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Noblesse oblige

Friedrich Spielhagen: Noblesse oblige - Kapitel 35
Quellenangabe
typefiction
authorFriedrich Spielhagen
publisherLeipzig Verlag von L. Staackmann
booktitleQuisisana, Noblesse oblige
titleNoblesse oblige
year1910
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
projectid3a2ecf69
created20061225
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Neuntes Kapitel.

Er hätte Minnas Mut nicht zu befeuern brauchen. In der Meinung, daß er nicht die ganze Wahrheit gesagt habe, war sie auf das Schlimmste gefaßt und mit sich einig, daß, sollte der Geliebte jetzt sterben, sie nicht weiter an ihre Lebenspflicht gebunden sei.

So betrat sie das Zimmer und schritt ohne Zaudern mit dem Arzte zu dem Bette, von dessen Seite, ihnen Platz machend, der Diener, ein hübscher, gutmütig aussehender junger Mensch, sich erhoben hatte. Der Doktor prüfte den Puls, die Temperatur und den vorhin gemachten Verband; gab Minna die nötigen Verhaltungsmaßregeln, blieb noch ein Weilchen, den Kranken weiterbeobachtend, am Bette sitzen und ging dann, nachdem er Minna gesagt, daß er morgen in aller Frühe wiederkommen werde. Der Diener war mit dem Rezepte zu einer kühlenden Medizin nach der Apotheke gesandt worden. Minna blieb mit dem geliebten Kranken allein.

Er hatte während der ganzen Zeit sehr bleich, regungslos und, wie der Doktor sagte, völlig ohne Bewußtsein dagelegen; aber gerade, als jener die Tür hinter sich zumachte, öffnete er die Augen, um sie freilich sofort wieder zu schließen. Einige Minuten lag er wie vorhin und schlug dann abermals die Augen auf, Minna, die neben ihm saß, mit einem stillen, traurigen Blicke betrachtend, worauf die dunkeln Wimpern wieder herabsanken, aus denen zwei große Tränen quollen, die langsam an den bleichen, hageren Wangen hinunterrannen. Offenbar hatte er sie gesehen – ein Traumbild unter den anderen, das nicht an seiner umnachteten Seele vorüberschweben konnte, ohne die Wunde zucken zu machen, die tiefer saß als jene, die ihn auf das Krankenlager geworfen hatte. Kein wildester Jammerlaut hatte Minna tiefer rühren können, als diese stille Trauer. Die eigenen Tränen stürzten ihr stromweise aus den Augen, aber sie wischte sie unwillig ab und saß dann, den unruhigen Atemzügen des Dahingestreckten lauschend, eingedenk des Ausspruches ihres ärztlichen Freundes: daß eine Krankenwärterin Herz genug haben müsse, keines zu haben.

Der Diener war mit der Medizin zurückgekommen. Es stellte sich heraus, daß der arme Bursche die ganze vergangene Nacht ununterbrochen bei seinem Herrn gewacht hatte. Minna hieß ihn, sich in dem Nebenzimmer auf das Sofa legen; sie werde ihn rufen, sobald sie seiner bedürfen würde.

Durch die offenen Fenster kam ein letzter Abendschein, in dessen mattem Lichte die Züge des Kranken, dessen Bett an der den Fenstern gegenüberliegenden Wand des großen Gemaches stand, bleich wie die eines Toten waren. Eine entsetzliche Angst befiel Minna: dies sei schon der Tod, bis dann wieder die Atemzüge lauter, heftiger wurden; der Kranke den fieberheißen Kopf hin und her auf dem Kissen zu werfen, mit den Fingern der freien Hand auf der Bettdecke krampfhaft zu zucken begann. Sie mußte einen neuen Versuch machen, ihm von der Medizin einzuflößen. Ein erster war vorhin mißlungen. Minna hatte in Gegenwart des Dieners es nicht über sich gewinnen können, das geliebte Haupt zu berühren; auch gemeint, daß jener, an dessen Nähe der Kranke einmal gewöhnt war, diese Hilfe besser leisten könne, als sie. Aber Hypolit hatte die Lippen zusammengepreßt und, als der Mann ihm freundlich zuredete, nur unwillig die Brauen gezuckt.

Sie hielt den gefüllten Löffel in der Rechten. Noch einen Moment zögerte sie; dann schob sie die Linke unter seinen Kopf, den sie emporrichtete, während sie ihn mit leiser Stimme bat, den Trank zu nehmen.

Plötzlich ging eine seltsame Veränderung mit dem Kranken vor. Das Fieber, das ihn geschüttelt hatte, schien verschwunden. Die zuckenden Glieder streckten sich wie in wohligem Schlafe; die krausen Züge glätteten sich und nahmen den Ausdruck gespannten Lauschens an. Minna wiederholte die leise Bitte. Da flog ein Lächeln um die blassen Lippen, die nun gierig dankbar den Trank schlürften. Sie ließ sein Haupt wieder auf das Kissen gleiten und zog die Hand zurück. In demselben Augenblicke aber verfinsterte sich sein Gesicht von neuem, um sich sofort abermals zu erhellen, als sie, sich über ihn beugend, flüsterte: Du mußt nun ruhig sein, Hypolit, ruhig und geduldig um deiner Minna willen, die sich sonst zu Tode ängstigt.

Ein seliges Lächeln; dann wendete er, wie ein gehorsames Kind, das Haupt auf die Seite, und regelmäßige Atemzüge verkündeten, daß er in ruhigen Schlaf gefallen sei.

Sie erhob sich und entzündete die Lampe, die der Diener auf einem Tische in der Mitte des Gemaches zurechtgestellt hatte, so daß der Schein den Kranken nicht belästigen konnte. Der Tisch war augenscheinlich sonst ein Arbeitstisch; es lagen Papiere darauf, mit seiner schönen gleichmäßigen Handschrift bedeckt, und Bücher, von denen eines aufgeschlagen. Sie nahm es zur Hand, es war Rousseaus » Nouvelle Héloise« und das aufgeschlagene Blatt eine Seite aus dem Briefe Julies an St. Preux, als dieser in das Duell mit Mylord Edouard gehen will. Sie las:

»Hüte Dich also, den heiligen Namen der Ehre mit dem barbarischen Vorurteil zu verwechseln, welches alle Tugenden auf eine Degenspitze stellt und zu nichts taugt, als tapfere Verbrecher zu machen. Wenn diese Unsitte wirklich ein Ersatzmittel für die Rechtschaffenheit sein sollte, ist es nicht nutzlos überall da, wo die Rechtschaffenheit herrscht? Und was soll man von dem denken, der sich dem Tode aussetzt, um der Verpflichtung zu entgehen, ein ehrlicher Mann zu sein? Siehst Du denn nicht, daß jene Verbrechen, welche die Scham und die Ehre nicht haben verhindern können, gedeckt und vervielfältigt werden durch die falsche Scham und die Furcht vor dem Tadel? Sie ist es, die den Menschen zum Heuchler und Lügner macht; sie ist es, die um eines unbedachten Wortes willen, das er hätte vergessen müssen, ihn das Blut des Freundes vergießen läßt, um eines verdienten Vorwurfes willen, der ihm unerträglich dünkt. Sie ist es, die das betrogene, furchtsame Mädchen zur höllischen Furie wandelt. Sie ist es, die, o allmächtiger Gott! die Hand der Mutter waffnet gegen die zarte Frucht. ... Ich fühle meine Seele vergehen bei dem furchtbaren Gedanken und danke wenigstens dem, der die Herzen prüft, daß er von dem meinen jene gräßliche Ehre ferngehalten hat, welche nur zu Freveltaten begeistert und die Natur schaudern macht.«

Sie konnte nicht weiterlesen; ein Stöhnen ihres Kranken rief sie zum Bett zurück. Wieder warf er den Kopf hin und her, und die Hand tastete wie suchend auf der Decke. Sie nahm die heißen Finger in die ihren; sofort schwand die wilde Erregung; doch schien auf dem bleichen Gesichte mit den geschlossenen Augen noch eine Spannung zu liegen, wie eines erwartungsvoll Lauschenden. Wollte er ihre Stimme hören? Von Rührung schier überwältigt, stammelte sie ein paar unzusammenhängende Worte, sehr leise, denn das verhaltene Weinen schnürte ihr fast die Kehle zu; aber über die weite Ferne, in die ihm das Fieber sonst die lebendige Welt rückte, hatte er sie doch gehört – vielmehr den Klang der Stimme vernommen; sicher nichts weiter: sie durfte ihm jetzt sagen, wovon ihr armes Herz überfloß; verstehen würde er sie ja nicht.

Und so, sich nahe zu ihm beugend, sagte sie, wie mit ihm für ihr Leben die Sonne aufgegangen sei; wie grenzenlos sie der Sonnenschein beseligt, und wie unendlich sie den Spender dieser ihrer Seligkeit geliebt habe. Und was sie gelitten, als ihre Sonne sich dann zu verhüllen schien, und wie sie nun versucht, in dem Traume von einem unzerstörbaren Himmelsglück, das ihrer harre, sich ein gesteigertes Abbild des vernichteten Erdenglückes zu schaffen. Und wie sie, ganz umfangen und geblendet von dem trügerischen Wahne, sich das Ungeheure zumuten zu dürfen, es ertragen zu können geglaubt habe; und wie entsetzlich sie unter der Last gelitten, um dann doch unter ihr zusammenzubrechen.

Das klage ich nicht dir, Geliebter, flüsterte sie, sondern der stillen Nacht, die uns beide umgibt und die Glut der Scham verdeckt, von der meine Wangen flammen. Ich weiß es ja, deine Liebe ist unermeßlich wie deine Güte, und du würdest mir selbst dies vergeben, hast es mir bereits vergeben und in deinem großen Herzen nichts als Mitleid mit deinem unglückseligen Mädchen. Ja, deinem, deinem immerdar, es mag geschehen sein, was da wolle; es möge was immer geschehen! Und wenn du in diesen Zweikampf, den deine hohe Seele verabscheut hat, gegangen bist, ein Leben los zu werden, in dem auch nur scheinbar sie dich verlassen konnte, die du mehr liebtest als dich selbst – sieh, Geliebter, auch an mich ist die Versuchung des Todes herangetreten in furchtbar verlockender Gestalt, und ich habe sie überwunden und bin am Leben geblieben, das mir ein Grauen ist, wie auch du am Leben bleiben mußt, in dem dir kein Blütentraum mehr reifen wird. Hohe Seelen wie deine können nur einmal lieben und hüllen sich für immer in die Nacht der Entsagung, wenn die erste heilige Flamme auf dem Altare ihres Herzens erloschen ist. So laß uns ausharren, Geliebter! uns beide! ich, die ich muß; du um meinethalben, deiner selbst für mich vergessend, wie du es ja jederzeit getan Haft; durch Länder und Meere getrennt, doch miteinander lebend; grausam geschieden, dennoch verbunden in geheimnisvoll köstlicher Ehe, deren Brautnacht diese ist.

Sie hatte sich vollends über ihn gebeugt und berührte mit den Lippen seine bleiche Stirn; dann sank sie in den Sessel zurück. Nur ihre Hand hatte sie in der seinen gelassen.

Und mußte sie ihm auch weiter lassen. Sobald sie sie ihm einmal entzog, wurde er ungeduldig. Ja, selbst als tiefe Atemzüge anzeigten, daß es kein Fieberschlaf mehr war, den er schlief – ihre Hand wollte er nicht lassen. Ihr aber hätte man vergebens alle Herrlichkeit der Welt und die himmlische Seligkeit bieten können für die Wonne, seine Hand so halten und sich sagen zu dürfen: niemals wird er sie einer anderen geben; ewig und ewig gehört dir sein Herz.

So verging die kurze Sommernacht. Schon kam das Frühlicht hell genug über die Giebel der gegenüberstehenden Häuser, daß Minna die Lampe auslöschen konnte. Von der Gasse herauf, deren lautlose Stille nur ein paarmal der dumpf schallende Taktschritt vorüberziehender Patrouillen unterbrochen hatte, kam erst vereinzelt, dann häufiger das ungleichmäßige Geräusch zu ihrem Gewerbe eilender, sich schleppender Menschen. Ein Wagen rollte langsam vorüber, aus dem Hause selbst ließen sich Laute vernehmen; der Tag war da.

Minna schloß an den offenen Fenstern die Vorhänge, damit das grellere Licht den Kranken nicht erwecke, der so ruhig schlief. Daß der Doktor sich über den Zustand des Patienten sehr befriedigt aussprechen und sie fortschicken werde, nahm sie als sicher an. Durfte sie ihm von dem magischen Einflüsse reden, den ihre Gegenwart auf den Geliebten gehabt hatte? Sie würde geglaubt haben, die keusche Seligkeit dieser Nacht zu entweihen. So mußte sie denn jetzt von ihm Abschied nehmen.

Sie war wieder an das Bett getreten; nebenan regte sich der junge Diener, es war keine Zeit zu verlieren. Einmal! ein einziges letztes Mal!

Sich auf ihn niederbeugend, küßte sie ihn auf den Mund, durchrieselt von den Schauern höchster Wonne und des furchtbaren Schmerzes einer Trennung, die für ewig sein mußte. Sie hatte nur eben die geliebten Lippen mit den ihren berühren wollen; aber es war, als ob ein Allmächtiges sie festhalte, und jetzt wurde der Kuß erwidert. Es konnte ja nur eine Täuschung gewesen sein. Als sie sich, an allen Gliedern zitternd, aufrichtete, lag er wie vorher regungslos. Gelobt sei Gott!

Der Diener trat herein, sehr bestürzt, daß er die ganze Nacht geschlafen hatte. Minna beruhigte ihn und fragte, ob er ihr eine Gefälligkeit erweisen wolle?

Von ganzem Herzen, Madame, erwiderte der junge Mann eifrig; und Minna, ihm noch einmal in die ehrlichen Augen blickend, wußte, daß sie ihm trauen dürfe. So zog sie das kleine Paket, das ihre Briefe enthielt, hervor und bat Baptiste, es seinem Herrn zu geben, wenn er so weit genesen sei, daß er es ohne Gefahr tun zu können glaube. Denn in dem Pakete sei etwas, das den Herrn möglicherweise sehr aufregen werde, wenn auch nicht schmerzlich. Er solle deshalb den Augenblick schicklich wählen und besonders darauf sehen, daß niemand sonst zugegen sei. Er selbst aber solle in der Nähe bleiben.

Baptiste versprach alles treulich auszurichten und küßte Madame die Hand. Minna hatte, als sie gestern in ihren Sachen ordnete, einen hübschen Ring aus ihren Mädchenjahren, den sie lange vermißt, gefunden und angesteckt. Den zog sie jetzt ab, indem sie sagte:

Auch dies geben Sie Ihrem Herrn, und ich hätte diesen Ring an dem Tage getragen, da ich ihn zum ersten Male gesehen und nie wieder, bis zu dieser Nacht, in der ich auf immer von ihm Abschied genommen.

Das wolle Gott verhüten! sagte Baptiste, mein Herr liebt Madame ja so!

Da wissen Sie? sagte Minna mit trübem Lächeln.

Ganz gewiß, Madame! Wenn ein Diener seinen Herrn liebt, weiß er auch, wen sein Herr liebt. Und in dem Falle von Madame und Monsieur war es noch besonders leicht, es zu wissen, da Monsieur beständig ein Medaillon um den Hals trägt, mit einer Glaskapsel, in dem sich eine Locke befindet, wie ich oft gesehen habe, wenn ich Monsieur bei der Toilette half. Und als Monsieur vorgestern früh zum Duell ging, wohin ich ihn begleitete, sagte er unterwegs zu mir: Baptiste, wenn ich falle, sorge dafür, daß ich mein Medaillon mit in das Grab bekomme. Nun, und die Locke ist von Madame, wie ich wußte in dem Moment, als Madame gestern abend hereintrat. Die schöne dunkle Farbe von Madames Haar existiert nicht zweimal.

Die Rede floß dem jungen Menschen so anmutig von den Lippen, und was er sagte, klang Minna so süß – sie dachte der Abendstunde, als Hypolit sie um die Locke gebeten und von ihr die Erlaubnis erhalten hatte, selbst sie sich schneiden zu dürfen. Wie er dann unter dem Vorwande, die Wahl werde ihm zu schwer, so lange in ihrem Haare genestelt, bis sie ihm lachend die Schere aus der Hand genommen und auf gut Glück eine Locke abgeschnitten hatte. Für den Moment überkam sie wieder die ganze Seligkeit jener Tage, und sie war das liebende und geliebte Mädchen, vor dessen Auge die Zukunft gelegen hatte, ein einziger sonniger, rosenbekränzter Tag.

Ein kurzer Moment. Dann hob sie die heißen, überwachten Augen und sah die trostlose Wirklichkeit, die der rosige Zukunftstraum gebracht hatte: das öde Junggesellenzimmer in der Unordnung eines improvisierten Krankenraumes mit dem Feldbett, auf dem der Geliebte bewußtlos lag, um zu erwachen in Schmerzen, allein, die tristen Tage und endlosen Nächte hindurch; langsam genesend zu einem Leben, das sich nun so weiterspinnen würde ohne Freudigkeit in monotoner Pflichterfüllung, bis der Tod kam, der jetzt nur noch der Ausgang aus dem Erdenleid sein konnte, nicht der Eingang zu Paradiesesglück.

Da wurde leise die Tür geöffnet; über die Schwelle schritt die lange, hagere Gestalt des ärztlichen Freundes, auf dem grotesken Gesicht den Schimmer eines Lächelns, das ihr galt, während die Augen unter den buschigen Brauen bereits scharf nach dem Kranken spähten, an dessen Lager er dann unverzüglich trat.

Eine kurze Untersuchung, und er hatte sich wieder zu ihr gewandt.

Bravo, Liebste! Sie haben Äskulap selber übertroffen. Unser Patient ist nicht nur außer aller Gefahr; ich kann die Garantie übernehmen, daß er in drei Wochen ein völlig gesunder Mann sein wird. Ihr Dienst ist also von jetzt an unnötig, glücklicherweise, denn Neddermeyer kann nicht länger warten, und sein Wagen hält bereits an der nächsten Ecke – ich wollte ihn hier nicht vorfahren lassen – mit Christiansen und Ihren Sachen. Ich begleite Sie natürlich bis an den Wagen. Und nun expedieren Sie sich!

Der alte Mann hatte das alles hastig und in dem Tone jemandes gesagt, der einen Widerspruch, den er fürchtet, von vornherein abschneiden will.

Dann hatte er Baptiste einen Befehl gegeben, worauf der junge Mensch eilig in dem Nebenzimmer verschwand, und war selbst an den Tisch in der Mitte des Zimmers getreten, auf dem er, Minna den Rücken zuwendend, eifrig etwas zu suchen schien.

Guter, alter Mann mit der bärbeißigen Miene und dem weichen Kinderherzen! der Abschied ist bälder genommen, als du denkst. Ein einziger Blick nur noch in das bleiche Gesicht, über das in diesem Moment ein schmerzliches Zucken geht, und dann ade! ade!

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