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Mozarts Briefe

Wolfgang Amadeus Mozart: Mozarts Briefe - Kapitel 122
Quellenangabe
typeletter
authorW. A. Mozart
titleMozarts Briefe
publisherInsel-Verlag
editorAlbert Leitzmann
year1924
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20060123
projectidc699a5b9
noteStabi Signatur A 365275
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Wien, 27. Juli 1782.

... Liebster, bester Vater! ich muß Sie bitten, um alles in der Welt bitten, geben Sie mir Ihre Einwilligung, daß ich meine liebe Konstanze heiraten kann. Glauben Sie nicht, daß es um des Heiraten wegen allein ist; wegen diesem wollte ich noch gerne warten. Allein ich sehe, daß es meiner Ehre, der Ehre meines Mädchens und meiner Gesundheit und Gemütszustands wegen ohnumgänglich notwendig ist. Mein Herz ist unruhig, mein Kopf verwirrt, wie kann man da was Gescheites denken und arbeiten? Wo kömmt das her? Die meisten Leute glauben, wir sind schon verheiratet; die Mutter wird darüber aufgebracht, und das arme Mädchen wird samt meiner zu Tode gequält. Diesem kann so leicht abgeholfen werden. Glauben Sie mir, daß man in dem teuern Wien so leicht leben kann als irgendwo: es kömmt nur auf Wirtschaft und Ordnung an; die ist bei einem jungen, besonders verliebten Menschen nie. Wer eine Frau bekömmt, wie ich eine bekomme, der kann gewiß glücklich sein. Wir werden ganz still und ruhig leben und doch vergnügt sein. Und sorgen Sie sich nicht; dann sollte ich, Gott bewahre, heute krank sein (besonders verheiratet), so wollte ich wetten, daß mir die ersten der Noblesse einen großen Schutz geben würden; das kann ich mit Zuversicht sagen. Ich weiß, was der Fürst Kaunitz zum Kaiser und Erzherzog Maximilian von mir gesprochen hat. Ich erwarte mit Sehnsucht Ihre Einwilligung, mein bester Vater; ich erwarte sie gewiß, meine Ehre und mein Ruhm liegt daran. Sparen Sie nicht zu weit das Vergnügen, Ihren Sohn mit seiner Frau bald zu umarmen ...

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