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Panter, Tiger und andere

Kurt Tucholsky: Panter, Tiger und andere - Kapitel 11
Quellenangabe
typefiction
authorKurt Tucholsky
titlePanter, Tiger und andere
publisherVolk und Welt, Berlin
printrun1. Auflage
editorFritz J. Raddatz
year1957
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20060606
projectid76d2ed72
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Heinrich Zille

Zweeter Uffjang, vierta Hof
wohnen deine Leute;
Kinder quieken: »Na, so dof!«
jestern, morjn, heute.
Liebe, Krach, Jeburt und Schiß ...
Du hast jesacht, wies is.


Kleene Jöhren mit Pipi
un vabogne Fieße;
Tanz mit durchjedrickte Knie,
er sacht: »Meine Sieße!«
Stank und Stunk, Berliner Schmiß ...
Du hast jesacht, wies is.


Jrimmich wahste eijntlich nich –
mal traurich un mal munta.
Dir war det jahnich lächalich:
»Mutta, schmeiß Stulle runta –!«
Leierkastenmelodien ...
Menschen in Berlin.

Int Alter beinah ein Schenie –
Dein Bleistift! na, von wejn ...!
Janz richtich vastandn ham se dir nie –
die lachtn so übalejn.
Die fanden dir riehrend un komisch zujleich.
Im übrijen: Hoch det Deutsche Reich!

Malen kannste.
Zeichnen kannste.
Witze machen sollste.
Aba Ernst machen dürfste nich.
Du kennst den janzen Kleista –
den ihr Schicksal: Stirb oda friß!
Du wahst ein jroßa Meista.
Du hast jesacht, wies is.

1929

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