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Pension Atlantik

Franz Roswalt: Pension Atlantik - Kapitel 29
Quellenangabe
authorFranz Roswalt
titlePension Atlantik
publisherSchlesische Verlagsanstalt G.m.b.H.
yearo.J.
correctorJosef Muehlgassner
senderwww.gaga.net
created20171219
projectid0885c0ac
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28

Die letzten Mitglieder der überraschten Bande ergaben sich und wurden gefesselt in die Polizeiautomobile transportiert, die sich mit warnenden Signalen den Weg durch die ungeheure Menschenmenge bahnten, die auf die Kunde von der Schlacht von allen Seiten zusammengeströmt waren.

In der Garage stand der Kommandeur der Schutzpolizei, der auf die ersten Alarmnachrichten hin sofort das ganze Viertel absperren ließ und persönlich den Dienst leitete. Er drehte mit einem nachdenklichen Lächeln einen frischen Hundertmarkschein aus der Presse und reichte ihn Grant hinüber. »Feine Sache!« schmunzelte der Kommissar und zog seinen Füllhalter, um mit dicken Buchstaben das Wort »Gefälscht« quer über die Note zu schreiben. Der alte Forster kam. Sein Gesicht war gelb, die Augen glänzten krank. Die Hand zitterte unaufhörlich, die Hand eines alten Mannes.

Grant trat teilnehmend auf ihn zu: »Wie geht es Ihrem Sohn? fragte er leise.

»Er wird gleich fortgebracht werden!« antwortete der Alte mit zuckenden Lippen, »warum ließ der Junge mich nicht vorangehen – hatte er denn nicht schon genug getan – warum?«

Der Kommandeur kam hinzu und lobte ihn; der alte Mann stand zwischen den beiden anderen, hilflos, allein, er hörte und sah nichts, was galt ihm jetzt seine glänzend geglückte Rehabilitierung – Michael lag draußen, er hatte das Bewußtsein immer noch nicht wieder erlangt. Man mußte ihn darauf aufmerksam machen, daß das Krankenauto eingetroffen sei – der Verletzte wurde gerade hineingeschoben.

Während der alte Forster um das Leben seines Sohnes bangte, traf Kommissar Grant die nötigen Maßnahmen, um die beiden entkommenen Führer der Bande festzunehmen. Mason und Harry waren im Dunkel der Nacht untergetaucht. Noch ehe diese Nacht, die sie ausgenommen hatte, dem Morgen wich, waren alle Polizeireviere mit genauen Informationen versehen; die ersten Verhöre der gefangenen Bandenmitglieder halten den Verdacht, daß man es mit dem berüchtigten ›King‹ zu tun hatte, bestätigt.

Es gelang Photos zu beschaffen, die sofort in ungezählten Exemplaren vervielfältigt und an alle Dienststellen verteilt wurden. Der gesamte Apparat des Fahndungsdienstes wurde mobilisiert, der geheimnisvolle Mechanismus, dessen Mund der Telegraph, dessen Ohr das Radio ist, begann zu arbeiten, lautlos, unsichtbar, ein gewaltiges Netz, das sich undurchdringlich um den Gesuchten legt.

Jede Station, jeder Fernbahnhof, jede Stadt im Reiche und jeder Grenzort fahndeten nach den beiden Männern, nach Oliver Mason und Harry Speidler, den Komplizen!

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