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Carl Ferdinand van Vleuten: Normannensturm - Kapitel 4
Quellenangabe
typefiction
authorCarl Ferdinand van Vleuten
titleNormannensturm
publisherMainzer Volks- u. Jugendbücher
year1933
firstpub1905
illustratorRobert Engels
correctorJosef Muehlgassner
senderwww.gaga.net
created20160719
projectid9de86671
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Drittes Kapitel.
In Prüm

Es war ein müder, trüber Wintertag, es fror nicht, es taute auch nicht. Kalte Nebel hingen vor den Fernen, ihre Dunstschleier umspannten das Prümer Tal, zugleich auch die königliche Pfalz auf dem Tettenbusch, mehr ein offenes Landhaus als eine Feste, ihr gegenüber der Kahlenberg, die Hütten der Hörigen und die Häuser der Vasallen, die sich in der Nähe des Klosters angesiedelt hatten.

Die Klostermühle am Tettenbach feierte, das Rad war vereist.

In rechteckiger Form zog sich bis zum Burgberg die weitläufige Anlage der Abtei hin, von einer Mauer umgeben, der von außen angebaute Behausungen eine wenig kriegerische Haltung gaben; innerhalb der Umwallung um die hochragende, aber schlecht gedeckte Kirche mit dem Glockenturm herum lagen mehr denn zwanzig größere und kleinere Gebäude für die verschiedenen Zwecke des Klosters.

Die Zöglinge der inneren Klosterschule, die jungen, werdenden Mönchlein, wandelten gerade in ihren kleinen Kutten zur Erholung vom Ernst theologischer Weisheit im Klostergarten auf und ab, von den Schulvätern Ingram und Stephanus geführt, dazu schallte aus der Halle der äußeren Klosterschule der regelmäßige Tonfall buchstabenlernender Knaben, oft unterbrochen von der scharfen, zurechtweisenden Stimme des beweglichen Sintram, der die Söhne der umwohnenden edlen Franken des Lesens und Schreibens zu unterweisen hatte.

In einem hellen, geräumigen Saale malten die Schönschreiber unter den Kuttenträgern zierliche, goldgeschmückte Initialen, oder sie ließen ihre Schreibrohre eilig über das Pergament gleiten.

Und auch sonst ging im Klosterbezirk jeder einer ersprießlichen Beschäftigung nach; da waren Laienbrüder, die in der Schmiede mit den hörigen Knechten hämmerten, andere schufen Tischlerwerk, nähten und schusterten, wirkten im Kochraum oder machten sich bei dem Vorratshause zu schaffen. Fulko, der geistliche Arzt, verband im Krankenhause die Wunden, Verrenkungen und Knochenbrüche, auch braute und reichte er den Siechen die heilenden Kräutersäfte.

Zunächst bei der Kirche und mit ihr durch gedeckte Wandelgänge verbunden, war der geräumige, aus Kalksteinquadern aufgeführte Kapitelsaal, der Beratungsraum für die frommen Väter.

Sie hielten zurzeit die wöchentliche Sitzung ab.

Auf einer etwas erhöhten Steinbank, die mit kunstvoll zubehauenen Lehnen prangte, saß Farabert, etwas nach rechts geneigt, weil er in Urkunden, die neben ihm auf dem Kissen lagen, zu lesen hatte. Der oben gebogene und mit goldenen Beschlägen gezierte Stab, das Zeichen seiner Würde, ruhte an seinem Knie.

Da saß ihm zur Seite Regino, der Prior, geschäftig und klug; in Augenblicken, da er nicht verlangt wurde, summte er probend eine Melodie vor sich hin, die er zur Erhöhung des nächsten Osterfestes zu ersinnen hoffte. Der nächste war Walther von Köln, daneben kam Sichard, dem die weiße Kutte mit dem schwarzen Überwurf schier zu eng war ob seiner Leibesfülle, Egil dann und Gerung, beide aus dem Ardennerwald stammend, die Verwalter der Jagd und der Wildzehnten, Elsung, der eisgraue Meister des Orgelspiels, Folkold, gleichfalls schneeweiß den Kranz der Haare, hundert Fältchen um den klugen, tiefeingeschnittenen Mund. Und weiter noch viele, deren Name vergessen ist, die aber alle zum Dienste Gottes versammelt waren, getreu der Regel ihres heiligen Stifters.

Da waren schon viele Meldungen besprochen, und Sichard, der dem Fruchtzehnten vorstand und besonders den Eingang des Weines zu überwachen hatte, faltete behaglich die Hände auf des Bäuchleins Rundung, er hatte sein Werk getan, den Bericht abgelegt und konnte nun hinter dem breiten Rücken des Kölners ein Schläfchen wagen.

Nun wurden westfränkische Leute hineingelassen, die kamen von den weitläufigen Besitzungen des Klosters in Rodonicum nahe bei Paris. Sie klagten in beweglichen Worten über die Verwüstungen, die ihnen die rastlosen Streifereien der Normannen zugefügt hätten.

»Auf einer Insel am Ausgang des Seineflusses sitzen die Nordmänner, unversehens kommen sie mit ihren flachen Drachenschiffen stromaufwärts, wenn wir gerade die Ernte einfahren; wer nicht flieht, den erschlagen sie, alles schleppen sie fort und leben in Völlerei auf ihrer Insel. Wenn ihr nicht wollt, hochwürdiger Abt und Vater und würdige Brüder, daß wir alle, eure Leute, die Güter verlassen und in die Wildnis flüchten, so schafft uns Hilfe. Es ist nicht unsere Schuld, daß wir den Zehnten nicht bringen können.«

Da entschied der Abt, daß den Leuten von Rodonicum der Zehnte erlassen sei; wegen der Hilfe wolle er sich mit dem Kapitel bereden, deshalb sollten die Gesandten sich draußen zum Mahle niederlassen, bis ihnen Antwort werde.

»So sind sie,« sprach Regino, als die Leute hinaus waren, »diese Nordmannen, an jeder Flußmündung sitzen sie, und das Flußgebiet ist ihr Erntefeld! Daß sich doch auch bei den Westfranken ein König fände, der diesen Erbfeind der Christenheit so gewaltig aufs Haupt schlüge wie unser König Arnulf!«

»Schweige, Bruder, von Arnulf, er schlägt die Normannen und trifft unser Kloster nachher fast schlimmer, als die Normannen es getan haben!« rief Gerung dazwischen.

»Gerung hat recht,« entschied Abt Farabert, indem er den Stab ergriff, »wir reden über das Entfernte, und den Raub in unserer Nähe haben wir bisher heute noch nicht erwähnt, wir werden die Gesandten auf morgen bescheiden; hört unterdessen, was in der Angelegenheit geschehen ist, die uns alle bewegt. Waltram von Walsdorf, der mächtige Kriegsmann, ist, eingedenk dessen, was er der Würde des Klosters schuldig ist, von seinem gottlosen Vorhaben zurückgetreten und hat sich zum Vasallenschwur eingefunden, Bettingen und Kastellum hat er von der Gnade des Klosters zu Lehen empfangen, gegen das Versprechen, Rotmar von Mürlenbach, diese Schlange, die wir an unserer Brust genährt haben, unschädlich zu machen. Er versprach, vor zwei Nächten den Grafen zu fesseln, wir bekamen aber seine Nachricht, daß der Anschlag mißlungen und der Mürlenbacher auf seine Burg geflohen sei. Burkhardt, unser getreuer Vogt, versammelt in Sarbodesdorf das Aufgebot des Klosters, Sendboten durchstreifen das Land, um unsere Leute vor dem Mürlenbacher zu warnen. Nun ist es uns aber heilige Pflicht, Blutvergießen zu verhindern. Darum haben wir, im Gebete bestärkt, beschlossen, an den Grafen einen Boten zu senden, der ihn ermahnen soll, von seinem frevelhaften Beginnen abzustehen; er wird es tun, wenn er hört, daß mehr als zweihundert Kriegsleute zusammen sind, um ihn und die Seinen auf der Burg Mürlenbach einzuschließen und zur Ergebung zu zwingen. Auch daß wir Boten an den König geschickt haben, um die Schenkung anzufechten, muß ich sagen; was Arnulf vor Jahresfrist mir bestätigt, den Besitz aller Güter, kann er mir heute nicht entreißen, wer aber, verehrte Brüder, soll zu Rotmar fahren und ihn heimsuchen?«

Vergeblich blickte sich Farabert im Kreise um, die Versammelten sahen zu Boden, keiner erbot sich.

»Es ist ein schweres Beginnen,« sagte Regino zaghaft, »wer weiß, ob die Wut des Eingeschlossenen sich nicht gegen den Boten wendet.«

»Ein Mönch weiß mit dem Krieger nicht zu sprechen!« murmelten einige.

»Wie wäre es, wenn wir Hug von Lothringen schickten,« fragte Folkold leise.

Da fuhren mit einem Male alle Köpfe in die Höhe, sogar Sichard erwachte unwillig.

»Den Geblendeten, den gewalttätigen Sohn unseres verblichenen Königs Lothar, der die heiße Leidenschaft seiner hochfahrenden Mutter Waldrada in sich trägt, den Aufrührer, der seine nächsten Freunde erschlagen, der hier im Kloster wie ein schlecht gezähmter Wolf umher schleicht?« so gingen die Fragen durcheinander.

»Bruder Folkold soll sprechen,« mahnte Farabert, der Abt.

»Und weshalb nicht,« entgegnete der Aufgeforderte, »was kann ein Blinder viel schaden, und ist er nicht der Gewandteste zu solcher Verhandlung, der im Kloster ist? Welchen Nutzen könnte er haben, wenn er die Botschaft anders ausführte, als wir sie ihm auftragen? Und da sich keiner von uns erbietet, wird der blinde Hug nicht mit Feuerzungen gegen den König reden, den Neffen jenes Kaisers Karl, der ihn blenden ließ? wir haben niemand anders, und der Blinde wird die Wut des Mürlenbachers nicht reizen. Und war Hug nicht oft genug in Sarbodesdorf mit Botschaften vom hochwürdigen Abte?«

Farabert und die anderen nickten. Der Abt aber befahl, den blinden Hug zu holen.

Bald erschien ein Mann im Türbogen, nicht der Lothringer selbst, sondern sein Führer.

Ein zottiger, runder Kopf, allenthalben bärtig, ein gedrungener, schlaffer Leib und darunter kurze Beine, wie von weichem Ton geformt, die immer einzuknicken schienen, ein abgeschabter Lederkoller, der früher einmal einen viel kleineren Mann geschmückt haben mußte, deckte allzustramm den Rumpf, während die Schenkel in faltigen Wolltuchfetzen steckten, die Baststreifen und schmutzige Bänder zusammenhielten. An der Seite hing dem Führer Walko ein Leinenbeutel, darin war allerhand Gerät versammelt zu rätselhafter Betätigung, große Kanten trockenen Brotes, Hahnenfedern, zerbrochene Messer, Zangen und Pfriemen, eine Schweinsblase und manches, was sich gar nicht mehr erkennen ließ.

Walko drehte sogleich den Versammelten den Rücken und leitete den Blinden sorglich zwischen den Steinpfosten hinein.

Hug von Lothringen, Sohn des Königs Lothar, eine Zeit lang aus eigener Macht selbst König und damals ein wilder Empörer und Kriegsmann, der seine eigenen Anhänger erschlug, zu aller Schändlichkeit einst bereit, jetzt, vor sechs Jahren von Karl dem Dicken geblendet, ein grübelnder, schweigsamer Gast im Kloster.

Mit den tastenden, unsicheren Bewegungen der Blinden stand Hug an der Schwelle, er beugte sich zurück, er ließ sich von Walko weiterziehen, die schlanke, sehnige, edle Gestalt etwas gekrümmt, die drehenden Bewegungen des Kopfes schienen unablässig für die erloschenen Augensterne ein Fünkchen Himmelslicht zu suchen, so wartete er auf die Anrede. Haß und Gram hatten tiefe Furchen um die immer noch vollen, lebenshungrigen Lippen gezogen, erstes Weiß mischte sich in das Braun der Haare, die ungeordnet die starre, gekrauste Stirn bedeckten.

Der Abt trug das Anliegen des Klosters vor. »Ziehe hin denn in Frieden, und der Himmelsherr segne dein Werk!« waren seine letzten Worte.

»Ist dem Mürlenbacher Gräflein sein Gau nicht klein genug, will er auch den noch verlieren?« fragte Hug mit einer sanften, überaus wohllautenden Stimme, »wie mir befohlen, hochwürdiger Abt, werde ich reden und hoffe zu Gott, daß das Herz des Empörers gerührt werde.«

Dann tastete sich Hug nach einer höfischen Verbeugung mit Hilfe Walkos hinaus.

Bedeutsam sahen sich die Mönche an. »war das nicht der Geist der Reue, der aus dem Blinden sprach? wir können ihn wirklich getrost ziehen lassen!« hörte man sie reden.

Da entstand, als gerade die schwere, erzgeschmückte Tür wieder zugehakt war, draußen ein Getümmel, wie es im Frieden des Klosters ganz ungewöhnlich war, der Abt und das Kapitel horchten hin, aber schon flog die Tür wieder auf, ein paar dienende Brüder, die sich atemlos auf der Schwelle mit einem Eindringenden zu schaffen machten, wurden zur Seite geschoben, und herein schritt mit gewaltiger Bewegung Gibbich, der Einsiedler vom Heiligenstein; die lange Narbe glühte rot, düsteres Feuer loderte im Augenstern.

»Nach dem Blinden kommt der Einäugige!« rief er.

Der Abt hatte sich gesammelt, erhob sich und gedachte mit strafender Rede die Störung der Versammlung zu rügen.

Da reckte Gibbich den Arm: »Sei sparsam mit deinem Wort, Farabert, nicht mehr Würde hast du wie ich in diesem Augenblick, weißes Haar des Alters, mehr nicht! Ich komme nicht, um zu hören, was du für schicklich hältst: Ich komme, weil ich Trauer sehe, Blut, Wunden und Greuel der Verwüstung!«

Schon klangen die Worte, die dem Munde des Sehers entströmten, wie Stimmen aus einer anderen Welt, sein Auge bohrte sich in die Balken der Hallendecke, als ob dort das Schicksal zu lesen stehe.

Unwillig Murren ging durch die Reihen der Mönche, Gibbich erschien ihnen allen unheilig und fast heidnisch, und doch wagte selbst der Abt zuerst nicht, ihn zu unterbrechen.

»Sturmwolken sehe ich sich herwälzen, grimme Reiter reiten darauf, Schwerter schwingen sie, Fackelflammen werfen sie, Hütten brennen auf, und dein Haus, Farabert, flammt auf, auch dein Haus, das der Himmelsherr dir zu hüten gab, damit du's vor Schaden schirmest!«

Wie versunken schaute der Einsiedler in die Höhe, finster und traurig, als sehe er all das Entsetzliche, das er aussprach, lebendig vor sich.

Da schüttelte Regino den Bann ab, der alle umschlossen hielt, und rief: »Trage nicht, abtrünniger Mönch, deine unheilige Gebärde in unser frommes Werk, das wir in Demut tun möchten, schirme du lieber deine eigene Klause! Sei gewarnt, Waltram von Bettingen weiß, wer bei Rotmar auf Neroth war im grauen Mantel, ein schleichender Vermummter!«

Da schien Gibbich wie aus einem Traume zu erwachen, er blickte um sich, reckte sich hoch und sprach, ohne Reginos Worten nachzugehen: »Fürchtet euch, wie ich mich fürchte! Ich sehe die Nacht kommen und habe nicht Arme, sie aufzuhalten. Ihr bautet auf des Kaisers Wunsch eure Feste Dasburg, halbverfallen liegt sie im Schnee! Jahre sind es her, da waren die Nordmänner im Lande! Eure Kirche ist noch geschwärzt am Giebel, die Mauern rissig, Mütter und Frauen weinen noch um die Männer. Mehr denn sechshundert haben die Nordmänner euch erschlagen, Junge und Alte, Edle und Knechte, Mönche deiner eigensten Herde haben sie erschlagen. Wem waren sie in die Hand gegeben, daß er sie schirme? Euch, eurem Abt Ansbald waren sie anvertraut vom Himmelsherrn, in seine Hände hatten sie sich selbst gegeben als Vasallen. Gab Ansbald ihnen Waffen, sich zu schirmen, schirmte er sie selbst mit dem Schwerte? Er lehrte sie beten, gute Werke, Heiligkeit, er lehrte sie Rodung, treffliche Wintersaat und Obstbau, heiliges und weltliches Wesen lehrte er sie, aber nicht der Waffen Gewalt. Davon entwöhnte er sie, und als die Sonne blutig schien und der Nordmann stürmte, da fielen sie hundert und wieder hundert!«

Ein Schauder lief durch die Versammelten, viele waren dabei, die sich an die Zeit noch allzu gut erinnerten, auch hatte die Erzählung der Boten aus Rodonicum wieder die vernarbten Wunden aufgerissen.

Keiner wagte den Klausner zu unterbrechen, bis Farabert leise sagte: »Gibbich, du lästerst das Andenken des seligen Abtes Ansbald.«

»Ist es Ansbald, bist du es, ist es der, der nach dir kommen wird? Keiner ist es, ihr alle seid es! Wer himmlische Heiligkeit will und Frieden der Seele, der soll nicht Haus und Hufen hüten müssen, einen lastenden Reichtum! Wer des Himmelsherrn Lehnsmann ist, der soll nicht sich sorgen um Weinberg und Waldung, um Burg und Feste. Ich liebte allzu sehr die lichte Gottesau hier, Baum und Getier und Himmel darüber, darum zog ich, ein Unwürdiger für das Mönchtum, weg von euch, ihr aber möchtet beides in Händen halten, Himmel und Erde, Gott und Gold!«

»Hebe dich weg, Lästerer!« rief der Abt, während die Mönche sich stürmisch erhoben, um den Kühnen zu ergreifen.

Der aber, hoch auf der Schwelle stehend, sprach gellend und langsam: »Und nun, Abt Farabert, führe deine Leute gegen Rotmar von Mürlenbach!«

Dann schritt er unangefochten durchs Klostertor hinweg und verschwand im Nebel.

Über ihm aber flogen die zwei zahmen Raben und ließen ihren krächzenden, unheilschweren Ruf über das geschäftige Kloster ertönen.

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