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Mozarts Briefe

Wolfgang Amadeus Mozart: Mozarts Briefe - Kapitel 31
Quellenangabe
typeletter
authorW. A. Mozart
titleMozarts Briefe
publisherInsel-Verlag
editorAlbert Leitzmann
year1924
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20060123
projectidc699a5b9
noteStabi Signatur A 365275
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Mannheim, 5. November 1777.

Allerliebstes Bäsle, Häsle!

Ich habe Dero mir so wertes Schreiben richtig erhalten – falten und daraus ersehen – drehen, daß der Herr Vetter – Retter und die Frau Bas – Has und Sie – wie recht wohlauf sind – Rind; wir sind auch, Gott Lob und Dank, recht gesund – Hund. Ich habe heute den Brief – schief von meinem Papa – haha! auch richtig in meine Klauen bekommen – strommen. Ich hoffe, Sie werden auch meinen Brief – trief, welchen ich Ihnen aus Mannheim geschrieben, erhalten haben – schaben. Desto besser, besser desto! Nun aber etwas Gescheutes. Mir ist sehr leid, daß der Herr Prälat – Salat schon wieder vom Schlag getroffen worden ist – fist; doch hoffe ich, mit der Hilfe Gottes – Spottes wird es von keinen Folgen sein – Schwein. Sie schreiben mir – Stier, daß Sie Ihr Versprechen, welches Sie mir vor meiner Abreise von Augsburg getan haben, halten werden, und das bald – kalt; nu, das wird mich gewiß freuen – reuen. Sie schreiben noch ferners, ja, Sie lassen sich heraus, Sie geben sich bloß, Sie lassen sich verlauten, Sie machen mir zu wissen, Sie erklären mir, Sie geben deutlich am Tage, Sie verlangen, Sie begehren, Sie wunschen, Sie wollen, Sie mögen, Sie befehlen, Sie deuten mir an, Sie benachrichtigen mir, Sie machen mir kund, daß ich Ihnen auch mein Porträt schicken soll – scholl. Eh bien, ich werde es Ihnen gewiß schicken – schlicken. Ob Sie mich noch liebhaben? Das glaub ich. Desto besser, besser desto! Ja, so geht es auf dieser Welt, der eine hat den Beutel, der andere hat das Geld; mit wem halten Sie es? Mit mir, nicht wahr? Das glaub ich. Jetzt wunsch ich eine gute Nacht. Morgen werden wir uns gescheut sprechen – brechen; ich sage Ihnen eine Sache Menge zu haben, Sie glauben es nicht gar können; aber hören Sie morgen es schon werden. Leben Sie wohl unterdessen! Was ist das? ists möglich! Ihr Götter! Mein Ohr, betrügst du mich nicht? nein, es ist schon so – welch langer trauriger Ton!

Heut den schreiben fünfte ich dieses. Gestern habe ich mit der gestrengen Frau Kurfürstin gesprochen, und morgen, als den sechsten, werde ich in der großen Gala-Akademie spielen, und dann werde ich extra im Kabinett, wie mir die Fürstin-Kur selbst gesagt hat, wieder spielen. Nun was recht Gescheutes! Es wird ein Brief oder es werden Briefe an mich in Ihre Hände kommen, wo ich Sie bitte, daß – was? – ja, ein Fuchs ist kein Has – ja, daß – nun, wo bin ich denn geblieben? ja recht, beim Kommen; ja, jetzt fallt mirs ein, Briefe, Briefe werden kommen, aber was für Briefe? je nun, Briefe an mich halt; die bitte ich mir gewiß zu schicken. Ich werde Ihnen schon Nachricht geben, wo ich von Mannheim weiters hingehe. Jetzt Numero 2! Ich bitte Sie, warum nicht? Ich bitte Sie, allerliebster Fex, warum nicht? daß Sie, wenn Sie ohnedem an die Madame Tavernier nach München schreiben, ein Kompliment von mir an die zwei Mademoisellen Freysinger schreiben, warum nicht? kurios, warum nicht? Und die jüngere, nämlich die Fräulein Josepha, bitte ich halt recht um Verzeihung, warum nicht? warum sollte ich sie nicht um Verzeihung bitten? kurios, ich wüßte nicht, warum nicht? Ich bitte sie halt recht sehr um Verzeihung, daß ich ihr bishero die versprochene Sonate nicht geschickt habe, aber ich werde sie, sobald es möglich ist, übersenden, warum nicht? was, warum nicht? warum soll ich sie nicht schicken? warum soll ich sie nicht übersenden? warum nicht? kurios, ich wüßte nicht, warum nicht? Nu, also diesen Gefallen werden Sie mir tun? warum nicht? kurios, warum nicht? ich wüßte nicht, warum nicht? Vergessen Sie auch nicht von mir ein Kompliment von mir an Papa und Mama von die zwei Fräulein zu entrichten; dann das ist grob gefehlt, wenn man Vater und Mutter vergessen tut sein müssen lassen haben. Ich werde hernach, wenn die Sonate fertig ist, selbe Ihnen zuschicken und einen Brief dazu, und Sie werden die Güte haben, selbe nach München zu schicken. Nun muß ich schließen, und das tut mich verdrießen. Herr Vetter, gehen wir geschwind zum Heiligen Kreuz und schauen wir, ob noch wer auf ist! Wir halten uns nicht auf, nichts als anläuten, sonst nichts. Nun leben Sie recht wohl, ich küsse Sie tausendmal und bin wie allzeit der alte junge

Sauschwanz Wolfgang Amadeo Rosenkranz.

An alle meine guten Freund – heunt meinen Gruß – Fuß! Addio Fex – Hex bis ins Grab, wenn ichs Leben hab.

Miehnnam ned net5 rebotko 7771.

[leer]

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