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Mozarts Briefe

Wolfgang Amadeus Mozart: Mozarts Briefe - Kapitel 130
Quellenangabe
typeletter
authorW. A. Mozart
titleMozarts Briefe
publisherInsel-Verlag
editorAlbert Leitzmann
year1924
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20060123
projectidc699a5b9
noteStabi Signatur A 365275
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Wien, 29. März 1783.

Ich glaube, es wird nicht nötig sein, Ihnen viel von dem Erfolg meiner Akademie zu schreiben; Sie werden es vielleicht schon gehört haben. Genug, das Theater hätte ohnmöglich voller sein können, und alle Logen waren besetzt. Das Liebste aber war mir, daß S. Majestät der Kaiser auch zugegen war und wie vergnügt er war und was für lauten Beifall er mir gegeben. Es ist schon bei ihm gewöhnlich, daß der das Geld, bevor er ins Theater kömmt, zur Kassa schickt; sonst hätte ich mir mit allem Recht mehr versprechen dürfen, dann seine Zufriedenheit war ohne Grenzen. Er hat fünfundzwanzig Dukaten geschickt. Die Stücke waren folgende: 1. die neue Haffnersinfonie; 2. sang Madame Lange die Aria auf vier Instrumenten aus meiner Münchner Opera Se il padre perdei; 3. spielte ich das dritte von meinen Souscriptionskonzerten; 4. sang Adamberger die Szene für die Baumgarten; 5. die kleine Konzertantsinfonie von meiner letzten Finalmusik; 6. spielte ich das beliebte Konzert ex D, wozu ich das Variationrondeau geschickt habe; 7. sang Mademoiselle Teyber die Szene aus meiner letzten Mailandopera Parto m'affretto; 8. spielt ich allein eine kleine Fuge (weil der Kaiser da war) und varierte eine Arie aus einer Opera, genannt Die Philosophen, mußte nochmal spielen, varierte die Aria »Unser dummer Pöbel meint« usw. aus den Pilgrimmen von Mekka; 9. sang die Lange das neue Rondeau von mir; 10. das letzte Stück von der ersten Sinfonie. Morgen gibt Mademoiselle Teyber Akademie, worin ich auch spielen werde ... Das Paket Musik habe richtig erhalten, ich danke Ihnen dafür. Bitte wegen dem Lauda Sion nicht zu vergessen, und was wir halt noch gerne haben möchten, wäre einige von Ihren besten Kirchenstücken, mein liebster Vater; dann wir lieben uns mit allen möglichen Meistern zu unterhalten, mit alten und mit modernen. Ich bitte Sie also, uns recht bald etwas von Ihnen zu schicken ...

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