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Notre-Dame in Paris. Zweiter Band

Victor Hugo: Notre-Dame in Paris. Zweiter Band - Kapitel 31
Quellenangabe
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typefiction
authorVictor Hugo
titleNotre-Dame in Paris. Zweiter Band
publisherVerlag von Philipp Reclam jun.
year1884
translatorFriedrich Bremer
correctorreuters@abc.de
secondcorrectorgerd.bouillon@t-online.de
senderwww.gaga.net
created20120616
modified20140825
projectidd7235799
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3. Heirath des Phöbus.

Um die Abendzeit des nämlichen Tages, als die Gerichtsbeamten des Bisthums erschienen, um den zerrissenen Leichnam des Archidiakonus vom Pflaster des Vorhofes aufzuheben, war Quasimodo aus Notre-Dame verschwunden.

Ueber dieses Ereignis schwirrten viele Gerüchte durch Paris. Man zweifelte nicht daran, daß der Tag gekommen wäre, wo, zufolge ihres Vertrages, Quasimodo, d. h. der Teufel, den Claude Frollo, d. h. den Zauberer, holen mußte. Man nahm an, daß, als er sich der Seele bemächtigte, er den Körper zerschmettert hätte: wie die Affen, welche die Schale zerbrechen, um eine Nuß zu verspeisen. Deshalb wurde der Archidiakonus auch nicht in geweihter Erde bestattet.

Ludwig der Elfte starb das Jahr darauf, im Monat August 1483.

Was Peter Gringoire betrifft, so gelang es ihm, die Ziege zu retten, und er hatte Erfolge in der Trauerspieldichtung. Es scheint, daß, nachdem er den Versuch mit der Sterndeutern, der Philosophie, der Baukunst, der Alchymie, mit allen Thorheiten gemacht hatte, er von ihnen zum Trauerspieldichten zurückkehrte, was das Tollste von allen Tollheiten ist. Das nannte er nämlich »ein tragisches Ende genommen haben.« Folgendes sind die Worte, die man in Bezug auf seine Theatertriumphe seit 1483 in den Rechnungen des königlichen Haushaltes liest: »An Johann Marchand und Peter Gringoire, den Zimmermann und den Dichter, welche das Mysterium gefertigt und gedichtet haben, das im Châtelet zu Paris beim Einzuge des Herrn Legaten ausgeführt wurde, geordnet nach den Rollen, besagte gekleidet und vorgestellt, so wie es in dem genannten Mysterium gefordert wurde; und ingleichen die Bühnengerüste, die dazu nöthig, angefertigt zu haben; und für dessen Aufstellung: hundert Livres.«

Auch Phöbus von Châteaupers nahm ein tragisches Ende – er verheirathete sich.

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