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Nachbarsleute

Ludwig Thoma: Nachbarsleute - Kapitel 11
Quellenangabe
typenarrative
authorLudwig Thoma
year1987
publisherPiper Verlag
addressMünchen
isbn3-492-10741-9
titleNachbarsleute
pages3-163
sendergerd.bouillon@t-online.de
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Der westfälische Glaubensbote

Wir waren damals unser drei Lateinschüler in Bernau.

Wenn wir zu Ostern und im Herbst in die Ferien heimkamen, mußten wir unsere Zeugnisse im Pfarrhofe vorweisen, denn der Herr geistliche Rat Hefter war der gesetzmäßige und sachverständige Beurteiler unserer Fortschritte.

Er war eben ein milder Richter.

Von einem Dreier wußte er zu sagen, daß er immerhin kein Vierer sei, und die zweite Note nötigte ihm schon Hochachtung ab. Wenn er alles geprüft und recht befunden hatte, lud er seine Studentlein für den kommenden Tag zum Essen ein.

Die Mahlzeiten waren reichlich und von auserlesener Güte, nach der schönen Tradition altbayrischer Pfarrhöfe. Da gab es brave Leberknödel, herzhafte Stücke Rindfleisch, auf die wir den Gansbraten setzten. Den herrlichen Schluß bildete allemal ein Rahmstrudel, über dessen Bereitung der hochwürdige Herr eine lehrhafte Rede hielt.

Denn er unterschied gewissenhaft zwischen dem ausgezogenen Strudel und dem Pfannenkuchenstrudel, und er sagte, daß leider die Kunst, den Teig in rechter Weise zu behandeln, allmählich verfalle.

Nach beendetem Mahle, wenn der Kaffee aufgetragen war, kam Fräulein Cornelia in das Zimmer und ließ sich von ihrem Herrn nötigen, Platz zu nehmen.

Ihr rundes Gesicht war gerötet vom Herdfeuer und strahlte ungemeines Wohlwollen aus. Sie wußte die Worte der Bescheidenheit zierlich zu setzen, wenn der Herr Rat die Mahlzeit lobte, und allemal beteuerte sie, es sei ihr nicht alles nach Wunsch geraten.

Dann fragte sie einen jeden von uns nach Gesundheitszustand und Befinden während des Jahres und wußte hier ein Tröstliches zu sagen, wenn ein Zeugnis schlecht ausgefallen war, und dort ihre Bewunderung auszudrücken, falls einer gute Noten heimgebracht hatte.

Woraus zu schließen war, daß auch Fräulein Cornelia unserem Studiengange Beachtung schenkte.

Das taten übrigens viele Leute in Bernau; und wenn der beste von uns dreien, der Joseph Haslinger, wieder einmal Noten heimbrachte, die uns recht in den Schatten stellten, ging die Kunde davon im Markte herum, und die Frommen freuten sich in der Hoffnung, daß er dereinst ein Diener Gottes werden würde.

Der geistliche Rat Hefter machte sich nicht viel aus dem Haslinger Pepi, der schon jetzt eine auffallende Heiligkeit herumtrug. Wir andern waren ihm lieber; und wir mußten ihn oft begleiten, wenn er in die Nachbardörfer ging, um die Herren Amtsbrüder zu besuchen.

Da saßen in den Pfarrhöfen von Aschau und Endorf wohlgeratene Altbayern, die uns in schattigen Gärten bewirteten und uralte lateinische Späße kannten.

Ab und zu auch einen deutschen, der recht nahe an die Grenze hinging, wo die Zimperlichkeit aufhört.

Das Liebste war es uns, wenn die ehrwürdigen Herren einen Kantus anstimmten, wobei wir mit Stolz bemerken konnten, daß unser Herr Rat mit seinem dröhnenden Basse die anderen aus dem Felde schlug. Hinterdrein kam der fröhliche Heimweg. Da war der hochwürdige Herr allemal redselig gestimmt und erzählte uns von der alten Zeit, in der er selber noch jung war.

Er führte sich aber nicht etwa als Beispiel der Tugend und des Fleißes auf, sondern verweilte lieber bei der Schilderung einer weltlichen Lustbarkeit. Wie er denn überhaupt von der glücklichsten Gabe der Heiterkeit beschenkt war.

Er war noch von der alten Art. Ein fröhlicher Junggeselle, dem das Alter den Humor mehrte, und der recht behaglich über den irdischen Kümmernissen stand.

Er hatte nie eine Streitfrage angefangen, aber manche geschlichtet; er hat nie Dummheit verdammt, aber über manche gelacht.

Und darum steht er bei mir im lieben Andenken, weil er oft meine Mutter mit Weltweisheit getröstet hat, wenn sie verzagte an meiner Zukunft.

Mein junges Herz hat sich an ihn gehängt, und zu den vielen Trübseligkeiten, die der Schulbeginn für mich hatte, gehörte auch der Abschied vom Herrn geistlichen Rat Hefter.

Eines Herbstes aber, als ich wieder in die Ferien kam, hatte sich vieles geändert.

Wie ich dem alten Herrn mein Zeugnis vorwies, las er es nur so obenhin, und er war nicht wie sonst.

Ich erfuhr bald, was ihm die Fröhlichkeit genommen hatte, wenn ich auch nicht alles verstand.

Nämlich: da war ein Fremder im Pfarrhofe eingezogen, ein junger Kooperator aus dem Westfälischen. Hieß Heinrich Wilmans.

Sein Aussehen hat mir gleich gesagt, daß er mir nie gefallen könne.

Er war ein himmellanger Mensch, und alles war ungeschlacht an ihm. Arme und Hände und Füße und am meisten der Kopf.

Der war wie viereckig mit der niedrigen Stirn und der furchtbaren Kinnlade.

Wäre der Wilmans ein Schmiedgeselle gewesen, so hätten ihm Arbeit und Ruß vielleicht zu einer anständigen Erscheinung verholfen.

Aber wenn einer mit solchen Knochen faulenzt und den Heiligen im Volke vorstellt, gibt es allemal ein schlechtes Bild.

Es war über die Maßen widerlich, wenn der Longinus zierlich tat mit den Händen, oder wenn er recht jüngferlich seine Füße setzte.

Wer ihm das noch verzeihen wollte, hat ihm gram werden müssen wegen seines Gesichtes.

Die Augen saßen ihm tief und waren graugrün und schauten so fromm, als wenn sie den Herrgott auch an Werktagen suchten.

Aber der Mund strafte sie Lügen. Die schwulstigen Lippen verrieten es, daß der heilige Heinrich dem Irdischen keineswegs entrückt war; und es war eine recht gemeine Sinnlichkeit, von der sie erzählten.

Für unseren geistlichen Rat muß es von der ersten Stunde an eine Qual gewesen sein, den Menschen in seiner Nähe zu haben. Denn alles war fremd und feindselig an ihm.

Die Gesinnung und die Art, wie er sie versteckte, und die Art, wie er sie von sich gab in dem spitzigen harten Dialekt.

Er war aus der Münsterischen Gegend, wo sie heute noch die Andersgläubigen am liebsten in Käfigen zum Verhungern aufhängen würden.

Vielleicht hätte er zu dem dummen Volke gepaßt, das dort oben haust und seine Quäler und Meinungsverfolger für Heilige hält. Aber hierher ins Altbayrische gehörte er nicht, und das hat niemand deutlicher gewußt wie unser braver Franz Hefter.

Er hat ihn aber eine Zeitlang haben müssen, denn die hohe Obrigkeit warf ihre Gunst auf den Kooperator.

Es war nämlich der Heinrich Wilmans ein Glaubenszeuge oder Märtyrer, indem ihn der Minister Falk mit mehreren seinesgleichen aus dem Königreiche Preußen vertrieben hatte.

So kam er von einem Glorienschein umgeben in unseren stillen Markt und prangte fürs erste in Tugend und Glaubensstärke.

Es fehlte ja auch zu Bernau nicht an Betschwestern, die ihr Katholisches schärfer haben wollten wie andere Menschen, und die es nicht genug loben konnten, wie der preußische Held ins Zeug ging. Und die alten Jungfern schnurrten wie die Katzen, wenn ihnen der Wilmans eigenartige Nerven aufregte und die christliche Kost pfefferte.

Dieses zwar hätte den geistlichen Rat wenig bekümmert; was da von alten Schafen zur neuen Tränke zog, ging ihm gut und gerne verloren. Aber bald mußte er bemerken, daß sich ein heimlicher Unfrieden festsetzte, daß erbitterte Feindschaften aufgingen unter dem befruchtenden Himmelstau, den der Herr Kooperator ausströmte.

Es gab jetzt Leute, die scharf auslugten, ob auch die Nachbarn dem Herrn dienten, und alle Tugenden wurden mit einemmal recht öffentlich durch die Gassen getragen und den Nebenmenschen vor die Nase gesetzt. Und je mehr Heilige aus dem Volke erstanden, desto größer wurde auf der anderen Seite die Schar der Verlorenen, für die man inbrünstig beten mußte.

Herr Hefter sah betrübt auf diese Wandlung. Wie seine Pfarrkinder jetzt die Ohren hängen ließen und nach der Vollkommenheit strebten, wollten sie ihm gar nicht gefallen. Bald begegnete er allenthalben giftigen Gerüchten, die alles Behagen aus den Häusern vertrieben, und er mußte persönlich darunter leiden, weil auch das brave Fräulein Cornelia nicht verschont wurde, sondern den Gegenstand sittsamen Abscheus bilden mußte.

Wenn sie nunmehr mit tiefer Wehmut in den Schüsseln rührte und häufig mit nassen Augen ihre Arbeit tat, schwoll der Ingrimm des gutmütigen Pfarrers mächtig an.

Jedoch konnte er den Feind nicht zum Kampfe stellen, denn auch hitzige Fragen beantwortete Wilmans mit einer himmlischen Sanftmut. Und er wußte nie etwas von den Bernauer Geschehnissen, Lügen und Feindseligkeiten, dieweilen sie irdischen Ursprungs waren.

Ich bin in derselbigen Zeit mit dem geistlichen Rat wieder einmal nach Aschau gegangen, wo uns der Dekan Staudacher gastlich aufnahm.

Es kam jedoch nicht zum fröhlichen Kommersieren, denn die Alten saßen mit ernsthaften Mienen einander gegenüber und tranken Bier in stiller Wut.

Herr Staudacher richtete halbe Fragen an seinen Freund, die ich nicht verstehen sollte, ob noch keine Aussicht bestünde, daß das Übel entfernt werde, und so ähnlich.

»Ja, Aussicht!« polterte unser Rat los. Aussicht! Immer schlechter werde es, und den Herren oben gefalle es gerade deswegen. Die brauchten jetzt Hetzer und Wühler, und wer nicht mittue, gelte nichts. Und der niederträchtige Halunke habe bei ihnen das größte Ansehen.

Herr Staudacher zwinkerte mit den Augen gegen mich hin, aber unser Rat sagte, ich dürfe es schon hören und wissen, daß der Wilmans ein Tropf sei. Es brächte bloß Schaden, den Menschen für anständig zu halten. Und er habe Vertrauen zu mir, daß ich nicht wie der Haslinger Pepi mit dem Kerl herumlaufe.

Allgemach wurde er warm und schlug grimmig in den Tisch hinein.

Da sagte Herr Staudacher zu mir, ich solle doch bei der Frau Arzböck gute Birnen und Äpfel in seinem Namen holen; er wolle sie mir für meine Frau Mutter geben.

Ich verstand wohl, warum er mich fortschickte, und ich blieb lange aus.

Als ich wieder kam, klopfte mir der Herr Staudacher auf die Schulter und zeigte seine Zufriedenheit. Ich konnte deutlich merken, daß die Alten noch etliches über den Wilmans geredet hatten, denn unser Rat hatte einen roten Kopf, und auf dem Heimwege blieb er oft stehen und brummte vor sich hin.

Und auf einmal sagte er zu mir: »Gelt, Ludwigl, du gibst dich nicht ab mit dem? Der Kerl ist schlecht. Grundschlecht.«

Ich antwortete recht männlich: »Niemals.« Da mußte er lächeln über meine feierliche Art.

Es war mir aber recht ernst mit meinem Versprechen, und ich hätte gerne durch eine verwegene Tat den Herrn Hefter von seinem Feinde befreit. Mein bester Wille konnte ihm nicht helfen, und er mußte noch ein halbes Jahr und darüber den westfälischen Glaubensboten um sich haben.

Bis sich die Vorsehung seiner erbarmte und den Wilmans über die eigenen Beine stolpern ließ. Der fühlte sich immer wohler in Bernau und breitete sein Reich darinnen aus. Und zuletzt glaubte er, daß er Herr über alles sei und verfahren könne wie die Heiligen in der Münsterischen Landschaft.

Da mußte er indessen mit Bitterkeit erkennen, daß die Altbayern nicht ganz so ehrfürchtig vor den Dienern des Altars aufwachsen. Es stand im Orte ein wichtiges Fest bevor. Schon seit Jahren wollte der Veteranenverein den Kameraden, die in Frankreich gefallen waren, ein Denkmal setzen, und er hatte fleißig gesammelt, bis er endlich die Mittel beisammen hatte.

Die drei kunstverständigsten Leute von Bernau begaben sich ins Schwäbische, wo eine Metallwarenfabrik zahlreiche Monumente im Vorrat hatte. Sterbende Soldaten, welche noch die Fahne halten, lebende Soldaten, welche die Fahne schwingen, Engel, die sich über Tote beugen, Engel, die Lorbeerkränze mit ausgestreckten Armen tragen. Die Bernauer Kommission, an deren Spitze der Zimmermeister Martin Degenbeck stand, wählte einen Engel mit Lorbeerkranz, obwohl sie eine lebhaftere Gruppe vorgezogen hätte. Aber leider steckten alle lebenden und toten Soldaten der Fabrik in preußischen Uniformen.

Nun waren die Käufer wohl oder übel zufrieden mit ihrem bronzenen Himmelsboten und priesen als kluge Leute daheim das Kunstwerk in allen Tonarten, so daß starke Neugierde herrschte.

Der Steinmetz Bonholzer stellte den Sockel her und brachte mit vergoldeten Buchstaben auf polierten Marmortafeln die Namen der Gefallenen an.

Seine Werkstätte war mit Zuschauern angefüllt, welche die saubere Arbeit bewunderten und kunstsinnige Betrachtungen anstellten, wie schön wohl der Engel auf diesem Sockel stehen werde.

Neben der Kirche richtete man den Platz für das Denkmal; da war ein großes Viereck durch steinerne Säulen gebildet; von einer Säule zur anderen schlangen sich eiserne Ketten von martialischem Aussehen. In der Mitte des Vierecks war ein Loch für den Sockel aufgeworfen, und um dasselbe herum war Gartenerde eingestampft, denn es sollten schöne Blumenbeete das Denkmal umgeben.

So gab es immer Neues zu sehen und zu besprechen, und viele Leute boten kluge Ratschläge dar, und die Spannung wuchs.

Der Zimmermeister Degenbeck war in diesen Tagen wieder einmal die wichtigste Persönlichkeit. Denn es oblag ihm, als dem Vorstande des Veteranenvereins, die Sorge um die richtige Ablieferung des Engels, um die sichere Aufstellung, um das Gelingen des Festzuges, um die angemessene Beteiligung der Honoratioren und der Vereine, um den würdigen Verlauf des Gartenfestes und um die Abhaltung der Reden. Man sah ihn jetzt im Laufschritte von einem Hause in das andere eilen, mit fliegenden Rockschößen durch die Gassen stürmen, immer atemlos, sorgenvoll und schweißtriefend.

Und wenn er abgehetzt des Abends heimkam, saß er einsam bei der Lampe und setzte die Reden auf. Denn es war notwendig, daß er sie halten mußte, weil es im weiten Umkreise von Bernau keinen zweiten für eine zündende Veteranenrede gab.

In den siebziger Jahren war ein gemächlicher Liberalismus in Altbayern eingezogen. Beamte, Schullehrer und die besseren Bürger nahmen ihn an und trugen das neue Gewand wie einen sonntäglichen Bratenrock und augenfälliges Zeichen der vorgeschrittenen Bildung.

Sie waren frei von Kampflust und paßten mit Klugheit ihre Ansichten dem bürgerlichen Zusammenleben an, welches bei klaffenden Gegensätzen nicht gedeiht. Die Politik mochte nur als Beschäftigung für Feierabende gelten, als Gegenstand leichter Gespräche im Wirtshause; sie griff nicht hinüber in gemeindliche Dinge, in das Erwerbsleben, und sie konnte die Gemüter nicht trennen. Man darf sogar annehmen, daß gerade die Rückständigen von heimlicher Hochachtung erfüllt waren gegenüber den Leuten, die verwegen über die uralten Grenzen geschritten waren.

Und so wurde sicher auch der Zimmermeister Martin Degenbeck von vielen in Bernau bewundert. Er las häufig im Konversationslexikon und breitete vor seinen Mitbürgern fremdartige Kenntnisse aus. Dazu war er in der Weltgeschichte gut beschlagen und urteilte über Menschen und Dinge mit dem überlegenen Rationalismus, den man aus Karl von Rottecks Schriften gewinnt. Er hatte sich ein treffliches System erbaut, in das er auch die kleinen Bernauer Dinge einfügte, und er geizte nicht mit seinen tiefbegründeten Meinungen. Er gab sie gerne und reichlich von sich und wurde angestaunt auch da, wo er nicht verstanden wurde. Mit Kirche und Obrigkeit lebte er in Frieden, so häufig er auch den Vertretern dieser Hoheiten seine Überlegenheit andeutete. Der geistliche Rat Hefter ließ ihn bei seinem Glauben und schätzte ihn als braven Familienvater; daneben auch als einen Mann, mit dem man einen anständigen Tarock spielen konnte.

Es war selbstverständlich, daß der neue Kooperator in Martin Degenbeck allsogleich seinen Gegenfüßler und grimmigsten Feind erkennen mußte.

Heinrich Wilmans brauchte ein Objekt für seinen Eifer; und welches wäre tauglicher gewesen als dieser laue Katholik und politisierende Handwerksmeister? Er begann also unverweilt ihn als abschreckendes Beispiel zu benützen, und Degenbeck konnte nun erfahren, mit wieviel Recht sein Lehrmeister Rotteck sagt, daß der philosophische Geschichtsforscher die Auswüchse der Priestermacht mit Unwillen und mit empörten Gefühlen betrachten müsse.

Es war ein Glück, daß die Friedensliebe in Bernau stärker war als diese neue Glaubenswut, und daß man in dem schmählichen Helden immer noch den erprobten Mitbürger sah.

Da sollte jetzt Degenbeck Gelegenheit finden, bei der Errichtung des Kriegerdenkmals sein Ansehen neuerdings zu befestigen. Schon dieserhalb war das Fest Heinrich Wilmans unwillkommen, und er gab sich redlichen Eifer, im stillen Hindernisse aufzubauen.

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