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Mozarts Briefe

Wolfgang Amadeus Mozart: Mozarts Briefe - Kapitel 36
Quellenangabe
typeletter
authorW. A. Mozart
titleMozarts Briefe
publisherInsel-Verlag
editorAlbert Leitzmann
year1924
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20060123
projectidc699a5b9
noteStabi Signatur A 365275
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Mannheim, 20. November 1777.

Gestern, als Mittwoch den 19., fing wieder die Gala an. Ich war im Amt, welches ganz funkelnagelneu vom Vogler komponiert war. Ich war schon vorgestern nachmittag in der Prob, ging aber gleich nach geendigtem Kyrie davon. So hab ich mein Lebetag nichts gehört. Es stimmt oft gar nicht; er geht in die Töne, daß man glaubt, er wolle einen beim Haaren hineinreißen; aber nicht, daß es der Mühe wert wäre, etwa auf eine besondere Art, nein, sondern ganz plump. Von der Ausführung der Ideen will ich gar nichts sagen. Ich sage nur das, daß es unmöglich ist, daß ein Voglerisches Amt einem Compositeur (der diesen Namen verdient) gefallen kann. Dann kurz, jetzt hör ich einen Gedanken, der nicht übel ist; ja, er bleibt gewiß nicht lange nicht übel, sondern er wird bald – schön? Gott behüte! übel und sehr übel werden, und das auf zwei- oder dreierlei Manieren; nämlich daß kaum dieser Gedanken angefangen, kommt gleich was anders und verderbt ihn, oder er schließt den Gedanken nicht so natürlich, daß er gut bleiben könnte, oder er steht nicht am rechten Ort, oder endlich er ist durch den Satz der Instrumenten verdorben. So ist die Musik des Voglers ...

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