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Prinzessin Jungfrau

Benno Rüttenauer: Prinzessin Jungfrau - Kapitel 11
Quellenangabe
typefiction
authorBenno Rüttenauer
titlePrinzessin Jungfrau
publisherGeorg Müller
printrunDritte Auflage
year1911
correctorJosef Muehlgassner
senderwww.gaga.net
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Zehntes Buch

Seit drei Tagen bin ich von der Elsässer Reise zurück. Ich sollte gleich einen rechten Schreck erleben.

Wegen meiner langen Abwesenheit kamen gestern eine Menge Menschen in den Luxemburg, um mir den Hof zu machen, unter andern der Erzbischof von Embrun und die Herzogin von Créquy, die sich beide von jeher als gute Freunde des Herrn von Lauzun gezeigt haben.

Ich scherzte mit dem Erzbischof wie in früherer Zeit, doch merkte ich bald, daß er sehr verlegen gegen mich wurde.

»Was ist,« fragte ich, »man verbirgt mir etwas.«

Die Herzogin von Créquy nahm mich auf die Seite. »Ich will Euch die Wahrheit bekennen,« sagte sie, »da Ihr doch unruhig seid. Herr von Lauzun war auf den Tod krank, aber Gott sei Dank, schon seit vierzehn Tagen ist er wieder außer Gefahr.«

Unterdessen war Frau von Nogent mit ihrer intimen Freundin, der Gräfin von La Moresan, eingetreten. Als sie hörte, daß wir von Lauzun und seiner Gesundheit sprachen, brach sie in lautes Schluchzen aus. »Du lieber Gott,« sagte die Gräfin von La Moresan, »Ihr solltet dem Himmel danken, wenn Euer Bruder eines natürlichen Todes stirbt, dieser Mensch ist ja jeder Tollheit fähig. Wenn er sich nicht rechtzeitig davonmacht, werdet Ihr ihn gewiß noch am Galgen sehen.«

In diesem Ton fuhr sie mindestens eine Viertelstunde lang fort, ohne daß ihr Frau von Nogent die ungebührliche Rede verwies.

Auch schien es ihr gar nicht einzufallen, welche Taktlosigkeit und Rücksichtslosigkeit dazu gehörte, eine solche Sprache in meiner Gegenwart zu führen. Und ich muß nur meine Weisheit und Mäßigung bewundern, deren ich in hohem Grade nötig hatte, um der Dame nicht zu antworten, wie sie es verdiente.

Aber gegenüber einer gewissen Sorte von Menschen ist es immer besser zu schweigen als zu reden.

Frau von Nogent will mir seit meiner Rückkehr hierher gar nicht mehr gefallen. Wie kann sie nur eine Dame zur intimen Freundin haben, die die ausgesprochene Feindin ihres Bruders ist!

So unterhält sie auch die engsten Beziehungen zu Herrn von Louvois. Allerdings diese Freundschaft ist nicht von heute. Sie datiert noch aus der Zeit, wo das ehemalige Fräulein von Lauzun Edelfräulein der Königin war. Aber nach meiner Meinung mußte sie mit Louvois brechen, als ihr Bruder verhaftet wurde.

Denn sie kann so gut wissen wie ich, wer der wahre Urheber des Streiches ist.

Statt dessen wurde das Bündnis der beiden immer enger. Sie soll Herrn von Louvois sogar versprochen haben, beim König keinerlei Schritte zur Befreiung des Bruders zu tun und den Minister zu benachrichtigen, wenn ich meinerseits solche unternehmen sollte.

* * *

Von den Tagen der Elsässer Reise muß ich einige kleine Erinnerungen aufschreiben.

Über Lüneville, wo der Herzog von Lothringen ein schönes Sommerschloß hat, kamen wir nach Sainte-Marie-aux-Mines. Bevor wir diesen Ort erreichten, hatten wir ungeheure Schwierigkeiten zu bestehen. Die Wege waren schmal und um sie einigermaßen fahrbar zu machen, hatte man sie der Quere nach mit Holzscheiten belegt. Infolgedessen schütterte die Karosse dergestalt, daß wir alle die Seekrankheit bekamen. Zu Fuß aber war auf diesen Knüppeln erst recht nicht weiter zu kommen. Und überall gähnten uns zur Seite fürchterliche Abgründe, aus deren Tiefe die Kronen der Fichten wie spitzige Speere zu uns heraufstachen. Kurz vor Sainte-Marie-aux-Mines aber sah man draußen in der Tiefe eine wundervolle Ebene sich ausbreiten, mit zahllosen wohlgebauten und geschlossenen Städten übersät und überall von Flüssen in freundlichen Windungen durchzogen: das war ein entzückender Anblick.

Von Sainte-Marie-aux-Mines nahmen wir den dortigen Bürgermeister, wie man das in dem Lande heißt, zum Führer mit. Er konnte Französisch, er hatte sich ehemals lange zu Paris in dem Hause des Präsidenten Tambonneau aufgehalten, dessen Kinder er in der deutschen Sprache unterrichtete.

Er ging neben der Portiere unserer Karosse, und wir hatten unser Helles Vergnügen an seinen drolligen Reden und Fragen.

So fragte er unter anderem nach dem kleinen Prinzen von Bouillon, den er als Knabe im Hause des Präsidenten kennen gelernt. Wir sagten ihm, er sei Kardinal geworden. »Das hat man ihm auch nicht angesehen,« meinte der gute Bürgermeister. Und plötzlich wandte er sich an den König mit der Frage, was denn aus dem kleinen Puyguilhem geworden sei, der ein so hübsches Kerlchen gewesen. »Man hat mir gesagt,« fügte er hinzu, »daß er sich heute Graf von Lauzun nenne.«

Wir sahen uns an, niemand wagte ihm zu antworten.

Der gute Mann aber fuhr noch immer fort, den König zu bestürmen. »Eure Majestät will mir nichts von diesem Puyguilhem sagen? Ihr habt ihn doch sehr geliebt zur Zeit als ich in Paris war. Jedermann wußte das, die Spatzen pfiffen es auf den Dächern. Warum ist er denn nicht bei Euch? Man hat mir von großen Abenteuern erzählt, die ihm seither zugestoßen sind. Ich möchte ihn sehen, wenn er sich etwa in Eurem Gefolge befindet, er würde sich auch gewiß an mich erinnern, er hat mir einmal eine Ohrfeige gegeben.«

Da der König stumm blieb, wurde er endlich seines Fragens müde.

Obwohl mich seine Reden noch mehr als die andern in Verlegenheit brachten, freute ich mich doch unendlich, daß einmal jemand wagte, dem König von Lauzun zu sprechen, wozu denn einer freilich schon ein Elsässer Bauer sein mußte.

Besonders glücklich machte mich die naive Art, womit der ländliche Bürgermeister den König an seine ehemalige Liebe zu Lauzun erinnerte. Ich dachte bei mir, ob das nicht im Herzen des Königs etwas von der früheren Neigung wachrufen müsse.

An diesem Tag stieß auch, ich weiß nicht mehr an welchem Ort, ein kleiner Souverän zu uns, um dem König zu huldigen: der Fürst von Mömpelgart und Württemberg. Ich hatte ihn ehemals zu Paris gesehen, wo er sich mit dem Fräulein von Chatillon, der Tochter des Marschalls, verheiratete.

Er hatte sich unterdessen nicht zu seinem Vorteil verändert. Er ging ohne Degen und sein Anzug war nicht besser als der eines Dorfschulmeisters. Seine Pagen und Lakaien trugen sich ganz in Gelb mit roten Bandschleifen. Kaum zwanzig Mann bildeten seine Leibgarde. Seine ganze Equipage bestand in einer einzigen Karosse, aus welcher an die zwölf Personen ausstiegen, um dem König aufzuwarten.

Man muß die fremden Fürsten nicht nach ihrem Auftreten am französischen Hof beurteilen. Da lassen sie sich's was kosten und geben sich ein glänzendes Ansehen. Zu Hause müssen sie es dann durch eine mesquine Sparsamkeit wieder einbringen.

Am andern Tag, ich glaube zu Bar, erschien vor uns der Dekan des Straßburger Domkapitels mit sämtlichen Chorherren. Sie sahen alle wenig nach ihrem Amt aus. Jung und hübsch, mit langen blonden Haaren, mit hellgrauen Halbsoutanen, einen mächtigen Degen an der Seite, mit rotseidenen goldgefransten Schärpen, mit gewaltigen Federn auf den dreispitzigen Hütchen, sahen sie unsern Hofjunkern ähnlicher als den Mitgliedern eines bischöflichen Kapitels. Ihr Gefolge und ihr ganzer Aufzug war unendlich prunkvoller als der des souveränen Fürsten am Tag zuvor. Einer von ihnen war ein Neffe des Bischofs von Straßburg, eines Herrn von Fürstenberg.

Der Dekan hielt eine Ansprache an den König. Darin beteuerte er unter anderm, wie sein Herr Bischof unglücklich sei, den großen König für jetzt nicht in seinem Dom empfangen zu dürfen. Für die nächste Reise des Königs hoffe er sicher auf diese Ehre und er habe sich schon den Text für seine Ansprache an den König ausgesucht, als welcher geschrieben stehe bei Lukas im zweiten Kapitel: »Herr, nun lässest du deinen Diener in Frieden fahren; denn meine Augen haben den Heiland gesehen, welchen du geschickt hast allen Völkern, ein Licht zu erleuchten die fernsten Nationen.«

* * *

Mit Grauen denke ich noch daran, wie wir bei Breisach den Rhein passierten. Dieser wilde Strom ist viel zu breit, als daß man eine Brücke drüber schlagen könnte. Man hat eine solche dadurch hergestellt, daß man eine unabsehbare Reihe von Kähnen aneinander befestigt hat, von denen nicht zu begreifen war, daß die ungestüme Strömung sie nicht fortriß. Sie gerieten unter unserer Karosse derartig ins Schwanken, daß sogar die Pferde scheuten. Dazu nicht die Spur einer Brustwehr. Ich kann heute noch nicht begreifen, wie wir dieser Gefahr entronnen sind. Mit Entsetzen höre ich noch das Gurgeln der Wogen zwischen den schwankenden Kähnen, kaum handbreit unter den Rädern des Wagens.

Die Stadt Breisach ist klein und liegt auf einem hohen schwarzen Felsen, der aus dem Strom selber hervorzuwachsen scheint. Das Schloß glich einem finstern Kerker, die Zimmer waren niedrig und dunkel, die Fenster eng vergittert. Ich fragte den König wiederholt, ob ihm nicht angst und bang werde in solchen Räumen. »Was mich betrifft,« fügte ich hinzu, »alles, was an ein Gefängnis erinnert, flößt mir Grauen und Entsetzen ein.«

Ich sagte ihm das, damit er wisse, daß ich an Herrn von Lauzun denke und sein hartes Schicksal.

* * *

Wenn ich auch lange den Hauptmann Baraille zu erwähnen keine Gelegenheit fand, habe ich mich dennoch viel mit ihm beschäftigt. Ich habe ihm in meinem Palast Wohnung gegeben und seine Nähe ist mir ein wahrer Trost. Ich spreche täglich mit ihm von Herrn von Lauzun. Er hat seinem ehemaligen Obersten alle Liebe und Treue bewahrt, die ich schon auf jener flandrischen Reise an ihm kennen gelernt habe. Dabei ist er klug und vom glücklichsten Temperament, also wie gemacht für mich, die nicht immer ihre Launen in der Gewalt hat.

Ich wäre noch einmal so unglücklich, wenn ich ihn nicht hätte. Mit Frau von Nogent kann ich gar nicht mehr über Herrn von Lauzun reden. Sie ist falsch und dabei überhäuft sie mich mit ewigen Vorwürfen, daß ich nichts für ihren Bruder tue.

* * *

Ich gehe wieder zu Hof und bin eifriger um die Königin wie ehemals, nur um recht oft Gelegenheit zu haben, vor dem König den Namen Lauzun auszusprechen oder, durch irgendeine Bemerkung, alte Erinnerungen im Gedächtnis Seiner Majestät wachzurufen.

Was mir auffällt, ist, daß die Gräfin von Montespan mir nicht mehr den Hof macht wie früher. Sie pflegt auch nur noch mit dem König auszufahren, und wenn sie je einmal bei der Königin erscheint, richtet sie kaum das Wort an mich.

Durch einige Offiziere erfuhr ich, daß sie zu Tournay, während der Belagerung von Maestricht dem König ihr drittes Kind, eine Tochter, geboren hat. Ihren Erstgeborenen hat der König zum Herzog von Maine ernannt. Die Kinder werden bei einer Frau Scarron erzogen, die die Gräfin von Montespan bei der Marschallin d'Albret kennen gelernt hat, wo ich sie ebenfalls gesehen habe. Sie schien mir eine Frau von viel Verstand und Klugheit.

* * *

Wahr ist, die Natur hat diese Gräfin Montespan mit all ihren Gaben reichlich überschüttet. Die seidene Pracht ihres goldigblonden und überraschend reichen Haares hat nicht ihresgleichen. Und wie sie diese goldene Fülle in dem kunstreichsten System von Locken aufzubauen versteht, gibt ihrem wundervollen Kopf eine geradezu königliche Majestät. Ihre schönen Augen leuchten im lautersten Blau, das unter den dunkeln Wimpern hervor eine unwiderstehliche Wirkung tut und ihrem lebhaften Blick zugleich etwas Schmachtendes, Schmelzendes mitteilt. Kurz, sie hat eine Art Schönheit, die jeden Raum, den sie betritt, wie mit Strahlen zu erfüllen scheint.

An sprudelndem Geist kommt ihr noch weniger eine andere gleich. Ich habe ganz entzückende Verse von ihr gelesen.

Wie bedeutungsvoll doch ihr Taufname Athenais für sie ist – ein Name, den man sonst nie gehört hat.

* * *

Nicht ein Quentchen von all dem hat Ihre Majestät die Königin. Sie ist einfach borniert. Sie bildet sich immer ein, daß man sie verachte. Sie ist von unglaublichem Mißtrauen gegen jedermann.

Es klingt unglaublich und ist fast lächerlich zu sagen, aber ich habe es mehr als tausendmal beobachtet, daß sie bei Tafel nicht sehen kann, wenn andere essen; sie hat immer Angst, es könne nicht genug für sie selber bleiben. Der König neckt sie oft deswegen.

Immer, wenn der König nicht mit ihr speiste, was besonders auswärts oft der Fall war, habe auch ich stets vorgezogen, bei mir zu Hause zu essen, weil sich die Königin dann fast ausschließlich spanische Gerichte vorsetzen läßt, die ihr die Molina zubereiten muß.

Diese Molina ist eine alte Hexe, die die Königin aus Spanien mitgebracht hat und die schon bei ihrer Mutter Kammerfrau war. Sie ist in Wahrheit die einzige Person, die auf die Königin Einfluß hat. Die Königin liebt sie sehr, und so gibt sie sich gern das Ansehen, als ob sie alles regiere und alles von ihr abhinge.

Man macht ihr sehr den Hof. Meine Schwester von Guise verfehlt nie, ihr die Hand zu küssen. Sie nennt sie ihre kleine Mama und kann sich in Geschenken für sie nicht genugtun. Und nicht anders wird sie fast von allen Damen behandelt, die bei der Königin wohl dran sein wollen.

Ich bin die einzige, die ihr nie den Hof gemacht hat, und nie hat sie von mir das geringste Geschenk erhalten. Ich finde es niedriger als niedrig, einen Subalternen, indem wir ihm schmeicheln, sozusagen zu unserm Herrn zu machen. Eine solche Gesinnung mag uns oft sehr nachteilig sein; doch danke ich Gott, daß er mich nicht nur in einer hohen Stellung geboren werden ließ, sondern mir auch einen hohen Sinn gab und die Kraft des Stolzes, die mich noch mehr als mein Rang von den andern unterscheidet.

Die Damen der Königin reißen sich förmlich um die spanischen Gerichte, wenn sie hören, daß sie von der Molina kommen, und stimmen richtige Hymnen an auf die Molinarische Kochkunst, wenn sie das Zeug auch noch so abscheulich finden.

Ich habe nie daran rühren mögen. Und wie oft hat mir die Königin mein ablehnendes Verhalten mit bittern Worten vorgeworfen. Es scheine, als ob ich bei ihr nichts gut genug finde. Ich habe ihr immer nur geantwortet, daß ich eben die französische Küche vorziehe.

* * *

Die Gräfin Montespan fährt jetzt nicht mehr aus, ohne von einer reitenden Leibgarde begleitet zu sein.

»Um sie vor den Insulten ihres Gemahls zu schützen« hieß es anfangs. Aber Herr von Montespan hat sich längst auf seine Güter zurückgezogen und die Maßregel dauert dennoch fort. Sie mag auch wirklich notwendig sein, denn die Gräfin hat viele und erbitterte Feinde. Sie ist jetzt ebenso allgemein verhaßt, wie sie anfänglich beliebt war. Man verzieh ihr ihre Schönheit und Liebenswürdigkeit, aber ihre Macht und ihren unbeschränkten Einfluß kann man ihr nicht verzeihen.

Ich habe trotzdem nie gehört, daß sie diesen Einfluß mißbrauche. Aber freilich, indem sie damit hundert Glückliche macht, erregt sie den Neid und die Unzufriedenheit von gleich einem Dutzend Hundert anderer, die gegen jene zurückstehen mußten; was ist da zu machen?

Und wie der Haß blind ist und ein Sporn zu jeglicher Ungerechtigkeit, das zeigte sich vor einem halben Jahr beim plötzlichen Tod der Herzogin von Fontange. Sogar ernste Leute haben damals davon gesprochen, die Verstorbene sei von Frau von Montespan vergiftet worden. Der bloße Umstand, daß der König die Tote einmal geliebt hatte, genügte den Menschen, gegen die gegenwärtige und glücklichere Geliebte diese entsetzliche Beschuldigung zu erheben.

* * *

Der Hauptmann Baraille (ich weiß nicht, ob ich das schon geschrieben habe) hat sich die Erlaubnis auszuwirken gewußt, seinen ehemaligen Herrn und Meister in Pignerol zu besuchen. Er ist heute zurückgekehrt, und alles was er mir von Lauzun erzählte, gibt mir einen neuen Eifer für das Werk seiner Befreiung.

Bei ihren Unterredungen war immer Herr von Saint-Mars, der mit der speziellen Überwachung des Grafen beauftragt ist, als dritter zugegen. Allein Lauzun verstand es, in geschickter Weise kleine Zettel, ohne daß Herr von Saint-Mars etwas merkte, hinter die Fenstervorhänge zu praktizieren, wo sein getreuer Hauptmann sich derselben ebenso unbemerkt bemächtigte. Auf gleichem Wege gab Baraille die Antwort. Auch hatte Lauzun schon früher mit Baraille eine Art Kauderwelsch geübt, womit er ihm in Gegenwart anderer Dinge sagte, die niemand verstehen sollte. Herr von Saint-Mars ließ sich gründlich täuschen. »Es ist traurig,« sagte er einmal im Weggehen zu Baraille, »wie die Haft bereits zerstörend auf seinen Geist wirkt. Habt Ihr nicht bemerkt, daß er manchmal schon irre spricht?«

* * *

Die Herzogin von La Vallière hat sich, wie es scheint, endgültig von der Welt zurückgezogen. Sie ist bei den Karmeliterinnen zu Chaillot eingetreten und soll entschlossen sein, den Schleier zu nehmen.

Vielleicht hat sie darauf gerechnet, daß der König sie zurückholen werde, wie er tatsächlich zweimal getan hat. Aber er scheint kaum ihre Abwesenheit bemerkt zu haben. Und ich glaube, sie hätte sich ihn verpflichtet, wenn sie diesen Schritt schon früher getan hätte.

Die La Vallière ist mir nie so nahe getreten wie die Gräfin Montespan, ich habe deshalb nur selten Veranlassung genommen, von ihr zu reden. Sie hatte ein Paar kluge Augen und ein geistreiches Lächeln. Doch behaupten die Kenner, daß sie eher ein wenig dümmlich war, und für jenen berühmten Brief, den sie bei ihrer ersten Flucht ins Kloster an den König schrieb, soll sie sogar die Hilfe des Herrn von Lauzun in Anspruch genommen haben.

* * *

Lauzun hat einen Fluchtversuch gemacht. Es gelang ihm, in seinem Kamin ein Loch durchzubrechen.

Er war tatsächlich schon außerhalb der Zitadelle. Von einer Patrouille wurde er angehalten und trotz aller Bitten und Versprechungen wieder zurückgebracht.

Das alles ließ er mir durch einen von dort kommenden Offizier hinterbringen mit der Versicherung, daß Herr von Saint-Mars ihm deswegen nicht im geringsten grolle. Er werde um kein Haar härter behandelt als zuvor.

Etwas anderes ist, wie man die Sache bei Hof aufnehmen wird.

Über einen Punkt hat mich der Berichterstatter wenig beruhigt. Er sprach von einer leichten Verletzung des Armes, ich merkte aber aus seiner Verlegenheit, daß die Verletzung schlimmer sein muß, als ich erfahren sollte.

* * *

Seitdem Baraille von Pignerol zurück ist, besucht er öfter, wie ich höre, die Gräfin von Montespan. Er selber spricht nicht davon. Der Himmel mag wissen, was diese Heimlichkeiten zu bedeuten haben.

Aber trotz aller quälenden Unruhe bin ich zu stolz, ihn nach etwas zu fragen, was er mir verheimlicht.

* * *

Wird mir zuletzt nichts übrigbleiben, als dem Beispiel der Herzogin von La Vallière zu folgen?

Große Enttäuschungen in dieser Welt sind der sicherste Weg zu Gott.

Meine liebsten Stunden im Tag sind jetzt meine Besuche bei den Karmeliterinnen in der Rue du Bouloy, für die ich immer eine große Zuneigung gehegt habe.

Dort sprach ich heute den Abt von Rancé. Ich hatte ihn früher, als er noch in der Welt und am Hofe lebte, gekannt. Sein Leben war zu jener Zeit wenig erbaulich. Die Weihen hatte er nur genommen, weil er bei dem Einfluß seines Hauses mit Sicherheit auf den erzbischöflichen Stuhl von Paris rechnen konnte, und er übertraf damals nicht nur an Freigebigkeit, sondern auch an Ausschweifungen alle seinesgleichen. Plötzlich hieß es, daß er sich von der Welt zurückgezogen und in seiner Abtei La Trappe die strengsten Regeln des Heiligen Bruno wieder in Wirkung setzen wollte. Alle Welt spricht heute von ihm wie von einem heiligen Manne.

Ich gab ihm zu erkennen, daß ich mich manchmal mit dem Gedanken trage, bei den Karmeliterinnen den Schleier zu nehmen. Er rät mir dringend ab. Ich könne bei meiner hohen Stellung in der Welt durch gute Werke und das Beispiel der Frömmigkeit mehr Gutes schaffen als in klösterlicher Zurückgezogenheit; darum dürfe ich die Vorteile meines vornehmen Standes nicht preisgeben.

* * *

Merkwürdiges Gespräch mit der Gräfin Montespan während einer Wagenfahrt durch den Park. Es handelte sich um die neue Herzogin von Orléans. Diese Pfälzerin sei, wie die Gräfin wissen will, nicht nur eine unermüdliche, sondern auch in hohem Grad indiskrete Briefschreiberin.

»Sie hat aber gewiß keine Ahnung davon,« sagte Frau von Montespan lachend, »daß ihre sämtlichen Briefe auf der Post gelesen werden. Herr von Louvois hat einen eigenen Beamten dazu angestellt. Dieser Mann ist so liebenswürdig, hie und da eine dieser wunderbaren Episteln für mich zu kopieren und zugleich aus dem barbarischen Idiom der Schreiberin in unsere gebildete Sprache zu übersetzen. Vor einigen Tagen hat er mit ein Müsterchen der Art gebracht, dessen Inhalt alle Begriffe übersteigt. Es ist darin von ihrem Gemahl, dem Herzog, die Rede und dessen Rosenkranz und was Seine Königliche Hoheit mit diesem Rosenkranz nachts unter der Bettdecke ...

»Nein,« rief die Gräfin, indem sie stockte und dann in ein tolles Lachen herausplatzte ... »ich kann Euch, strenge Fürstin, die Unfläterei nicht erzählen. Es gibt Dinge, die eine französische Dame unmöglich über die Lippen bringt. Aber ich will Euch das unglaubliche Schriftstück – das an eine deutsche Fürstin gerichtet ist – gelegentlich zu lesen geben. Kein Jünger des Aretin vermöchte sich vorzustellen, mit was für Schweinereien diese tugendsame Deutsche ihre Briefbogen füllt ... Aber natürlich, sowas liest nie ein anständiges Buch, steckt mit seiner Kartoffelnase immer nur in einem gräulich alten Folianten von Bibel – puhh.«

Die Worte waren das geringste. Man mußte das Gesicht und die Grimassen der schönen Sprecherin sehen.

* * *

Die Gräfin von Montespan sehe ich jetzt wieder täglich. Sie ist allmählich zu ihrem früheren herzlichen Benehmen gegen mich zurückgekehrt und scheint mir vom besten Willen beseelt, ihren Einfluß zugunsten Lauzuns zu gebrauchen.

* * *

Nun ja, ich merke wohl, wo es hinaus will. »Ich solle drauf denken,« sagte die Montespan heute, »wie ich dem König einen Gefallen tun könnte, wofür er mir gern wieder einen täte.«

Sie hat offenbar nichts anderes gemeint, als was mir neulich Herr von Pertuis sagte, der zu ihren Freunden gehört: »Wenn ich den guten Willen zeigte, etwas für den Herzog von Maine zu tun, das möchte Lauzun zugute kommen.«

* * *

Die Montespan hat mir den kuriosen Brief unserer neuen Base von Orleans zu lesen gegeben. Nun, über die Rosenkranzgeschichte könnte man lachen – abgesehen von der gräulichen Gotteslästerung darin, wie eben nur eine geborene Calvinistin ihrer fähig ist.

Aber aufs höchste empört hat mich eine andere Stelle in dem Schreiben, wo sie von ihrer Vorgängerin in der Ehe, der unglücklichen Henriette von England und deren blutschänderischem Verhältnis zu ihrem Bastard-Bruder, dem Herzog von Monmouth, als von einer ausgemachten Sache spricht.

Weit über das Grab hinaus wird also die arme Henriette mit haarsträubender Gewissenlosigkeit verleumdet und das von der gegenwärtigen Frau eines Mannes, der, so oder so, ihren Tod auf dem Gewissen hat.

* * *

Der ganze Hof ging unserer zukünftigen Frau Dauphine bis Chalon entgegen. Sie war in weißen Brokat gekleidet mit weißen Schleifen im schwarzen Haar.

Die kirchliche Trauung sollte gleich zu Chalons vollzogen werden, nachdem die Schließung der Ehe, der Form nach, bereits in München stattgefunden. Die Prinzessin wollte beichten, aber sie gestand, daß sie es nur deutsch könne. Da war denn guter Rat teuer.

Zum Glück meldete sich ein Domherr aus Lüttich, der gekommen war, um dem Kardinal von Bouillon den Hof zu machen. Das äußerliche Aussehen dieses deutschen Kanonikers war wieder seltsam genug, denn in diesem Land sind, wie ich schon einmal gesagt habe, die höheren Geistlichen gekleidet wie andere Leute auch, mit Degen, langen Perücken und Federhut. Es ist mir unmöglich, mir vorzustellen, wie man einem Menschen in einem solchen Kostüm beichten kann.

Nach der späten Mahlzeit begleiteten der König, die Königin und alle Prinzessinnen die Neuvermählte in ihre Schlafkammer. Die Königin bediente sie und reichte ihr das Hemd.

Den andern Morgen wurde ihr feierlich das Brautgeschenk überbracht, zahlreiche Kleinodien mit wundervollen Steinen. Die Gräfin von Montespan hatte alles ausgesucht; sie hat in Kenntnis dieser Dinge und feinem Geschmack nicht ihresgleichen.

»Mein eigenes Brautgeschenk war nicht so schön, trotz höheren Ranges und Abkunft,« bemerkte die Königin, »man hat sich nie viel aus mir gemacht.«

Bei jeder Gelegenheit kommt ein derartig kleinlicher Neid auf andere bei Ihrer Majestät zum Vorschein.

* * *

 

Am Hof zu Saint-Germain.

Das ist nun getan.

Meine Absicht war's nicht von vornherein.

Mit keinem Gedanken hatte ich daran gedacht, daß ich so weit gehen werde. Aber man hat geschickt mit mir manövriert. Man hat mich Schritt für Schritt weitergelockt.

Und es ist leicht möglich, daß ich die Betrogene bin.

Ich habe monatelang nichts aufgezeichnet. Diese ewigen Machenschaften haben mich zu sehr in Atem gehalten. Jeder Gedanke daran regte mich auf. Ich suchte also so wenig wie möglich daran zu denken. Aber nun, da der entscheidende Schritt geschehen ist, da die andern ihre Absichten glücklich erreicht haben, fühle ich das Bedürfnis, mir noch einmal alles zu vergegenwärtigen wie es gekommen ist.

* * *

Vor ungefähr einem Vierteljahr hat die Gräfin von Montespan sich entschlossen, ihre Kinder zu sich zu nehmen. Ich sah dieselben nun oft bei ihrer Mutter, noch öfter brachte man sie mir, und ich hatte viel Freude an ihnen. Sie sind hübsch und ich habe Kinder immer sehr geliebt. Der Herzog von Maine hat den schönsten und klügsten Kinderkopf, den man sich denken kann, nur ist ihm vom Zahnen her, wo ihm die Schmerzen heftige Krämpfe und Konvulsionen verursachten, eine Nervenschwäche zurückgeblieben, infolge deren das eine Bein ganz steif ist.

Dieses kleine Unglück bewirkte, daß ich ihn besonders ins Herz schloß, und ich hatte längst, ohne jedes Zutun von außen, den Gedanken gefaßt, ihn zu meinem Erben einzusetzen, wenn der König Herrn von Lauzun zurückberufen und in unsere Verehelichung willigen wollte.

In diesem Sinn sprach ich mit der Gräfin von Montespan.

Da sie gewandter ist als ich und da ihr Eifer für die Versorgung ihres Sohnes doch notwendig eine viel schwächere Leidenschaft ist als diejenige, die mich handeln ließ, mußte ich ihre Überlegenheit bald fühlen.

Ihre Taktik bestand vor allem darin, zu tun, als ob ihr wenig oder nichts an der Sache gelegen sei, wodurch sie mich gleich von vornherein weiter brachte als ich wünschte. Wenn man sie hörte, konnte man an ihrer Uneigennützigkeit nicht zweifeln. Mit dem König wollte sie von meinem Anerbieten erst reden, nachdem man sich versichert habe, daß ich damit auch wirklich erreichen werde, was ich zu erreichen trachtete.

Sie machte mir große Lobsprüche über meine Standhaftigkeit in der Liebe, was sonst nicht die Sache großer Fürstinnen sei, »die meistens heute nicht mehr wissen, was sie gestern gewollt haben«. Sie sei so viel wie sicher, sagte sie mir oft, daß der König für das, was ich für seinen Sohn zutun gedenke, den er vor allen andern liebe, die größte Erkenntlichkeit haben werde. Wegen der Verehelichung habe sich der König zwar durch sein Schreiben an die auswärtigen Botschafter und Minister die Hände gebunden, aber mit der Zeit lasse sich für alles Rat finden.

So geschickt köderte sie mich.

Wir machten alsdann zusammen aus, in welcher Art sie Seiner Majestät die Sache vortragen solle und sie konnte mich nicht eifrig genug versichern, wieviel mehr ihr meine Wünsche am Herzen lägen als ihre eigenen.

Wirklich schon am andern Tag ließ mich der König in sein kleines Kabinett rufen. »Frau von Montespan«, sagte er, »hat mir gestern abend mitgeteilt, was Ihr für den Herzog von Maine tun wollt. Ich bin gerührt von Eurer Großmut. Ich weiß auch, daß Ihr das tut aus Freundschaft zu mir, denn was könnte Euch das Kind sein. Ich hoffe aber, daß mein Sohn einst ein rechtschaffener Mann wird, würdig der Ehre, die Ihr ihm antut. Meiner Erkenntlichkeit dürft Ihr sicher sein.«

Kein Wort von Herrn von Lauzun. Aber Frau von Montespan war entzückt von ihrem einstweiligen Erfolg. Der erste Schritt war getan, sie rechnete mit Sicherheit darauf, daß ich nun bald einen noch viel entscheidenderen tun werde.

Ich selber hatte einstweilen nicht vor, übers Versprechen hinauszugehen.

Nun weiß man, wie liebenswürdig die Gräfin sein kann, wenn sie es darauf angelegt hat. In meiner Gesellschaft übertraf sie sich selber. Sie besuchte mich fast täglich, sie sagte mir tausend Dinge, von denen sie wußte, daß sie mir Vergnügen bereiteten. Wir machten lange Ausfahrten zusammen, und immer umhüllte sie mich mit einer dicken Wolke von Weihrauch, der mir denn auch glücklich den Kopf benebelte.

Auch der König sprach öfter mit mir als er sonst pflegte, nur über Herrn von Lauzun fiel nie ein Wort. Ich drang in die Gräfin, ihn daran zu erinnern. Sie mahnte mich zur Geduld.

Es kam aber bald noch besser. Nachdem sie mich lang genug mit seidenweichen Pfötchen gestreichelt, hielt sie es endlich an der Zeit, mir zum Bewußtsein zu bringen, daß die sanftesten Pfötchen sehr gefährliche Krallen verbergen können.

Oh, sie ist noch mehr als eine große Diplomatin. Was sie sich einmal vorgenommen hat, das führt sie durch, und jedes Mittel ist ihr recht. Sie läßt nichts mehr los, was ihre rosigen Finger einmal und wenn auch nur mit dem äußersten Zipfel erfaßt haben.

Kurz, sie ließ mir durch den Hauptmann Baraille den Vorschlag machen, das souveräne Fürstentum Dombes und die Grafschaft Eu durch Schenkung schon jetzt und für immer auf ihren Sohn zu übertragen.

Ich erklärte ihr, daß ich die Sache anders verstanden, nämlich so, daß er das alles nach meinem Tode haben solle. Mit diesem Versprechen müsse man sich begnügen.

Die Gräfin blieb mir noch freundlich ins Gesicht, dem Hauptmann Baraille gegenüber aber beliebte sie mit versteckten Drohungen zu operieren. Der König lasse sich nicht zum besten haben; er erwarte, daß man ihm halte, was man versprochen.

Sie rechnete damit, daß mir der Hauptmann dies alles berichte. Das geschah auch, aber ich tat nicht dergleichen. Ich schwieg.

Das brachte sie außer sich; denn ich merkte wohl, daß sie mich gern ins Unrecht gesetzt hätte.

Endlich aber konnte sie nicht mehr an sich halten, und vorgestern bei einem Spaziergang im Park überschüttete sie mich förmlich mit Vorwürfen.

»Ihr wißt, was ich zur Bedingung gestellt habe,« antwortete ich ihr fest, »ich erwarte die Befreiung des Herrn von Lauzun. Einstweilen aber habe ich nicht die geringste Garantie dafür, daß man sie mir auch wirklich gewährt, wenn ich tue, was man von mir verlangt.«

Darauf schwieg die Gräfin.

Als wir jedoch auseinandergingen, bemerkte sie, sie fürchte sehr, daß ich mein Betragen von heute eines Tages bereuen werde.

Was war denn aber so Schlimmes an diesem Betragen?

* * *

Seitdem hatte ich keine ruhige Stunde mehr, ich wußte nicht, sollte ich vorwärts oder rückwärts.

Nicht, daß ich nicht gern jeden Preis gezahlt hätte für die Freiheit jenes Mannes, aber mußte ich nicht fürchten, am Ende die Gefoppte zu sein?

Meine Aufregung und Unruhe steigerte sich ins Unerträgliche.

Da fiel das Wort Bastille ...

Zu Baraille hatten sie's gesagt. Man wolle Lauzun in die Bastille werfen, wenn ich mein Versprechen nicht hielte.

Ich erschrak in den Tod.

Und ich willigte in alles, was man von mir verlangte.

Über die souveräne Herrschaft von Dombes ließ ich eine Schenkungsurkunde ausfertigen und für die Grafschaft Eu tat ich dasselbe, jedoch in der äußeren Form eines Kaufvertrags, weil in der Normandie nach dem dortigen feudalen Recht die Übertragung eines Besitztums durch Schenkung nicht möglich ist.

Der ganze notarielle Akt ging bei Frau von Montespan vor sich. Minister Colbert und zwei Notare verfertigten die Dokumente. Frau von Montespan zeichnete für ihren Sohn, wozu ihr der König Vollmacht gegeben. Außer mir und den Genannten zeichnete noch Baraille als Zeuge.

Auf mein Zimmer zurückgekehrt, ließ ich einen Spiegel von dickem schwerem Bergkristall zu Boden fallen, daß er zerbrach. Ich sah Baraille erschrocken an. »Ihr glaubt an Vorbedeutungen,« sagte er und lachte mich aus.

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