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Prinzessin Fisch

Wilhelm Raabe: Prinzessin Fisch - Kapitel 7
Quellenangabe
typenarrative
authorWilhelm Raabe
titlePrinzessin Fisch
publisherWestermann
seriesBraunschweiger Ausgabe
volumeBand 15
year1883
correctorJosef Muehlgassner
senderbruce.welch@gmx.de
created20130724
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Sechstes Kapitel

Schade, daß wir uns nicht länger bei der unter allen Umständen besten Zeit des Lebens, der, in welcher die »Karnickel« zu einer der Hauptsachen drin gehören, aufhalten dürfen. Der Bruseberger hat es schon gesagt, sie geht rasch vorbei und hält vollständig das Tempo ein mit der der jungen Liebe, ist auch wohl nur eine etwas frühere und andere Äußerung letzterer.

Der Pflegesohn der Mutter Schubach bekam in dem Hause derselben ein nettes Schülerstübchen neben der Werkstatt des Brusebergers, ein Studio, wie dieser sagte, und jedenfalls ein »Studio«, von welchem Oberlehrer Dr. Drüding behaupten durfte, daß es nicht an ihm (der Räumlichkeit) liege, wenn nicht von ihm aus dermaleinst das Abiturientenexamen sieghaft mit der Nummer AA bestanden werde.

»Für die Reinlichkeit, Akkuratesse und Properteh drin werde ich wie an seinem Körper sorgen«, sprach die Meisterin. »Es ist meine Idee nämlich, daß da die Seele und der Geist bei den gelehrten jungen Herrn nicht selten in Konkurs – ne, so heißt es ja wohl nicht? – gerät mit dem Fußboden, den vier Wänden und der übrigen Leibesumgebung. Ich sehe es schon jedem Buche, das wir wieder zur Aufbesserung in die Mache kriegen, an, ob's einem schwer auf der Seele gelegen hat. Den Tuzididessen zum Exempel sollte man ihnen eigentlich nur in Schweinsleder binden. Dem alten Römer hängt es stets an allen Fetzen heraus, daß sie mit bitteren Sorgen, geschwollenem Kopfe und im täglichen und nächtlichen Angstschweiß drauf gelegen haben und wirklich an nichts anderes bei ihm denken konnten. Na, ich will schon aufpassen, Herr Doktor, und wo ich Unrat wittere, ihn auskehren und die Bude stets zur richtigen Zeit lüften, Herr Doktor.«

Was den Bruseberger anbetraf, so bemerkte der sehr weise, jedoch nicht gegen den Oberlehrer Drüding:

»Für mich, Thedor, ist der Hauptvorzug, daß das Studio die Aussicht auf dein väterlich Grundstück besitzt und du also über dein Buch und Lexikon immerwährend deinen frühern Schauplatz unter dir und vor Augen hast. Da kannst du dir also mit aller Bequemlichkeit von früh an gebildete Passivité zu allen sonstigen Vorzügen des Menschen aneignen. Denn das geht noch über allen Bimsstein in der Abglättung des Menschen, wenn er mal was gehabt hat, was er gern wiederhaben möchte und einem andern lassen muß – ruhig lassen muß. Sollst mal sehen, wie geschickt für diese schöne Welt dich das macht, wenn du still zusehen mußt, wie andere im Zusammenhang der Dinge nach ihrem Pläsier und Verständnis in dem von Rechts wegen wirtschaften, was du in deinem unschuldigen Kinderverstand heute noch als dein ewiges, unbestrittenes Eigentum ansiehst. Sollst mal sehen, mein Filius, mit welchem Gusto du dich auf dein Exerzitium wirfst, wenn sie dir ja mal drunten in deines Vaters Garten die Bäume weghacken und die Rabatten umlegen, ohne daß du vom Fenster aus den Mund dagegen auftun darfst. Wirst hierbei schon von frühauf mancherlei lernen, was sie dir in der Schule nicht lehren dürfen, außer vielleicht in der Religionsstunde zweimal in der Woche, und zwar ganz mit Recht. Denn was sollte wohl draus werden, wenn dem Menschen und Studenten schon von den ersten Hosen und von Staats wegen beigebracht würde, daß es im Zusammenhange der Dinge und Wissenschaften gar kein Eigentum gibt? Na ja, deine Herren Lehrer helfen sich schon ganz recht wenn sie sagen, daß der Mensch seine Bildung ebenfalls nicht für sich selber hat, sondern nur daß er sie weitergebe, und so wollen wir diese Frage denn jetzt auf sich beruhen lassen. Fürs erste handelt es sich für euch, liebe Jungen, einzig und allein darum, daß ihr ihnen, euerer Bildung und euern Büchern nämlich, nicht aus dem Wege geht und sie gleich von Anfang an gern und willig jedem andern überlaßt; und dafür werde ich denn schon mit sorgen, obgleich ich nur der Witwe Schubach ihr alter Bruseberger in Ilmenthal bin. Da verlaß dich drauf, mein Sohn!«

Niemand durfte es leugnen, dreist konnte sich der junge Rodburg auf alles verlassen, was ihm das Haus Schubach als Ergebnis seiner Erfahrungen vortrug, und unbedingt durfte er allem, was es von ihm verlangte, Folge geben, und wenn es oft auch noch so kurios herauskam. Die Art und Weise, wie der Bruseberger als gebildeter Mensch seinem Schützling auf dem Gymnasial-Bildungswege das Geleit gab, hatte für alle »Dritte« in Ilmenthal freilich häufig etwas »ungeheuer Komisches«. Aber die Wirkungen in der Welt gehen doch hauptsächlich vom einen zu dem andern; und was der Dritte darüber meint, denkt und sagt, ist meistens von viel untergeordneterer Bedeutung, als der Mensch in seinem durch es geschmeichelten oder gekränkten Selbstgefühl sich gewöhnlich einbildet. Der Bruseberger band alles, was die Planetenstelle zu binden hatte. Er guckte beim Heften in alles hinein mit Verständnis – zwar nur mit seinem Verständnis; aber dieses ging eben über manches berühmte Buch, das in die Werkstatt der Mutter Schubach geriet, um ein erkleckliches, wenn auch sehr spaßhaft für den schulgelehrten Dritten, hinaus. Auch der von den Studierten, welcher noch am wenigsten über ihn lächelte oder gar lachte, der Oberlehrer Dr. Drüding, war wohl ein größerer Hebräer, Grieche und Lateiner als der Bruseberger, doch sicherlich kein tieferer Weltweiser, Politikus und Vates, das heißt, wie die Meisterin sich ausdrückte, »Prophezeier«, als ihr Altgesell. Wenn also der jugendliche Kostgänger der Witwe Schubach es in der Küche derselbigen, an der Heftlade und dem Kleistertische ihres Geschäftsführers und an seinem Aussichtsfenster zu nichts Ordentlichem am Fleisch und am Geiste brachte, so war überhaupt wenig aus ihm zu machen. Selbst seine nächsten Angehörigen waren dann kaum mehr zu tadeln, daß sie sich so gar nicht um ihn bekümmerten und ihn so leichthin andern Leuten zuschoben. Dieses Buch aber, welches der Bruseberger leider nicht zum Binden und zur Kritik in die Hände bekommt, ist hauptsächlich auf das hin geschrieben, was der Junge am Arbeitstische des Brusebergers zu hören bekam und was er von dem Fenster seines »Studio« aus auf der Planetenstelle, die aus seinem Eigentum zu seiner Nachbarschaft geworden war, sah und erlebte.

Das erste, was auf dem letztern Felde die ganze Aufmerksamkeit, alle Gefühle und Empfindungen des Knaben in Anspruch nahm, war, daß sein Kaninchenstall von neuem in sein altes Recht eingesetzt wurde. Eine Ziege bezog ihn endlich wieder, und dieses Faktum trug dem frühern Inhaber mehr als einen Katzenkopf wegen mangelhaft gelernter Genusregeln ein. Sonst veränderte sich wenig an dem väterlichen Besitztum; und ganz ohne Einfluß darauf blieben fürs erste die leisen Wellen fremder Kulturbewegung und auswärtigen Menschengetriebes, die, wie schon bemerkt wurde, eben anfingen, in das bis jetzt von seinen Bergen so versteckt gehaltene Gemeinwesen hineinzuspülen. Ein guter nahrhafter Bürgersmann der Stadt kaufte das Haus und Grundstück des Notars Rodburg, bezog es mit seiner Familie und ließ daran und darum alles so ziemlich beim alten. Es wurde eine neue Regentonne eingegraben, die Obstbäume im Garten wurden von dem abgestorbenen Gezweig und den Raupennestern gesäubert; aber wo die Frau Eugenie Rodburg ihre Suppenkräuter und ihren Kohl vordem gezogen hatte, da wuchsen dieselben nützlichen Gewächse, nur ein wenig besser gepflegt, weiter, und die Zierblumen, unbeaufsichtigt wie sonst und wie sie sich eben hie und da auf den Beeten erhalten hatten, gleichfalls.

Es war grün in dem Garten unter dem Schülerstübchen und es wurde herbstlich gelb drin. Es kam der Winterschnee und ein neuer Frühling und Sommer und wieder der Winter und so weiter, und eines Tages sprach der Bruseberger:

»He, was habe ich gesagt? Für einen Untertertianer, der du hoffentlich von Ostern ab sein wirst, schickt sich freilich besser eine Käfersammlung oder ein Herbarium und nimmt auch viel weniger Platz ein in einem beschränkten Haushalt wie das fertile Vieh. Ich habe es schon seit längerer Zeit nicht mehr recht begriffen, Thedorchen, wie du mit dem Herrn Doktor und seinem kleinen Florinchen jeden Mittwoch- und Sonnabendnachmittag in die Umgegend und den Wald spazieren konntest, ohne unter solcher begierlichen Leitung und Begeisterung auch für dein eigen Konto die Büsche abzusuchen, die Hecken zu durchstöbern und die Tümpel auszufischen. So etwas pflegt doch merkwürdig leicht zu infizieren bei gleicher Phantasie und Enthusiasmus für die schöne und merkwürdige Natur. Na, sind wir nun so weit?«

Dies läßt uns zum erstenmal weiter wegblicken über die nächsten Büsche, Bäume, Ställe, Planken, Haus- und Gartenmauern am Kuhstiege. Dies Wort des Brusebergers führt uns zum erstenmal tiefer hinein in die wirklich schönen »Naturtäler und das Gebirge«, die demnächst einen so hervorragenden Platz in der Bäderliste des Jahrhunderts einnehmen sollten.

Noch waren keine »Promenadenwege« durch das alte romantische Land angelegt worden, noch begegnete man keinem mit buntem Reitzeug und bunteren Reiterinnen beschwerten Esel oder Maulesel. Noch wuchs alles wild und höchstens nur forstkulturlich etwas geregelt ineinander, und Bänke »Melanies Ruhe« usw. und Pfähle mit der Aufschrift »Jungfernblick« etcetera gab es auf keinem keusch-lieblichen oder bezwingend-großartigen Bergesgipfel oder Talesgrunde. Noch hatte das arbeitende Volk der Gegend und der Oberlehrer Drüding mit seinen Schülern, seinem Töchterlein und seinem naturhistorischen Jagdapparat das Reich ungestört oder doch nur durch einen gutmütigen Waldaufseher beaufsichtigt und geschützt. Es gab noch keine Kellner und keine Veranden im Schweizerstil vor Restaurationen mit Schweizerpreisen; und was der allergrößte Vorzug vor der gewinnreichen Gegenwart war: die Wasser und vor allem die Ilme waren noch nicht gezwungen, ihr süß, mutwillig, toll Springen und Rauschen für die nichtswürdigste Erfindung der Neuzeit, für die Holzstoffpapier-Fabriken, herzugeben!

Mit seiner Klasse ging der Doktor Drüding nur bei wichtigen Abschnitten der die Flora und Fauna des Vaterlandes betreffenden Studien ins Freie; aber mit seiner Florine und seinem Mündel zog er seiner eigenen Studien und Sammlungen wegen möglichst an jedem schulfreien Nachmittage, den Zeus der Wolkenversammler und Wolkenzerstreuer gnädig ansah, aus auf den Fang und Griff.

Auf manche Stunde Weges im Umkreise kannte der Doktor »sein Gebirge wie seinen Stundenplan« und wußte zu jeglicher Jahreszeit die rechten Fundorte und Jagdgründe von allem, was dem vaterländischen Naturfreunde und Forscher an Wachsendem, Kriechendem, Fliegendem in die Sammlung gehört. Aber damit noch nicht genug: der wirkliche Praktikus weiß in dieser Beziehung auch, seinem wilden Felde und der Mutter Natur zu Hülfe zu kommen. So hatte der Sammler, stillvergnügt schlau, mit dem Finger an der Nase hie und da und überall botanische Naturgärten an geheimen Orten angelegt, von welchen niemand wußte denn er, wo nur er selbst zu ernten wünschte und an welchen er auf seinen offiziellen Exkursionen seine wiß-, aber auch raubbegierige Schülerschar in möglichst weitem Bogen herumführte. Entdeckte schändlicherweise einer der Schlingel auf eigener wissenschaftlicher Fahrt eine solche, wie der alte Goethe sagen würde, »sekretierte« Anpflanzung und ließ er es sich in seiner jubelnden Unschuld beikommen, dem Oberlehrer Doktor Drüding in der betreffenden Unterrichtsstunde mit ihren Erträgnissen eine extraordinäre Freude zu machen, so fand er sofort heraus, daß der Mensch in seinen sichersten Erwartungen von Anerkennung sehr sich täuschen kann. Der »Alte« hatte es sofort weg, wo, zum Exempel, das ihm grinsend überreichte Exemplar von Frauenschuh, Cypripedium Calceolus, gewachsen war, und sein eigen Gelächel ob des heimtückischen Findertriumphes stammte auch ganz und gar aus der Botanik her, nämlich von Herba Sardonia. Es war ein sehr sardonisches Grinsen, und der schuldlose, glückliche Knabe mit seinem Gewächs in der Hand konnte sich gratulieren, wenn es nachher bei diesem Lächeln und bloßen Worten der Anerkennung verblieb.

Es ist aber immer ein hübsches Bild in dieser Zeit, von der wir jetzt reden: der Doktor mit dem Zeigefinger an der bebrillten Nase bei einer seiner geheimsten botanischen Kulturstätten stehend – schwitzend, selig und voll Sorge vor dem Unverstand selbst seines eigenen Blutes und des ihm vom Staat in die Obervormundschaft gegebenen Mündels.

»Flora – Florina – Florinchen! Nun, da haben wir das Kind wieder oben im Geäst! Dem Mädchen brauchte auch nur noch ein rotbrauner, buschiger Schwanz hinten anzuwachsen, und eine neue, nicht üble und recht gelenkige Spezies von Ficarus wäre fertig. Hier mal her, Jungfer Eichhorn, und auch du tritt heran, mein Sohn Theodor! Also – ich wiederhole euch: nicht ausschwatzen! Florina hat ihren Eid bei den Wassern des Styx schon abgelegt –«

»Aber ich auch, Herr Doktor!«

»Wohl, wohl; aber das unmündige Kind kommt in seiner Stellung im Leben nicht so häufig in Versuchung, mir einen Verdruß zu machen, wie du unter deinen Genossen, Rodburg, Also nehme ich dir lieber doch das furchtbare, bindende Wort zum zweiten Male ab, mein Sohn: nicht plappern! Es würde mir zu unangenehm sein, wenn wieder –«

»Als Buttermann vorige Woche unsern Fleck am Itschenstein von sich selbst gefunden hatte und alles in seiner Botanisierbüchse mit in die Klasse brachte, bin ich ganz gewiß auch nicht schuld dran gewesen, Herr Doktor.«

»Weiß ich, mein Sohn, glaube es dir wenigstens auf deine wiederholten Beteuerungen. Der Unglückliche leugnete übrigens zu seinem und deinem Glücke selber nicht, daß er nur vom leidigen Zufall geleitet und in der besten Meinung das Unheil angerichtet habe. Aber unangenehm, sehr unangenehm war mir die Sache doch! Auch die unter allen Umständen wirklich rohe Art, in welcher der Barbar mir alles, wie du sagst, in seiner Botanisiertrommel überlieferte, konnte mir nicht gefallen, Rodburg. Alles – mit den Wurzeln ausgerissen – dazu der Fleck zerstampft wie von einer ganzen Herde wilder Esel, liebes Kind! Es war mir in der Tat einige Selbstbeherrschung dem Malefikanten gegenüber vonnöten, und auch die Erinnerung an seine nicht übeln Fortschritte in der Mathematik verhalf ihm wieder einmal zur völligen Absolution. Dieser Buttermann hat wirklich sonst seine guten Seiten, wenn er auch in den Sprachen längst das nicht leistet, was er sollte, und außerdem hoffe ich fest, daß die Reue, die er zeigte, wirklich ernst gemeint war. Ich, mein lieber Theodor, war zu meiner Zeit nach ähnlichen Verhandlungen meiner Herren Lehrer mit mir nie imstande, mein Frühstück mit dem gewohnten Appetit zu verzehren.«

»O Herr Doktor, Buttermann auch nicht! Ganz gewiß nicht! Er hat in der Pause gleich einen von den Füchsen hingeschickt und sich noch zwei Wurstsemmeln vom Meister Stieber holen lassen. Es hat ihm so sehr leid getan, grade weil er gar nichts dafür gekonnt hat!«

»Es ist und bleibt allezeit und bei allen Gemütszuständen die legio rapax!« seufzt lächelnd Oberlehrer Dr. Drüding. »Nun, nun«, murmelte er leise, »am Ende kann man doch nur wünschen: der Herr segne euch euern guten Magen in euern jungen Tagen und erhalte ihn euch gesund für jene kommenden Zeiten, wo er sich auch euch etwas leichter umwenden wird als wie heute!« Am Abend aber nach jedem solchen glücklichen, lehrreichen, gesunden Nachmittag liefert er sein Mündel dem Bruseberger richtig wieder ab am Kuhstiege, und der Junge hat von viel Wundern zu berichten. Vor dem Schlafengehen bemerkt dann der Bruseberger vielleicht noch:

»Den neuen Kasten für die Käferologie schusterst du dir diesmal aber selber zusammen, Thedor. Du bist jetzt allgemach weit genug in der Kunst vorangerückt, um mir die edle Pappe nicht unnützlich zu verschneiden und das teure Material leichtfertig zu verludern.«

Schnarcht der Junge in seiner Dachkammer, so hat wohl auch die Mutter Schubach noch ein Wort zu sagen und sagt es:

»Einen halben Buchbinder haben Sie allbereits aus dem Kinde gemacht, Bruseberger. Es soll gewiß kein Stich auf Sie sein, aber 'n bißchen können Sie auch bedenken, daß allzuviel Handwerk und Kopfwerk in einem Kopfe, auf einmal ineinandergerührt, nicht allemal ein richtig Rührei für aller Welt Schnabel gibt.«

»Können beinahe recht haben, Meisterin!« spricht der Bruseberger, alles nach seinem Zusammenhange ruhig sich zurechtlegend.

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