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Oscar Adolf Hermann Schmitz: Melusine - Kapitel 35
Quellenangabe
typefiction
authorOscar A. H. Schmitz
titleMelusine
publisherGeorg Müller Verlag A.-G.
year1928
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20080130
projectid3d62c82f
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XXXIV

Der letzte Samstag vor Erich Holthoffs Unternehmen begann in Sensburg mit lästiger Schwüle, die sich Mittags zu wahrer Backofenglut steigerte. Die Sonne war nicht zu sehen, durchdrang aber die weiße Dunstschicht des Himmels mit einer kranken Helligkeit, welche die Gegenstände der Natur schattenlos starr wie verzaubert erscheinen ließ. Gräser und Blätter waren wie unter giftigem Anhauch erschlafft. Die alltäglichen Geräusche des Hauses wurden von den Nerven aufreizend empfunden. Ein in der Ferne unaufhörlich bellender Hund schien das Maß des Erträglichen voll zu machen. Selbst Skanny, sonst ein unverbesserlicher Beller, antwortete ihm nur mit widerwilligem Knurren und irrte ratlos im Hof umher oder wühlte im Sand. Beobachtete ihn jemand dabei, so schien er verlegen, als wisse er etwas, was ihn nichts anging.

Die drei Bewohner des Edelhofs hielten sich seit dem Mittagessen jeder auf seinem Zimmer in Erwartung des Holthoffschen Automobils. Der Prinz sehnte sich nach Erlösung von dem unerträglich gewordenen Zusammenleben der letzten Tage und trommelte mit den Fingern an die Scheiben des offenen Fensters, von wo er einen Teil der Landstraße überschaute. Ferdinand brannte darauf, dem Bruder seine Verlobung mit Melusinen mitzuteilen, als ob dieses Verhältnis erst durch die Mitteilung an Erich und die Wirkung auf ihn zur vollen Wirklichkeit würde. Melusine dachte: »Wenn er schon kommt, dann am besten heute noch. Irgend etwas wird dann geschehen und der Qual ein Ende machen, wenn es auch etwas Furchtbares ist.«

Die Luft war ganz grau geworden. Da hörte man endlich das Auto nahen und in den Hof fahren. Melusine verbarg sich hinter dem Vorhang des Fensters. Erich sprang mit Lebhaftigkeit aus dem Wagen und trat elastischen Schrittes wie immer in das Vorhaus, offenbar wohlgelaunt, wie jemand, der über den Sonntag die Stadtsorgen abwerfen will. Beim Tee schien er nichts von der dumpfen Spannung der anderen zu bemerken, so voll war er von den Ereignissen, die zu berichten waren. Alles hatte bis zum Schluß vortrefflich geklappt, es blieb nun nichts anderes übrig, als dafür zu sorgen, daß man am Montag früh nicht verschlief. Um vier Uhr mußte man aufstehen, um ganz sicher zu sein, die verabredete Zeit einzuhalten. Hoffentlich würde das Wetter gut sein.

Der Prinz fühlte sich wie befreit. Mit dankbarem Druck ergriff er Erichs Hand.

»Morgen indessen,« sagte dieser, »will ich noch einmal leben wie das Vieh auf der Weide, irgendwo ausgestreckt im Gras oder unter Bäumen.«

»Es wird aber Regen geben,« bemerkte Melusine kurz.

Erich blickte sie an, sie schlug schnell die Augen nieder.

»Abends kommt ein Gewitter,« sagte er, »aber morgen kann es wieder schön sein.«

»Hierzulande,« bemerkte Ferdinand gemächlich, »wird aus einem Gewitter meistens ein Landregen von mehreren Wochen.«

»Ach, du bist ein Laubfrosch,« lachte Erich, »wenn es regnet, lasse ich mir eine Matratze auf die Veranda legen und höre dem Rauschen zu. Jedenfalls brauchen morgen Leib und Geist Ruhe in der Natur. Wer das immer hat, ahnt ja nicht, wie glücklich er ist.«

Er schaute durch das Fenster auf die Berge gegenüber, in deren mittlerer Höhe man Sennhütten zwischen Matten unterschied, in einem Streifen Nachmittagssonne gelegen, während die schwarzen Felskämme aus Kragen dunkeln Nadelholzes emporragten und das Tal nach wie vor in schwülem Dunst lag.

Holthoff atmete tief auf. Er hatte nicht bemerkt, daß er fast allein sprach, fühlte er sich doch gerade darum in Sensburg so wohl, weil er glaubte, sich wenigstens hier geben zu können, wie ihm zu Mut war.

Nach dem Tee weilte er zum Zweck endgültiger Abmachungen bei dem Prinzen, der ihn indessen bald entließ, damit der Überanstrengte vor dem Nachtmahl noch etwas ausruhen könne. Unter vier Augen hatte Prinz Amadeus ihn doch etwas angegriffen gefunden.

Als er durch den Gang schritt, um zu seinem Zimmer zu gelangen, zuckte ein gelber Schein durch die heiße, nun drückend schwere Luft: der erste Blitz oder vielmehr ein Wetterleuchten ohne Donner. In der breiten, auf den Gang mündenden gedeckten Holzveranda sah Erich unter dem grellen Lichtschimmer eine Gestalt, in der er bald Melusinen erkannte. Sie beobachtete das nahende Gewitter. Erich trat zu ihr hinaus. Eine schwarze Wolkenbank hatte frühe Dämmerung verursacht. Das Leuchten wiederholte sich, aber die Luft blieb unbeweglich, während am Himmel hellere Wolken über den dunklen Grund jagten. »Das Gewitter scheint in der Ferne niederzugehen,« sagte Erich.

Gerade das fand Melusine unerträglich, man wartete doch jetzt mit allen Nerven auf die Entladung. Nun, die Abkühlung käme Abends doch, meinte er, auch wenn der Wolkenbruch sich nicht unmittelbar über Sensburg entlud. Er wisse doch immer einen Ausweg, erwiderte sie lächelnd, aber ihre Worte klangen wie gereizt.

»Wie jung Sie eigentlich noch sind,« sagte er plötzlich in einem Ton, der halb Gefallen, halb Überlegenheit auszudrücken schien. »Noch glauben Sie, alles müßte genau nach Ihrem Köpfchen gehen. Hier soll das Gewitter niedergehen, gerade hier, wo Sie es haben wollen. Nun, vielleicht ist der liebe Gott so galant und tut Ihnen den Gefallen, weil sie so reizend zu zürnen wissen.«

Sie schaute ihn sprachlos an und fand ihn geradezu widerwärtig. Was sollte denn das heißen, hatte sie etwa plötzlich vor seinem Paschablick Gnade gefunden? In diesem Ton pflegten sich ihr früher Männer in der großen Welt zu nähern, aber sie hatte meist eine etwas spitze, den Partner nicht gerade beleidigende Antwort gefunden, die aber sein Selbstgefühl doch lieber unter vier Augen, als vor andern über sich ergehen ließ. Dieses Mal indessen war sie so überrascht und empört, daß sie keine Worte fand. Unverwandt sah sie seinen Blick auf sich gerichtet, diesen Indianerblick, diesen Drachenblick, und sie fühlte sich davon gelähmt wie ein kleiner Vogel vor der Schlange.

»Fast scheint es, Baronin, Sie zürnen nicht dem lieben Gott, sondern mir,« fuhr er mit leisem, zweifelndem Kopfschütteln fort, »das würde mir herzlich leid tun, denn ich möchte in Tagen wie diesen mit allen Menschen in Frieden leben.«

Sein Ton klang warm, ja es war plötzlich etwas trauriges in seiner Stimme. Nach seinen Worten wandte er sich gleich nach dem Gang zurück, in dessen Dämmerung er leichten Trittes verschwand.

Melusine blieb in unsäglicher Erregung zurück. Sie wußte nicht, ob sie ihm lieber einen Stein nachgeworfen hätte oder hinter ihm dreingeeilt wäre, ihn um Verzeihung zu bitten.

Inzwischen hingen die Mägde im Vorhaus Laternen mit brennenden Kerzen auf, da, wenn ein Gewitter aufzog, die Elektrizität abgestellt wurde. Melusine blieb auf der Veranda, mit den Armen auf das Holzgeländer gestützt. Nein, in diesem Hause konnte sie nicht länger bleiben, wo von Zeit zu Zeit dieser Unmensch über die Gänge schlich.

Inzwischen hatte sich Erich in seinem unbeleuchteten Zimmer niedergelegt. Ob sich wohl Ferdinand ernstlich für Melusine interessierte? Vielleicht konnte man ihm dazu Glück wünschen, er brauchte wohl, wenn er nicht allzu früh altern sollte, noch irgend ein ihn aufwühlendes Erlebnis. Nun, Melusine würde das wohl gründlich besorgen und war dabei doch etwas anderes als die Hexen, mit denen er sich früher abzugeben pflegte. Merkwürdig, dachte er, wie diese künstlerischen Träumernaturen von der Art Ferdinands immer wieder nötig haben, daß ihnen Frauen ihr Leben problematisch machen, und wie sie auch stets die dazu geeigneten finden, wobei sie dann freilich meist in schlechte Hände geraten, aber Melusinen durfte man den Bruder ruhig überlassen. So seltsam sie schien und so unvorhergesehene Streiche man von ihr erwarten konnte, sie war gewiß ein vornehmer Charakter und eine Dame vom Kopf bis zu den Füßen. Zu Gemeinheiten war sie jedenfalls nicht fähig, nein, gewiß nicht.

Hatte er selbst sich ihr gegenüber nicht eigentlich recht dumm benommen? Der Ton, den er vorhin anschlug, paßte doch gar nicht für sie. Das war diese übereinkömmliche Art, mit der man zu den Damen der Gesellschaft sprach, die ihn gerne aufnahmen, woraus dann vielleicht allmählich ein persönlicheres Gespräch entstand. Aber Melusine gehörte doch schon einer neuen Welt an. Auch ihr mußte dieser Ton zwar bekannt sein, aber gerade darum haßte sie ihn offenbar. Erich lächelte. Falls sie seine Schwägerin werden würde, biete sich wohl Gelegenheit genug, das wieder gut zu machen. Sie würde dann schon merken, wie sehr er sie schätzte. Merkwürdig, diese kommenden Menschen benutzten die alten Spielregeln nicht mehr, wollten sie nicht benutzen. Man konnte unmittelbarer zu ihnen sprechen, ja man mußte es, wenn man eine nähere Berührung suchte. Es öffnete sich ihm ein Ausblick in eine ganz neue, vielleicht sehr reiche Welt.

Das Schlagen des Gongs riß ihn aus diesen Gedanken, die ihn wohl noch weiter beschäftigen würden. Während er wieder den Gang überschritt, blickte er einen Augenblick in die nun in schwarzem Schatten liegende, verlassene Veranda. Es tröpfelte spärlicher Regen nieder, ohne aber die bedrückende Wolkenschicht zu lösen und die Luft abzukühlen.

Im Eßzimmer herrschte in Ermangelung der Elektrizität eine ungewohnte Beleuchtung. Zwei fünfkerzige Silberleuchter brannten auf dem runden Tisch. Auch an den Wänden flammten einige Kerzen in venezianischem Glas. Der Prinz bewunderte die Wirkung sehr, nichts sei vorteilhafter für den Teint der Damen. In der Tat belebte ihr warmer Schimmer Melusinens blasses Gesicht wie durchscheinendes Wachs. Wegen der bedienenden Mädchen sprach man meist französisch. Die Unterhaltung indessen verlief zunächst in alltäglichem Geleis. Erich saß Melusinen gegenüber, ihr Antlitz drückte einen geradezu tötlichen Ernst aus, und nun wurde ihm endlich bewußt, daß hier irgend etwas vorging, was die Menschen offenbar mehr beschäftigte als sein Staatsstreich. Er machte sich nun geradezu einen Vorwurf daraus, Melusinen, die von irgend etwas tief erregt schien, durch seinen leichten Ton auf der Veranda vielleicht verletzt zu haben. Er fühlte das Bedürfnis, ihr irgend etwas zu sagen.

»Werden Sie heute abend spielen, Baronin Melusine?«

Sie schaute mit einem plötzlich aufblitzenden Koboldblick auf Ferdinand, der sie sofort verstand und unangenehm auflachte. Auch der Prinz begriff, und er rief erschrocken:

»Um Gottes willen, das nicht, das nicht noch einmal.«

Erich blickte diese drei Menschen, einen nach dem andern, an. Was war hier geschehen, hier in diesem Paradies der Ruhe, wo die Zeit still zu stehen schien? Ferdinand und Melusine lächelten böse. Der Prinz aber faßte sich schnell und sagte leichthin:

»Denken Sie nur, Holthoff, die beiden Herrschaften haben sich in dieser Weise zu der modernen, der sogenannten anti-tonalen Musik ...«

»Atonalen, Kgl. Hoheit,« unterbrach Melusine.

»Also atonalen Musik bekehrt und behaupten, eine ganz eigenartige Schönheit darin zu entdecken.«

»Eine geradezu befreiende Schönheit,« bestätigte Ferdinand, etwas kindisch erregt.

»Dürfte ich Sie vielleicht,« sagte Erich mit ungewohnter Weichheit, fast schüchtern zu Melusine gewendet, »angesichts der bewegten Tage, die mich erwarten, heute noch einmal um etwas ganz harmonisches und altmodisches bitten, eine Sonate von Mozart?«

»Ach ja,« fiel der Prinz ein, »und womöglich die fünfte mit dem schwermütigen Mittelsatz. Sie verkörpert mir ganz besonders die vielen unvergeßlichen Abende, die ich unter diesem Dach verbracht habe. Lassen Sie all das Liebe und Schöne noch einmal aufleben. Es ist ja heute unser letzter Abend, denn morgen werden wir früh schlafen gehen müssen.«

Melusine stand erregt auf, ihr war, als habe jemand die Hand an ihrer Kehle und als sei der lange Widerstand gegen eine fremde, sie vergewaltigende Macht nun nahezu erschöpft.

Sie warf sich in die Sofaecke, und es entrang sich ihr ein Seufzer, der fast wie ein Aufheulen klang.

»Ich kann nicht mehr,« preßte sie hervor.

Ferdinand eilte besorgt zu ihr, der Prinz rief:

»Aber Baronin Melusine, wenn sie nicht in Stimmung sind, dann natürlich nicht ... Ich denke doch, wir werden uns auch später wiedersehen, und zwar recht bald ... wenn wieder ruhigere Zeiten kommen, dann wird man auch wieder Mozart genießen können, nicht wahr?«

»Nein, nein,« rief Melusine entschlossen, »das ist alles vorbei. Ich rühre meine Geige nie wieder an.«

»Aber Melusine...« begütigte Ferdinand, tief erschüttert.

»Das neulich abends war das Ende,« murmelte sie, »das Ende, es gibt keine Kunst mehr,« und sie drückte tief traurig ihre beiden Hände vor die Augen.

Der Prinz und Ferdinand standen verständnislos vor ihr. Erich war stumm am Tisch sitzen geblieben. Er starrte auf die Gruppe. Sein Denken stand plötzlich still. Statt dessen fühlte er einen mächtigen Strom durch sein Inneres gehen, der ihn zwang, den Körper ganz unbeweglich zu lassen. Dieser Strom tauchte ihn in etwas Fremdes, Übermächtiges, schloß ihn an etwas gänzlich Unbekanntes an, aber es war gut, so still zu halten. Unablässig heftete er den Blick auf Melusinen, und ihm war zu Mute, als ob er sie zum erstenmal wirklich sähe. Plötzlich erhob sie sich, als müsse sie schnell etwas tun, sich festhalten, ehe sie in einen Abgrund sank. Dann flüsterte sie, mit gepreßter Stimme, sie wolle hinaufgehen.

»Kann ich Ihnen noch mit irgend etwas dienen?«

»Nichts, nichts,« sagte sie tonlos.

Der Prinz meinte, der Schlaf würde ihr wohltun. So ließ man sie gehen. Draußen hörte man ihren Schritt auf der Holztreppe, langsam und schwer, nicht wie von einem jungen Weib.

Die drei Männer blieben allein.

»Etwas Überreizung,« sagte der Prinz.

»Nein, nein,« erwiderte Ferdinand unruhig, »das ist mehr, ich bestelle sofort telephonisch einen Nervenarzt aus Wien. Morgen Nachmittag kann er hier sein.«

Erich saß noch immer unbeweglich und sprach kein Wort. Plötzlich erhob er sich und erklärte, auch er wolle zu Bett gehen. Es war das erste Mal, daß er die Form verletzte und dem Prinzen nicht den Wink zum Aufbruch überließ. Dieser blickte ihn etwas überrascht an und reichte ihm die Hand.

»Entschuldigen Sie, Kgl. Hoheit, ich vergaß ...«, sagte Holthoff, »aber jetzt fühle ich erst, wie erschöpft ich doch bin.«

»Gehen Sie nur schlafen, lieber Freund,« sagte der Prinz gütig, »wenn einer jetzt Ruhe verdient, sind Sie es.«

Jeder begab sich nun auf sein Zimmer.

Draußen regnete es unaufhaltsam. Das Gewitter schien in der Ferne vorübergegangen, die Verandatüren des Ganges standen weit offen, aber noch immer kam keine rechte Kühle herein.

Erich legte sich zu Bett. Unter den halb geöffneten Fenstern rauschte der Bach. Während er einzuschlafen versuchte, sah er immer wieder vor sich das wächserne in Kerzendämmerung goldschimmernde Gesicht mit den unruhigen, langbewimperten Augen, aber der Ausdruck dieses Gesichtes wandelte sich durch alle die Abstufungen, die er in den letzten Monaten, ohne sich Rechenschaft zu geben, darin wahrgenommen. Sie erschien engelhaft, und doch unerlöst, ja unwissend koboldartig sich und andere wie durch Zauber in's Verderben ziehend, manchmal aber auch erhaben priesterlich, als verschließe sie in sich das dunkle Geheimnis des Lebens, zu dem selbst die Weisesten auf Erden jener Einweihung bedürfen, die Eva von der Schlange erfuhr.

Die Abendgeräusche des Hauses aus Küche und Gängen verstummten. Erich lauschte in das Dunkel draußen und im eigenen Innern. Da erschien ihm das Bild Melusinens nicht mehr wie eine Erinnerung an äußere Wirklichkeit, sondern wie eine aus dem Grund der eigenen Seele geborene Phantasiegestalt, gleich einer Wasserrose auf düsterer Flut, und doch glich es ihr, wie sie vor kurzem in dem Becken des Parks von Floridsburg vor ihm gestanden war, die beiden Arme ausstreckend nach dem jauchzenden Kind auf seiner Schulter, während sich plötzlich ihr langes, helles Haar löste und bis über die Knie fiel. Ihm war plötzlich, als habe sich ihm jene Frau entschleiert, die er an dem Abend der ersten Entscheidung, wie aus einem dunklen Abgrund seines Innern hatte auftauchen sehen und die ihm zugerufen hatte: »Vorwärts, Du kluger Teufel, Du bist auf dem rechten Weg zu mir!« Und wieder rief sie ihm zu: »Vorwärts.«

Wie unter dem Schutz dieses Bildes überkam ihn tiefer Schlaf.

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