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Organon der Heilkunst

Samuel Hahnemann: Organon der Heilkunst - Kapitel 15
Quellenangabe
typetractate
authorSamuel Hahnemann
titleOrganon der Heilkunst
publisherDresden und Leipzig, in der Arnoldischen Buchhandlung
printrunVierte verbesserte und vermehrte Auflage
year1829
correctorJosef Muehlgassner
senderwww.gaga.net
created20140220
projectid80552ff0
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§ 17. Zeigt die Erfahrung, daß durch Arzneien, welche ähnliche Symptome, als die Krankheit, haben, diese am gewissesten und dauerhaftesten geheilt werde, so hat man zum Heilen Arzneien von ähnlichen Symptomen – zeigt sie, daß die Krankheit am gewissesten und dauerhaftesten durch entgegengesetzte Arznei-Symptome geheilt werde, so hat man Arzneien von entgegengesetzten Symptomen zum Heilen zu wählen. Anm. Der Gebrauch der Arzneien, deren Symptome keinen eigentlichen (pathischen) Bezug auf die Krankheits-Symptome haben, den Körper aber andersartig angreifen, ist die allopathische, verwerfliche Curmethode.

§. 17.

Indem aber an Krankheiten nichts aufzuweisen ist, was an ihnen hinwegzunehmen wäre, um sie in Gesundheit zu verwandeln, als der Inbegriff ihrer Zeichen und Symptome, und auch die Arzneien nichts Heilkräftiges aufweisen können, als ihre Neigung, Krankheits-Symptome bei Gesunden zu erzeugen und am Kranken hinwegzunehmen, so folgt auf der einen Seite, daß Arzneien nur dadurch zu Heilmitteln werden und Krankheiten zu vernichten im Stande sind, daß das Arzneimittel durch Erregung gewisser Zufälle und Symptome, das ist, durch Erzeugung eines gewissen künstlichen Krankheitszustandes die schon vorhandnen Symptome, nämlich den zu heilenden natürlichen Krankheitszustand, aufhebt und vertilget – auf der andern Seite hingegen folgt, daß für den Inbegriff der Symptome der zu heilenden Krankheit eine Arznei gesucht werden müsse, welche (je nachdem die Erfahrung zeigt, ob die Krankheitssymptome durch ähnliche oder durch entgegengesetzte Arznei-Symptome Die außer diesen beiden noch mögliche Anwendungsart der Arzneien gegen Krankheiten (die allopathische Methode), wo Arzneien, deren Symptome keine eigentliche Beziehung auf den Krankheitszustand haben, also den Krankheitssymptomen weder ähnlich, noch opponirt, sondern ganz heterogen sind, verordnet werden, ist, wie ich oben in der Einleitung ( I. Hinblick auf die Allopathie der bisherigen Arzneischule) gezeigt habe, nur eine unvollkommne Nachahmung der selbst schon höchst unvollkommnen Bestrebungen der verstandlosen, bloß vegetativen Lebenskraft, sich selbst überlassen in Krankheiten zu retten, es koste was es wolle, folglich der rohen Lebenskraft, welche unserm Organism anerschaffen ward, um unser Leben bei Gesundheit in schönster Harmonie zu erhalten, in Krankheiten aber verstimmt, sich durch den verständigen Arzt (homöopathisch) wieder zur Gesundheit umstimmen zu lassen, nicht aber sich selbst zu heilen, als wozu sie keine musterhafte Fähigkeit besitzt. Doch kann dieses unzweckmäßige Mediciniren der bisherigen Arzneischule eben so wenig unerwähnt bleiben, als die Menschengeschichte die tausendjährigen Unterdrückungen der Menschheit in den vernunftlosen, despotischen Regierungen auslassen darf. am leichtesten, gewissesten und dauerhaftesten aufzuheben und in Gesundheit zu verwandeln sind) ähnliche oder entgegengesetzte Symptome zu erzeugen Neigung hat.

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