Projekt Gutenberg

Textsuche bei Gutenberg-DE:
Autoren A-Z: A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z | Alle
Gutenberg > Samuel Hahnemann >

Organon der Heilkunst

Samuel Hahnemann: Organon der Heilkunst - Kapitel 50
Quellenangabe
typetractate
authorSamuel Hahnemann
titleOrganon der Heilkunst
publisherDresden und Leipzig, in der Arnoldischen Buchhandlung
printrunVierte verbesserte und vermehrte Auflage
year1829
correctorJosef Muehlgassner
senderwww.gaga.net
created20140220
projectid80552ff0
Schließen

Navigation:

§ 63. Aus diesen Wahrheiten geht die Heilsamkeit der homöopathischen, so wie die Verkehrtheit der antipathischen (palliativen) Verfahrungsart hervor. Anm. Fälle, in denen die antipathische Anwendung der Arzneimittel noch einzig brauchbar ist.

§. 63.

Diese aus Natur und Erfahrung sich von selbst darbietenden, unwidersprechlichen Wahrheiten erklären uns den hülfreichen Vorgang bei homöopathischen Heilungen, so wie sie auf der andern Seite die Verkehrtheit der antipathischen und palliativen Behandlung der Krankheiten mit entgegengesetzt wirkenden Arzneien darthun Bloß bei höchst dringenden Gefahren, in neu entstandnen Uebeln, bei vorher gesunden Menschen, z. B. bei Asphyxien und dem Scheintode vom Blitze, vom Ersticken, Erfrieren, Ertrinken u. s. w., ist es erlaubt und zweckmäßig, durch ein Palliativ, z. B. durch gelinde electrische Erschütterungen, durch Klystiere von starkem Kaffee, durch ein excitirendes Riechmittel, allmälige Erwärmungen u. s. w., vorerst wenigstens die Reizbarkeit und Empfindung (das physische Leben) wieder aufzuregen; ist's dann nur aufgeregt, so geht das Spiel der Lebensorgane wieder seinen vorigen gesunden Gang fort, wie es von einem vorher gesunden Körper zu erwarten ist. Hieher gehören auch verschiedne Antidote jählinger Vergiftungen: Alkalien gegen Mineralsäuren, Schwefelleber gegen Metallgifte, Kaffee und Campher (und Ipecacuanha) gegen Opium-Vergiftungen, u. s. w. Auch ist eine homöopathische Arznei deßhalb noch nicht gegen einen Krankheitsfall unpassend gewählt, wenn einige Arzneisymptome einigen mittlern und kleinen Krankheitssymptomen nur antipathisch entsprechen; wenn nur die übrigen, die stärkern, vorzüglich ausgezeichneten (charakteristischen) und sonderlichen Symptome der Krankheit durch dasselbe Arzneimittel mit Symptomen-Aehnlichkeit (homöopathisch) gedeckt und befriedigt, das ist, überstimmt, vertilgt und ausgelöscht werden; dann vergehen auch die wenigen entgegengesetzten Symptome nach verflossener Wirkungsdauer des Medicaments von selbst, ohne im mindesten die Heilung zu verzögern..

 << Kapitel 49  Kapitel 51 >> 






TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.