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Mehr Goethe

Rudolf Huch: Mehr Goethe - Kapitel 26
Quellenangabe
typeessay
authorRudolf Huch
titleMehr Goethe
publisherGeorg Müller
printrunFünftes bis siebentes Tausend
year1904
firstpub1899
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20151206
projectid03cbebcd
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Wie die letzten Ausläufer

einer weit über den Strand hinschlagenden Meereswelle harmlos ausklingen, so spürt man eine spaßhafte Nachwirkung Nietzsches noch in den illustrierten Blättern leichtester Art.

»Gedankenspäne« oder »Splitter« oder ähnlich lautet ein stehendes Rubrum in ihnen. Vignette: ein Mann in modischer Kleidung mit schräg geschnittenem Bart sitzt auf einem Divan, raucht eine Cigarette – bei Leibe keine Cigarre! – und giebt Aphorismen von sich, die gewöhnlich mit »Mancher ...« oder »Viele ...« anfangen.

Weit entfernt, daß sie wie die Aphorismen des Meisters den Widerspruch herausforderten, sind sie vielmehr gewöhnlich unbestreitbar richtig. Da sie sich nun niemals über die allerbilligste Markt- oder Salon-Weisheit erheben, hat der Leser gewöhnlich schon einmal das gleiche gedacht. Er genießt also in eins das sympathetische Gefühl unbedingter Zustimmung und das Bewußtsein, zu den Leuten zu gehören, deren Gedanken man druckt.

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