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Mozarts Briefe

Wolfgang Amadeus Mozart: Mozarts Briefe - Kapitel 99
Quellenangabe
typeletter
authorW. A. Mozart
titleMozarts Briefe
publisherInsel-Verlag
editorAlbert Leitzmann
year1924
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20060123
projectidc699a5b9
noteStabi Signatur A 365275
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Wien, 20. Juni 1781.

... Daß Sie die Hofschranzen über die Quer ansehen werden, will ich gerne glauben; doch was haben Sie sich aus solchem elenden Gesindel zu machen! Wie feindlicher daß diese Leute gegen Sie sind, desto stolzer und verächtlicher müssen Sie sie ansehen. Wegen dem Arco darf ich nur meine Vernunft und mein Herz zu Rate ziehen und brauche also gar keine Dame oder Person vom Stande dazu, um das zu tun, was recht und billig ist, was nicht zu viel und zu wenig ist. Das Herz adelt den Menschen, und wenn ich schon kein Graf bin, so habe ich vielleicht mehr Ehre im Leib als mancher Graf. Und Hausknecht oder Graf, sobald er mich beschimpft, so ist er ein Hundsfutt. Ich werde ihm von Anfang ganz vernünftig vorstellen, wie schlecht und übel er seine Sache gemacht habe, zum Schlusse aber muß ich ihm doch schriftlich versichern, daß er gewiß von mir einen Fuß im Arsch und auch ein paar Ohrfeigen zu gewarten hat; dann wenn mich einer beleidigt, so muß ich mich rächen, und tue ich nicht mehr, als er mir angetan, so ist es nur Wiedervergeltung und keine Strafe nicht. Und noch dazu würde ich mich mit ihm in Gleichheit stellen, und da bin ich wirklich zu stolz dazu, als daß ich mich mit einem so dummen Schöps vergliche...

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