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Iwan Gontscharow: Oblomow - Kapitel 21
Quellenangabe
pfad/gontscha/oblomow/oblomow.xml
typefiction
authorIwan Gontscharow
titleOblomow
publisherAnaconda
year2010
isbn978-3-86647-478-9
firstpub1859
translatorHermann Röhl
correctorWolfgang Klum
secondcorrectorgerd.bouillon@t-online.de
senderwww.gaga.net
created20120612
modified20170607
projectida9997c9c
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IX.

Seitdem hörten die plötzlichen Veränderungen in Olgas Wesen auf. Sie war im Verkehr mit der Tante und in Gesellschaft von einer gleichmäßigen Ruhe; aber sie lebte und fühlte das Leben nur in Gemeinschaft mit Oblomow. Sie fragte niemanden mehr, was sie tun und wie sie sich verhalten müsse, und berief sich in Gedanken nicht mehr auf Sonitschkas Autorität.

In dem Maße, wie sich vor ihr die einzelnen Phasen des Lebens, das heißt des Gefühls, erschlossen, beobachtete sie scharfsichtig alle Erscheinungen, horchte aufmerksam auf die Stimme ihres Instinktes, kontrollierte dieselbe einigermaßen mit Hilfe des geringen Vorrats schon früher von ihr gemachter Beobachtungen, und schritt behutsam weiter, indem sie mit dem Fuße den Boden prüfte, auf den sie demnächst treten sollte.

Sie hatte niemanden, den sie hätte fragen können. Die Tante? Aber diese glitt über derartige Fragen so leicht und geschickt hinweg, daß es Olga nie gelang, ihre Antworten in die Form einer Lebensregel zu bringen, um sie ihrem Gedächtnisse einzuprägen. Stolz war nicht da. Oblomow? Aber der war eine Art von Galatea, der gegenüber sie selbst die Rolle des Pygmalion übernehmen mußte.

Ihr Leben hatte in so stiller, für alle unmerklicher Weise einen Inhalt gewonnen, daß sie in ihrer neuen Sphäre lebte, ohne Aufmerksamkeit zu erregen, ohne sichtbare Gefühlsausbrüche und Beunruhigungen. Sie tat nach der Auffassung aller andern dasselbe wie früher; aber sie tat es in anderer Weise.

Sie fuhr auch jetzt in das Französische Theater; aber der Inhalt des Stückes bekam eine Beziehung zu ihrem eigenen Leben; sie las ein Buch, und in dem Buche fanden sich unfehlbare Zeilen mit Funken ihres eigenen Geistes; es schimmerte hier und da das Feuer ihrer eigenen Gefühle; da standen Worte aufgezeichnet, die sie selbst Tags zuvor gesprochen hatte, als hätte der Verfasser belauscht, wie jetzt ihr Herz klopfte.

Im Walde standen noch dieselben Bäume; aber in ihrem Rauschen lag jetzt ein besonderer Sinn: zwischen ihnen und ihr hatte sich ein lebendiges Einverständnis herausgebildet. Die Vögel zwitscherten und sangen nicht einfach, sondern redeten immer etwas miteinander; und so redete alles um sie herum, alles harmonierte mit ihrer Stimmung; wenn eine Blume aufblühte, so glaubte Olga deren Atmen zu hören.

Auch in ihren Träumen erschien ein neues Leben: sie bevölkerten sich mit Visionen und Schattengestalten, mit denen sie manchmal laut sprach . . . diese erzählten ihr etwas, aber so undeutlich, daß sie es nicht verstand; sie gab sich Mühe, mit ihnen zu reden, sie zu fragen, und sprach ebenfalls nur Unverständliches. Aber Katja sagte ihr dann am Morgen, daß sie in der Nacht phantasiert habe.

Sie erinnerte sich an Stolzens Prophezeiungen: er hatte ihr oft gesagt, sie habe noch nicht angefangen zu leben, und es hatte sie manchmal gekränkt, daß er sie noch für ein kleines Mädchen halte, während sie doch schon zwanzig Jahre alt sei. Aber jetzt sah sie ein, daß er recht gehabt hatte, und daß sie erst jetzt angefangen hatte zu leben.

»Wenn alle Kräfte Ihres Organismus sich regen werden, dann wird sich auch das Leben um Sie herum regen, und Sie werden das sehen, wofür Ihnen jetzt die Augen noch verschlossen sind; Sie werden hören, was Sie jetzt noch nicht hören können; die Musik der Nerven wird erklingen; Sie werden den Gesang der Sphären hören, werden das Wachsen des Grases belauschen. Aber warten Sie; suchen Sie das nicht übereilt herbeizuführen; das kommt von selbst!« hatte er warnend gesagt.

Es war gekommen. »Da regen sich gewiß die Kräfte, der Organismus ist erwacht . . .« sagte sie mit seinen Worten, während sie mit gespannter Aufmerksamkeit auf das ihr bisher unbekannte Zittern achtete, mit scharfem, ängstlichem Blicke jede neue Erscheinung der erwachenden neuen Kraft anschaute.

Sie gab sich nicht müßigen Träumen hin, ließ sich nicht überwältigen von dem plötzlichen Rauschen der Blätter, von den nächtlichen Visionen, von dem geheimnisvollen Flüstern, wenn in der Nacht scheinbar sich jemand über ihr Ohr beugte und etwas Undeutliches, Unverständliches zu ihr sagte.

»Die Nerven!« wiederholte sie manchmal, unter Tränen lächelnd, indem sie nur mit Mühe ihre Angst bezwang und den Kampf der noch nicht gefestigten Nerven mit den erwachten Kräften aushielt. Sie stand vom Bette auf, trank ein Glas Wasser, öffnete das Fenster, wehte sich mit dem Taschentuche Luft ins Gesicht und kam wieder zu sich von den Träumen, die sie im Wachen und im Schlafen verfolgten.

Und nun Oblomow! Sobald er am Morgen erwachte, war das Erste, was ihm seine Einbildungskraft vor Augen stellte, das Bild Olgas in Lebensgröße mit dem Fliederzweige in der Hand. Er schlief ein mit dem Gedanken an sie, und wenn er spazieren ging oder las, so war sie um ihn, immer um ihn. Er führte mit ihr in Gedanken bei Tage und bei Nacht endlose Gespräche. Der »Geschichte der Entdeckungen und Erfindungen« fügte er immer neue Entdeckungen in Olgas Äußerem oder in ihrem Charakter hinzu und erfand Gelegenheiten, ihr unversehens zu begegnen, ihr ein Buch zu schicken, ihr eine Überraschung zu bereiten.

Wenn er mit ihr zusammengewesen war, so setzte er das Gespräch zu Hause fort, und wenn dann Sachar hereinkam, so sagte er manchmal zu ihm in dem überaus sanften, weichen Tone, in dem er in Gedanken mit Olga sprach: »Du hast mir vorhin wieder ungeputzte Stiefel gegeben, du kahlköpfiger Teufel; nimm dich in acht; ich werde dich lehren, was deine Schuldigkeit ist . . .«

Aber seine Sorglosigkeit war seit dem Augenblicke verschwunden, wo sie ihm zum ersten Male etwas vorgesungen hatte. Er führte nicht mehr das frühere Leben, wo es ihm ganz gleich gewesen war, ob er auf dem Rücken lag und nach der Wand blickte, oder ob Alexejew bei ihm oder er selbst bei Iwan Gerasimowitsch saß, in jenen Tagen, wo er nichts erwartete, weder vom Tage noch von der Nacht.

Jetzt nahm jeder Tag und jede Nacht, jede Stunde des Morgens und des Abends ihre besondere Gestalt an und war entweder von regenbogenfarbenem Glanze erfüllt oder farblos und düster, je nachdem diese Stunde von Olgas Gegenwart ausgefüllt war oder ohne sie, also müde und langweilig, verfloß.

Das alles spiegelte sich in seinem Wesen wider; in seinem Kopfe steckte ein Netz täglich, ja in jeder Minute wechselnder Erwägungen, Vermutungen, Ahnungen und Qualen der Ungewißheit, und all das infolge der Fragen: Ob er sie sehen werde oder nicht? Was sie sagen und tun werde? Wie sie ihn ansehen, was für einen Auftrag sie ihm geben, wonach sie ihn fragen und ob sie mit ihm zufrieden sein werde oder nicht? Alle diese Erwägungen waren die Hauptfragen seines Lebens geworden.

»Ach, könnte man doch lediglich diese Wärme der Liebe empfinden, ohne ihre Unruhe!« dachte er. »Nein, das Leben faßt einen an, man mag gehen, wohin man will; es verbrennt einen ordentlich! Wieviel neue Bewegung hat sich auf einmal in mein Leben hineingedrängt, wie viele Beschäftigungen! Die Liebe ist eine sehr schwere Schule des Lebens!«

Er hatte schon einige Bücher gelesen; Olga bat ihn, ihr den Inhalt zu erzählen, und hörte seinen Bericht mit unsäglicher Geduld an. Er hatte mehrere Briefe nach dem Gute geschrieben, den Dorfschulzen durch einen andern ersetzt und war durch Stolzens Vermittlung mit einem der Nachbarn in Beziehung getreten. Er wäre sogar nach dem Gute hingereist, wenn er es für möglich gehalten hätte, sich von Olga zu trennen.

Er aß kein Abendbrot mehr und wußte schon seit vierzehn Tagen nicht mehr, was es heißt, sich am Tage zum Schlafen hinzulegen.

Innerhalb zweier oder dreier Wochen hatten sie die ganze Umgegend von Petersburg besucht. Die Tante mit Olga, der Baron und er waren in den um die Stadt gelegenen Sommerfrischen zu den Konzerten an hohen Festtagen erschienen.

Es war davon die Rede, nach Finnland zu fahren, um den Imatrafall anzusehen.

Was Oblomow anbelangte, so würde er sich nie über die Grenzen des Parkes hinaus bewegt haben; aber Olga ersann bald dies, bald jenes, und wenn er auf die Aufforderung, irgendwohin zu fahren, mit der Antwort zauderte, wurde der Ausflug bestimmt unternommen. Und dann lächelte ihm Olga unaufhörlich zu. Auf fünf Werst Entfernung um die Sommerfrische herum gab es keinen Hügel, den er nicht schon mehrmals bestiegen gehabt hätte.

Dabei wuchs ihre gegenseitige Zuneigung immer mehr, entwickelte sich und bekundete sich nach ihren unabänderlichen Gesetzen. Olga blühte zugleich mit ihrem Gefühle auf. Ihre Augen gewannen noch mehr Glanz, ihre Bewegungen noch mehr Anmut; ihre Brust entwickelte sich üppig und wogte gleichmäßig.

»Du bist in der Sommerfrische schöner geworden, Olga«, sagte die Tante zu ihr; in dem Lächeln des Barons kam dasselbe Kompliment zum Ausdruck.

Olga legte errötend den Kopf an die Schulter der Tante; diese klopfte ihr freundlich auf die Wange.

»Olga, Olga!« rief eines Tages Oblomow vorsichtig, beinahe flüsternd am Fuße eines Berges; sie hatte ihm diesen Punkt bezeichnet, wo sie sich treffen wollten, um dann zusammen spazierenzugehen.

Keine Antwort. Er sah auf die Uhr.

»Olga Sergejewna!« rief er noch einmal laut. Alles blieb still. Olga saß auf dem Berge, hörte das Rufen, schwieg und unterdrückte das Lachen. Sie wollte ihn dazu zwingen, auf den Berg hinaufzusteigen.

»Olga Sergejewna!« rief er, als er sich durch die Büsche bis zur halben Höhe des Berges hinaufgearbeitet hatte und nach oben blickte. Und zu sich selbst sagte er: »Sie hat mich doch auf halb sechs herbestellt.«

Da konnte sie das Lachen nicht länger zurückhalten.

»Olga, Olga! Ach, da sind Sie ja!« sagte er und stieg den Berg vollends hinauf.

»Ach, wie kann Ihnen das nur Spaß machen, sich auf dem Berge zu verstecken!« Er setzte sich neben sie. »Um mich zu quälen, quälen Sie auch sich selbst.«

»Wo kommen Sie her? Direkt aus Ihrer Wohnung?« fragte sie.

»Nein, ich war zu Ihnen herangegangen; dort wurde mir gesagt, Sie seien schon weggegangen.«

»Was haben Sie heute getan?« fragte sie.

»Heute . . .«

». . . haben Sie sich mit Sachar herumgezankt. Wie?« setzte sie den von ihm begonnenen Satz fort.

Er lachte darüber als über etwas jetzt vollständig Unmögliches.

»Nein, ich habe die ›Revue‹ gelesen. Aber hören Sie, Olga . . .« Aber er sagte nichts; er saß neben ihr und versenkte sich in die Betrachtung ihres Profils, ihres Kopfes, der hin und her gehenden Bewegung der Hand, wenn sie die Nadel in den Kanevas hineinsteckte und wieder herauszog. Er richtete seinen Blick auf sie wie ein Brennglas und konnte ihn nicht von ihr abwenden.

Er selbst bewegte sich nicht; nur sein Blick ging hin und her, bald nach rechts, bald nach links, bald nach unten, je nachdem sich ihre Hand bewegte. Im Innern seines Körpers ging eine rege Arbeit vor: der Blutumlauf war beschleunigt, der Pulsschlag doppelt so kräftig, und in seinem Herzen war ein Wallen und Sieden – all das wirkte so stark, daß er langsam und schwer atmete, wie man vor der Hinrichtung und im Augenblicke der höchsten Wonne atmet.

Er war stumm und vermochte sich nicht einmal zu regen; nur seine vor Rührung feuchten Augen waren unabwendbar auf sie gerichtet.

Sie warf ihm mitunter einen tiefen Blick zu, las den leicht verständlichen Gedanken, der auf seinem Gesichte geschrieben stand, und dachte: »O Gott, wie er liebt! Wie voll zärtlicher Liebe er ist!« und sie empfand einen freudigen Stolz darüber, daß dieser Mensch, durch ihre Macht bezwungen, ihr zu Füßen lag!

Die Phase der symbolischen Andeutungen, des bedeutsamen Lächelns, der Fliederzweige war unwiederbringlich dahingegangen. Die Liebe war ernster, anspruchsvoller geworden und begann sich in eine Art von Pflicht zu verwandeln; es traten wechselseitige Rechte auf den Plan. Beide Seiten wurden immer offenherziger: die Mißverständnisse und Zweifel verschwanden und machten klareren, mehr positiven Fragen Platz.

Sie quälte ihn immer mit leisen Spöttereien über die im Müßiggange vergeudeten Jahre, fällte ein strenges Verdikt über ihn und tadelte seine Apathie noch ernster und energischer, als es Stolz getan hatte. Nachher ging sie in dem Maße, wie sie ihm näher trat, von den Spöttereien über sein mattes, träges Dasein dazu über, ihren Willen in despotischer Weise kundzugeben; sie erinnerte ihn kühn an das Ziel seines Lebens und an seine Pflichten und verlangte nachdrücklich von ihm Regsamkeit; sie reizte unaufhörlich seinen Geist dazu auf, sich nach außen zu betätigen, indem sie ihn bald in eine subtile, ihr geläufige Lebensfrage verwickelte, bald selbst mit einer Frage nach etwas, was ihr unklar und unverständlich war, zu ihm kam.

Und er quälte sich ab, zerbrach sich den Kopf und suchte sich herauszuwinden, um nicht in ihren Augen tief zu sinken, oder um ihr bei der Lösung irgendeines Knotens zu helfen, nötigenfalls auch ihn heldenhaft zu zerhauen.

Ihre ganze weibliche Taktik war von zärtlicher Zuneigung durchdrungen, und sein ganzes Bemühen, mit der Beweglichkeit ihres Geistes gleichen Schritt zu halten, atmete heiße Leidenschaft.

Aber sehr häufig lagerte er sich ermattet zu ihren Füßen, legte die Hand auf sein Herz und horchte, wie es pochte, ohne seinen regungslosen, bewundernden, entzückten Blick von ihr wegzuwenden.

»Wie er mich liebt!« sagte sie sich in solchen Augenblicken immer wieder und sah ihn liebevoll an. Wenn sie aber manchmal an Oblomows Seele die sich versteckenden Züge seines früheren Wesens bemerkte (und sie verstand es, tief in seine Seele hineinzuschauen), auch nur die geringste Müdigkeit, eine kaum wahrnehmbare Schläfrigkeit der Lebensweise, dann regnete es auf ihn Vorwürfe; und dazu gesellte sich bei ihr mitunter die Furcht, sich geirrt zu haben, und dann bittere Gefühl der Reue.

Manchmal schickte er sich eben an zu gähnen und öffnete den Mund – da erschreckte ihn ihr erstaunter Blick: er schloß sofort den Mund wieder, so daß die Zähne aufeinanderklappten. Sie war hinter der geringsten Spur von Schläfrigkeit, auch nur auf seinem Gesichte, her. Sie fragte ihn nicht nur danach, was er tue, sondern auch danach, was er tun werde.

Noch stärker als durch die Vorwürfe wurde er aufgerüttelt, wenn er bemerkte, daß infolge seiner Müdigkeit auch sie müde, lässig und kalt wurde. Dann entwickelte sich bei ihm eine fieberhafte Tätigkeit der Lebenskräfte, der Schatten verschwand wieder, und die gegenseitige Zuneigung sprudelte wieder wie eine starke, klare Quelle.

Aber alle diese Sorgen überschritten vorläufig nicht den magischen Kreis der Liebe; seine Tätigkeit war eine negative: er schlief nicht; er las; er dachte manchmal auch daran, an seinem Plane weiterzuschreiben; er ging und fuhr viel. Aber die fernere Richtung, der eigentliche Grundgedanke seines Lebens, die Arbeit – die blieb noch im Stadium der Vorsätze.

»Was für ein Leben und was für eine Tätigkeit verlangt Andrei nur noch?« sagte Oblomow, wenn er nach dem Mittagessen krampfhaft die Augen aufriß, um nicht einzuschlafen. »Ist denn das kein Leben? Ist denn die Liebe kein Dienst? Das sollte er nur einmal probieren! Jeden Tag zehn Werst zu Fuß! Gestern habe ich in der Stadt übernachtet, in einem elenden Gasthause, in den Kleidern, nur die Stiefel hatte ich ausgezogen, und meinen Sachar hatte ich nicht da – alles infolge ihrer Aufträge!«

Am peinlichsten war es für ihn, wenn Olga ihm eine Frage aus einem Spezialgebiete vorlegte und von ihm wie von einem Professor eine voll befriedigende Antwort verlangte; das kam aber bei ihr häufig vor, keineswegs aus Pedanterie, sondern einfach, weil sie gern wissen wollte, wie sich die Sache verhalte. Sie vergaß dabei sogar oft ihre Absichten inbetreff Oblomows und ließ sich durch den fraglichen Gegenstand selbst hinreißen.

»Warum lehrt man uns das nicht?« sagte sie manchmal mißvergnügt und ärgerlich, wenn sie in freien Stunden mit regem Interesse ein Gespräch über einen Gegenstand mit anhörte, den man sich gewöhnt hat als für Frauen entbehrlich zu betrachten.

Eines Tages trat sie plötzlich mit Fragen über die Doppelsterne an ihn heran. Er beging die Unvorsichtigkeit, sich auf Herschel zu berufen, und wurde nun in die Stadt geschickt und mußte ein Buch durchlesen und ihr darauf berichten, bis sie befriedigt war.

Ein andermal ließ er, wiederum aus Unvorsichtigkeit, im Gespräche mit dem Baron ein paar Bemerkungen über die Schulen in der Malerei fallen – daraus erwuchs ihm wieder Arbeit für eine ganze Woche; er mußte lesen und Bericht erstatten; dann aber fuhren sie noch nach der EremitageEin Museum, das neben anderen Kunstsammlungen eine berühmte Gemäldegalerie enthält. Anm. d. Übers., und dort mußte er durch die Gemälde selbst das Gelesene belegen. Wenn er dabei etwas aufs Geratewohl sagte, so merkte sie das sofort und setzte ihm nun erst recht zu.

Dann mußte er eine Woche lang nach den Bilderläden umherfahren und Stiche der besten Gemälde suchen.

Der arme Oblomow wiederholte bald früher Gelerntes, bald stürzte er in die Buchhandlungen, um neue Werke zu kaufen, und schlief manchmal die ganze Nacht nicht, suchte in den Büchern umher und las, um dann am Morgen wie zufällig eine am vorhergehenden Tage aufgeworfene Frage durch die Kenntnisse zu beantworten, die er angeblich aus dem Archiv seines Gedächtnisses hervorgeholt hatte.

Sie stellte diese Fragen nicht mit weiblicher Zerstreutheit, nicht weil eine augenblickliche Laune ihr den Wunsch eingegeben hätte, dies oder das zu erfahren, sondern energisch, mit Ungeduld, und wenn Oblomow schwieg, so bestrafte sie ihn durch einen langen, prüfenden Blick. Wie zitterte er unter diesem Blicke!

»Warum sagen Sie nichts? Warum schweigen Sie?« fragte sie.

»Man könnte glauben, daß Sie sich langweilen.«

»Ach!« sagte er, wie wenn er aus einer Ohnmacht zu sich käme. »Weil ich Sie liebe!«

»Wirklich? Aber wenn ich nicht gefragt hätte, würde es gar nicht den Anschein gehabt haben«, sagte sie.

»Fühlen Sie denn wirklich nicht, was in mir vorgeht?« versetzte er. »Wissen Sie, es wird mir sogar schwer zu reden. Sehen Sie, hier (geben Sie, bitte, Ihre Hand her!) hindert mich etwas, als ob da etwas Schweres, eine Art Stein, läge, gerade wie es bei tiefem Leide der Fall ist. Es ist doch merkwürdig, daß sowohl im Leide als auch im Glücke im Organismus sich derselbe Prozeß vollzieht: es wird einem schwer, beinahe schmerzhaft zu atmen, und man möchte weinen! Wenn ich losweinte, würde mir, ebenso wie im Leide, von den Tränen leichter ums Herz werden . . .«

Sie blickte ihn schweigend an, als ob sie seine Worte auf ihre Richtigkeit prüfen, sie mit dem, was auf seinem Gesichte geschrieben stand, vergleichen wollte, und sie lächelte: die Prüfung hatte ein befriedigendes Resultat ergeben. Auf ihrem Gesichte lag ein Hauch von Glück ausgegossen, aber von einem friedlichen Glücke, das, wie es schien, durch nichts gestört werden konnte. Man sah ihr an, daß ihr nicht schwer ums Herz war, sondern daß in ihrem Innern alles schön war, so schön wie in der Natur an diesem stillen Morgen.

»Was ist nur mit mir?« fragte Oblomow zweifelnd, anscheinend sich selbst.

»Soll ich es Ihnen sagen?«

»Tun Sie das!«

»Sie . . . sind verliebt.«

»Ja, gewiß!« stimmte er ihr bei, zog ihre Hand von dem Kanevas weg, küßte sie aber nicht, sondern drückte nur ihre Finger fest an seine Lippen und beabsichtigte, wie es schien, sie lange so zu halten.

Sie versuchte, sie leise zurückzuziehen; aber er hielt sie fest. »Nun, bitte, lassen Sie meine Hand los; es ist genug«, sagte sie.

»Und Sie?« fragte er. »Sie sind nicht verliebt?«

»Verliebt? Nein . . . das liegt nicht in meiner Art. Aber ich liebe Sie!« sagte sie und sah ihn lange an, als prüfe sie auch sich selbst, ob sie ihn wirklich liebe.

»Ich . . . lie . . . be!« erwiderte Oblomow. »Aber lieben kann man ja seine Mutter und seinen Vater und seine Kinderfrau und sogar sein Hündchen; alles das steckt in dem gemeinsamen Kollektivbegriff ›ich liebe‹ wie in einem alten . . .«

»Schlafrock?« sagte sie lachend. »A propos, wo ist denn Ihr Schlafrock?«

»Was für ein Schlafrock? Ich habe keinen gehabt.«

Sie sah ihn mit einem vorwurfsvollen Lächeln an.

»Da reden Sie nun von einem alten Schlafrock!« sagte er. »Ich warte, meine Seele erstirbt fast vor Ungeduld, zu hören, wie aus Ihrem Herzen ein Gefühl hervorbricht, und mit welchem Namen Sie diesen Drang bezeichnen; aber Sie . . . Gott verzeihe es Ihnen, Olga! Ja, ich bin in Sie verliebt und sage, daß es ohne das keine richtige Liebe gibt: man ist weder in seinen Vater, noch in seine Mutter, noch in seine Kinderfrau verliebt; aber man liebt sie . . .«

»Ich weiß nicht«, versetzte sie nachdenklich, wie wenn sie in ihr Inneres eindränge und zu erfassen suchte, was dort vorgehe. »Ich weiß nicht, ob ich in Sie verliebt bin; wenn es nicht der Fall ist, dann ist vielleicht der richtige Augenblick noch nicht gekommen; ich weiß nur das eine, daß ich so weder meinen Vater noch meine Mutter, noch meine Kinderfrau geliebt habe . . .«

»Worin besteht denn der Unterschied? Fühlen Sie etwas Besonderes?« fragte er eindringlich.

»Möchten Sie das gern wissen?« fragte sie schelmisch.

»Ja, ja, ja! Haben Sie wirklich nicht das Bedürfnis, sich auszusprechen?«

»Aber warum möchten Sie das denn wissen?«

»Um jeden Augenblick davon zu leben: heute, die ganze Nacht über, morgen – bis zum nächsten Wiedersehen . . . Ich lebe nur davon.«

»Da haben Sie es: Sie müssen den Vorrat Ihres zärtlichen Gefühles täglich erneuern! Darin besteht der Unterschied zwischen einem Verliebten und einem Liebenden. Ich . . .«

»Nun, Sie? . . .« fragte er, ungeduldig auf die Fortsetzung wartend.

»Ich liebe anders«, sagte sie; sie lehnte sich mit dem Rücken an die Bank zurück und ließ ihre Augen bei den vorüberziehenden Wolken umherschweifen. »Wenn Sie nicht da sind, fühle ich mich einsam; mich von Ihnen auf kurze Zeit zu trennen tut mir leid; trenne ich mich von Ihnen auf lange, so ist es mir ein Schmerz. Ich habe ein für allemal gesehen und erkannt, daß Sie mich lieben; und das glaube ich nun und bin glücklich, auch wenn Sie mir die Versicherung, daß Sie mich lieben, nie wiederholen. Mehr und besser zu lieben verstehe ich nicht.«

»Das klingt gerade so, wie Cordelia sprach!« dachte Oblomow und blickte Olga leidenschaftlich an . . .

»Wenn Sie sterben sollten«, fuhr sie stockend fort, »so werde ich lebenslänglich um Sie trauern und nie mehr im Leben lächeln. Sollten Sie eine andere liebgewinnen, so werde ich nicht murren und Ihnen nicht fluchen, sondern Ihnen im stillen Glück wünschen . . . Für mich ist diese Liebe ganz dasselbe wie . . . das Leben, und das Leben . . .«

Sie suchte nach einem Ausdruck.

»Was ist denn das Leben nach Ihrer Ansicht?« fragte Oblomow.

»Das Leben ist eine Pflicht, eine Schuldigkeit: folglich ist die Liebe ebenfalls eine Pflicht. Mir ist, als hätte Gott mir die Liebe geschickt«, schloß sie, die Augen zum Himmel erhebend, »und mir befohlen zu lieben.«

»Cordelia!« sagte Oblomow laut. »Und sie ist einundzwanzig Jahre alt! Also das ist Ihrer Ansicht nach die Liebe!« fügte er nachdenklich hinzu.

»Ja, und ich habe, glaube ich, Kraft genug, um mein ganzes Leben lang zu leben und zu lieben . . .«

»Wer hat ihr das nur eingegeben?« dachte Oblomow, sie beinah andächtig anblickend. »Nicht auf dem Wege der Erfahrung, nicht durch Foltern, Feuer und Rauch ist sie ja zu diesem klaren, einfachen Begriffe vom Leben und von der Liebe gelangt.«

»Aber gibt es lebhafte Freuden, gibt es Leidenschaften?« fragte er.

»Das weiß ich nicht«, antwortete sie. »Ich habe sie nicht an mir kennen gelernt und habe dafür kein Verständnis.«

»Oh, was habe ich jetzt für ein Verständnis dafür!«

»Vielleicht werde auch ich mit der Zeit sie an mir kennenlernen; vielleicht werde auch ich denselben heftigen Drang empfinden wie Sie und werde beim Zusammentreffen mit Ihnen Sie ebenso anblicken und gar nicht glauben können, daß Sie wirklich vor mir stehen . . . Aber das muß eine sehr komische Empfindung sein!« fügte sie fröhlich hinzu. »Was für Augen Sie manchmal machen; ich glaube, ma tante bemerkt es.«

»Worin besteht denn bei Ihnen das Glück der Liebe«, fragte er, »wenn bei Ihnen jene lebhaften Freuden fehlen, die ich empfinde? . . .«

»Worin es besteht? Sehen Sie, darin!« sagte sie und zeigte auf ihn und auf sich und auf die Einsamkeit, die sie beide umgab. »Ist das etwa kein Glück? Habe ich etwa jemals so gelebt? Früher hätte ich nicht eine Viertelstunde hier zwischen diesen Bäumen allein gesessen, ohne ein Buch, ohne Musik. Mit einem Manne (Andrei Iwanowitsch ausgenommen) zu reden war mir langweilig; ich wußte nicht, wovon ich reden sollte; ich dachte dabei immer, wie ich es wohl anfangen könnte, wieder allein zu sein . . . Aber jetzt . . . jetzt ist es sogar vergnüglich zu zweien zu schweigen!«

Sie ließ ihre Augen ringsumher schweifen, über die Bäume, über das Gras; dann richtete sie sie auf ihn, lächelte und reichte ihm die Hand.

»Wird es mir etwa kein Schmerz sein, wenn Sie fortgehen werden?« fügte sie hinzu. »Werde ich mich etwa nicht beeilen, mich recht bald schlafen zu legen, um einzuschlafen und mir der langweiligen Nacht nicht bewußt zu sein? Werde ich etwa morgen früh nicht zu Ihnen schicken? Werde ich etwa . . .«

Mit jedem »werde ich etwa« leuchtete Oblomows Gesicht heller auf und sein Gesicht wurde strahlender.

»Ja, ja«, erwiderte er, »ich warte ebenfalls auf den Morgen, und die Nacht ist mir langweilig, und ich werde morgen zu Ihnen schicken, nicht aus einem sachlichen Anlasse, sondern nur, um Ihren Namen noch einmal öfter auszusprechen und zu hören, wie er klingt, um von den Dienstboten irgendwelche Einzelheit über Sie zu erfahren und sie zu beneiden, daß sie Sie schon gesehen haben. Wir denken, warten, leben und hoffen in ein und derselben Weise. Verzeihen Sie mir meine Zweifel, Olga: ich bin jetzt überzeugt, daß Sie mich lieben, wie Sie weder Ihren Vater geliebt haben, noch Ihre Tante, noch . . .«

»Noch ein Hündchen«, sagte sie und lachte.

»Glauben Sie mir«, fuhr sie dann fort, »so wie ich Ihnen glaube, und zweifeln Sie nicht; beunruhigen Sie dieses Glück nicht durch nichtige Zweifel, sonst fliegt es davon. Was ich einmal mein genannt habe, das gebe ich nicht wieder hin, wenn man es mir nicht wegnimmt. Ich weiß das, obwohl ich jung bin; aber . . . wissen Sie«, sagte sie im Tone fester Überzeugung: »in dem Monat, seit ich Sie kenne, habe ich vieles durchdacht und durch eigene Erfahrung kennengelernt, wie wenn ich ein großes Buch ganz still für mich so nach und nach durchgelesen hätte . . . Zweifeln Sie nicht . . .«

»Ich kann mich von den Zweifeln nicht frei machen«, unterbrach er sie; »verlangen Sie das nicht! Jetzt, wo Sie bei mir sind, bin ich von allem überzeugt: Ihr Blick, Ihre Stimme, alles redet zu mir. Sie sehen mich an, als ob Sie sagen wollten: ›Ich bedarf keiner Worte; ich verstehe es, in Ihren Blicken zu lesen.‹ Aber wenn Sie nicht da sind, dann beginnen die Zweifel und Fragen ihr qualvolles Spiel mit mir zu treiben, und ich muß wieder zu Ihnen hinlaufen, Sie wieder ansehen; sonst glaube ich nicht. Wie geht das zu?«

»Aber ich glaube Ihnen doch; warum tue ich es denn?« fragte sie.

»Wie sollten Sie denn auch nicht glauben? Sie haben einen Wahnsinnigen vor sich, der von Leidenschaft ganz durchdrungen ist! Ich glaube, Sie sehen sich in meinen Augen wie in einem Spiegel. Überdies sind Sie zwanzig Jahre alt; betrachten Sie sich selbst: Muß nicht jeder Mann, der Ihnen begegnet, mit Notwendigkeit Ihnen den Tribut der Bewunderung bezahlen, wenn auch nur mit einem Blicke? Wer Sie aber kennt, Sie hört, Sie lange ansieht, Sie liebt – oh, da kann man schon den Verstand verlieren! Sie aber sind so gleichmäßig und ruhig; und wenn ein Tag, zwei Tage vergehen, ohne daß ich von Ihnen die Worte ›ich liebe Sie‹ höre, dann fängt hier die Unruhe an . . .«

Er zeigte auf sein Herz.

»Ich liebe Sie, ich liebe Sie, ich liebe Sie – so, da haben Sie Vorrat für drei Tage!« sagte sie und stand von der Bank auf.

»Sie scherzen immer, aber wie ist mir zumute!« versetzte er mit einem Seufzer, während er mit ihr den Berg hinabstieg. So spielte sich zwischen ihnen immer dasselbe musikalische Motiv in verschiedenen Variationen ab. Die Begegnungen, die Gespräche, alles war dasselbe Lied, dieselben Töne, dasselbe Licht, das hell brannte, wenn auch seine Strahlen sich in rote, grüne und gelbe brachen und in der sie umgebenden Luft zitterten. Jeder Tag und jede Stunde brachte neue Töne und Strahlen; aber das Licht, welches brannte, war ein und dasselbe und es erklang immer die gleiche Melodie.

Sowohl er als auch sie lauschten diesen Tönen, erfaßten sie mit dem Ohre und beeilten sich, das, was ein jeder hörte, dem anderen vorzusingen; sie kamen dabei gar nicht auf den Gedanken, daß am nächsten Tage andere Töne erklingen und andere Strahlen erscheinen würden, und hatten am folgenden Tage schon vergessen, daß am vorhergehenden der Gesang anders geklungen hatte.

Sie kleidete ihre Herzensergüsse in die Farben, von denen ihre Phantasie im gegenwärtigen Augenblicke erhellt war, hielt diese Farben für naturgetreu und beeilte sich mit unschuldiger, unbewußter Koketterie vor den Augen ihres Freundes in diesem schönen Schmucke zu erscheinen.

Er glaubte an diese zauberhaften Töne und an das entzückende Licht in noch höherem Grade und beeilte sich, in der ganzen Rüstung seiner Leidenschaft vor sie hinzutreten und ihr den ganzen Glanz und die ganze Macht des Feuers zu zeigen, von dem seine Seele verzehrt wurde.

Sie belogen weder sich selbst noch einander; sie gaben das wieder, was ihr Herz ihnen sagte; aber die Stimme des Herzens ging erst durch das Medium der Phantasie hindurch.

Im Grunde kam es Oblomow gar nicht darauf an, ob Olga in der Gestalt Cordelias erschien und diese Gestalt treu beibehielt, oder einen neuen Weg einschlug und sich in eine andre Gestalt verwandelte, wenn sie nur in denselben Farben und Strahlen erschien, in denen sie in seinem Herzen lebte, und wenn er sich nur dabei wohl fühlte.

Auch Olga fragte nicht, ob ihr leidenschaftlicher Freund ihr den Handschuh aufheben würde, wenn sie ihn einem Löwen in den Rachen würfe, und ob er sich für sie in einen Abgrund stürzen würde, wenn sie nur die Symptome dieser Leidenschaft sah, wenn er nur der idealen Vorstellung ähnlich blieb, die sie sich von einem Manne machte, und besonders von einem Manne, der durch sie zum Leben erwachte, wenn nur von ihrem strahlenden Blicke und von ihrem Lächeln in ihm das Feuer des Lebensmutes aufflammte und er nicht aufhörte, in ihr das Ziel seines Lebens zu sehen. Und daher spiegelte sich in der vorüberhuschenden Gestalt Cordelias und in dem Feuer der Leidenschaft Oblomows nur ein einziger Augenblick, nur ein einziger kurzer Atemzug der Liebe, nur ein einziger Morgen derselben, nur ein einziges launisches Dessin wider. Am folgenden Tage aber, da leuchtete schon etwas anderes auf, das vielleicht ebenso schön, aber doch etwas anderes war . . .

 

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