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Mozarts Briefe

Wolfgang Amadeus Mozart: Mozarts Briefe - Kapitel 157
Quellenangabe
typeletter
authorW. A. Mozart
titleMozarts Briefe
publisherInsel-Verlag
editorAlbert Leitzmann
year1924
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20060123
projectidc699a5b9
noteStabi Signatur A 365275
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[München, 2. November 1790.]

Liebstes, bestes Herzensweibchen!

Was mir das weh tut, daß ich bis Linz warten muß, um von Dir Nachricht zu haben, das kannst Du nicht glauben. Geduld! wenn man nicht weiß, wie lange man sich an einem Orte aufhalten wird, so kann man auch keine bessere Anstalten treffen. Ich habe (ohngeacht ich gerne lange bei meinen alten Mannheimer Freunden bleiben möchte) nur einen Tag hierbleiben wollen; nun muß ich aber bis den 5. oder 6. bleiben, weil mich der Kurfürst wegen des Königs von Neapel zur Akademie gebeten hat. Das ist wirklich eine Distinktion. Eine schöne Ehre für den Wiener Hof, daß mich der König in fremden Landen hören muß! Daß ich mich mit den Canabichschen, la bonne Ramm, Marchand und Borchard gut unterhalten und recht viel von Dir, meine Liebe, gesprochen wird, kannst Du Dir wohl einbilden. Ich freue mich auf Dich, dann ich habe viel mit Dir zu sprechen. Ich habe im Sinne, zu Ende künftigen Sommers diese Tour mit Dir, meine Liebe, zu machen, damit Du ein anderes Bad versuchest; dabei wird Dir auch die Unterhaltung, Motion und Luftveränderung guttun, so wie es mir herrlich anschlägt; da freue ich mich recht darauf, und alles freuet sich.

Verzeihe, wenn ich Dir nicht so viel schreibe, als ich gern möchte; Du kannst Dir aber nicht vorstellen, wie das Gereiß um mich ist. Nun muß ich zu Cannabich, dann es wird mein Konzert probiert. Adieu, liebes Weibchen! Auf diesen Brief kann ich nach meiner Rechnung keine Antwort hoffen. Leb wohl, meine Liebe! ich küsse Dich millionenmal und bin ewig Dein Dich bis in den Tod liebender Mozart. Mozart.

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