Projekt Gutenberg

Textsuche bei Gutenberg-DE:
Autoren A-Z: A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z | Alle
Gutenberg > Paul Gerhardt >

Paul Gerhardts sämtliche Lieder

Paul Gerhardt: Paul Gerhardts sämtliche Lieder - Kapitel 6
Quellenangabe
typepoem
authorPaul Gerhardt
titlePaul Gerhardts sämtliche Lieder
publisherVerlag und Druck von Johannes Herrmann
year1906
correctorJosef Muehlgassner
senderwww.gaga.net
created20131117
projectid972b9fe1
wgs
Schließen

Navigation:

4. Fröhlich soll mein Herze springen.

Mel.: Warum sollt ich mich denn grämen.

1. Fröhlich soll mein Herze springen
Dieser Zeit,
Da vor Freud
Alle Engel singen.
Hört, hört, wie mit vollen Choren
Alle Luft
Laute ruft:
Christus ist geboren.

2. Heute geht aus seiner Kammer
Gottes Held,
Der die Welt
Reißt aus allem Jammer.
Gott wird Mensch, dir, Mensch, zugute,
Gottes Kind,
Das verbindt
Sich mit unserm Blute.

3. Sollt uns Gott nun können hassen,
Der uns gibt,
Was Er liebt
Ueber alle Maßen?
Gott gibt, unserm Leid zu wehren,
Seinen Sohn
Aus dem Thron
Seiner Macht und Ehren.

4. Sollte von uns sein gekehret,
Der sein Reich
Und zugleich
Sich uns selbst verehret?
Sollt uns Gottes Sohn nicht lieben,
Der jetzt kömmt,
Von uns nimmt,
Was uns will betrüben?

5. Hätte vor dem Menschenorden
Unser Heil
Einen Greul,
Wär Er nicht Mensch worden.
Hätt Er Lust zu unserm Schaden,
Ei, so würd
Unsre Bürd
Er nicht auf sich laden.

6. Er nimmt auf sich, was auf Erden
Wir getan,
Gibt sich an,
Unser Lamm zu werden.
Unser Lamm, das für uns stirbet,
Und bei Gott
Für den Tod
Heil und Fried erwirbet.

7. Nun, Er liegt in seiner Krippen,
Ruft zu sich
Mich und dich,
Spricht mit süßen Lippen:
Lasset fahrn, o lieben Brüder,
Was euch quält,
Was euch fehlt,
Ich bring alles wieder.

8. Ei, so kommt und laßt uns laufen,
Stellt euch ein
Groß und klein,
Kommt mit großen Haufen.
Liebt den, der vor Liebe brennet,
Schaut den Stern,
Der uns gern
Licht und Labsal gönnet.

9. Die ihr schwebt in großen Leiden,
Sehet, hier
Ist die Tür
Zu den wahren Freuden.
Faßt ihn wohl, Er wird euch führen
An den Ort,
Da hinfort
Euch kein Kreuz wird rühren.

10. Wer sich findt beschwert im Herzen,
Wer empfindt
Seine Sünd
Und Gewissensschmerzen,
Sei getrost! hier wird gefunden,
Der in Eil
Machet heil
Die vergift'ten Wunden.

11. Die ihr arm seid und elende,
Kommt herbei,
Füllet frei
Eures Glaubens Hände.
Hier sind alle guten Gaben,
Und das Gold,
Da ihr sollt
Euer Herz mit laben.

12. Süßes Heil, laß dich umfangen,
Laß mich dir,
Meine Zier,
Unverrückt anhangen.
Du bist meines Lebens Leben;
Nun kann ich
Mich durch dich
Wohl zufrieden geben.

13. Meine Schuld kann mich nicht drücken,
Denn du hast
Meine Last
All auf deinem Rücken.
Kein Fleck ist an mir zu finden,
Ich bin gar
Rein und klar
Aller meiner Sünden.

14. Ich bin rein um deinetwillen,
Du gibst gnug
Ehr und Schmuck,
Mich drin einzuhüllen.
Ich will dich ins Herze schließen;
O mein Ruhm,
Edle Blum,
Laß dich recht genießen.

15. Ich will dich mit Fleiß bewahren,
Ich will dir
Leben hier,
Dir will ich abfahren.
Mit dir will ich endlich schweben
Voller Freud
Ohne Zeit
Dort im andern Leben.

 << Kapitel 5  Kapitel 7 >> 






TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.