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Organon der Heilkunst

Samuel Hahnemann: Organon der Heilkunst - Kapitel 97
Quellenangabe
typetractate
authorSamuel Hahnemann
titleOrganon der Heilkunst
publisherDresden und Leipzig, in der Arnoldischen Buchhandlung
printrunVierte verbesserte und vermehrte Auflage
year1829
correctorJosef Muehlgassner
senderwww.gaga.net
created20140220
projectid80552ff0
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§ 228. 229. Die Wechselkrankheiten. Die alternirenden.

§. 228.

Eine eigne Betrachtung verdienen noch die Wechselkrankheiten, sowohl diejenigen, welche in bestimmten Zeiten zurückkehren – wie die große Zahl der Wechselfieber und die wechselfieberartig zurückkehrenden, fieberlos scheinenden Beschwerden – als auch diejenigen, worin gewisse Krankheitszustände in unbestimmten Zeiten mit Krankheitszuständen andrer Art abwechseln.

§. 229.

Diese letztern, alternirenden Krankheiten sind ebenfalls sehr vielfach Es können zwei- und dreierlei Zustände mit einander abwechseln. Es können z. B. bei zwiefachen Wechselzuständen gewisse Schmerzen unabgesetzt in den Füßen u. s. w. erscheinen, sobald eine Art Augen-Entzündung sich legt, welche dann wieder empor kommt, sobald der Gliederschmerz vor der Hand vergangen ist – es können Zuckungen und Krämpfe mit irgend einem andern Leiden des Körpers oder eines seiner Theile unmittelbar abwechseln – es können aber auch bei dreifachen Wechsel-Zuständen in einer alltägigen Kränklichkeit schnell Perioden von scheinbar erhöheter Gesundheit und einer gespannten Erhöhung der Geistes- und Körperkräfte (eine übertriebne Lustigkeit, eine allzu regsame Lebhaftigkeit des Körpers, Ueberfülle von Wohlbehagen, übermäßiger Appetit u. s. w.) eintreten, worauf dann, eben so unerwartet, düstre, melancholische Laune, unerträgliche, hypochondrische Gemüths-Verstimmung mit Störung mehrer Lebens-Verrichtungen in Verdauung, Schlaf u. s. w. erscheint, die dann wiederum, eben so plötzlich, dem gemäßigten Uebelbefinden der gewöhnlichen Zeiten Platz macht, und so mehre und mannigfache Wechselzustände. Oft ist keine Spur des vorigen Zustandes mehr zu merken, wann der neue eintritt. In andern Fällen sind nur wenige Spuren des vorhergegangenen Wechsel-Zustandes mehr da, wann der neue eintritt; es bleibt wenig von den Symptomen des ersten Zustandes bei der Entstehung und Fortdauer des zweiten übrig. Zuweilen sind die krankhaften Wechsel-Zustände ihrer Natur nach einander völlig entgegengesetzt, wie z. B. Melancholie mit lustigem Wahnsinn in Perioden abwechselnd., geboren aber sämmtlich unter die Zahl der chronischen Krankheiten, meist ein Erzeugniß bloß entwickelter Psora, nur zuweilen, wiewohl selten, mit einem syphilitischen Miasm complicirt und werden daher im ersten Falle mit antipsorischen Arzneien geheilt, im letztem aber, mit antisyphilitischen abwechselnd, wie im Buche von den chronischen Krankheiten gelehrt wird.

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