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Posinsky

Carl Sternheim: Posinsky - Kapitel 3
Quellenangabe
authorCarl Sternheim
titlePosinsky
publisherVerlag Heinrich Hochstim
year0.J.
illustratorRudolf Großmann
correctorJosef Muehlgassner
senderwww.gaga.net
created20170926
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Mild strich der Jahreszeit Luft, und es gab mit ihr keine störenden Kämpfe. Seidenes Hemd und Hose vermittelten ihren leichten Einfall in Posinsky und seine Ausdünstung auf vollkommene Art. Von seinen Poren, der Niere und ihrer Tätigkeit hatte er den besten Eindruck, und auch sein Atem ging zierlich und leicht. Hier war nichts zu bessern; erhalten sollten gutbemessene und bereitete Speisen des Körpers Wohlbefinden. Da gab aus schwellenden Vorräten es erst ein Zuteilen und Indiewegeleiten. Die Kriegsdauer berechnete er auf höchstens noch zwei Jahre, und maß siebenhundertunddreißig Tagen ihre Portion aus hundertundzwanzig Pfund Reis, hundert Pfund Zucker, zweiundfünfzig Pfund Kakao, zehn Kilo Tee, achtzig Pfund in Steintöpfe eingemachter Butter und vielem anderen zu. Da konnte es ihm, vorausgesetzt, Feuer zerstört nichts, und er teilte unter keinen Umständen mit einem Lebendigen, bis zum Herbst neunzehnhundertundneunzehn, an nichts fehlen. Schnell bildete Fähigkeit, zu kochen er vollends bei sich aus und nahm alsbald die Mahlzeiten so, daß ihre Zurichtung kaum zu übertreffen war.

Bitter dringliche Klagen über die Ernährung, die allenthalben schallten, nahm er also wie den übrigen Krieg nur mehr als Panorama, und sie kosteten ihn kein Gramm Teilnahme. Das atemlose Interesse, das eine Welt an Viktualien wandte, veranlaßte ihn nur, auf Reserven gestützt, das ängstlichste Gewissen für deren beste Verwendung zu haben und sich auf die Geheimnisse der zur menschlichen Ernährung bestimmten Stoffe einzulassen. Alsbald kannte des Roggenmehls Nährwert er mit sechzig, den des Zuckers mit vierzig, mit hundertneunundsechzig Einheiten dagegen den des Käses, als mit fünfzig den des Fleisches sogar übertreffend, und sorgte dafür, daß zumindest hundertfünfundzwanzig Eiweiß- und an vierhundert Kohlenstoffteile zum notwendigen Fett ihm täglich zugeführt wurden. Aller Mahlzeit widmete er priesterlichen Eifer und verzehrte jede schmatzend in Adams Kostüm auf dem Sofa, an der Magenmuskeln Arbeit das Auge noch einmal zu ergötzen. Auch schien, es glänze Gehär ihm augenblicklich in fetterem Glanz. Nach dem letzten Bissen aber schlich mit eigentümlich lahmen Schritten er auf die bereitstehende Wage und blieb, bis von den Zehntelstrichen die Gewichtszunahme er abgelesen hatte.

Bei aller Teilnahme an Stoffwechselvorgängen vergaß er aber nicht, sie sollten ihn nur darum fesseln, daß leibliche Kraft jenen Seelenzustand ein für allemal in ihm festmachte, den als seines irdischen Glücks Spitze er schon länger instinkthaft wußte, den jetzt aber eindeutig sich in die Erkenntnis er rammen wollte. Achtzig Kilo netto Körpergewicht hielt er für die körperliche Voraussetzung restlosen Gelingens seiner Pläne und, ohne das große Ziel zu überhasten, kroch, hundertzweiundfünfzig Pfund schwer, er gemächlich erst dem kleineren zu.

Alsbald merkte er, Tun, und sei es das unscheinbarste, vermindert augenblicklich der Glieder festgerolltes Wohlbefinden. Zwar mochte an sich der Muskeln Bewegung von Vorteil sein. Durch geistige Arbeit, die vorausging, des Gehirns Räder zu einem Ziel in Bewegung zu setzen, wurde sie aber mehr als aufgehoben. Ohne weiteres war doch klar: des Gehirns Inanspruchnahme für irgendeine Bewegung, sei es zu einfachem Greifen, wurde durch den Effekt aus diesem Geschehen selten kompensiert. Wohl: er hielt dann etwas in der Hand, das vorher nicht dagewesen war. Aber der Nutzen, den von dem neuen Gegenstand er hatte, war gering oder oft nichtig im Verhältnis zu dem molekularen Derangement, das in ihm stattfand. Machte zum Beispiel eine Fliege auf seinem Gesicht halt, er aber lag in jene wonnige, pflanzliche Hingabe ans All und eins mit ihm hingestreckt, hätte, das Insekt zu verjagen, er den innigen Kontakt erst völlig lösen, dann aber den Begriff »Fliege« bis in des Leibes letzte Zelle leiten müssen, ehe überhaupt jener logische Komplex in ihm gerundet war, der die Hand zum Schlag an die betreffende Stelle befähigte. Womöglich aber entstünden nachträglich noch lange an das Einzelwesen einer Fliege sich knüpfende Vorstellungsreihen, die das einmal angeregte Denkzentrum erst mühsam aufnehmen und später umständlich wieder vergessen müßte. Demgegenüber könnte der Handlung höchste Folge das zerschmetterte Geschmeiß sein.

Im allgemeinen galt binnen kurzem für ihn: zu seinem Nachteil ist der Mensch zu beweglich. Gewiß soll er auf dem Sprung sein. Lohnt der Satz, bis in den Himmel ihn machen. Aber fortwährendes Hin und Her für nichts und wieder nichts ist außerhalb der Vernunft. Wieviel Rucke des Kopfes, der Glieder, wieviel unnötige Schritte kann man tagsüber nicht nur unterlassen, sondern den Nerven auch noch ihre Kontrolle sparen. Doch selbst bei unumgänglichen Bewegungen käme mit der Hälfte gewöhnlich aufgewandter Kraft man aus.

Auf ein Klingeln öffnete die Tür er nicht mehr. Denn was stand durch sein Unterlassen zu befürchten? Würde eine Abordnung er versäumen, die wie Heinrich dem Vogler Deutschlands Krone ihm anbot? War der Mensch zu erwarten, der ihm sein Vermögen schenkend brachte, ein Brief, der eine jauchzende Kritik seines neuen Bildes enthielt? Abends nahm er, was der Tag vor die Tür gehäuft hatte, herein und fand, der Zuschuß, den das Außen zu seinem Leben schickte, lohnte einen Gang nicht einmal. Entschieden hatten seine Voreltern, arme Juden, Generationen hindurch bis zur Erschöpfung gearbeitet, daß Durst nach Ruhe so vor jeder anderen Sehnsucht in ihm stark sein konnte, solche Genußfähigkeit unbewegter Stille gegenüber. Lag mitten im Zimmer im Lichtkegel er auf dem Teppich, und Sonne tanzte auf seines Bauches Bombe, sah im Halbschlag schmunzelnd er zu, wieviel Zeit die Strahlen brauchten, von seinem Nabel nur bis zur Scham zu kriechen, ohne daß ferner noch das Geringste geschah.

Aus der Natur erinnerte er sich keines einzigen Beispiels, wo mit Feuerwerk und Kraftmeierei ein Ziel besser erreicht worden war als in der betreffenden Teile ursprünglichem Vermögen gelegen hatte. Warum wurden also Menschen zu Zielen überanstrengt, deren Erreichung kein Vernünftiger von ihnen verlangte, während Erreichbares übersehen und vernachlässigt wurde? Ihm, wie oft Fata Morgana auch abseits gelockt hatte, war einzig sein natürliches Müssen zu kennen wichtig gewesen, auf daß, sich richtig in den Weltenplan zu hängen, gelänge. Was konnte es ihm zu glauben nützen, edler sei es, sich immer schaffend zu bemühen, sah zum Nichtstun seine Natur er doch leidenschaftlich gewillt? Nahm Arbeitseifer er für Tugend, mußte seine Faulheit gleich Laster sein. Welch vollkommener Mangel an Selbstbewußtsein aber war Voraussetzung für solche Hinnahme! Kannte er sich zu fortwährendem Essen entschlossen, wo sollte Sinn und Vorteil liegen, Eßgier für menschlichen Mangel zu halten? Wächst im letzten der Mensch nicht aus Vertrauen auf sich, und gilt es also nicht, das mit allen Mitteln immer zu stärken? Habe ich in meine Eigenschaften Zutrauen, sehe ihnen ins Gesicht und füttere sie tüchtig, müssen sie mich, welch Zeugnis nach willkürlicher Skala die Gesellschaft ihnen auch gibt, an mein Ziel tragen. Willkürlich! Denn war, was einen Stamm und eine Epoche Verdienst dünkte, andern nicht schimpflichstes Verbrechen? Hatten durch ihres Gewissens statisches Vermögen Neger sich nicht wolkenloser Paradiese Märchenruhe Jahrtausende länger erhalten als die moralischen Sensationen nachhetzenden Asiaten und Europäer? War das Beispiel vom Sündenfall nicht die früheste und dringlichste Warnung, neugierig auf nichts als nur sich selbst zu sein? Posinsky war gewiß, die Paradiesausstoßung bedeutete ein Strafsymbol nicht für die vollzogene Begattung, sondern für das moralische Raffinement, mit dem man einen grandios natürlichen Akt in das kleinliche Getriebe menschlicher Spekulation gezogen hatte. Wo eine Absicht energiesparend schließlich natürlich erreicht werden kann, soll man, Zeit zu gewinnen, nicht logisch oder ethisch tiftelnd ihr zu Leib. Zeit spielt im Weltenhaushaltplan die geringste Rolle; auf eine Jahrmilliarde kommt es der Zentralgewalt nicht an.

So genoß seinen Tag er aus breitestem Verharren. Schon mit keinem Ruck wachte um bestimmte Zeit er auf. Sondern vom ersten zufälligen Blinzeln ins Licht ließ Gewißheit, es sei Morgen, nicht durch sein Urteil, sondern ganz allmählich von außen er in sich ein. Anfangs wollte das nicht leicht gelingen. Denn immer, schlug er Augen auf, wollte der gemeine Verstand gleich apportieren: Zeit ist es, aufzustehen. Aber durch sorgfältiges Bemühen, krampfhaftes inneres Weghören von dieser Stimme, setzte allmählich er ihren Mechanismus außer Gang, und der Tag dämmerte ihm wie einer Pflanze. Dann ließ von der Müdigkeit Nachwehen noch gehörig er sich und nun schon vom ersten Hunger schütteln und genoß Triebe und ihre Befriedigung elementar und umständlich. Nicht die leiseste leibliche Regung unterdrückte er, sondern steigerte sie in allen Stationen, und in jeder monumentete schließlich natürlicher Transformismus. Der Mensch, mit kräftiger Nahrung Hilfe, vollzieht nichts als primitive Funktionen, die zu ständigem Wohlbefinden genügen, ihn aber häufig auch in rauschartige Seligkeit heben. Dankbarkeit für Ulrike, die zu solcher Einkehr und solchem Genuß an ihm selbst die Mittel verschafft hatte, war oft in ihm lebendig. Was hatte früher vom Meisterstück der Schöpfung »Mensch« aus Mangel an Zeit, sich mit ihm beschäftigen zu können, er gewußt? Selbst seine vor dem Krieg geübte Porträtmalerei hatte vom Nächsten ihm doch nur das nahgebracht, was im Sinn ästhetischen Übereinkommens doch nicht an und für sich wertvoll war. Aber gerade nicht Entwickelung aus des Menschen höheren Absichten mit sich selbst, sondern die Feststellung physikalisch-chemischer Kräfte in ihm als der bewunderten Erscheinungen Ursache schufen in Posinsky das unvergleichliche Gefühl souveräner Unabhängigkeit von sogenannter Kultur.

Ihm war ausgemacht: Materie allein sei unvergänglich und ewig. Denn nie und nirgends ist das Verschwinden auch nur des kleinsten ihrer Teilchen nachgewiesen oder, daß ein einziges zur vorhandenen Masse hinzugekommen wäre. Wie kostbar war also jedes Atom dieses von Anfang an gewollten Weltstoffs und wie heilig! Und da Erfahrung seine ewige Umformung und Entwickelung ganz aus sich selbst beweist, wozu dienen noch Theorien und Systeme menschlicher Erkenntnis, die den Lebenszweck aller bedeutenden Geister von jeher ausmachten, und denen die Völker blindlings nachlaufen, während alle Vernünftigkeit sich vielmehr der Düngung und dem Begießen vorhandenen menschlichen Urstoffs durch sämtliche dazu tauglichen Elemente hingeben sollte.

An dieser Einsicht ergrimmte Posinsky bis zur Weißglut: Ganz von oben gesehen verschlingen riesige Quanten täglicher Nahrung die Menschenmassen, nicht um des Körpers funktionelle Abgänge, sondern hauptsächlich die durch die Nerven an Wahnbilder kulturellen Unsinnes fortgegebenen Energien zu ergänzen und halten so natürliches Wachstum auf.

Und dabei wird aus dieser Kulturen Geschichte klar, daß niemals des Menschenhirns genialer Einfall, sondern Notwendigkeiten und banale Zufälle von außen her auch dort alles Geschehen lenkten. Posinsky feierte also seiner Teile Unvergänglichkeit in wirklich religiösen Andachten und neigte ihrer Verehrung sich tief. Worin bestand der herrschenden Klassen Überlegenheit durch Jahrhunderte hin, als daß durch ausgewählte Lage und Vorrechte sie fähig gewesen waren, ihre Leiblichkeit blühender als die armen Teufel zu gestalten, die Hunger litten und schnellem Untergang durch Ideologien und Nahrungsersatzmittel preisgegeben waren. Was waren der erste und zweite Stand? Satt, Herr Abbé Sieyès. Voilà tout. Und der dritte wurde es siebzehnhundertsechsundneunzig.

Dies aber war das Jahrhundert, in dem von mystischen und mythologischen Nebeln fort, denen nach der Herrschenden raffinierten Plänen mit leerem Magen bisher er nachgelaufen war, der vierte Stand breit und entschlossen sich zu Tisch setzte. Und er, Posinsky, mit des Tuns Bewußtsein ein wenig voraus an der Spitze. Hier lag die viel größere und folgenschwerere Umwälzung als durch aufgeblasene Schlagworte: den eigenen Leib ehren, seine fernere Verelendung durch mangelnde Pflege nicht mehr leiden!

Es war also kein naives Fressen, das viermal am Tag mit Festlichkeit für sich er anrichtete. Sondern den Ernährungsvorgängen war sein gesamtes geistiges und sittliches Bedürfnis vermählt, wenn wie die tüchtigsten Zeitgenossen und besser er verpflegt sein wollte. Alles hatte auf die eine Karte er gesetzt: aus der durch Generationen mißhandelter Voreltern in ihm bereiteten Stoff- und Blutarmut durch die umfassendste und sogar gigantische Mast sich zu erheben. Sieg und Niederlage lagen in des Plans Gelingen oder Mißlingen für ihn. Keine andere Ehre und Schande gab es. Daß bei den aus äußeren Gründen gerade jetzt entgegenstehenden Widerständen besondere Klugheit, Geringschätzung aller angedrohten Strafen nötig war, erhöhte ihm Selbstbewußtsein und Stolz.

Mit Gips und Sparren hatte, einen Meter ins Schlafzimmer vorspringend, vom Plafond zum Boden zwischen drei Wänden er einen Raum abtrennen lassen, der, von außen gleich den übrigen Zimmerseiten tapeziert und mit unsichtbarem, herauszunehmendem Türchen versehen, einen der Volkswut und Polizeineugierde unfindbaren Geheimschrank von über einem Dutzend Raummetern Inhalt bildete. In dem auf Regalen standen in Tüten, Säcken und Büchsen als in den mannigfaltigsten Aggregatzuständen rund sechzehn Zentner späterer Posinskyscher Körpereinheiten. Aufrecht vor dem offenen Arsenal sagte er sich, aus Zucker, Butter, Reis, Schinken und Kakao müsse binnen zwei Jahren genau zehnmal sein Leib auferstehen. Denn auch nicht eine Krume, kein Fettröpfchen aus dem Schrank würde nach dieser Frist nicht durch seine Gurgel gejagt sein. Das war zur Verlogenheit der großen Geistesleitsätze wieder einmal eine glänzende Illustration! Nicht »cogito ergo sum«, sondern »bibo et edo, ergo sum« mußte es heißen, wäre nicht auch ohne Descartes, Pascal und Kant einfache Wahrhaftigkeit im Menschen durch absichtsvolle Phrasen erstickt. Aber es bedürfe doch für den saftigen Organismus keiner bombastisch-übersinnlichen Begriffe, um von irdischer Großartigkeit bis ins Mark gepackt zu werden. Gewolkte Vokabeln machen nur unfähig, im Kosmos sinnlich Vorhandenes bis in den Kern zu greifen und zu schätzen.

Posinsky, schnaufend und schmausend aber begriff es. Bunte Schilderungen der Brotaufstände, turbulenter, kilometerlanger Kartoffelpolonäsen las er zu seinen Mahlzeiten und genoß, seines chemischen Aufstiegs gewiß, der Nachbarn Verlegenheit auch durch Hinausschauen aus dem Fenster auf des Quartiers umliegende Konsumläden. Das allgemeine begeisterte europäische Darben dünkte ihn treffliche Erziehung zu seinen Grundsätzen hin. Endlich schien an der Metaphervergötterung Stelle des Leibes krasse Notdurft überall das erste Kredo menschlicher Natur. Selbst eine von knatternden Phrasen bis zum Bersten sonst aufgeblasene Presse mußte ihres Raumes Dreiviertel Fragen des hungrigen Magens einräumen. Wichtiger als »Rätsel der Weltenseele« und »Kritik aller Offenbarung« blieb jetzt wohl ein Rezept, aus Brennesseln und Unkräutern schmackhaftes Gemüse zu machen. Der Frömmigkeit, edler Sitten und der Bildung Ansehen, ja Geldes und des Reichtums Geltung ging nun eines greifbaren Lebensmittels Wert voran, und immer weniger scherte die über sich selbst erleuchtete Welt sich um den läppischen, ja verbrecherischen Luxus aufgepfropfter geistiger Bedürfnisse.

So wenig endlich, daß Posinsky, war er reichlich satt, dieser hin und wieder gönnerisch dachte und meinte, einiges Vernünftige möchte in der Zeiten Lauf aus geistigem Bemühen immerhin angerichtet sein. Um von neuem zuzugeben, hätte der Menschen schwitzende Anstrengung es nicht entdeckt, müßte allmählich es auch aus sich selbst manifestiert haben. Gegen den menschlichen Spürsinn aber lasse sich überdies einwenden: war Elektrizität so, Dampfkraft aber so verwendbar, und ist motorischer Kraft der Luftraum zu durchfliegen – warum in Teufels Namen sind durch Finder und Erfinder diese Errungenschaften nicht ein paar Jahrtausende früher bereitgestellt worden, wenn anders es überhaupt Errungenschaften zu unserem wahren Heil sind?

Was letzten Endes er dann verneinte.

 

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