! – Wer noch schreit oder lärmt, darf nicht mitfahren. Die Pferde ziehen nicht eher an, als bis Ruhe herrscht.«

»Das glaube ich nicht«, flüsterte Pucki Fritz ins Ohr, »die Pferde laufen auch, wenn wir Lärm machen.«

Endlich war es still geworden. Unter dem Gesang eines lustigen Liedes setzte der Leiterwagen sich in Bewegung.

»Siehst du, Onkel«, rief Pucki mit lauter Stimme, »die Pferdchen laufen doch!« Abschied nehmend winkte sie dem lieben Onkel Niepel zu, der sich die Schweißtropfen von der Stirn wischte und froh war, daß die Geschichte endlich in Gang gekommen war.

Man fuhr durch den herrlichen grünen Wald. Ohrenbetäubender Lärm herrschte auf dem Leiterwagen, denn sechzehn Kinder redeten gleichzeitig. Sie hatten viel zu bewundern und zu fragen. Mitunter war es geradezu rührend, die Freude der Kleinen, denen ein solcher Ausflug etwas vollkommen Ungewohntes war, anzusehen. Am schönsten aber erschien es allen, wenn der Wagen recht schüttelte. Dann rutschten die Kinder wie auf Kommando von ihren Sitzen herab und lagen im dicken Stroh, das Gutsbesitzer Niepel vorsorglich hatte in den Wagen legen lassen.

»Wenn wir doch nie an die Ruine kämen. Es ist zu schön im Wagen!« meinte Rose.

»An der Ruine ist es gewiß noch viel schöner«, sagte Pucki.

»Warst du schon mal da?« fragte eines der Mädchen.

»Nein, aber ich weiß, daß dort ein ganz kaputtes Haus steht. Und darin hat mal ein Raubritter gewohnt, der hat den Leuten alles weggenommen.«

»Vielleicht kommt er«, schrie Paul, »und trinkt uns den Kaffee aus. Ein Ritter hat immer Durst.«

»Der Raubritter ist doch schon lange tot«, belehrte Pucki ihn. »Das war vor vielen Jahren, und seine Ruine ist ganz kaputt. Da ist nur noch eine Mauer, in der kann man nicht wohnen.«

»Wer sagt das?« fragte Fritz.

»Vati hat es gesagt. Der Raubritter kann uns nichts tun.«

»Na, der soll nur kommen«, prahlte Paul. »Ich habe ein Messer in der Tasche. An dem Messer ist auch noch 'ne kleine Schere und ein Korkenzieher.«

»Au – fein«, rief Pucki, »ich habe den Korkenzieher vergessen.« Sie zwinkerte dem Freunde listig zu.

Da – wieder ein kräftiges Rütteln des Wagens, lautes Lachen, und wieder lagen einige Kinder im Stroh. – Sie setzten sich erneut zurecht. Doch bald ertönte eine weinerliche Stimme.

»Ich klebe!« Es war die kleine Olga, die neben Fritz Niepel saß.

»Wo klebst du denn?« fragte Frau Niepel.

»Ich klebe auch!« rief Fritz.

»Da trippt was Schwarzes!«

Frau Niepel erhob sich. Aus einer blauen Zuckertüte tropfte langsam dunkler dicker Saft ins Stroh.

»Ach, mein schöner Sirup!« schrie Fritz und griff mit beiden Händen nach der blauen Tüte, die die umgestürzte Tasse mit dem köstlichen Saft barg.

»Jix – – auf meine Schuhe hat es eben getrippt!«

»Mein ganzes Kleid klebt«, begann Olga zu weinen.

Mit schnellem Griff erfaßte Frau Niepel die Tüte und warf sie aus dem Wagen. Da begann Fritz zu jammern.

»Mein schöner Sirup – meine ganze Überraschung ist aus dem Wagen geflogen.«

»Pfui, ich klebe so sehr!« klang es wieder.

Fritz, der die Tasse in der Tüte hinter sich auf den Sitz gestellt hatte, war gleichfalls gehörig mit Sirup beschmutzt. Olgas Kleid wies viele dunkle Flecke auf, die Hände, die sie in die Luft streckte, waren braun.

»Hier trippt es noch«, rief Walter und wischte mit dem Finger die Tropfen auf.

Mit einem Handtuch bemühte sich Frau Niepel, den Schaden ein wenig zu beheben.

»Ihr bleibt ganz ruhig sitzen. An der Burg werden wir die Sachen reinigen. Wir sind bald da.«

Trotzdem drang Olgas Gejammer immer wieder durch: »Ich klebe so sehr.«

»Seht einmal dort hinüber, dort steht die alte Burg.«

Den Blicken der Kinder zeigte sich eine Ruine auf einer kleinen Anhöhe. Da wurde haltgemacht. Der Wald wies eine Lichtung auf, und dieser Platz war ausersehen worden, um dort den Nachmittagskaffee einzunehmen.

»Vorsicht – drängelt nicht so sehr, ihr fallt ja vom Wagen.«

»Paul, du sollst nicht über die Leitern springen!«

Und wieder hatten die Erwachsenen Augen und Ohren offen zu halten, um einen Unfall zu verhüten. Zunächst ging das Kinderfräulein mit Fritz und Olga zu einem kleinen Bach, der sich silberhell durch das Gelände schlängelte. Neue Hosen hatte man freilich für Fritz nicht mitgenommen.

»Du legst dich in die Sonne, neben Olga, dann trocknet ihr am schnellsten, und die Größten helfen den Tisch decken.«

Daran dachte freilich keines der Kinder. Alle liefen hin zu der kleinen Quelle, denn es machte viel Spaß, das Wasser über die Hände laufen zu lassen.

»Bleiben Sie bei den Kindern, Fräulein Irma, damit keines ins Wasser geht«, sagte Frau Niepel.

»Mutter«, ertönte es von jenseits, »ich rutsche mit dem nassen Hosenboden hin und her, er ist beinahe trocken.«

Fräulein Irma sah den Knaben, der auf dem Waldboden vergnügt umherrutschte. Die Nadeln klebten an den Höschen. Gott sei Dank, man hatte den Kindern keine guten Sachen angezogen.

»Er hat mich ins Wasser gestoßen«, heulte es von drüben. Und wieder mußten einem Mädchen Schuhe und Strümpfe ausgezogen werden, die zum Trocknen in die Sonne gelegt wurden.

»Wie das Wasser schön schmeckt«, meinte eine andere.

»Warte mal ein bißchen«, flüsterte Pucki, »ich habe was Feines!«

In größter Heimlichkeit holte sie die Flasche mit Himbeersaft aus dem Schulranzen, zerrte Paul am Anzuge und sagte leise zu ihm:

»Kannst du sie nicht aufmachen?«

»Kleinigkeit, ich habe ein Messer mit einem Korkenzieher.«

»Komm hinter den Baum, damit es keiner steht. – Au, wie werden sie sich freuen, wenn wir ihnen gutes Himbeerwasser bringen.«

Mit dem Korkenzieher ging es nicht so glatt, wie man es sich gedacht hatte. Stückchenweise wurde der Pfropfen herausgeholt, der Rest in die Flasche gestoßen. Dann kamen die Kinder strahlend wieder an den Bach.

»Hört mal alle«, rief Pucki, »ich habe feinen Himbeersaft ... Nu gibt es was zu trinken!«

Einen Becher hatten die Kinder nicht. Aber es ging auch so. Sie formten die Hände zu einer Schale, dann goß Pucki einige Tropfen Saft hinein, und damit liefen sie zur Quelle, um Wasser darüber laufen zu lassen.

»Es geht nicht«, zürnte eines der Mädchen.

»Dann hole ich 'ne Tasse.«

Pucki stellte die Flasche mit dem Saft auf den Waldboden und sprang davon. Immer mehr Kinder kamen zur Quelle.

»Ich bin der Wirt«, rief Paul, »wer kauft Himbeerwasser? Paßt mal auf, ich gieße ein bißchen ins Wasser, und ihr trinkt da unten die Limonade aus. Das wird schon gehen.«

Einige Kinder legten sich lang ausgestreckt an den Bach und versuchten, mit den Lippen das Wasser zu erreichen. Paul goß am Ausfluß der Quelle langsam den Saft ins Wasser, das sich rötlich färbte. Zehn Kinder versuchten die süße Flüssigkeit zu trinken. – Da, ein Klirren! Paul, der auf einen vom Wasser überspülten Stein getreten war, glitt aus und suchte nach einem Halt, dabei glitt ihm die Flasche mit dem Saft aus der Hand und fiel auf einen Stein.

Mit einem Satz eilte er fort, denn er sah Pucki kommen, die achtsam einen Becher trug.

»Alles ist kaputt«, rief man ihr entgegen, »der Paul hat die Flasche zerschlagen!«

»Meine schöne Flasche! – Der dumme Junge!«

Sie entdeckte den Freund, der hinter dem Stamme eines Baumes hervorschaute. Schon stürmte Pucki herbei, um ihm eine Tracht Prügel zukommen zu lassen. Wildes Jagen setzte ein. Schließlich stolperte Paul, lag auf der Erde, Pucki stolperte über ihn, und beide Kinder wälzten sich in wildem Ringen auf dem Boden. Es setzte gegenseitig Püffe und Stöße, bis Pucki atemlos sagte:

»So, nu haste genug. – Warte, dafür esse ich die Schlagsahne. Unten steht eine große Schüssel voll. – Ich geh' jetzt hin. Wenn ich zuerst da bin, bekomme ich am meisten.«

In diesem Augenblick wurde zum Kaffeetrinken gerufen. Man hatte den Platz sehr nett hergerichtet. Mehrere Tischtücher waren auf dem Waldboden ausgebreitet. Darauf standen die Becher, die mit dampfendem Kaffee gefüllt waren. Neben jedem Becher lagen einige Stücke Kuchen. Frau Niepel hatte eine Schüssel Schlagsahne in der Hand und war dabei, jedem Kinde einen tüchtigen Löffel voll in den Becher zu geben.

Es mundete allen vortrefflich. Zwar wurde bald hier, bald da ein Becher vergossen, doch damit hatten die drei Erwachsenen gerechnet. Wider Erwarten ging das Kaffeetrinken gut ab. Die Kinder kauten mit vollen Backen, und die lebhafte Unterhaltung geriet ins Stocken.

Man war noch beim Essen, als das Auto des Oberförsters angefahren kam, das ihn und seine beiden Söhne, Claus und Eberhard, zu der Ruine brachte.

»Da komme ich ja gerade zurecht«, lachte der kinderliebe alte Herr. »Hat es geschmeckt?«

Pucki sprang sogleich dem großen Claus entgegen und erzählte ihm, daß er auch Himbeersaft hätte bekommen sollen, doch nun sei die Flasche kaputt.

»Wenn ihr mit Essen fertig seid«, rief der Oberförster mit weithin schallender Stimme, »gehen wir hinauf zur Waggerburg, zu der alten Ruine aus dem sechzehnten Jahrhundert. – Soll ich euch einmal die Geschichte von der Burg erzählen?«

»Ach ja – ach ja!« ertönte es vielstimmig.

»Wenn ihr schon einmal solch eine Ruine seht, müßt ihr auch deren Geschichte kennen, denn jede Burg hat ihre Geschichte. Das werdet ihr später in der Schule lernen. – Nun paßt mal gut auf. In der Waggerburg wohnte vor fünfhundert Jahren ein schlimmer Ritter mit seiner Schwester. Sie ließen keinen Wanderer in Ruhe. Wenn Leute auf der Straße vorüberzogen, kam der Ritter Kunibert herbei mit seinem Troß und den Landsknechten. Die nahmen die Leute gefangen und sperrten sie in die Waggerburg.«

»Sind die Leute nicht fortgelaufen?« fragte Pucki.

»Das konnten sie nicht, denn der Ritter und seine Schwester bewachten die Gefangenen.«

»War die Schwester auch so garstig wie der Ritter?«

»Ja, es war eine gar böse Frau. Sie half dem Ritter Kunibert, die Leute auszuplündern. Sie näherte sich ihnen mit freundlichen Worten, und da sie sehr schön war, mißtraute ihr niemand. Sie trug stets ein weißes Kleid mit langer Schleppe. Manchmal verschleierte sie sogar ihr Gesicht und sagte den Gefangenen, sie wolle ihnen zur Flucht verhelfen, wenn man sie wissen ließe, wo deren Angehörige wohnten. Zu denen wolle sie Boten senden, damit man ihnen zu Hilfe käme. Doch alles das war Lüge. Die böse Schwester wollte nur wissen, wo die Leute lebten. Dann schickte der Bruder Boten hin, um ein Lösegeld zu erlangen. Kamen die Verwandten der Gefangenen, wurden auch sie in den Turm gesperrt.«

»Pfui, ist das eine häßliche Gesellschaft.«

»Wenn ich gekommen wäre«, rief Paul, »ich hätte ein Messer genommen und die Frau mit dem weißen Kleide erstochen.«

»Hättest du dich nicht gefürchtet? Wenn der Ritter am Abend durch den Wald ging, liefen alle, die in der Umgegend wohnten, schnell fort, denn er war ein gar gefährlicher Mann.«

»Ha, ich wäre nicht weggelaufen, und seine Schwester hätte ich mächtig verkeilt. – Ich fürchte mich vor keinem, der durch den Wald geht.«

»Schließlich ist dem lieben Gott das schlimme Treiben des Ritters Kunibert zu arg geworden. Er ließ ein schweres Gewitter kommen, und der Blitz zerstörte die Waggerburg. Den Ritter Kunibert hat man tot unter den Trümmern hervorgezogen.«

»Die Schwester auch?« riefen viele Stimmen.

»Die Schwester war verschwunden. Es heißt, man habe sie später manchmal in der Ruine gesehen, in einem weißen Kleide und jammernd und wehklagend, weil es ihr sehr leid getan hätte, daß sie so schlimm gewesen war.«

Die Augen fast aller Kinder richteten sich ängstlich aus das alte Gemäuer.

»Ist sie jetzt auch wieder da?« fragte Pucki.

»Quatsch«, rief Paul. »Onkel Oberförster, ich weiß, daß du flunkerst, das ist ja Unsinn.«

»Na na, mein Junge, du würdest schon laufen, wenn die Weiße Frau käme.«

»Ich wollte, sie käme heute! – Paßt mal auf, wie ich mit der reden würde. – Die liefe im Galopp davon!«

»Ich kenne ein schönes Sprichwort«, sagte Claus, der älteste Sohn des Oberförsters, »es heißt: ›Löwenmaul hat Hasenherz.‹ Ich möchte der Weißen Frau im Walde nicht begegnen.«

»Feigling«, sagte Paul verächtlich.

»Der große Claus ist kein Feigling!« rief Pucki, »aber du bist ein Aufschneider. Du hast ja Angst, wenn dir der Knecht mit dem Besen droht. Das habe ich gesehen.«

»Aber vor 'ner Weißen Frau habe ich keine Angst. – Wollen wir jetzt nicht gehen? Ich möchte gern sehen, wo der Ritter die Leute eingesperrt hat.«

»Also los. – Wer mit mir zur Ruine gehen will, der komme zu mir.«

»Und wer nicht mitmachen will«, sagte Frau Gregor, »der bleibt hier, wir spielen jetzt zusammen.«

Die drei Niepelschen Jungen waren die ersten, die bei Oberförster Gregor standen. Dann folgten Pucki, Rose und drei andere Mädchen. Die anderen wollten nicht mit. Der schlimme Rittersmann hatte ihnen Angst eingeflößt.

»Ich möchte schon mit«, flüsterte das kleine Mariechen, »aber ich fürchte mich.«

»Komm nur, ich beschütze dich«, sagte Pucki. »Der böse Mann ist vom Blitz totgeschlagen. Aber das ist schon lange her. Er hat auch jetzt kein Gewehr mehr und kann nicht schießen. Er kann nicht mehr aus dem Hause kommen, und seine Leute sind auch schon lange tot.«

»Aber nun wollen wir gehen«, sagte der Oberförster.

»Kommst du mit, großer Claus?«

»Freilich, ich sehe Ruinen gern.«

So stieg die kleine Schar, geleitet von Oberförster Gregor, den Hügel hinan. – Die Waggerburg war nur noch schlecht erhalten, trotzdem konnte der Oberförster den Kindern die Reste des alten Turmes zeigen, in dem einstmals die Gefangenen geschmachtet hatten. Pucki stellte unzählige Fragen, denn sie wollte alles genau wissen. Paul meinte beständig:

»Das ist ja alles Schwindel. In so 'nem alten Hause hat überhaupt keiner gewohnt.«

Dann stellte er sich in die Ruine und rief mit lauter Stimme:

»Komm mal hervor, Ritter Kunibert, ich möchte mit dir kämpfen. – He – holla, wo ist denn deine Schwester?«

Während der Oberförster mit den Kindern weiterging, bemühte sich Paul, aus einer Mauer mehrere Steine zu lösen, um sie von hier hinunter in das Wässerchen zu werfen, das am Fuße der Ruine dahinfloß. Er zog das Taschenmesser aus der Tasche und begann an der Mauer herumzubohren.

»Paul, wo bleibst du denn?« rief der Oberförster. »Wir wollen den kleinen Weg, der fast verwachsen ist, hinabsteigen. Das war früher der Schleichweg, den der böse Ritter benutzte, um ungesehen hinab auf die Straße zu kommen.«

»Ich komm' schon!«

»Hu – – hu – – hu – –« klang es plötzlich hinter dichtem Gebüsch. Ein weißer Arm zeigte sich. »Hu – hu – – hu – Ritter Kunibert, wo bist du, mein Bruder!«

Das Messer entfiel Pauls Händen, dann begann er zu laufen, sprang in langen Sätzen hinter den anderen her und schrie gellend:

»Die Weiße Frau, die Weiße Frau!«

Der Oberförster blieb sofort stehen und sah in die angstgeweiteten Augen des großsprecherischen Jungen.

»Bei dir ist es wohl nicht ganz richtig?«

»Ich hab' sie eben gesehen – ich hab' sie gehört. – Sie war da.«

»Das ist doch Unsinn!«

»Ich – hab' – sie – gesehen.«

Die Kinder drängten sich an den Oberförster. Eines der Mädchen begann zu weinen.

»Na, na, immer hübsch vernünftig sein«, sagte der alte Herr beruhigend. »Es gibt keine Weiße Frau, und hier kann euch schon gar nichts passieren. Will gleich mal sehen, was den Paul erschreckt hat. Wahrscheinlich hängt im Gebüsch ein Stück Papier, und ein Waldvogel hat gerufen. – Komm mit, mein Junge.«

»Nein, nein – –«

»Ich denke, du fürchtest dich nicht?« sagte Pucki. »Du hast doch gesagt, du wolltest die Weiße Frau totstechen.« Langsam schob sie ihr Händchen in die rechte Hand des großen Claus, als habe sie bei ihm den besten Schutz.

»Wo ist Eberhard?« Oberförster Gregor sah sich suchend um; laut rief er nach seinem zweiten Sohne.

Wenige Augenblicke später stand der Gerufene neben dem Vater. Er zog sich gerade die Jacke an.

Der Vater betrachtete seinen Sohn mit forschendem Blick. »Was hast du eben gemacht?«

»Ich habe das Großmaul Paul in Angst und Schrecken versetzt. – Soll ich euch noch mal die Weiße Frau vorspielen?«

»Nein, nein«, klang es vielstimmig.

Doch schon hatte Eberhard die Jacke wieder ausgezogen, schob den Arm durch zwei Tannen und begann zu heulen: »Hu – hu – – hu – – Ritter Kunibert, wo bist du, mein Bruder!«

Da begannen die Kinder zu lachen. Alle Angst war verschwunden, nur Paul stand beschämt in einiger Entfernung da. Er hatte sich arg blamiert.

»Du Hasenfuß«, sagte der Oberförster.

»Hasenfuß – Hasenfuß«, rief die kleine Schar und umsprang Paul, der mit gesenktem Kopf an einem Baume stand.

»Das hast du davon, mein Junge. Wer gar zu sehr prahlt, zieht immer den Kürzeren. Hast du denn nicht gesehen, daß es ein Hemdsärmel war? – So, und nun wollen wir wieder hinabsteigen und zu den anderen Kindern gehen.«

Paul schlich ein großes Stück hinter den übrigen her. Pucki wandte sich mehrmals nach ihm um.

»Großer Claus, er schämt sich. Ich will ihm sagen, daß er sich nun genug geschämt hat. Ich will mal zu ihm gehen.«

Pucki wartete auf den Freund, dann redete sie ihn an.

»Es ist ja nicht so schlimm, Paulchen, mußt dich nicht ärgern. Ich hätte mich auch mächtig gefürchtet. Aber totstechen hättest du die Weiße Frau doch nicht dürfen. Es ist schon besser, du hast sie am Leben gelassen. – Und nun komm.«

Pucki legte den Arm um den Hals des Knaben und schritt mit ihm abwärts dem Platze zu, auf dem die Zurückgebliebenen lustig sich mit Kreisspielen vergnügten.

Köstliche Stunden waren es, die man hier verlebte. Alle Kinder waren mit Leib und Seele dabei, sogar Paul, der sonst gern zu Extrastreichen aufgelegt war. Die vorhin empfangene Lehre schien seinen Übermut gedämpft zu haben. Niemand brauchte ihn heute zur Ordnung zu rufen.

Endlich mahnte Frau Niepel zum Heimfahren. »Es beginnt zu dunkeln, und unterwegs können wir die Lampions entzünden.«

»Brennt mir aber nicht den Wald an«, mahnte der Oberförster, der am Auto stand, denn auch er wollte mit den Seinen heimfahren.

»Ich paß' gut auf, Onkel Oberförster«, sagte Pucki. »Der Harras und ich haben schon mal aufgepaßt.«

Es war eine herrliche Heimfahrt. Zwar brannten unterwegs mehrere Lampions auf, doch selbst das beeinträchtigte die frohe Stimmung der Kinder nicht. Man bedauerte es allgemein, als der Wagen vor dem Niepel-Gutshause hielt und der schöne Ausflug ein Ende fand. Aus aller Augen strahlte das Glück, und für die Stadtkinder würde der heutige Tag eine bleibende Erinnerung sein.

So schön war es noch nie, meinten alle. Man konnte sich gar nicht trennen. Drüben stand der Wagen aus der Oberförsterei und dort der Kastenwagen, der Frau Sandler mit ihren beiden Mädchen ins Forsthaus zurückbringen sollte. Man hatte sich noch sehr viel zu erzählen.

Schließlich mußte Frau Niepel ein Machtwort sprechen. Das weiße Pferdchen zog zwei glückliche Kinder der Försterei entgegen. Pucki und Rose hüteten ihre bunten Lampions sorglich.

Der Förster empfing die Seinen vor dem Hause.

»War's schön?«

»Vati, so schön war's, daß ich gar nicht sagen kann, wie. Alle die vielen Worte, die ich sagen möchte, sitzen fest im Halse und können nicht 'raus.«

»Hat es dir auch gut gefallen, Rose?«

Wortlos barg das glückliche Stadtkind sein Gesicht an des Försters Brust. Der herrliche Ausflug am heutigen Tage war für das Kind das Schönste gewesen, was es bisher erlebt hatte.

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