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Paul und Virginie

Bernardin de Saint-Pierre: Paul und Virginie - Kapitel 8
Quellenangabe
typefiction
booktitlePaul und Virginie und die Indische Hütte
authorBernardin de Saint-Pierre
translatorG. Fink
firstpub1840
year1840
publisherVerlag von Dennig, Finck & Co.
addressPforzheim
titlePaul und Virginie
created20050528
sendergerd.bouillon
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P aul und meine unglücklichen Freundinnen waren in einer so trostlosen Lage, daß ich bei ihnen blieb, um ihnen mit meinen besten Kräften beizustehen. Nach drei Wochen konnte Paul wieder gehen; aber sein Gram schien nur zuzunehmen, jemehr sein Körper wieder zu Kräften kam. Er war gegen Alles unempfindlich; seine Blicke waren erloschen, und man mochte ihn fragen, was man wollte, er gab keine Antwort. Frau von Latour, die auf den Tod darnieder lag, sagte oft zu ihm: »Mein Sohn, so oft ich Dich sehe, glaube ich meine geliebte Virginie zu erblicken.« Bei Virginiens Namen fing er an zu zittern und entfernte sich, so sehr ihn auch seine Mutter bat, bei ihrer Freundin zu bleiben. Er ging dann allein in den Garten und setzte sich unter Virginiens Cocosbaum, die Augen starr auf ihren Teich gerichtet. Der Arzt des Gouverneurs, der die angelegentlichste Sorgfalt für ihn und die beiden Damen an den Tag legte, sagte uns, diese schwarze Melancholie lasse sich nicht anders bannen, als wenn man ihn Alles thun lasse, was ihm einfalle, und ihm in nichts widerspreche; dieß sey das einzige Mittel, sein hartnäckiges Schweigen zu überwinden.

Ich beschloß, seinem Rathe zu folgen. Sobald Paul seine Kräfte ein wenig hergestellt fühlte, war sein Erstes, daß er sich von den Wohnungen entfernte. Ich hatte ihn nie aus den Augen verloren und folgte ihm auch jetzt; dem Domingo aber befahl ich, Lebensmittel aufzupacken und mitzukommen. Während der Jüngling den Berg herabstieg, schien seine Munterkeit und Kraft zuzunehmen. Zuerst schlug er den Weg nach den Pompelmusen ein, und als er nahe an die Kirche in die Bambus-Allee kam, wandte er sich rechts dem Orte zu, wo er einen frisch aufgeworfenen Hügel sah. Hier kniete er nieder, hob die Augen zum Himmel und betete lang. Dieses Betragen schien mir eine gute Vorbedeutung für die Rückkehr seiner Vernunft, denn der darin liegende Beweis von Vertrauen auf das höchste Wesen zeigte, daß sein Geist wieder anfing seine natürlichen Verrichtungen zu übernehmen. Domingo und ich knieten gleichfalls nieder und beteten mit ihm. Endlich stand er auf und wandte sich dem Norden der Insel zu, ohne sonderlich auf uns zu achten. Da mir wohl bekannt war, daß er nicht nur nichts von der Grabstätte Virginiens wußte, sondern nicht einmal, ob sie überhaupt aufgefunden worden sey, so fragte ich ihn, warum er in diesem Bambus-Gebüsche gebetet habe; er antwortete. »Wir sind so oft da gewesen.«

Ich folgte ihm bis zum Eingang des Waldes, wo uns die Nacht überraschte. Hier bewog ich ihn durch mein Beispiel, einige Nahrung zu sich zu nehmen; dann schliefen wir unter einem Baume auf dem Rasen. Am andern Tag glaubte ich, er werde nach Hause zurückkehren. Wirklich betrachtete er eine Zeitlang die Kirche der Pompelmusen mit ihren langen Bambus-Alleen und machte einige Bewegungen, wie wenn er wieder dahin wollte; plötzlich aber wandte er sich rasch wieder dem Walde zu und ging nun gerade auf die Nordküste los. Ich errieth seine Absicht, gab mir aber vergebliche Mühe, ihn davon abzubringen. Gegen Mittag kamen wir in's Quartier Goldstaub. Hier stieg er schnell das Gestade hinab, dem Orte gegenüber, wo der St. Geran gescheitert war. Als er die Insel Ambra erblickte und ihren Kanal, der jetzt klar war wie ein Spiegel, rief er: »Virginie, o meine theure Virginie!« und fiel sogleich in Ohnmacht. Domingo und ich trugen ihn in den Wald hinein, wo wir ihn mit vieler Mühe wieder zu sich brachten. Kaum war er seiner Sinne wieder mächtig, so verlangte er auf's Neue nach der Küste; da wir ihn aber inständig baten, er möchte seinen und unsern Schmerz nicht durch solch grausame Erinnerungen erneuern, so nahm er eine andere Richtung. Binnen acht Tagen hatte er alle die Orte besucht, wo er einst mit der Gespielin seiner Kindheit gewesen war. Er ging den Weg, den er mit ihr gemacht hatte, als sie mit einander für die Sklavin am schwarzen Flusse um Gnade baten; sodann besuchte er die Ufer des Flusses der drei Zitzen, wo sie sich gesetzt hatte, als sie nicht mehr gehen konnte, und den Theil des Waldes, wo sie sich verirrt hatte. Allen Orten, die ihn an die Unruhen, die Spiele, die Mahlzeiten und die Wohlthätigkeit seiner Vielgeliebten erinnerten, dem Fluß des langen Berges, meinem Häuschen, dem Wasserfalle in der Nähe, dem Melonenbaum, den sie gepflanzt, dem Rasen, auf dem sie so gerne lief, den Gängen des Waldes, wo sie oft gesungen, weihte er nach einander den Zoll seiner Thränen, und dieselben Echos, die so oft von ihrem gemeinschaftlichen Freudengeschrei widerhallt hatten, gaben jetzt nur die klagenden Worte zurück: »Virginie! ach, meine geliebte Virginie!«

Dieses wilde und unstäte Leben mußte natürlich Pauls Gesundheit untergraben. seine Augen fielen ein, seine Wangen bleichten und er wurde mit jedem Tage schwächer. Ueberzeugt, daß das Gefühl unsers Elends durch die Erinnerung an vergangene Freuden nur gesteigert wird, und die Leidenschaften in der Einsamkeit die meiste Nahrung finden, beschloß ich, meinen unglücklichen Freund von den Orten entfernt zu halten, die ihm seinen Verlust immer auf's Neue vor's Auge führten, und in eine andere Gegend der Insel zu bringen, wo er viel Zerstreuung haben konnte. Zu diesem Behuf führte ich ihn auf die bewohnten Höhen des Quartiers Williams, die er noch nie gesehen hatte. Der Ackerbau und Handel machten diesen Theil der Insel sehr lebhaft und gaben ihm ein bunt bewegtes Ansehen. Es waren hier ganze Schaaren von Zimmerleuten zu sehen, die Holz fällten, und andere, die Bretter sägten; die Straßen waren von einer Menge Fuhrwerke bedeckt; große Heerden Ochsen und Pferde weideten auf fetten Wiesen, und da und dort standen Wohnungen auf den Feldern. Die Höhe der Lage machte an mehreren Orten den Anbau verschiedener europäischen Gewächse möglich. Fluren von Getreide, grüne Decken von Erdbeerkraut in den lichten Stellen der Wälder und Rosenhecken längs der Wege gewährten einen anmuthigen Anblick. Die Frische der Luft, die den Nerven mehr Spannung verleiht, war für die Gesundheit der Weißen zuträglich. Von diesen Höhen, die gegen die Mitte der Insel zuliefen und von großen Waldungen umgeben sind, sah man weder das Meer, noch Port-Louis, noch die Kirche der Pompelmusen, überhaupt nichts, was Paul an Virginien erinnern konnte. Selbst die Berge, von wo aus man verschiedene Stücke der Küste von Port-Louis sehen kann, zeigen von der Seite der Ebene Williams aus nichts als ein langes, gerades und senkrechtes Vorgebirge, überragt von mehreren hoben Felsenpyramiden, um welche sich die Wolken sammeln.

In diese Ebenen führte ich Paul. Ich hielt ihn in fortwährender Thätigkeit, ging bei großer Sonnenhitze und im Regen, bei Tag und bei Nacht mit ihm, und führte ihn absichtlich irre in den Wäldern oder auf umbrochenen Aeckern, um durch die Ermüdung des Körpers seinen Geist zu zerstreuen und seinen Gedanken dadurch, daß er sich auf den Ort, wo wir waren, und über den verlorenen Weg besinnen mußte, eine andere Richtung zu geben. Aber die Seele eines Liebenden findet überall Spuren der Geliebten. Weder Tag noch Nacht, weder die Stille der Einsamkeit noch der Lärm des bewegten Lebens, selbst die Zeit nicht, die so viele Erinnerungen verwischt, nichts kann ihn seine Liebe vergessen machen. Wie die Magnetnadel kann die Seele des Liebenden zwar bewegt werden, aber sobald sie wieder in ihre Ruhe kommt, flieht sie unaufhörlich dem Pole zu, der sie anzieht. Wenn wir mitten in den Ebenen von Williams herum irrten und ich Paul fragte: »Wohin müssen wir jetzt gehen?« so wandte er sich gegen Norden und sprach: »Dort sind unsere Berge, dahin wollen wir zurückkehren.«

Ich sah nun ein, daß alle meine Versuche, ihn zu zerstreuen, vergeblich waren, und mir kein anderes Mittel übrig blieb, als seinen Schmerz in der Wurzel anzufassen und dazu die ganze Kraft meines schwachen Verstandes anzuwenden. Ich erwiderte ihm also: »Ja, dort sind die Berge, wo deine geliebte Virginie wohnte, und sieh, hier ist das Bild, das Du ihr einst schenktest und das sie sterbend auf ihrem Herzen trug, dessen letzte Schläge noch für Dich waren.« Ich gab ihm jetzt das kleine Bild, das er am Ufer des Teichs bei den Cocosbäumen Virginien geschenkt hatte. Bei diesem Anblick glühte eine düstere Freude in seinen Blicken auf. Gierig ergriff er mit schwachen Händen das Gemälde und drückte es an seinen Mund. Seine Brust hob sich stürmend, und in seinen beinahe blutenden Augen stockten die Thränen.

Ich fuhr fort: »Höre mich an, mein Sohn; ich bin dein Freund, wie ich Virginiens Freund war, und habe ich nicht oft mitten in deinen Hoffnungen versucht, deinen Muth auch gegen die unvorhergesehenen Zufälle des Lebens zu stärken? Was beweinst Du denn so bitterlich? dein eigenes Unglück oder Virginiens Schicksal?

Dein eigenes Unglück; ja, es ist allerdings groß. Du hast das liebenswürdigste aller Mädchen verloren, welche die würdigste der Frauen geworden wäre. Sie hatte ihre Interessen den deinigen aufgeopfert und Dich als die einzige ihrer Tugend würdige Belohnung dem Glanz des Reichthums vorgezogen. Weißt Du aber auch gewiß, ob das, was Dir ein so reines Glück versprechen mußte, nicht vielleicht die Quelle zahlloser Leiden für Dich geworden wäre? Sie war ohne Vermögen und enterbt; Du hattest nichts mit ihr zu theilen, als den Ertrag deiner Arbeit. Sie war durch ihre neue Erziehung weichlicher und durch ihr Unglück selbst muthiger geworden, und so hättest Du sie vielleicht jeden Tag unter der angestrengten Arbeit, die sie um jeden Preis mit Dir hätte theilen wollen, erliegen gesehen. Wenn sie Dir dann Kinder geboren hätte, so wäre Dein und ihr Kummer noch durch die Schwierigkeit vermehrt worden, ganz allein eure alten Mütter und eine anwachsende Familie zu ernähren.

Du wirst sagen: Der Gouverneur hätte uns unterstützt. Aber wer bürgt Dir dafür, daß in einer Colonie, wo die höchsten Behörden so oft wechseln, immer ein Labourdonnais seyn werde? Wie leicht könnte einmal ein Oberhaupt hierher kommen, ohne Sitten und ohne Moral? Dann hätte sich deine Gattin, um nur eine kärgliche Unterstützung zu erhalten, vielleicht erniedrigen müssen, ihm den Hof zu machen. Entweder wäre sie schwach und Du der beklagenswerteste Mensch gewesen, oder wäre sie tugendhaft und ihr Beide arm geblieben. Ja, Du hättest vielleicht noch von Glück sagen müssen, wenn Du nicht wegen ihrer Schönheit und ihrer Tugend von eben denselben verfolgt worden wärest, von denen Du Unterstützung gehofft hättest.

Ich hätte, wirst Du mir sagen, immer noch das von allen äußern Umständen unabhängige Glück gehabt, die Geliebte, die sich immer inniger anschmiegt, je mehr sie sich ihrer eigenen Schwachheit bewußt ist, zu beschützen, sie durch mein eigenes Leid zu trösten, durch meine Theilnahme an ihrem Schmerz zu erfreuen und durch unser beiderseitiges Unglück unsere Liebe nur noch wachsen zu sehen. Allerdings genießen Tugend und Liebe dieses bittersüße Glück. Allein sie ist nicht mehr, und Dir bleibt nur noch das, was sie nach Dir am meisten liebte, ihre und deine Mutter, die dein untröstlicher Schmerz in's Grab stürzen wird. Setze dein Glück darein, sie zu unterstützen, wie sie selbst gethan haben würde. Mein Sohn, Wohlthun ist das Glück der Tugend; es gibt kein sichereres und größeres auf Erden. Die Entwürfe zu Vergnügungen, zur Ruhe, zu Genüssen, zu Reichthum und Ehre taugen nicht für den Menschen, den schwachen vorübergehenden Pilger; Du siehst, wie ein einziger Schritt zum Glück uns Alle von einem Abgrund zum andern gestürzt hat! Es ist wahr, Du hast Dich damals widersetzt; aber wer hätte nicht geglaubt, daß Virginiens Reise mit ihrem und deinem Glücke endigen würde? Die Einladungen einer reichen schon bejahrten Verwandten, der Rath eines einsichtsvollen Gouverneurs, der Beifall einer ganzen Colonie, die Ermahnungen, ja Befehle eines Priesters haben Virginiens Unglück entschieden. So gehen wir oft getäuscht durch die Klugheit Derer, die uns leiten, dem Verderben entgegen. Es wäre freilich besser gewesen, ihnen nicht zu glauben und der Stimme und den Lockungen einer trügerischen Welt zu mißtrauen; aber von all den Menschen, die wir hier in der Ebene beschäftigt sehen, von vielen tausend andern, die ihr Glück in Indien suchen, oder denen, die, ohne ihre Heimath zu verlassen, sich der Arbeiten der Letzteren ruhig in Europa erfreuen, ist nicht Einer, der nicht über kurz oder lang das Liebste, was er hat, sey es nun Reichthum oder Macht, Gatten, Kinder oder Freunde, verlieren wird. Die Meisten werden bei ihrem Verluste noch das nagende Bewußten der eigenen Schuld haben. Du aber kannst Dir nichts vorwerfen, wenn Du dein Inneres prüfst. Du bist deinem Worte getreu gewesen; in der Blüthe deiner Jugend hast Du die Klugheit eines gesetzten Mannes gezeigt und Dich niemals vom Wege der Natur entfernt. Deine Absichten waren rechtmäßig, denn sie waren rein, aufrichtig, uneigennützig, und Du hattest an Virginie heilige Ansprüche, die durch keinen Reichthum aufgewogen werden können. Du hast sie verloren, und daran ist weder deine Unklugheit, noch deine Habsucht, noch deine falsche Weisheit Schuld; Gott selbst hat die Leidenschaften Anderer dazu angewendet, Dir den Gegenstand deiner Liebe zu entreißen; der Gott, von dem Du Alles hast, der Alles sieht, was Dir gut ist, und dessen Weisheit Dir keine Veranlassung zur Reue und Verzweiflung gibt, die nur dem selbstverschuldeten Unglück auf dem Fuße folgen.

Vor allen Menschen und vor Dir selbst kannst Du kühn behaupten, daß Du dein Unglück nicht verdient hast. Ist es also Virginiens Schicksal, ihr Tod, ihr gegenwärtiger Zustand, was Du beklagst? Sie hat sich dem Loos unterwerfen müssen, das der hohen Geburt, der Schönheit, ja ganzen Reichen beschieden ist. Das Leben des Menschen mit allen seinen Planen erhebt sich wie ein kleiner Thurm, dessen Spitze der Tod ist. Als sie geboren wurde, war sie schon verurtheilt, zu sterben. Wohl ihr, daß sie die Bande des Lebens vor ihrer Mutter, vor der deinigen und vor Dir abgestreift hat, d. h. daß sie nicht mehrere Male gestorben ist!

Laß Dich überzeugen, mein Sohn, daß der Tod für alle Menschen ein Glück ist; er ist die Nacht nach dem unruhigen Tage, welchen man Leben nennt. Im Schlafe des Todes enden auf immer all die Krankheiten, die Schmerzen, die Bekümmernisse und die Befürchtungen, von denen die unglücklichen Lebenden unaufhörlich beunruhigt werden. Betrachte einmal die Menschen, die man für die glücklichsten hält; Du wirst sehen, daß sie ihr angebliches Glück sehr theuer erkaufen mußten: öffentliches Ansehen mit häuslichem Elend, Reichthum mit dem Verluste der Gesundheit, das so seltene Glück, geliebt zu werden, mit unaufhörlichen Opfern: und gar oft sehen sie am Ende eines fremden Interessen aufgeopferten Lebens nur falsche Freunde und undankbare Verwandte um sich. Virginie dagegen war bis zu ihrem letzten Augenblicke glücklich. Sie war es bei uns durch die Schätze, die sie in der Natur, in der Ferne durch die, welche sie in ihrer Tugend fand; ja selbst in dem furchtbaren Augenblicke, da wir sie untergehen sahen, war sie noch glücklich; denn sie mochte ihre Augen auf die ganze Colonie werfen, die durch ihr Schicksal in allgemeine Trauer versetzt wurde, oder auf Dich, der Du ihr so unerschrocken zu Hülfe eiltest, sie konnte nur sehen, wie theuer sie uns Allen war. Durch die Erinnerung an die Schuldlosigkeit ihres Lebens hat sie sich gegen die Zukunft gestärkt, und damals hat sie den Lohn empfangen, den Gott für die Tugend bestimmt, einen Muth, der die Gefahr überbietet. Sie hat dem Tode ein heiteres Gesicht gezeigt.

Mein Sohn, Gott legt der Tugend zuweilen Lasten und Leiden auf, damit sie zeigen kann, daß sie im Stande ist, in denselben ihr Glück und ihre Ehre zu finden. Will er ihr einen glänzenden Ruhm verleihen, so stellt er sie auf einen erhabenen Standpunkt und läßt sie mit dem Tode kämpfen; ihr Muth dient dann für Tausende zum Muster, und der Erinnerung an ihr Unglück weiht noch die späteste Nachwelt den Zoll ihrer Thränen. Dieses unvergängliche Denkmal ist ihr auf einer Erde vergönnt, wo Alles vergeht und wo selbst das Andenken der meisten Könige bald in ewige Vergessenheit begraben wird.

Aber Virginiens Dasein dauert fort. Mein Sohn, Du siehst, wie Alles auf der Welt sich verändert und doch nichts ganz vergeht. Keine menschliche Kunst ist im Stande, das kleinste Atom zu vernichten, und das, was vernunftbegabt, voll Gefühl, liebend, tugendhaft und fromm war, sollte untergehen können, wenn selbst die Elemente, aus denen es bestand, unzerstörbar sind? Ach! wenn Virginie bei uns glücklich war, so ist sie es jetzt noch weit mehr. Es ist ein Gott, mein Sohn: die ganze Natur verkündet es; ich habe nicht nöthig, es Dir zu beweisen. Nur aus Bosheit leugnen die Menschen manchmal eine Gerechtigkeit, die sie fürchten. Das Bewußtsein dieses Gottes lebt in deinem Herzen, wie seine Werke vor deinen Augen. Glaubst Du denn, er werde Virginien unbelohnt lassen? glaubst Du, daß dieselbe Macht, die diese edle Seele mit einer so schönen Form bekleidet hat, in welcher Du das Göttliche ahnest, sie nicht hätte aus den Wellen retten können? daß Derjenige, der das gegenwärtige Glück der Menschen durch Gesetze, die Du nicht kennst, bestimmt hat, Virginien nicht ein anderes bereiten kann durch Gesetze, die Dir ebenfalls unbekannt sind? Wenn wir, als wir noch ein Nichts waren, hätten denken können, wäre es uns wohl möglich gewesen, uns einen Begriff von unserm gegenwärtigen Seyn zu machen? Und jetzt, da wir in diesem dunkelumhüllten und flüchtigen Leben sind, wie können wir da schon vorhersehen, was jenseits des Grabes ist und wie es uns dort ergehen wird? Bedarf Gott, wie ein Mensch, dieser kleinen Erdkugel, um einen Schauplatz seiner Weisheit und Güte zu haben, und konnte er das Leben der Menschen nur in den Gefilden des Todes fortpflanzen? Im ganzen Ocean ist kein Tropfen, der nicht voll lebendiger Wesen wäre, die auf uns Bezug haben, und nur für uns sollte unter den zahllosen Gestirnen, die über unsern Häuptern rollen, nichts vorhanden seyn? Wie! es sollte keine höchste Weisheit und göttliche Güte geben, außer da, wo wir sind, und in jenen unzähligen strahlenden Sternen, in den unendlichen Gefilden des Lichts, die sie umgeben, und die kein Sturm und keine Nacht je verdunkelt, wäre nichts als ein leerer Raum und ein ewiges Nichts! Wenn wir, die wir uns selbst nichts gegeben haben, uns unterfangen, der Macht, der wir Alles verdanken, Schranken beizumessen, so können wir glauben, daß wir hier auf der Gränze ihres Reiches sind, wo das Leben mit dem Tode und die Unschuld mit der Unterdrückung ringt.

Sonder Zweifel gibt es irgendwo einen Ort, wo die Tugend ihren Lohn empfängt. Virginie ist jetzt glücklich. Ach, wenn sie sich Dir aus der Wohnung der Engel mittheilen könnte, so würde sie, wie beim Abschiede, zu Dir sagen: O  Paul, das Leben ist nur eine Prüfung. Ich bin den Gesetzen der Natur, der Liebe und der Tugend treu befunden worden. Ich habe das Meer durchschifft aus Gehorsam gegen die Meinigen. Ich habe dem Reichthum entsagt, um mein Wort zu halten; ich habe lieber sterben, als die Schamhaftigkeit verletzen wollen. Der Himmel hat meine Bestimmung erfüllt gefunden. Ich bin jetzt auf ewig der Armuth, der Verleumdung, den Stürmen und dem Anblick fremder Leiden entrückt. Von nun an kann mich keines der Uebel mehr erreichen, welche die Menschen erschrecken, und Du beklagst mich! Ich bin rein und unveränderlich, als ein Theil des ewigen Lichts, und Du rufst mich in die Nacht des Lebens zurück! O  Paul, o mein Freund! erinnere Dich jener Tage des Glücks, wo wir das Entzücken der Seligen genossen, wenn sich am frühen Morgen die Sonne erhob und mit ihren Strahlen die Gipfel dieser Felsen und Wälder vergoldete. Wir waren berauscht von einem Glück, dessen Ursache wir nicht begreifen konnten. In unserer Unschuld wünschten wir ganz Auge zu seyn, um die reichen Farben der Morgenröthe zu genießen; ganz Geruch, um die süßen Düfte unserer Pflanzen einzusaugen; ganz Ohr, um die Concerte unserer Vögel zu hören; ganz Herz, um alle diese Wohlthaten zu erkennen. Jetzt an der Quelle der Schönheit, der Alles entströmt, was die Erde Liebliches hat, sieht, empfindet, hört und berührt meine Seele unmittelbar, was sie damals nur durch schwache Organe inne werden konnte. Ach, welche Sprache vermöchte die Ufer des ewigen Morgens zu beschreiben, die ich jetzt auf immer bewohne! Alles, was eine unendliche Macht und eine himmlische Güte zum Trost unglücklicher Wesen erschaffen konnte, alle Harmonie, welche die Freundschaft zahlloser, gleich mir glückseliger Wesen in unser gemeinschaftliches Entzücken bringen kann, genießen wir jetzt ohne Störung. So halte denn aus in der Prüfung, die Dir auferlegt ist, damit Du einst das Glück deiner Virginie durch eine Liebe vermehrst, die nie enden, durch eine Hochzeit, deren Fackeln nie erlöschen werden. Hier werde ich deine Schmerzen stillen; hier werde ich deine Thränen trocknen. O mein Freund, mein junger Gatte! Erhebe deine Seele zum Unendlichen, um die Schmerzen eines Augenblicks zu ertragen.«

Meine eigene Rührung ließ mich nicht weiter sprechen. Paul sah mich starr an, dann rief er: »Sie ist nicht mehr, sie ist nicht mehr.« und eine lange Ohnmacht folgte auf diesen Schmerzensruf. Endlich, als er wieder zu sich kam, sagte er: »Da der Tod ein Gut und Virginie glücklich ist, so will ich auch sterben, um mich mit Virginien wieder zu vereinigen.« So waren also meine Tröstungen nur neue Nahrung für seine Verzweiflung. Ich glich einem Menschen, der seinen Freund retten möchte, welcher im Begriff ist, mitten in einem Flusse unterzusinken, und nicht schwimmen will. Der Schmerz hatte ihn umflutet. Ach, die Unglücksfälle der ersten Jugend bereiten den Menschen auf den Eintritt in's Leben vor, und Paul hatte nie deren erfahren.

Ich brachte ihn in die Wohnung zurück. Hier fand ich seine Mutter und Frau von Latour in einem Zustand von Schwäche, der sich indeß sehr verschlimmert hatte. Margarethe war am meisten niedergeschlagen. Die lebhaften Charaktere, an denen unbedeutendere Leiden nur vorübergleiten, können großem Kummer am wenigsten widerstehen.

Sie sagte zu mir: »Ach, mein lieber Nachbar, heute Nacht war es mir, als sähe ich Virginie in weißem Kleide unter köstlichen Hecken und Bäumen. Ich genieße ein beneidenswertes Glück, sagte sie zu mir. Dann ging sie freundlich auf Paul zu und nahm ihn mit sich fort. Als ich mich bestrebte, meinen Sohn zurückzuhalten, fühlte ich, daß ich selbst der Erde entrückt wurde und ihm mit unbeschreiblicher Freude folgte. Nun wollte ich meiner Freundin Lebewohl sagen, aber ich sah sogleich, daß sie mir mit Marie und Domingo folgte. Das Wunderbarste dabei ist, daß Frau von Latour dieselbe Nacht einen ganz ähnlichen Traum gehabt hat.«

Ich antwortete ihr: »Meine Freundin, ich glaube, daß nichts in der Welt ohne Zulassung Gottes geschieht; die Träume verkünden manchmal die Wahrheit.«

Mit vieler Rührung erzählte mir nun Frau von Latour ihren Traum von derselben Nacht, der diesem fast ganz gleich war. Ich hatte bei den beiden Frauen nie einen Hang zum Aberglauben wahrgenommen: um so mehr überraschte mich diese Uebereinstimmung in ihrem Traume, und ich zweifelte nicht daran, daß er in Erfüllung gehen würde. Der Glaube, daß sich die Wahrheit zuweilen im Schlafe vorher ankündigt, findet sich bei allen Völkern der Erde. Die größten Männer des Alterthums waren dieser Ansicht, unter Andern Alexander, Cäsar, die Scipionen, die beiden Cato und Brutus, die gewiß keine Schwachköpfe waren. Das alte und das neue Testament liefert eine Menge Beispiele von Träumen, die in Erfüllung gingen. Was mich betrifft, so berufe ich mich in dieser Beziehung nur auf meine eigene Erfahrung: ich habe mich mehr als einmal überzeugt, daß die Träume Winke sind, welche uns irgend ein befreundeter Genius ertheilt. Unmöglich aber ist es, Sachen, welche über den Bereich der menschlichen Vernunft hinausgehen, mit Vernunftgründen bestreiten oder vertheidigen zu wollen; wenn übrigens die Vernunft des Menschen nur ein Abglanz der göttlichen ist, und der Mensch durch geheime und verborgene Mittel seine Absichten bis an's Ende der Welt gelangen lassen kann, warum sollte dann der Geist, der das Weltall beherrscht, nicht ähnliche Mittel zu demselben Zwecke anwenden? Ein Freund tröstet einen Freund durch einen Brief, der eine Menge Länder durchziehen, mitten durch feindliche Nationen seinen Weg machen muß, und einem Einzigen Freude und Hoffnung bringt: warum sollte der höchste Beschützer der Unschuld nicht durch geheime Wege einer tugendhaften Seele zu Hülfe kommen, die ihr Vertrauen einzig und allein auf ihn setzt? Bedarf er eines äußeren Zeichens zur Erfüllung seines Willens, Er, der in allen seinen Werken unaufhörlich von innen wirksam ist?

Warum also an Träumen zweifeln? Was ist denn das Leben mit seinen vorübergehenden und eiteln Planen anders, als ein Traum?

Wie dem aber auch seyn möge, der meiner unglücklichen Freundinnen erfüllte sich bald. Paul starb zwei Monate nach dem Verluste seiner theuren Virginie, deren Namen er unaufhörlich im Munde führte, Margarethe sah acht Tage nach dem Tode ihres Sohnes mit einer Freudigkeit, die nur tugendhaften Herzen gewährt ist, ihr Ende nahen. Sie nahm rührenden Abschied von Frau von Latour, in der Hoffnung, sagte sie, einer freudigen und ewigen Wiedervereinigung. »Der Tod,« setzte sie hinzu, »ist das größte und wünschenswerteste aller Güter. Wenn das Leben eine Strafe ist, so muß man ihr Ende wünschen: ist es eine Prüfung, so muß man bitten, daß sie kurz sey.«

Die Regierung sorgte für Domingo und Marie, die nicht mehr im Stande waren, zu dienen und ihre Gebieterin nicht lange überlebten. Der arme Fidel starb fast zu gleicher Zeit mit seinem Herrn an Altersschwäche.

Ich nahm Frau von Latour zu mir, die sich nach so vielfachen schrecklichen Verlusten mit einer unglaublichen Seelengröße aufrecht erhielt. Sie hatte Paul und Margarethen bis zum letzten Augenblicke getröstet, gleich als hätte sie nur fremdes Unglück tragen zu helfen. Als sie hinübergegangen waren, sprach sie mit mir täglich von ihnen, wie von geliebten Freunden, die in der Nachbarschaft lebten. Gleichwohl überlebte sie dieselben nur um einen Monat. Statt ihrer Tante wegen all dieses Unheils zu grollen, bat sie Gott, ihr zu verzeihen und sie von der schrecklichen Geisteszerrüttung zu erlösen, in welche sie, wie wir erfuhren, unmittelbar, nachdem sie Virginien auf so unmenschliche Art fortgeschickt hatte, verfallen war.

Diese unnatürliche Verwandte ertrug übrigens die Strafe ihrer Grausamkeit nicht lange. Ich erfuhr durch mehrere Schiffe, daß sie von Anfällen heimgesucht wurde, die ihr das Leben und den Tod gleich unerträglich machten. Bald warf sie sich den frühen Tod ihrer liebenswürdigen Nichte und den daraus erfolgten ihrer Mutter vor. Bald freute sie sich wieder, daß sie zwei elende Personen von sich gestoßen, die, wie sie sagte, durch die Niederträchtigkeit ihrer Neigungen die ganze Familie entehrt hatten. Manchmal gerieth sie bei dem Anblick der vielen Unglücklichen, von denen Paris überfüllt ist, in Wuth und rief: »Warum schickt man diese Taugenichtse nicht in unsere Colonien, damit sie dort zu Grunde gehen?« Sie behauptete, die von allen Völkern als wahr angenommenen Ideen von Menschlichkeit, Tugend und Religion seyen nur Erfindungen der Politik ihrer Fürsten. Dann aber gerieth sie wieder auf das entgegengesetzte Extrem und quälte sich mit abergläubischen Schreckbildern, die sie mit gräßlicher Angst erfüllten. Sie brachte reichen Mönchen, die ihre Gewissensräthe waren, große Geschenke und flehte sie an, die Gottheit durch das Opfer ihres Reichthums zu versöhnen; gleich, als ob Wohlthaten, die sie den Unglücklichen versagt hatte, dem Vater der Menschen gefallen könnten. Oft erblickte sie in ihrer Einbildung in Flammen stehende Felder und feurige Berge, in denen scheußliche Gespenste umherirrten und mit lautem Geschrei ihren Namen riefen. Dann warf sie sich ihren Gewissensräthen zu Füßen und ersann sich selbst Martern und Strafen; denn der Himmel, der gerechte Himmel schickt grausamen Seelen entsetzliche Religionen.

Auf diese Art brachte sie mehrere Jahre zu, bald Atheistin, bald abergläubische Frömmlerin, und fürchtete den Tod eben so sehr, wie das Leben. Was aber das Ende dieses beklagenswerten Daseyns herbeiführte, war derselbe Grund, dem sie die Gefühle der Natur geopfert hatte. Sie hatte den Verdruß, sehen zu müssen, daß ihr Vermögen nach ihrem Tode Verwandten anheim fallen sollte, welche sie haßte. Deßhalb suchte sie ihnen den größten Theil desselben zu entziehen; diese aber benützten die Anfälle von Geisteszerrüttung, an denen sie litt, ließen sie als verrückt einsperren und ihr Vermögen gerichtlich verwalten. So vollendete ihr Reichthum ihr Verderben, und wie er das Herz seiner Beschützerin verhärtet hatte, so verhärtete er nun auch die Herzen derer, die ihn wünschten. So starb sie, und was ihrem Unglück die Krone aufsetzte, sie starb mit dem Bewußtseyn, daß sie von denselben Personen, deren Meinungen ihr die Richtschnur ihres ganzen Lebens gewesen waren, ausgeplündert und verachtet wurde.

Neben Virginien, unter dieselben Gebüsche, wurde ihr Freund Paul beigesetzt, und um dieses Doppelgrab ihre Mutter nebst ihren treuen Dienern. Kein Marmorstein schmückt diese niedern Hügel, keine Inschrift preist die Tugenden der hier Ruhenden; aber ihr Andenken ist in dem Herzen derer, denen sie Gutes gethan, unverlöschlich geblieben. Ihre Schatten bedürfen keineswegs des Glanzes, den sie im Leben mieden; aber wenn sie sich noch jetzt für das, was auf Erden vorgeht, interessiren, so schweifen sie gewiß gerne unter jenen Strohdächern herum, worin Tugend und Arbeitsamkeit wohnt, und trösten die unzufriedene Armuth dadurch, daß sie in den jungen Liebenden eine dauernde Flamme, den Geschmack für die reinen Gaben der Natur, die Liebe zur Arbeit und die Scheu vor dem Reichthum unterhalten.

Die Stimme des Volks, die bei den Monumenten, welche man dem Glanz der Könige errichtet, schweigt, hat einigen Theilen dieser Insel Namen gegeben, die das Schicksal Virginiens verewigen werden. Nahe bei der Insel Ambra, mitten unter Klippen, ist ein Ort, den man die Durchfahrt des St. Geran nennt, vom Namen des Schiffes, mit dem sie aus Europa zurückkehrte. Der äußerste Theil jener langen Erdzunge, welche Sie drei Meilen von hier erblicken, und die halb von den Wellen des Meeres bedeckt ist, welche das Schiff den Tag vor dem Sturme nicht umsegeln konnte, um in den Hafen zu gelangen, heißt das unglückliche Vorgebirge, und gerade vor uns am Ausgange dieses Thales erblicken Sie die Grabesbucht, wo Virginie im Sande begraben gefunden wurde, gleich als hätte das Meer ihre Leiche den Ihrigen bringen und dadurch ihrer Schamhaftigkeit die letzte Ehre erweisen wollen, auf demselben Ufer, das sie durch ihre Unschuld geehrt hatte.

Ihr jungen Leute, die ihr so innig vereinigt waret! Unglückliche Mütter! Theure Familie! Die Wälder, die euch ihren Schatten gaben, diese Quellen, die für euch flossen, diese Hügel, auf denen ihr beisammen ausruhtet, betrauern noch jetzt euern Verlust. Niemand hat nach euch gewagt, diesen nunmehr wüsten Boden zu bebauen und diese niedern Hütten wieder aufzurichten. Eure Ziegen sind wild geworden, eure Pflanzungen sind zerstört, eure Vögel sind entflohen und man hört nur noch das Geschrei der Sperber, die um die Gipfel dieser Felsen flattern. Ich aber bin, seit ich euch nicht mehr sehe, wie ein Freund, der keine Freunde mehr hat, wie ein Vater, der seine Kinder verloren, wie ein Reisender, der auf der Erde umherirrt, wo er allein übrig geblieben ist.

Ehe er die letzten Worte vollendet, entfernte sich der gute Alte mit Thränen in den Augen; die meinigen waren während dieser traurigen Erzählung mehr als einmal geflossen.

 

 

 

 

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