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Osmund Werneking

Wilhelm Jensen: Osmund Werneking - Kapitel 3
Quellenangabe
typenovelette
authorWilhelm Jensen
titleOsmund Werneking
seriesAus den Tagen der Hansa
volumeBand 2
publisherH. Haeffel Verlag
printrunSechste bis achte Auflage
correctorreuters@abc.de
secondcorrectorHerbert Niephaus
senderwww.gaga.net
created20070910
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Dergestalt hat der Lauf eines Jahrhunderts die großen Verhältnisse im Norden und ihre Oberlenker umgeändert. In den skandinavischen Reichen steht die Dynastie Waldemars Atterdag, in Holstein diejenige Graf Geerdts des Großen nur mehr auf zwei Augen, beide sind dem Erlöschen verfallen. Gewaltig ausgedehnt dagegen hat sich der Bund der deutschen Hanse. Er ist gleichmäßig in die Breite und die Tiefe gewachsen; von Nowgorod, Dorpat und Riga spannt sich sein Bogen über Danzig, Thorn, Krakau und Breslau bis nach Köln, Gent, Brügge, Antwerpen, Amsterdam hinüber. Südwärts ins Binnenland des Reiches erstreckt sich der Verband ungefähr an eine Mittellinie zwischen den Alpen und der Nord- und Ostsee, fast ausnahmslos gehören die Städte der niederdeutschen Tiefebene, des Harzes und Westfalens der Hanse an. Von Jahr zu Jahr steigert sich dadurch die Unabhängigkeit, in welche die Mitgliedschaft des mächtigen Bundes sie ihren Landesherren gegenüber versetzt. Wo die letztern den Versuch machten, ihren ehemaligen oberherrlichen Rechten wieder volle Geltung zu erringen, begegnen sie den scharfstachlichten Kettengliedern und dem eisernen Willen der Hanse, die keine gemeinsame Unterstützung von Handelsinteressen mehr darstellt, sondern einen festen Zusammenschluß der ganzen städtischen Gemeinwesen zu Schutz und Trutz, Abwehr und Angriff. Weitaus der Mehrzahl nach entrichten die Städte ihren Territorialfürsten nur einzelne Gefälle und Jahresabgaben, im übrigen schalten sie mit völliger Freiheit, halten jenen ihre Tore verschlossen, führen nach eigenem Bedünken Krieg und schließen Frieden. Denn unablässig sind auch jetzt, wie vor einem Jahrhundert, die Fehden allüberall. Fast jammervoller als einer seiner Vorgänger, hat im Jahre 1440 der Habsburger Herzog Friedrich von Österreich als Friedrich IV. den deutschen Kaiserthron bestiegen und hält diesen über ein halbes Jahrhundert wie in nachtwandelnder Schlafsucht inne. Unter seiner Herrschaft teilen sich der Osten, der Süden und Westen, der Osmanensultan, der Papst und der König von Frankreich gleichmäßig in Beutestücke des Deutschen Reiches. Alles in Oberdeutschland ist Mut- und Hülflosigkeit, Vereinzelung und Verwilderung, Schimpf, Not und Verfall, denn die Glieder sind lahm und schläfrig wie das Haupt, das bei jedem neuen Verlust statt der Arme nur Tränen besitzt. Einzig die Hanse steht als Schild und Schwert im Norden des Reiches. Sie ist hundertköpfig, doch von einem gemeinsamen Gehirn regiert, das nach wie vor in den Mauern Lübecks arbeitet. Dort fassen zumeist die ›Hansetage‹ ihre Beschlüsse über wichtige gemeine Angelegenheiten, und jedes Bundesmitglied ist bei Strafe der ›Verhansung‹ zur Nachachtung derselben verpflichtet. Sonst treiben die Städte vielfältig kleine Politik auf eigene Hand, brechen Raubburgen in ihrer Nachbarschaft nieder, schließen Separatbündnisse wider Anmaßung und Habgier dieser und jener weltlicher und geistlicher Herren, wechselnd mit Vorteil und Schaden. Doch erst wo der prüfende Blick von Lübeck aus in dem letztern Gefahr und Bedrohnis für die Gemeinschaft erkennt, tritt die Hanse, gleich der Stimme des Achill im Gedränge um die Leiche des Patroklos, hervor, und es wird still auf dem Kampfplatz. Schwerwuchtig aber vor allem liegt ihre Löwentatze auf den skandinavischen Reichen. Dort hat sie Könige ein- und abgesetzt, sich oberste Handelsprivilegien an allen Häfen mit dem Schwert erzwungen, hält ringshin starke, meerbeherrschende Burgen in ihrem Besitz. Die Zeit beugt sich nur unter die Herrschaft der Gewalt, und mit dieser behauptet die Hanse ihre erkämpften Rechte; doch fraglos geht sie an manchen Orten darüber hinaus und erdrückt mit hochfahrendem Kraftbewußtsein und schrankenloser Gewinnsucht hart und herrisch das Recht anderer.

In einem jedoch hat sich die hoffnungsvolle Voraussicht der Niederschrift Herrn Thedmar Wernerkins getäuscht, daß mit der Enthauptung Klaus Stortebekers, Gödeke Michaels und ihrer Genossen auf dem Grasbrook zu Hamburg das ›gottlose Unwesen‹ der Vitalienbrüder ein Ende gefunden. Allerdings ist ihre zu einem Widerspiel-Bunde der Hanse zusammengeschlossene Kraft von der ›durch die See brausenden bunten Kuh mit ihren starken Hörnern‹, der Hamburger Orlogskogge, gebrochen, und sie wagen keinen offenen Widerstand und Kampf mehr gegen große gewaffnete Schiffe der Seestädte. Aber da und dort bergen sie sich überall in schwer zugänglichen Schlupfwinkeln und Klippenlöchern und brechen bei Nacht und Nebel mit ihren Schnellseglern hervor. Zweimal, in den Jahren 1429 und 1439, haben sie sogar unter ihrem Likedeeler-Hauptmann Bartholomes Voet mit sieben Schiffen an hellichten Tage die Stadt Bergen wieder überfallen, ausgeplündert, das Königs- und Bischofshaus nebst vielen anderen in Flammen gesetzt. Aufs Meer zurückgekehrt, sind sie von beinahe hundert norwegischen Fahrzeugen verfolgt und angegriffen worden, haben indes mit solcher Kriegstüchtigkeit und wildester Tapferkeit gekämpft, daß sie die größten Schiffe ihrer Gegner geentert, selbst bemannt und mit ihnen die übrigen in den Grund gesegelt oder zur Flucht gedrängt. Sie besitzen viele heimliche Begünstiger sogar unter Fürsten und Herren, nicht minder von ihrem Ursprung her in den westlichen Seestädten Wismar und Rostock, und es gibt nicht wenige, die, bedenklich den Kopf schüttelnd, sich des Glaubens nicht entschlagen können, verborgenerweise habe die Mehrzahl der Bundesglieder der gemeinen Hanse selbst ihre Hand dabei im Spiele gehabt, um zugleich gegen den König der skandinavischen Union und gegen die engelländischen Kaufleute in Norwegen einen vernichtenden Streich zu führen und sich zu völliger Alleinherrschaft in Bergen aufzuschwingen. Dann jedoch ist allmählich weniger Kunde von großen Gewalttaten der Vitalienbrüder ergangen, nur von Gotland aus fallen sie noch dann und wann die dänischen Küsten an; um die Mitte des fünften Jahrzehnts scheinen sie verschwunden oder wenigstens ihre Bundesgenossenschaft zum gemeinen frühern Seeräubertum aufgelöst.

Aus solchen Vorgängen aber wird ersichtlich, daß die feste Einigung der Hansestädte sich auch in hochwichtigen Dingen nicht überallhin erstreckt. Sie stehen meistens zusammen, nicht immer; jede verfolgt auch ihre Sonderinteressen, und wo diese ihr an Bedeutsamkeit die Oberhand gewinnen, läßt sie die Politik und den Beschluß des Bundes manchmal außer acht. Offen oder verhohlen weigert sie tatsächlich den Gehorsam; vielfach treten deshalb Verhansungen ein, selbst die ›Hansakönigin‹ Lübeck wird einmal von einer solchen betroffen, wie sie um des Umsturzes ihrer inneren Verfassung willen im ersten Jahrzehnt des fünfzehnten Jahrhundert in des Reiches Acht und Bann geraten. Tausendfältige Nebenzüge, Gegenstrebungen, Hemmnisse und Kreuzungen laufen unablässig in allen Städten zwischen das gemeinsame Handeln der deutschen Hanse hinein. Vor allem verschärft sich fast in jeder gleichmäßig der Gegensatz der vornehmen Kaufmannsgeschlechter und der Gewerkszünfte, führt in blutigen Kämpfen um die städtische Herrschaft zum Sieg der einen oder der andern, hier hat ein aristokratischer, dort ein demokratischer Rat das Regiment an sich gebracht, Fürsten- und Pfaffenintrigen mischen sich hinein, es entspringt daraus Abneigung mancher Bundesstädte gegeneinander, wächst und vereitelt nicht selten die Durchführung einer dem Ganzen förderlichen Politik. Die Machthaber auf den kurulischen Sesseln betrachten die sichere Behauptung ihrer Gewalt als höchstes Ziel, blicken mißtrauisch auf die andere soziale Ordnung der Nachbarstadt. Hin und her wandernde Sendlinge schüren die Volksmeinung gegen die Geschlechter oder die Gewerke; viel Blut fließt im Streit und unter dem Richtbeil. Gebieterisch, als oberste Macht des gesamten Nordens, steht die Dudesche Hanse nach außen da, doch langsam wuchert in ihrem Schooße mehr denn ein Keim des Auseinanderbruches, der Verderbnis auf.

Als Osmund Werneking an jenem Maienmorgen des Jahres 1447 den Travefluß hinabzog, gedachte er nicht, daß seiner Reise noch ein besonderer Aufschub bevorstehen und er sie erst in mannigfach veränderter Weise fortsetzen werde. Zwar wußte er, die Kogge solle über Nacht zu Travemünde vor Anker belassen bleiben, um dort noch Ladung für ihre Bergenfahrt einzunehmen, und als sie das nur aus wenigen Gassen bestehende unscheinbare Städtchen erreicht, begab er sich ans Land und schlenderte bis zum Anbruch der Dämmerung unter dem weit auf die wagrische Bucht hinausblickenden hohen Leuchtfeuerturm am Strande umher. Dann wanderte er zurück, doch der im Taglicht zuvor still daliegende Ort hatte sich nunmehr zu lautester, überraschender Lebendigkeit umgeändert. Er besaß fast ebenso viele Schenken als Häuser, und von allen Schiffen am Ufer, die mit dem nächsten Morgen gen Lübeck hinauftrachteten, strömten die Seeleute zu Hauf in die Bier- und Metstuben hinein. Alle Zungen der Nordküsten Europas klangen durcheinander, zumeist niederdeutsche, dänische und schwedische, doch auch vlämische, engelländische und selbst hispanische mischten sich drein. Es war das nichts Neues und Fremdes für Osmund Werneking, der von Kindheit auf gleiches im Hafen seiner Vaterstadt gehört und gesehen, und er nahm nicht viel Anteil an dem Getriebe um ihn her, sondern saß mit andern Gedanken allein bei seinem Becher herb die Lippen ziehenden deutschen Weines vom Rheinland, den der Schenkwirt ihm als eine besondere Köstlichkeit aufgetischt. Nur allgemach zog das Gebaren mehrerer Matrosen um einen Tisch in halbdunklem Winkel der Stube sein Ohr- und Augenmerk auf sich. Es waren Dänen, und er verstand des Hin- und Hergerede ihrer rauhkehligen jütischen Stimmen nur zur Hälfte, aber sie mußten gute Löhnung im Sack tragen, denn sie tranken, als etwas noch Seltenes und hoch mit Geld Aufgewogenes, farbloses, aus Weinhefen gebranntes ›Lebenswasser‹, wie es bis vor einem halben Menschenalter nur noch in den Apotheken als Arzneimittel wider die Pest zu Kauf gehalten worden. Der starke, von ihnen aus Zinnbechern genossene Trunk wirkte heftig berauschend auf sie, nur einer, der bei der Metkanne saß, erhielt sich nüchterner und tadelte die andern wegen ihrer üppigen Vergeudung. Doch prahlerisch zog der zunächst von ihm Angesprochene etliche dänische Goldgroschen hervor, klimperte sie auf den Tisch und lachte: »Haben wir's nicht dazu, und kriegen wir morgen nicht genug, alles Lebenswasser in Lübeck durch die Gurgel laufen zu lassen? Lystig og liderlig omstunder!« Dem Abmahnenden schien diese Äußerung jedoch in hohem Maße zu mißfallen, er warf einen kurzumlaufenden, spähenden Blick über die andern Gäste der Schenke und tuschelte darauf dem Trunkenen rasch einige Worte ins Ohr, die ihn verstummen und die funkelnden Goldmünzen wieder einstecken ließen. Die Luft in der niedrigen, dicht von Menschen gefüllten Stube war schwülbedrückend, Osmund Werneking stand nach einer Weile auf und verließ das Wirtschaftshaus. Draußen lag tiefdunkle Nacht, doch er fühlte sich noch nicht ermüdet, das gleichmäßige Rauschen der laut durch die Finsternis ans Ufer rollenden Wellen zog ihn an, es mußte, nach den Gestirnen zu schließen, über Mitternacht hinaus sein, als er sich rückwärts begab, das Lager in seiner Kogge aufzusuchen. Nun war's in den Schenken und am Hafendamm ruhig geworden, nur ein Stück abwärts von den übrigen Fahrzeugen schlug ihm im Vorüberkommen noch Stimmenklang ans Ohr. Seeleute waren dort in der Lichtlosigkeit beschäftigt, über einen Brettsteig etwas Schweres auf einen schwarzen Schiffsrumpf hinaufzurollen, Osmund erkannte die rauhen jütischen Kehlen von zuvor aus der Schenkstube, auch diejenige des nüchterner Verbliebenen, der halbgedämpften Tons ingrimmig fluchte: »Vil ji fordrukkne Pindswiin vel holde Snuden!« Ganz ohne Wirkung hatte er jedoch auch nicht dem Met fleißig zugesprochen, denn er schlug aus seiner Verdrossenheit in ein heiseres Auflachen um und gebot nach der andern Seite: »Schüttelt das Faß nicht zu laut, daß der Wein drin nicht gärt und die Raben den Lübeckern nicht ins Ohr krächzen, von welcher Sorte er ist, bis sie ihn kosten!«

Osmund Werneking hatte unbemerkt seinen Schritt angehalten, er hörte das Knacken und Knarren der Bretter unter einem schweren Faß, das oben mit einem kurzen Klirren, doch eigentümlich anders als eiserne Bandeisen am Schiffsdeck aufstieß, dann wälzte sich der trunkene Haufen hinterdrein; von dem Fahrzeug aber schlugen gleich nachher Ruder ins Wasser, und es zog trotz dem tiefen Dunkel langsam die Trave hinauf. Der allein am nächtlich lautlos gewordenen Ufer Zurückgebliebene stand regungslos und blickte in die Richtung des verklingenden Ruderschlags. Er wußte nicht recht, was ihn absonderlich an dem Vorgang betroffen hatte, warum sich ihm auf einmal das Gerede der Jüten, das Blinken der dänischen Goldgroschen, das fremdartige Klirren des Fasses auf dem Schiffsdeck mit dem Gedächtnis an die vornehme Gesellschaft der Herzöge, Grafen und Ritter gestern abend in der Orlogsstube des Ratsweinkellers vermischte, die auf die Ankunft des Königs Christoph von Dänemark warteten. Und plötzlich überkam es Osmund Werneking mit einer undeutlichen, unerklärlichen Beängstigung, daß er hastig auf seine Kogge zueilte, einige der schlafenden Schiffsleute aufweckend, ohne klare Erwiderung auf ihre Fragen sein mitgeführtes Roß sattelte und wenige Minuten nachher durch die Nacht auf dem Landwege gegen Lübeck zurückritt. Erst dann kehrte ihm allmählich die Besinnung, daß er sich grundloser Furcht und einer törichten Handlung zieh. Er sagte sich, das Geklirr, das er vernommen, sei das stetige aller eisernen Tonnenbandreifen gewesen und seine Einbildungskraft noch von der Schrift Dietwald Wernerkins erregt, so daß er, des Halbtraums desselben in der Schenke an der Lübeck-Hamburger Landstraße gedenk, gleichfalls die Stimmen Arges planender Vogelsteller zu hören geglaubt. Aber trotz dieser Beschwichtigung stieg ihm die dunkle, unbezwingliche Angst immer mehr zu Häupten und faßte wie mit Fieberirre seine Sinne, daß er durch die Finsternis weiterjagte, schneller, immer schneller. Ungefähr in der Mitte des Weges mußte er die Trave kreuzen, die Minuten, bis der schlafende Fährmann herankam, bedünkten ihn Stunden, atemverhaltend lauschte er auf und meinte flußabwärts das Geplätscher von Travemünde her nahender Ruder zu vernehmen: er hatte dem verdutzt-sprachlos dreinschauenden Fergen einen Goldgulden zugeworfen, nun schoß er auf dem jenseitigen Ufer weiter. Geisterhaft grau hoben sich im ersten bleichen Frühschimmer die Türme Lübecks vor ihm in den Himmel, sein Pferd keuchte, doch unablässig stieß er ihm die Stacheln ein und hetzte es vorwärts. Er hatte keinen Gedanken, als das Holstentor zu erreichen, sah die beiden Kegelturmspitzen desselben, aber ihm war's, als reite er seit Tagen und es komme nicht näher. Dann aber war er doch, noch immer im falben Morgenlicht, davor und hieb donnernd mit dem Torhammer wider das Eichengebälk. Der Wächter fragte: »Wer seid Ihr und was wollt Ihr? Es ist noch Nacht und nicht Einlaßzeit.« Doch der Reiter stieß atemlos hervor: »Macht offen, wenn Eure Stadt Euch lieb ist! Ich muß zu Herrn Marquart Pleskow. Eurem Bürgermeister!« Es redete so dringliches Verlangen aus Miene und Wort, und der einzelne Mann konnte die Stadt nicht gefährden, daß der Torwart öffnete. »Lasset die Brücke herab und niemand nach mir ein, bis Euch Befehl ergangen, wär' es auch König und Kaiser!« rief Osmund Werneking, gleich einem vom Himmel schießenden Stern fürder sprengend. Er trieb sein unmächtig erschöpftes Pferd schonungslos die steile Holstengasse hinan und weiter zwischen den schlafstillen Häusern durch die Königsstraße entlang. Da brach sein Roß röchelnd und verendend zusammen, er stürzte mit zu Boden, doch raffte er sich im Nu auf, rannte blindlings vor und hämmerte um wenige Herzschläge später mit dem kupfernen Löwenmaulknauf an die ihm tags zuvor gedeutete Haustür des Burgemeisters der Stadt Lübeck. Und wenige Zeit verging, da kam Herr Marquart Pleskow eilig mit ihm auf die Straße zurück, gleich darauf wogten die Glocken der Marienkirche mächtig über die Dächer herab, aus allen Häusern stürzten bewaffnete Bürger mit fragenden Rufen. Zum Travehafen hinab ging's, nach einer Stunde kam, unter Segeln jetzt, die Snigge der jütischen Schiffer, mit Weinfässern beladen. Auf einen Wink Herrn Pleskows ward der Fluß hinter ihr durch schwere Ketten hurtig abgesperrt, er selbst empfing das anlandende Fahrzeug, ergriff eine Axt und hieb kraftvoll eines der Fässer auf. Es lief kein Wein daraus hervor, sondern klirrend rasselten eiserne Waffen aus der Höhlung, und der Burgemeister wandte sich blitzenden Auges zu seinem Nebenmann um: »Trogt Euch bei Gott nicht, Herr Werneking! Die Stadt Lübeck schuldet Euch guten Dank, sprecht selber, womit sie's entgelten mag!« Er ließ die laut über Ungebühr und Schimpf schreiende Bemannung der Snigge fortführen, scharf dazu lachend: »Verspart eure Luft, werdet sie bald zu lauterem Geheul brauchen!« Wie er noch rasch an mehrere Ratsherren der Stadt Gebote ausgeteilt, stieß der Wächter vom nahen Holstentor schallenden Hornruf, und der Burgemeister sprach spottlustigen Mundzuckens: »Sind früh aufgebrochene Gäste drauß, wollen sie empfangen. Geleitet mich, Herr Werneking, habt wohl verdient, solcher Ehre mit teilhaftig zu werden.« Er stieg schnell auf den Söller des Holstentores hinan, da hielt draußen jenseits der Zugbrücke über die Trave König Christoph von Dänemark mit außerordentlich großem, festlich gekleidetem Gefolge hinter sich. Er grüßte hinauf und rief:

»Ich komme zum verheißenen Besuch, Herr Pleskow, machet nicht Umstand, uns mit sonderlichen Ehren zu empfangen! Wir sind frühzeitig ausgeritten und tragen zuvörderst nur Verlangen nach Ausrast in Eurer Burg.«

»Die steht Euch bereitet, Herr König, wie wir auf Euer Schreiben zugesagt,« entgegnete der Burgemeister mit ehrerbietiger Verneigung, »ist uns aber leid, daß sie nicht Raum genug besitzt, für so viele hochansehnliche Gäste, um sie nach Stand und Würden drin aufzunehmen. Dürfen unsere Stadt nicht verunehren, daß sie drin mit zu geringer Herberge fürlieb halten müßten, denn Ihr wisset, unsere Häuser sind schon reichlich mit vornehmer Einkehr bedacht. Wollet uns drum nicht verübeln, Herr König, daß wir Euch geziemend bitten, ohn' Eure Gefolgschaft unser Gast zu sein. Ihr wisset auch, daß Ihr derselbigen bei uns nicht bedürftig seid, da wir Frieden und Freundschaft selbander haben.«

Herr Marquart Pleskow hatte es artig, doch mit sicher-stolzem Behagen wie ein Fürst zum andern geredet. König Christoph aber runzelte die Brauen und erwiderte:

»Was beheißt Euer Wort, Herr Pleskow? Seid Ihr ungastlich geworden zu Lübeck? Sorget nicht als Kaufmann, daß unsere Säckel zu leer an Gold sind und Euch Schaden bereiten.«

Höflich gab der Burgemeister zur Antwort: »Solches Rufes steht Lübeck wohl nicht, Herr König, wir wissen auch, daß Ihr Tonnen voll edlen Metalls in unsere Stadt vorausentsandt, um unsern Bürgern jegliche Unkosten vollauf zu vergüten. Denket nicht anderes, als was ich zuvor gesprochen, daß wir sorgen, Euer Königliches Geleit möchte nicht mit gutem Andenken von unserer Stadt scheiden.«

Sichtbar mit Mühe verhielt König Christoph ingrimmigen Ärger und entgegnete:

»So weigert Ihr mir die Zusammenkunft mit meinen Sippen bei Euch? Denn Ihr werdet nicht glauben, daß ich sonder Gefolg, einem Wegritter gleich, in Eure Stadt einreite.«

Lächelnden Mundes erwiderte Herr Marquart Pleskow artig:

»Solchen Glauben habe ich im voraus gehabt, Herr König, und Sorge getragen, daß Ihr nicht gleich einem Wegritter, wie Ihr's beheißen, zum Gruß Eurer Sippe und Magschaft bei uns einzöget. Das verhüte unsere Freundwilligkeit und gute Eintracht mit Euren Reichen! Habe drum unsere hochedlen Gäste bitten lassen, mit schuldiger Ehrerbietung zu Euch zu kommen, Herr König, um Euch ihren Morgengruß zu bringen.«

Auf einen Wink des Burgemeisters öffnete sich das Holstentor jetzt, und umringt von eisengewappneten Bürgern erschienen die mecklenburgischen, sächsischen und brandenburgischen Herzöge und Grafen, man gewahrte es ihnen an, vom Nachtlager aufgestört, in Hast bekleidet, zum größten Teil noch ungewiß verschlafenen Blicks. Hinter ihnen drein folgte ein langer Zug von Pferden, Dienstmannen und Knechten, der nun unter Vorantritt der ingrimmig schweigsamen Fürsten die niedersinkende Zugbrücke überschritt, welche sich alsbald an den schweren Ketten rasselnd wieder emporhob. Schweigsam auch, nur mit den Zähnen knirschend, stand König Christoph drüben, bis das Gelärm still geworden, dann rief er:

»Man wird Euch Euer ungastliches und unritterliches Tun gedenken, Herr Pleskow, zum Schaden Eurer Stadt, denn es wird mit Fug heißen, Lübeck fürchte sich vor dem Trinkgelag friedlicher Gäste und habe nicht Mut mehr, sie zu herbergen, vielmehr mit Unglimpf von sich zu kehren.«

Doch Herr Marquart Pleskow gab mit ruhiger Würde Antwort:

»Bin kein Ritter, sondern nur unserer Stadt erster Bürger, Herr König, glaube mitnichten, daß solcher Vorwurf heut auf uns fällt. Sorge auch nicht, daß unserer Stadt Mut in Zweifel falle, wäre sie sonst wohl schwerlich der deutschen Hanse Kopf, die man in Euren nordischen Reichen kaum der Zaghaftigkeit schuldigen wird. Wollen aber heut abend gern einen guten Trunk auf Euer Wohl nachholen, Herr König, und auf Fortdauer von Frieden und Freundschaft zwischen Euch und der Gemeinen Hanse, solang der Ratschluß ihres Kopfes es also für gut befindet.«

Gar stolz und mit warnender Drohung hallte der Ruf des Lübecker Bürgers dem wortlos den Rücken wendenden Könige von Dänemark, Schweden und Norwegen nach, der mit seinem glänzenden Zuge von wohl tausend Köpfen finsterblickend gegen die sächsische Stadt Ratzeburg von dannen ritt. Sehr düster und unheimlich aber stach von der heiter lachenden Morgensonne, die auf den Söller des Holstentores gefallen, der salpetertropfende, unterirdische Verliesraum der Lübecker Burg ab, in den sich jetzt Herr Marquart Pleskow mit Osmund Werneking und einem Teil der Ratsherren hinunterbegab. Dort harrten schon bei Fackellicht neben den gebundenen, nackt entkleideten Schiffern der dänischen Snigge die ›Schobanden‹, des Henkermeisters Knechte, und begannen sogleich nach der Ankunft des Burgemeisters die gefangenen Seeleute der ›peinlichen Frage‹ zu unterwerfen. Die Daumen und Zehen wurden ihnen zwischen stumpf zugespitzten Schraubstöcken zusammengepreßt, Arme und Beine mit härenen Schnüren und spanischen Stiefeln gefoltert, endlich ihre Leiber mit Zentnergewichten auf der Leiter gereckt. Doch ungeachtet der ungeheuerlichen Qual verharrten die Gemarterten mit jütischem Trotz und Stumpfsinn in hartnäckigem Schweigen, bissen nur ihre scharfen Zähne blutig durch die Unterlippe und waren zu keinerlei Aussage über den Zweck der Waffen, die man in ihren und auch noch andern, schon vorher in den Hafen gelangten Weinfässern entdeckt, zu bewegen. Ohne mit einer Wimper zu zucken, sahen Marquart Pleskow und die übrigen Ratsherren dem grausigen, von ihnen und der harterbarmungslosen Zeit oft gewahrten Vorgang zu, Osmund Wernekings jungem Herzen aber ward es wind und weh, daß er als der eigentliche Urheber solch schrecklicher Menschenleiden dastand. Schaudernd suchte er vergeblich den Blick abzuwenden, dann bat er den Burgemeister leise, Gebot zum Aufhören zu erlassen, da ihm selber jetzt Zweifel komme, ob er die dänischen Reden der Gefolterten richtig verstanden und diese selber von einem böswilligen Zweck des Inhalts ihrer Fässer gewußt. Doch kalt erwiderte Herr Marquart Pleskow nur: »Es ist des Verrates Recht«, und gab dem Scharfrichter einen Befehl. Eine Holzwanne wurde gebracht und mit bereitgehaltenem siedenden Öl angefüllt, darin die Falschmünzer nach altem lübischen Brauch ›gesotten‹ wurden. »Sie haben auch falsches Metall in unsere Stadt geführt«, sprach der Burgemeister, seine Hand winkte, und die Schobanden ergriffen den am Abend zuvor in der Travemünder Schenke nüchterner verbliebenen Führer der Snigge und tauchten ihn bis an den Hals in den fürchterlichen brodelnden Glutfluß hinunter. Da entfiel ihm vor übermenschlichem Schmerz die Kraft, mit einem Jammergeheul schrie er auf, man solle ihn heraustun, lieber in Gnaden vierteilen oder aufs Rad flechten, er wolle, was er wisse, reden. Und so bekannte er, es sei bei einer Zusammenkunft am ›Wunderblute zu Wilsnack‹ von König Christoph und den übrigen Fürsten abgeredet worden, heut die Stadt Lübeck in ihre Gewalt zu bringen. Mit unbewaffnetem Gefolg, um keinen Argwohn zu regen, hätten sie einreiten wollen, dann aber sich heimlich mit Waffen versehen und zu nachtschlafender Zeit die Bürger überfallen. Es sei aber der Plan nicht gegen Lübeck allein, sondern wider die gesamte Hanse gerichtet worden, daß alle Landesherren so ihre unbotmäßigen Städte unter ihre Gewalt zurückbrächten. Und habe König Christoph, der die List ersonnen, bei der Insel Falster heimlich eine Schiffsflotte und ein Heer gerüstet, um alsbald, wenn das Werk gelungen, an der wendischen Küste damit zu landen. Doch nun sprach Herr Marquart Pleskow mit ernsthafter Miene: »Ihre Aussage ist Lüge, denn wir leben in guter Eintracht mit König Christoph und allen Fürsten. Strafet sie nach dem Recht, daß sie ihren Herrn so übel beleumundet und solcher Arglist geziehen, die Frieden und Freundschaft zwischen der Hanse und den nordischen Reichen stören möchten. Ob Euer Mißverdacht nicht Grund besaß, Herr Werneking, gebühret Eurer Umsicht aber darum nicht minder Dank. Speiset mit mir an meinem Tische zu Mittag, daß ich weiteres mit Euch berede.«

Die Lust an Speise und Trank war Osmund Werneking freilich drunten im Marterverließ der Burg für heute sehr vergangen und es diente ihm auch nicht zu ihrer Wiedererweckung, daß er, bei Tisch im Hause des Burgemeisters sitzend, großen Zulauf draußen und viel Stimmengetöse vom Markt her vernahm, wo die bereits halb zertrümmerten und zerrissenen Gliedmaßen der jütischen Schiffsleute radebreckt, mit dem Rade gebrochen und dann auf dies aufgeflochten wurden. Wenn aber so mit grausam harter Unerbittlichkeit an den niedrigen Werkzeugen eines geplanten bösen Verrates Rache geübt ward, während die Hanse öffentlich Miene beibehielt, als habe nicht dergleichen in der Absicht der fürstlichen Gäste an der Trave gelegen – bei solchem klug handelnden Widerspruch tat der Rat Lübecks doch gegen Osmund Werneking kund, daß er gar deutlich wisse, welcher ungeheuren Gefahr die Stadt und vermutlich die gesamte deutsche Hanse durch die Achtsamkeit des jungen Wismarer Ratsherrnsohnes entgangen sei, und mit dem Dank für so hohes Verdienst nicht karge. Dazu stand noch der Name Dietwald Wernerkins als Urältervaters Osmunds mit großen Ehren und Ansehen im Angedenken der Löwenstadt, und nach wenig Tagen lief ein Geschwader von vier schwer mit zahlreicher Mannschaft gewaffneten und mit vielen Donnerbüchsen ausgerüsteten gewaltigen Orlogsholken die Trave hinab in die Ostsee. Ihre Weisung war, Kundschaft auszuspüren, welcherlei kriegerische Bereitschaft an der Insel Falster von dem verschlagenen Dänenkönig gehalten worden, und, ohne Feindseliges auszuüben, den schwachen Schiffen desselben heilsamen Schreck einzuflößen. Eine der starken Koggen aber war unter den Oberbefehl Osmund Wernekings gesetzt und hatte Auftrag, von den dänischen Küsten weiter nordwärts nach der Stadt Bergen zu segeln, um ihn nach seinem Wunsche dorthin zu bringen. Zugleich jedoch besaß der junge Schiffsführer ein geheimes Vollmachtschreiben, das in seine Hand gab, umsichtig im Kaufhof zu Bergen allen Umstand, über den vielfältige Beschwerde ausgegangen, zu erkunden und zu prüfen, nach seinem Bemessen daran zu bessern und dem Lübecker Rate Bericht darüber abzustatten.

So fuhr Osmund Werneking um vier Tage später zum andern Male gegen Travemünde hinab, unter seltsam umgeänderten Verhältnissen, doch noch mehr hatte die kurze Zwischenzeit ausgereicht, bei ihm selbst eine tiefgehende Wandlung hervorzurufen. Man nahm diese schon äußerlich an den Zügen seines Gesichtes wahr, die von den Erlebnissen der Tage um manches ernsthafter geworden vor sich hinausschauten; in höherm Maße aber noch hatten seine Gedanken die jugendliche Unbesonnenheit und das ungewisse Trachten der hinter ihm liegenden planlosen Zeit von sich gestreift, und rauh angefaßt von einem Stoß des großen, die nordische Welt ruhlos durchkreisenden Wirbelsturmes, um dessen Getöse er sich in der Dankwardstraße zu Wismar wenig bekümmert, war's ihm, als sei er jetzt erst plötzlich über Nacht aus einem törichten Knaben zum Mann erwachsen. Eine beträchtliche Verantwortung war auf ihn gelegt, doch im Bewußtsein, von dunkler Ahnung getrieben Großes vollbracht und sich hohes Verdienst erworben zu haben, fühlte er geistige Befähigung, Kraft und Zuversicht in sich gereift, dem ehrenreichen Vertrauen des Lübecker Rates in seine Einsicht und fördersame Wirksamkeit keine Schande zu bereiten. Verwunderlich hatte es sich gefügt, wie er hier nach einem Jahrhundert gleich seinem Urältervater durch die Gunst des Lübecker Bürgermeisters im Dienste der Löwenstadt gen Norden hinauszog, und deutlicher noch als zuvor empfand er das Erbteil des ritterlich-kühngemuten Blutes Dietwald Wernerkins in sich. Doch lächelnd gedachte er der jungen Unerfahrenheit und leichtgläubigen Zutrauensseligkeit desselben, durch deren Schuld wider sein Wissen und bestes Wollen böses Unheil großgediehen und er selbst nur bitterer Täuschungen teilhaftig geworden. Osmund Werneking hatte bislang keinen Vergleich darüber angestellt, aber er konnte es sich heut sonder eitle Überhebung zusprechen, sein Blick sei von klugbedachten Vätern her scharfsichtiger und besser gegen List und Trug gefeit, als die Augen des damaligen jungen Dienstmannes der Stadt Lübeck.

Als ihr Orlogsgeschwader sich der Inselküste von Falster näherte, duckten sich dort die Fahrzeuge König Christophs wie ein Schwarm von kleinem Gevögel, wenn ein Raubadler am Himmel erscheint, eilig in Uferbuchten und Schlupflöcher zurück, und nichts gab offengelegte Anzeichen eines beabsichtigten tückischen Friedensbruches kund. Drohend hielten die hochbemasteten Koggen sich eine Weile in den dänischen Gewässern, dann wandte diejenige Osmund Wernekings sich an den weißen Kreidefelsen von Mönnsklint vorüber gegen den Sund, während die übrigen, ihrem Auftrag gemäß, nordostwärts Gotland zusteuerten, um dort unter den Seeräubern heilsamen Schrecken zu verbreiten. Im Verlauf der nächsten Monate säuberten sie rundumher den Strand der Insel von zahlreichen Piratenbarken, zerstörten diese und warfen, was sie von der Bemannung lebendig ergreifen konnten, in Ketten geschlagen, in ihre Kielräume hinunter, um sie nach Lübeck mitzuführen und den Schobanden auf dem Marktplatz weidliche Arbeit ›mit der Dielen‹, dem Richtfallbeil, heimzubringen. Doch als sie im Hafen von Wisby selbst, dem festesten Halt der Seeräuber, zu landen trachteten, entrann ihnen von dort bei stürmischem Unwetter die Hauptsnigge derselben, lief tollkühn auf Leben oder Untergang zwischen ihnen durch in die wütige See hinaus und verschwand mit ihrem braunroten Segelwerk uneinholbar westhinüber in Nebel und Meergischt. So wendeten sich die Koggen, obzwar sie wohl wußten, daß hinter ihrem Rücken das Unwesen alsbald aufs neue beginnen werde, zur Trave zurück, denn kaufmännisch sparsame Achtsamkeit ließ keine unnötige Kriegsrüstung für längere Andauer zu. Wie sie abermals an Falster vorüberkamen, war dort nichts mehr von einer dänischen Flotte zu gewahren, König Christoph hatte seine gesammelte Heerschar aufgelöst oder anderswohin gewendet, und keinerlei Gefährdung bedrohte mehr Frieden und Freundschaft zwischen den nordischen Reichen und der deutschen Hanse auf den Wassern der Ostsee.

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