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Friedrich Schleiermacher: Platons Werke - Kapitel 94
Quellenangabe
typetractate
booktitlePlatons Werke
authorFriedrich Daniel Ernst Schleiermacher
firstpub1817-26
year1984-87
publisherAkademie Verlag
addressBerlin
titlePlatons Werke
created20060311
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Sokrates: Wie doch? willst du denn nicht so sehr als nur möglich überzeugt werden?

Alkibiades: Allerdings will ich das.

Sokrates: Und nicht wahr, wenn du selbst behauptest, daß sich etwas so verhält, dann bist du aufs beste überzeugt?

Alkibiades: Das dünkt mich wenigstens.

Sokrates: So antworte denn. Und wenn du es nicht von dir selbst hörst, daß das Gerechte zugleich vorteilhaft ist, so glaube es nicht wenn es ein Anderer sagt.

Alkibiades: Freilich nicht; und so will ich denn antworten; denn ich denke ja auch ich werde keinen Schaden davon haben.

Sokrates: Du bist eben wahrsagerisch. Sage mir also, du behauptest einiges gerechte vorteile, anderes nicht?

(115) Alkibiades: Ja.

Sokrates: Und wie? auch daß einiges davon schön sei und anderes nicht?

Alkibiades: Wie meinst du das?

Sokrates: Ob dich schon jemand gedünkt hat schändlich zu handeln, zugleich aber gerecht?

Alkibiades: Nein, das nicht.

Sokrates: Sondern alles Gerechte ist auch schön?

Alkibiades: Ja.

Sokrates: Wie nun das Schöne? ist es alles gut, oder einiges wohl, anderes aber nicht?

Alkibiades: Ich wenigstens meine, einiges schöne sei wohl übel.

Sokrates: Etwa auch schändliches gut?

Alkibiades: Ja.

Sokrates: Meinst du etwa solches, wie daß schon Viele im Kriege, indem sie einem Freunde oder Angehörigen Hülfe leisteten, Wunden davon getragen haben oder gestorben sind, Andere aber, die nicht halfen, obschon sie es gesollt hätten, gesund sind davon gekommen?

Alkibiades: Allerdings eben das.

Sokrates: Und nicht wahr, eine solche Hülfsleistung nennst du zwar schön in Beziehung auf das Bestreben diejenigen zu retten, welche man sollte, und das ist Tapferkeit; oder nicht?

Alkibiades: Ja.

Sokrates: Übel aber nennst du sie in Beziehung auf den Tod und die Wunden. Nicht wahr?

Alkibiades: Ja.

Sokrates: Ist nun nicht etwas anderes die Tapferkeit und wieder etwas anderes der Tod?

Alkibiades: Freilich.

Sokrates: Nicht also in derselben Beziehung ist es schön und übel den Freunden helfen.

Alkibiades: Nein, wie sich zeigt.

Sokrates: Sieh nun, ob es nicht eben in sofern als schön auch gut ist, wie ja auch hier. Denn in Bezug auf die Tapferkeit, gestehst du, sei die Hülfleistung schön. Nun betrachte eben dieses, die Tapferkeit ob sie gut ist oder übel. Überlege es aber so. Welches von beiden möchtest du wohl haben, gutes oder übles?

Alkibiades: Gutes.

Sokrates: Und zwar das größte am liebsten, und am unliebsten möchtest du dir das nehmen lassen?

Alkibiades: Wie sollte ich nicht!

Sokrates: Was meinst du nun von der Tapferkeit, für wieviel möchtest du sie dir wohl nehmen lassen?

Alkibiades: Auch nicht leben möchte ich, wenn ich sollte feige sein.

Sokrates: Das äußerste Übel also dünkt dich die Feigheit?

Alkibiades: Ganz gewiß.

Sokrates: Gleichgeltend dem Sterben, wie sich zeigt?

Alkibiades: Das behaupte ich.

Sokrates: Und dem Tode und der Feigheit ist doch das entgegengesetzteste das Leben und die Tapferkeit?

Alkibiades: Ja.

Sokrates: Und diese beiden wünschest du dir am liebsten, jene am wenigsten?

Alkibiades: Ja.

Sokrates: Wohl weil du die einen für das beste hältst, die anderen für das übelste?

Alkibiades: Freilich wohl.

Sokrates: Das Helfen also den Freunden im Kriege, sofern es schön ist, nämlich vermöge der Vollbringung des Guten, der Tapferkeit, hast du schön genannt.

Alkibiades: Das scheine ich wohl.

Sokrates: Vermöge der Vollbringung des Üblen aber, des Todes, übel.

Alkibiades: Ja.

Sokrates: Ist es nun nicht recht jegliche Handlung so zu bezeichnen, wenn du sie doch sofern sie übles bewirkt übel nennst, mußt du sie auch sofern sie gutes bewirkt gut nennen.

(116) Alkibiades: Das dünkt mich wohl.

Sokrates: Nicht auch sofern gutes schön, sofern aber übles schlecht?

Alkibiades: Ja.

Sokrates: Wenn du also sagest, die den Freunden im Kriege geleistete Hülfe sei schön aber übel, so sagst du nichts anderes als wenn du sie gut nenntest und auch übel.

Alkibiades: Du scheinst richtig zu reden, Sokrates.

Sokrates: Nichts schönes also ist in sofern schön übel, noch schändliches in sofern schändlich gut.

Alkibiades: Nein wie sich zeigt.

Sokrates: Betrachte es auch noch so. Wer schön lebt, lebt der nicht auch wohl?

Alkibiades: Ja.

Sokrates: Die Wohllebenden aber, sind die nicht glückselig?

Alkibiades: Wie sollten sie nicht!

Sokrates: Und nicht wahr, glückselig durch den Besitz des Guten?

Alkibiades: Vornehmlich.

Sokrates: Dies besitzen sie aber vermöge des Wohl- und Schönlebens?

Alkibiades: Ja.

Sokrates: Wohl zu leben also ist gut?

Alkibiades: Wie sollte es nicht!

Sokrates: Ist nun aber nicht das Wohlleben etwas schönes?

Alkibiades: Ja.

Sokrates: So zeigt sich uns also wiederum als dasselbe das Gute und das Schöne?

Alkibiades: So zeigt es sich.

Sokrates: Was wir also schön gefunden haben, das werden wir auch gut finden nach dieser Rede.

Alkibiades: Notwendig.

Sokrates: Und wie! vorteilt das Gute oder nicht?

Alkibiades: Es vorteilt.

Sokrates: Erinnerst du dich auch, was wir über das Gerechte eingestanden haben?

Alkibiades: Ich glaube wenigstens, daß alle rechttuenden notwendig auch schönes tun.

Sokrates: Und die schönes auch gutes?

Alkibiades: Ja.

Sokrates: Das gute aber vorteile?

Alkibiades: Ja.

Sokrates: Das Gerechte also, o Alkibiades, ist vorteilhaft.

Alkibiades: Es scheint ja.

Sokrates: Wie nun, bist du es der dies behauptet oder ich der fragende?

Alkibiades: Ich ja wohl wie es scheint.

Sokrates: Wenn nun einer aufsteht um zu beratschlagen, gleich viel ob mit den Athenern oder Peparethiern, in der Meinung zu verstehen was recht und unrecht ist, und will doch behaupten zu wissen, das Gerechte sei bisweilen übel: würdest du ihn nicht auslachen, da doch auch du behauptest das gerechte und das vorteilhafte sei dasselbe?

Alkibiades: Aber bei den Göttern, o Sokrates, ich weiß nicht was ich behaupte, sondern ordentlich ganz verdreht komme ich mir vor. Denn bald dünkt es mich so, wenn du mich fragst, bald wieder anders.

Sokrates: Und das weißt du nicht, Lieber, was für ein Zustand dies ist?

Alkibiades: Gar nicht.

Sokrates: Glaubst du denn, wenn dich jemand fragte, hast du zwei oder drei Augen, und zwei Hände oder vier, daß du dann auch bald dies antworten würdest bald wieder anderes? oder immer dasselbe?

Alkibiades: Mir ist zwar nun schon ganz bange um mich selbst, ich glaube aber doch dasselbe.

(117) Sokrates: Und daß du es weißt, ist die Ursache davon?

Alkibiades: Das denke ich wenigstens.

Sokrates: Worauf du also wider deinen Willen entgegengesetztes antwortest, darin bist du doch offenbar nicht wissend?

Alkibiades: So sieht es wenigstens aus.

Sokrates: Und nicht wahr, auch indem du über gerechtes und ungerechtes, über schönes und schändliches, über übles und gutes, über was vorteilt und nicht antwortest, gestehst du daß du schwankst? Ist es nun nicht offenbar, daß du, weil du nichts davon verstehst, deshalb schwankst?

Alkibiades: Mir wenigstens.

Sokrates: Verhält es sich etwa auch immer so, wenn jemand etwas nicht weiß, daß die Seele notwendig darüber schwankt?

Alkibiades: Wie sollte sie nicht!

Sokrates: Wie nun? weißt du auf welche Weise du gen Himmel fahren kannst?

Alkibiades: Beim Zeus, ich nicht.

Sokrates: Schwankt etwa deine Meinung auch hierüber?

Alkibiades: Wohl nicht.

Sokrates: Und die Ursache, weißt du sie, oder soll ich sie sagen?

Alkibiades: Sage sie.

Sokrates: Weil du, Lieber, nicht glaubst es zu wissen, wie du es auch nicht weißt.

Alkibiades: Wie meinst du das wieder?

Sokrates: Betrachte es nur mit mir gemeinschaftlich. Was du nicht verstehst, aber auch erkennst, daß du es nicht verstehst, schwankst du etwa über dergleichen? wie von der Zubereitung der Gemüse weißt du doch wohl, daß du nichts weißt?

Alkibiades: Ganz gewiß.

Sokrates: Machst du dir nun hierüber eine Meinung, wie man sie wohl zubereiten müsse, und schwankst dann, oder überläßt du es dem Sachverständigen?

Alkibiades: Das letzte tue ich.

Sokrates: Und wenn du zu Schiffe führest, würdest du dir eine Meinung darüber machen, ob man das Steuerruder wohl müsse nach sich halten oder von sich, und weil du es nicht recht wüßtest schwanken, oder würdest du das dem Steuermann überlassen und dich ganz ruhig halten?

Alkibiades: Dem Steuermann.

Sokrates: Du schwankst also nicht über das was du nicht weißt, wenn du nur weißt, daß du es nicht weißt.

Alkibiades: Ich scheine nicht.

Sokrates: Merkst du nun wohl, daß auch die Fehler im Handeln aus dieser Unwissenheit entstehen, daß wer nicht weiß doch meint zu wissen?

Alkibiades: Wie meinst du nur das wieder?

Sokrates: Wir unternehmen doch nur dann etwas zu tun, wenn wir meinen das zu verstehen was wir tun?

Alkibiades: Ja.

Sokrates: Wenn aber jemand nicht meint etwas zu verstehen: so überläßt er es Andern?

Alkibiades: Wie sollte er nicht?

Sokrates: Und solche Nichtwissende leben doch wohl fehlerlos, weil sie ihre Angelegenheiten Andern überlassen?

Alkibiades: Ja.

Sokrates: Wer sind nun die fehlenden? die Wissenden doch wohl nicht?

Alkibiades: Nicht füglich.

Sokrates: Wenn nun aber weder die Wissenden, noch diejenigen unter den Nichtwissenden, welche wissen daß sie nicht wissen: bleiben wohl Andere übrig, als die Nichtwissenden welche glauben zu wissen?

Alkibiades: Nein, sondern diese.

(118) Sokrates: Diese Unwissenheit nun ist Ursache alles Übels, die schmähliche Torheit.

Alkibiades: Ja.

Sokrates: Und wenn sie die wichtigsten Dinge betrifft, dann ist sie am verderblichsten und schändlichsten?

Alkibiades: Bei weitem.

Sokrates: Wie nun? weißt du etwas wichtigeres zu nennen als rechtes und schönes und gutes und vorteilhaftes?

Alkibiades: Wohl nicht.

Sokrates: Und hierüber gestehst du, daß du schwankst?

Alkibiades: Ja.

Sokrates: Wenn du aber schwankst, ist es nicht aus dem vorigen klar, daß du nicht nur das wichtigste nicht weißt, sondern auch nicht wissend es doch zu wissen glaubst?

Alkibiades: Das mag wohl sein.

Sokrates: Weh also, o Alkibiades, was ist dir widerfahren, was ich zu nennen Bedenken trage, aber doch weil wir allein sind muß ich es heraussagen. Nämlich mit der Torheit hausest du und zwar mit der schimpflichsten wie die Rede dich beschuldiget und du dich selbst. Darum also läufst du so nach den Staatssachen, ehe du unterrichtet bist. Aber nicht du allein befindest dich in diesem Zustande, sondern die meisten von denen, welche die Angelegenheiten dieser Stadt besorgen, bis auf Wenige wohl und vielleicht deinen Vormund Perikles.

Alkibiades: Von diesem sagt man ja auch, daß er nicht von selbst so weise geworden ist, sondern durch den Umgang mit vielen weisen Männern, dem Pythokleides und Anaxagoras, und auch jetzt noch in solchem Alter geht er eben deshalb mit dem Dämon um.

Sokrates: Aber wie doch? hast du wohl schon einen irgend worin weisen gesehen, der nicht vermögend gewesen wäre, einen andern eben darin weise zu machen, worin er es ist? Wie wer dich die Sprache gelehrt hat, war selbst darin vollkommen, und hat dich auch dazu gemacht, und wen er sonst wollte. Nicht wahr?

Alkibiades: Ja.

Sokrates: Und auch du, nachdem du es von jenem gelernt, wirst es einem andern können beibringen?

Alkibiades: Ja.

Sokrates: Eben so nun der Musikmeister und der Fechtmeister.

Alkibiades: Freilich.

Sokrates: Denn das ist ein schöner Beweis für die, welche irgend etwas verstehen, daß sie es verstehn, wenn sie auch einen andern können verständig darin machen.

Alkibiades: Das dünkt mich auch.

Sokrates: Wie nun? weißt du einen zu nennen, den Perikles verständig in Staatssachen gemacht hätte von seinen Söhnen an?

Alkibiades: Wie aber, wenn Perikles beide Söhne einfältig wären, Sokrates!

Sokrates: Aber den Kleinias, deinen Bruder?

Alkibiades: Wie kannst du nur wieder den Kleinias anführen, diesen tollen Menschen!

Sokrates: Wenn nun Kleinias toll ist und Perikles Söhne einfältig waren: was für eine Ursache sollen wir anführen, weshalb er dich so übersieht, da du dich doch in diesem Zustande befindest?

Alkibiades: Ich bin wohl Schuld, denke ich, weil ich nicht aufgemerkt.

(119) Sokrates: Aber nenne mir doch sonst einen Athener oder Fremden, Knecht oder Freien, der wirklich angeben kann, daß er durch den Umgang des Perikles weiser geworden ist, wie ich dir anführen kann, durch den des Zenon sind es Pythodoros der Sohn des Isolochos und Kallias der Sohn des Kalliades, die jeder dem Zenon hundert Minen bezahlt haben, und ganz weise und berühmt geworden sind.

Alkibiades: Beim Zeus, das kann ich doch nicht.

Sokrates: Gut. Was gedenkst du nun aber mit dir selbst zu tun? es so zu lassen wie du jetzt bist, oder irgend eine Fürsorge zu treffen?

Alkibiades: Das wollen wir noch mit einander beraten, o Sokrates; wiewohl ich verstehe was du sagst und es zugebe. Denn mir scheinen die, welche die Angelegenheiten der Stadt besorgen, bis auf wenige gar ununterrichtet zu sein.

Sokrates: Was also weiter?

Alkibiades: Wenn sie nun unterrichtet wären, dann müßte freilich wer es unternähme mit ihnen zu wetteifern erst lernen und sich üben, und dann gegen sie auftreten wie gegen gelernte Kämpfer. Nun sie aber auch ganz unkundig an die Staatssachen gegangen sind, was soll man sich erst Mühe geben mit lernen und üben? Denn das weiß ich ja doch daß ich diese schon durch meine Natur gar weit übertreffen werde.

Sokrates: O weh, Bester, was hast du da gesagt! wie unwürdiges deiner Gestalt und deiner übrigen Eigenschaften.

Alkibiades: Wie so denn? und worauf zielst du damit, o Sokrates?

Sokrates: Es tut mir leid für deine und meine eigene Liebe.

Alkibiades: Weshalb?

Sokrates: Wenn du deinen Wetteifer nur nehmen willst gegen die Leute hier.

Alkibiades: Gegen welche denn sonst?

Sokrates: Sollte das ein Mann der so großdenkend sein will auch nur fragen?

Alkibiades: Wie meinst du? nicht gegen diese hier hätte ich aufzutreten?

Sokrates: Würde es dir denn etwa auch, wenn du ein Kriegsschiff zu steuern gedächtest, welches ins Gefecht gehn soll, dann genügen in der Steuerkunst der beste zu sein unter denen die mit dir auf einem Schiffe sind; oder würdest du denken, dies müsse zwar auch sein, würdest aber weiter auf deine wahren Gegner sehn, und nicht wie jetzt auf deine Mitstreiter, über die du ja so weit hervorragen mußt, daß sie gar nicht begehren gegen dich zu streiten, sondern, zu gering dazu geachtet, mit dir zu streiten gegen die Feinde, wenn du in Wahrheit eine schöne Tat aufzustellen gedenkst und die deiner würdig ist und der Stadt.

Alkibiades: Das denke ich ja allerdings.

Sokrates: So ist es also deiner ganz unwürdig, dich damit zu begnügen, wenn du besser bist als die Krieger, und nicht auf die Anführer der Gegner zu sehen, immer strebend besser zu werden als sie und dich übend gegen sie.

Alkibiades: Welche meinst du denn damit, o Sokrates?

(120) Sokrates: Weißt du denn nicht daß unsere Stadt immer mit den Lakedaimoniern und mit dem großen Könige Krieg führt?

Alkibiades: Das ist wahr.

Sokrates: Wenn du also im Sinne hast der Führer dieser Stadt zu sein so wirst du wohl ganz recht haben, wenn du glaubst dein Wettstreit gehe eigentlich gegen die Könige der Lakedaimonier und der Perser.

Alkibiades: Das mag ganz wahr gesprochen sein.

Sokrates: Nicht doch, du Guter! sondern auf Meidias den Wachtelfutterer mußt du sehn, und auf Andere solche die die Angelegenheiten der Stadt zu führen unternehmen, und noch das knechtische Haar, wie die Weiber sagen würden, auf der Seele habend, das sie aus Unbildung immer nicht abgeworfen haben, und die noch ungeschickt stammelnd herkommen um der Stadt zu schmeicheln nicht sie zu regieren. Auf diese von denen ich jetzt rede sehend magst du dann dich selbst vernachlässigen, und weder lernen was sich lernen läßt, da du doch einen so großen Kampf bestehen willst, noch dich üben in dem was der Übung bedarf, um so auf alle Weise gerüstet zur Führung des Staates zu schreiten.

Alkibiades: Aber, o Sokrates, du scheinst mir zwar recht zu

haben, nur denke ich doch die Heerführer der Lakedaimonier und der König der Perser werden um nichts besser sein als die andern.

Sokrates: Aber, o Bester, betrachte nur diese Meinung recht, was du an ihr hast.

Alkibiades: In welcher Hinsicht?

Sokrates: Zuerst in welchem Falle glaubst du wohl wirst du am meisten auf dich selbst Bedacht nehmen, wenn du besorgt bist und jene für furchtbar hältst, oder nicht?

Alkibiades: Offenbar wohl, wenn ich sie für furchtbar halte.

Sokrates: Und denkst du Schaden davon zu haben, wenn du recht auf dich selbst Bedacht nimmst?

Alkibiades: Keinesweges, sondern gar großen Nutzen.

Sokrates: Also dieses eine große Übel hat schon jene Meinung.

Alkibiades: Du hast Recht.

Sokrates: Das zweite nun, daß sie auch falsch ist, nimm aus der Wahrscheinlichkeit ab.

Alkibiades: Wie das?

Sokrates: Ist es wohl wahrscheinlich, daß aus edlen Geschlechtern bessere Naturen hervorgehen oder nicht?

Alkibiades: Offenbar aus edlen.

Sokrates: Und daß die gut erzeugten, wenn sie auch gut sind erzogen worden, dann vollkommen werden in der Tugend?

Alkibiades: Notwendig.

Sokrates: So laß uns denn ihnen das unsrige entgegenstellen und zusehen, zuerst ob wohl der Lakedaimonier und Perser Könige von schlechterem Geblüt sein mögen. Oder wissen wir nicht daß die einen vom Herakles und die andern vom Achämenes abstammen, und daß des Herakles und des Achämenes Geschlecht auf Perseus, den Sohn des Zeus, zurückgeführt wird?

Alkibiades: Aber das meinige, o Sokrates, auch auf den Eurysakes (121) und dessen auf den Zeus.

Sokrates: Und auch das meinige, o edler Alkibiades, auf den Daidalos, und Daidalos auf Hephaistos, den Sohn des Zeus. Allein jener Familien, wenn man von ihnen selbst anfängt, sind lauter Könige von Königen abstammend bis auf den Zeus, die einen von Argos und Lakedaimon, die andern aber von Persien immer oft aber von ganz Asien wie auch jetzt. Wir aber und unsere Väter sind nur Bürger. Und wenn du nun deine Voreltern und des Eurysakes Vaterland Salamin oder Aigina das des noch früheren Aiakos dem Artaxerxes, dem Sohne des Xerxes, aufzeigtest, was für ein Gelächter meinst du wohl würdest du bereiten? Sondern sieh zu, ob wir nicht an Glanz der Abkunft hinter den Männern zurückbleiben und auch sonst an der Erziehung. Oder hast du nicht vernommen, wie herrlich die Könige der Lakedaimonier daran sind, deren Frauen von Staatswegen von den Ephoren beaufsichtet werden, damit wo möglich nie etwa ein König aus einem anderen Geschlecht sich einschleiche als dem der Herakliden? Der König der Perser aber ist so erhaben, daß niemanden auch nur der Verdacht einfällt, es könne der König von einem andern erzeugt werden als von ihm. Daher wird auch des Königs Gattin nicht bewacht als nur durch die Furcht. Ist aber der älteste Sohn geboren, auf den die Herrschaft kommt, so feiern zuerst alle in des Königs Reich über die er herrscht ein Fest, und von da an begeht hernach immer an diesem Tage ganz Asien feierlich und gottesdienstlich das Geburtsfest des Königs. Wenn aber unser eins geboren ist, geht es wie es in der Komödie heißt, die Nachbarn merken es nicht einmal recht, o Alkibiades. Dann wird der Knabe auferzogen nicht von einem Weibe, die immer nur eine schlechte Wärterin ist, sondern von Eunuchen, welche eben für die vortrefflichsten von denen um den König gehalten werden, welchen aufgegeben ist, nicht nur übrigens den Neugebornen zu pflegen, sondern auch darauf zu denken, daß er recht schön werde, indem sie die Glieder des Knaben bearbeiten und einrichten müssen. Und dieses Geschäftes wegen stehen sie in hohen Ehren. Sind dann die Knaben siebenjährig, so besuchen sie die Pferde und die Lehrer der Reitkunst, und fangen an auf die Jagd zu gehen. Und sind sie zweimal sieben Jahre, dann übernehmen den Knaben die, welche man die königlichen Erzieher nennt. Diese sind ausgewählt aus allen Persern die viere welche für die vortrefflichsten gehalten werden in der Blüte des Alters, der weiseste, der gerechteste, der besonnenste und der tapferste, wovon der eine ihn die geheime Weisheit des Zoroasters Sohn des (122) Oromazes lehrt, welches die Verehrung der Götter ist; er lehrt ihn aber auch die königlichen Geschäfte. Der gerechteste aber lehrt ihn die Wahrheit sein ganzes Leben durch heilig halten; der besonnenste sich auch nicht von einer Lust beherrschen zu lassen, damit er sich gewöhne frei zu sein und wahrhaft ein König, indem er zuerst was in ihm selbst ist alles beherrscht und keinem dient; der tapferste aber bildet ihn furchtlos und der Angst unfähig, weil wenn er sich je fürchtete er ein Knecht wäre. Dir aber, o Alkibiades, hat Perikles zum Erzieher bestellt den vor Alter unbrauchbarsten unter seinen Hausleuten, den Thraker Zopyros. Ich könnte dir auch die übrige Erziehung und Unterweisung deiner Gegner durchgehn, wenn es nicht zu weitläuftig und nicht dieses schon hinreichend wäre, um auch auf das übrige schließen zu lassen, was damit zusammenhängt. Um deine Erzeugung aber, o Alkibiades, und Auferziehung und Unterweisung oder auch jedes andern Atheners, um es auf einmal zu sagen kümmert sich Niemand, außer wenn etwa einer dein Liebhaber ist. Willst du aber auf Reichtum sehen und Pracht und Gewänder, auf zierliche Tracht von Kleidern und Duft von Salben und auf zahlreiches Gefolge von Dienerschaft und die übrigen Bequemlichkeiten der Perser: so müßtest du dich vor dir selbst schämen, wenn du bemerkst wie weit du darin zurück stehst. Willst du aber wieder auf Besonnenheit und Sittsamkeit sehen, auf die Behülflichkeit und Genügsamkeit, die Großmut und Ordnung, die Tapferkeit und Beharrlichkeit und Arbeitsamkeit und Bestrebsamkeit und Ehrliebe der Lakedaimonier: so würdest du dir selbst als ein Kind vorkommen in dem allen. Hältst du aber wiederum etwas auf Reichtum, und glaubst dadurch etwas zu sein: so brauchen wir auch das nicht unerwähnt lassen, wenn du nur irgend weißt wie du stehst. Denn willst du den Reichtum der Lakedaimonier betrachten: so wirst du wohl einsehen, daß der hiesige gar sehr hinter jenem zurückbleibt. Denn welche große Landbesitzungen sie haben, bei sich und in dem Messenischen, damit könnte es ja wohl nicht einer hier aufnehmen weder an Größe noch Güte noch Menge der Sklaven anderer sowohl als helotischer noch an Pferden und anderem Vieh was im Messenischen weidet. Allein das lasse ich alles, aber auch Gold und Silber wird in ganz Hellas nicht so viel als in Lakedaimon von einzelnen besessen. Denn schon seit vielen Menschengeschlechtern zieht es von allen Seiten von den Hellenen und oft auch von den Barbaren hinein, kommt aber nirgends wieder heraus, sondern recht wie in der Aesopischen Fabel der Fuchs zu dem Löwen sagt, könnte man auch von dem nach Lakedaimon gehenden (123) Gelde sagen, daß die dort hinwärts gehenden Spuren kenntlich genug sind, von herauskommenden aber nirgends niemand welche sieht. So daß man wohl einsehen muß, daß sie dort auch an Gold und Silber die reichsten sind unter den Hellenen, und unter ihnen wiederum ihr König; Denn die meisten und größten Einnahmen hievon hat der König, und der königliche Schoß ist auch nicht gering den die Lakedaimonier ihren Königen entrichten. Und so ist nun der Reichtum der Lakedaimonier mit anderm hellenischen verglichen zwar groß, mit persischem aber und dem des Perserköniges nichts. So habe ich einmal von einem glaubwürdigen Manne, einem von denen die zum Könige hinaufgereiset waren, gehört, daß er durch einen großen und schönen Strich Landes gereist wäre beinah eine Tagereise lang, welchen die Einwohner den Gürtel der Königin nennen, und einen anderen gäbe es wieder der ihre Haube heiße, und viele andere schöne und gute Gegenden wären ganz für den Schmuck der Frau gewidmet, und hätten ihren Namen jede von einem besondern Teile des Schmuckes. So daß ich denke, wenn jemand der Mutter des Königes, der Gemahlin des Xerxes Amestris erzählte, deinem Sohne gedenkt der Sohn der Deinomache sich entgegenzustellen, deren Schmuck vielleicht fünfzig Minen wert ist wenn es hoch kommt, und der selbst kaum dreihundert Acker Landes in Erchia besitzt, würde sie sich wundern, worauf sich doch dieser Alkibiades verließe, daß er im Schilde führte gegen den Artaxerxes zu kämpfen. Und ich glaube gewiß sie würde sagen, unmöglich verläßt sich der Mann auf etwas anderes bei seinem Unternehmen als auf Geschick und Weisheit, denn dies allein ist der Rede wert bei den Hellenen. Denn wenn sie hörte, daß dieser Alkibiades zuerst kaum zwanzig Jahr alt ist, und ganz und gar ununterrichtet, und überdies wenn sein Liebhaber ihm sagt er müsse erst lernen und sich üben und Geschick erwerben und so gehen um gegen den König zu kämpfen, dann nicht will, sondern meint er wäre gut genug auch wie er ist: so glaube ich würde sie sich wundern und fragen, Was ist es also doch nur, worauf sich das Knäblein verläßt? Wenn wir ihr nun sagten, auf Schönheit und Größe und Abkunft und Reichtum und Naturgaben: dann, o Alkibiades, würde sie glauben wir wären toll, wenn sie dies alles vergliche mit dem wie sie es bei sich findet. Ich glaube aber auch Lampito die Tochter des Leotychides die (124) Gattin des Archidamos die Mutter des Agis, die alle Könige gewesen sind, auch die würde sich wundern, wenn sie auf das sieht, was sie bei sich haben, wie doch dir so übel bestelltem einfallen könne gegen ihren Sohn zu streiten. Und doch, dünkt dich das nicht schmählig, wenn die Weiber der Feinde es richtiger einsehen, wie wir wohl sein müßten um es mit ihnen aufzunehmen als wir selbst von uns selbst? Also Bester gehorche nur mir und dem Spruche in Delphi und erkenne dich selbst, weil diese, und nicht die welche du nennst, unsere Gegner sind, deren keinen wir wohl anders überwinden könnten als durch Geschick und Kunst. Und wenn du diese nicht erwirbst, wirst du auch nicht erwerben, daß du berühmt wirst unter Hellenen und Ausländern, was du doch zu lieben scheinst wie nur einer etwas lieben kann.

Alkibiades: Wie aber soll ich mich geschickt machen, o Sokrates? kannst du mir das wohl erklären? denn gar sehr scheinst du mir die Wahrheit gesagt zu haben.

Sokrates: Ja, aber nur durch gemeinsame Beratung, auf welche Weise wir wohl so trefflich werden könnten als möglich. Denn ich sage das nicht etwa von dir daß du bedarfst dich bilden zu lassen und von mir nicht. Denn ich bin gar um nichts besser als du außer in einem Stück.

Alkibiades: Und in welchem?

Sokrates: Mein Vormund ist besser und weiser als Perikles der deinige.

Alkibiades: Wer ist denn das, o Sokrates?

Sokrates: Der Gott, o Alkibiades, welcher mir auch nicht zugelassen hat vor diesem Tage mit dir zu reden, und dem vertrauend ich auch behaupte, daß Ruhm dir durch keinen andern werden kann als durch mich.

Alkibiades: Du scherzest Sokrates.

Sokrates: Vielleicht. Aber darin rede ich doch wahr, daß wir Mühe anwenden müssen, freilich auch wohl alle Menschen, aber wir beide gar besonders.

Alkibiades: Daß ich es muß, das lügst du nicht.

Sokrates: Auch nicht daß ich.

Alkibiades: Was sollen wir also tun?

Sokrates: Wir müssen uns nicht abschrecken lassen noch weichlich werden, Freund!

Alkibiades: Das ziemt uns ja auch nicht, Sokrates.

Sokrates: Freilich nicht. Aber zusehn müssen wir gemeinschaftlich. So sage mir denn, wir behaupten doch, wir wollen so trefflich werden als möglich. Nicht wahr?

Alkibiades: Ja.

Sokrates: In welcher Eigenschaft denn?

Alkibiades: Offenbar doch in der worin treffliche Männer es sind.

Sokrates: Die worin trefflich sind?

Alkibiades: Offenbar in Verrichtung der Geschäfte.

Sokrates: Was für welcher? etwa der Pferdegeschäfte?

Alkibiades: Wohl nicht.

Sokrates: Denn dann gingen wir zu den Bereutern?

Alkibiades: Ja.

Sokrates: Aber die Schiffsgeschäfte meinst du?

Alkibiades: Nein.

Sokrates: Denn dann gingen wir zu den Seeleuten.

Alkibiades: Ja.

Sokrates: Also was für welche, und die wer verrichtet?

Alkibiades: Die die guten und stattlichen unter den Athenern verrichten.

Sokrates: Gut und stattlich nennst du die Verständigen oder die Unverständigen?

Alkibiades: Die Verständigen.

(125) Sokrates: Und worin jeder verständig ist, darin ist er auch gut?

Alkibiades: Ja.

Sokrates: Der Unverständige aber schlecht?

Alkibiades: Wie sollte er nicht.

Sokrates: Nun ist doch der Lederarbeiter verständig in der Verfertigung der Schuhe?

Alkibiades: Freilich.

Sokrates: Darin also ist er gut?

Alkibiades: Gut.

Sokrates: Aber wie? in Verfertigung der Kleider, ist da nicht der Lederarbeiter unverständig?

Alkibiades: Ja.

Sokrates: Schlecht also ist er darin?

Alkibiades: Ja.

Sokrates: Derselbe also ist nach dieser Rede schlecht und auch gut?

Alkibiades: So scheint es.

Sokrates: Meinst du nun etwa, daß die guten Männer auch schlecht sind?

Alkibiades: Wohl nicht.

Sokrates: Also was für gute meinst du denn?

Alkibiades: Die vermögend sind in der Stadt zu herrschen, meine ich.

Sokrates: Doch nicht über Pferde?

Alkibiades: Wohl nicht.

Sokrates: Sondern über Menschen?

Alkibiades: Ja.

Sokrates: Etwa über kranke?

Alkibiades: Nein.

Sokrates: Aber über schiffende?

Alkibiades: Nein sage ich.

Sokrates: Also über erntende?

Alkibiades: Nein.

Sokrates: Also über nichts tuende oder etwas tuende?

Alkibiades: Über etwas tuende, sage ich.

Sokrates: Was aber? versuche auch mir das deutlich zu machen.

Alkibiades: Doch wohl über die welche unter einander Verkehr treiben und sich einer des andern bedienen, so wie wir in den Städten leben.

Sokrates: Also meinst du die über solche Menschen herrschen welche sich der Menschen bedienen?

Alkibiades: Ja.

Sokrates: Etwa über Bootsführer die sich der Ruderer bedienen?

Alkibiades: Nicht doch.

Sokrates: Denn diese Tugend gehört zur Steuermannskunst.

Alkibiades: Ja.

Sokrates: Sondern du meinst, die über flötenspielende Menschen herrschen, welche den Leuten das Regiment führen beim Gesang und sich der Tänzer bedienen?

Alkibiades: Nicht doch.

Sokrates: Denn dies wäre wieder die Chorführerkunst.

Alkibiades: Allerdings.

Sokrates: Also wozu sollen sich denn die Menschen die man soll regieren können der Menschen bedienen?

Alkibiades: Die mit einander in bürgerlicher Gemeinschaft stehen, meine ich, und Verkehr unter sich treiben, über diese in der Stadt zu regieren.

Sokrates: Welches ist nun diese Kunst? wie wenn ich dich noch einmal das vorige fragte, die mit einander in Schifffahrtsgemeinschaft stehn, welche Kunst macht daß man über diese zu regieren versteht?

Alkibiades: Die Steuermannskunst.

Sokrates: Und die mit einander in musikalischer Gemeinschaft stehen, welche Wissenschaft macht diese regieren?

Alkibiades: Die du eben nanntest, die Chorführerkunst.

Sokrates: Und nun die mit einander in bürgerlicher Gemeinschaft stehen, welche Wissenschaft nennst du da?

Alkibiades: Die Klugheit denke ich, o Sokrates.

Sokrates: Wie so? dünkt dich die Kunst des Steuermanns Unklugheit zu sein?

Alkibiades: Nicht wohl.

Sokrates: Sondern doch auch Klugheit?

Alkibiades: Mich dünkt ja, nämlich in Errettung der Schiffenden.

(126) Sokrates: Richtig gesprochen! wie aber was du Klugheit nennst, worin zeigt sich die?

Alkibiades: In besserer Verwaltung und Erhaltung der Stadt.

Sokrates: Besser aber wird sie verwaltet und erhalten wenn was doch da ist und was nicht da ist? Wie wenn du mich fragtest, Wenn was doch da ist und nicht da ist, wird der Leib besser erhalten und verwaltet, ich sagen würde, Wenn Gesundheit da ist und Krankheit nicht da ist. Meinst du nicht auch so?

Alkibiades: Ja.

Sokrates: Und wenn du mich wieder fragtest, Wenn was doch die Augen besser? ich eben so sagen würde, wenn Gesicht da ist und Blindheit nicht da ist. Und eben so die Ohren, wenn Taubheit nicht da ist und Gehör da ist, werden selbst besser und auch besser besorgt.

Alkibiades: Richtig.

Sokrates: Wie nun die Stadt? wenn was doch da ist und nicht da ist, wird die besser, und auch besser besorgt und verwaltet?

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