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Politische Fastenpredigten während Deutschlands Marterwoche

Jean Paul Richter: Politische Fastenpredigten während Deutschlands Marterwoche - Kapitel 24
Quellenangabe
typesatire
booktitleSämtliche Werke Abteilung I Band 5
authorJean Paul
year1996
firstpub1817
publisherZweitausendeins
addressFrankfurt am Main
isbn3-86150-152-X
titlePolitische Fastenpredigten während Deutschlands Marterwoche
pages125
created20120404
sendergerd.bouillon@t-online.de
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Nachschrift im Heumond 1816

– Und noch am heutigen Heumonate sitzen die beiden Fürsten auf ihren Tauschthronen still. Denn damals – im Jahr 1810 – hatte Napoleon so viele weit größere Dinge zu nehmen, Hannover – Holland – die zweite Kaiserin – die Hanse-Städte und Küsten, daß er keine Minute erübrigte, über zwei so kleine Fürstentümchen irgendeinen Spruch Rechtens oder ein rechtliches Erkenntnis ergehen, nämlich sie nehmen zu lassen. Noch länger haben die beiden Fürsten jetzo zu sitzen, da sie auf deutsche Entscheider warten; denn der deutsche Zeiger hat, wie ein richtiger Monatzeiger an einer Uhr, stets Monate von 31 Tagen und keine von 30. Deutschland ist, wie nach Cuvier das größte Tiergerippe der Vorzeit unter das Faultiergeschlecht gehört, vielleicht gleich groß und gleich faul; sozusagen ein Riese, welcher, wie sonst in Spanien Kammerherrn tanzenden Prinzessinnen, mit gelassenen Schritten einer springenden Zwergin die Schleppe trägt. – – Jedoch bei einer dritten Auflage dieses Berichts hoff' ich dem Leser gewiß die Zeit genauer angeben zu können, wo von höhern Händen die Dauer festgesetzt wird, die das Interim haben soll. 1184

 

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