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Mathias Sandorf. Erster Band

Jules Verne: Mathias Sandorf. Erster Band - Kapitel 13
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authorJules Verne
titleMathias Sandorf. Erster Band
publisherA. Hartleben's Verlag
yearo.J.
correctorJosef Muehlgassner
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III.
Der Doctor Antekirtt.

Es gibt Leute, deren Ruf die geschwätzige, tausendmündige Fama nicht genug nach allen Richtungen der Windrose ausposaunen kann.

Das war auch der Fall mit dem berühmten Doctor Antekirtt, der soeben im Hafen von Gravosa angelangt war. Seine Ankunft war von einem Vorfalle begleitet gewesen, der auch auf den gewöhnlichsten Reisenden die allgemeine Aufmerksamkeit gelenkt haben würde. Er gehörte nichts weniger als zu den gewöhnlichen Reisenden.

Seit einigen Jahren hatte sich um diesen Doctor Antekirtt in den segensreichen Ländern des fernen Orients ein wahrer Kranz von Märchen gewunden. In Asien, von den Dardanellen bis zum Canal von Suez, in Afrika, von Suez bis an die Grenzen von Tunis, am Rothen Meere, auf arabischem Gebiete wurde sein Name unablässig wiederholt als derjenige eines Mannes, der außergewöhnlich in den Naturwissenschaften bewandert war, als derjenige eines Gnostikers, eines Taleb, dem die geheimsten Regungen des Weltalls bekannt sind. Zu biblischen Zeiten würde man ihn Epiphanes genannt haben. Im Lande des Euphrat würde man ihn als einen Nachkommen der alten Magier verehrt haben.

Was war an seinem Rufe übertrieben? Alles das, was aus einem alten Magier einen Zauberkünstler machte, Alles, was ihm ein übernatürliches Können zuschrieb. Doctor Antekirtt war nur ein Mann wie jeder andere, allerdings ein sehr gebildeter Mann von geradem und kräftigem Geist, mit einem sicheren Urtheil, einer äußerst genauen Denkweise, einem wunderbaren Scharfblick; allen diesen seltenen Eigenschaften waren merkwürdiger Weise auch günstige Umstände stets zu Hilfe gekommen. So hatte er einmal in einer der inneren Provinzen Kleinasiens die gesammte Bevölkerung vor einer bis dahin für ansteckend gehaltenen Krankheit durch ein von ihm erfundenes Radikalmittel bewahrt. Natürlich wurde sein Ruf in Folge des Gelingens dieser Cur ein unerschütterlicher.

Was seine Berühmtheit vor allen Dingen vermehrte, war das Geheimniß, welches seine Person umgab. Woher war er gekommen? Kein Mensch wußte es. Welche Vergangenheit lag hinter ihm? Man wußte hierüber eben so wenig. Niemand konnte sagen, wo und in welchen Verhältnissen er früher gelebt hatte. Man bestätigte lediglich, daß dieser Doctor Antekirtt von den Bevölkerungen Kleinasiens und des orientalischen Afrikas geradezu angebetet wurde, daß er dort für einen außerordentlichen Arzt galt, daß das Gerücht von seinen Wundercuren auch bis in die bedeutendsten wissenschaftlichen Kreise Europas gedrungen war und daß er seine Sorgfalt den ärmsten Leuten genau so wie den Reichen und den Paschas dieser Provinzen angedeihen ließ. In den Abendländern dagegen hatte man ihn niemals zu Gesicht bekommen, man kannte sogar seit einigen Jahren nicht einmal seinen eigentlichen Wohnsitz. Daher stammte dieses Bestreben, ihn zu einem geheimnißvollen Weisen aus Hindugeblüt, zu einem übernatürlichen Wesen, das sich übernatürlicher Mittel bediente, zu stempeln.

Wenn auch Doctor Antekirtt seine Kunst selbst bisher noch nicht in den größeren Städten Europas erprobt hatte, das Gerücht von derselben war auch schon bis dahin ihm vorausgedrungen. Obwohl er in Ragusa nur als ein einfacher Reisender – als ein reicher Tourist, der auf seiner Yacht die verschiedenen Punkte des Mittelländischen Meeres zu seinem Vergnügen besucht – angekommen war, so befand sich trotzdem bald sein Name in Aller Mund. In der Erwartung, den Doctor selbst zu Gesicht zu bekommen, zog der Schooner unablässig die Blicke auf sich. Der durch den Muth Kap Matifu's glücklich vermiedene Unfall that das seinige, die allgemeine Neugierde noch zu vermehren.

Diese Yacht hätte in der That auch dem reichsten, prunkliebendsten Gentleman des Wassersports in Amerika, England und Frankreich Ehre gemacht. Ihre zwei kerzengeraden, nahe dem Mittelpunkte des Schiffes errichteten Maste – wodurch eine bedeutende Entfaltung des Vorstag- und Großsegels ermöglicht wurde – die Länge des Bugspriets, das mit zwei Focks angetakelt war, die Kreuzung der viereckigen Segel, welche sie am Fockmast trug, der kühne Schwung seines Schnabels, die gesammte Auftakelung überhaupt mußte ihr in jedem Wetter eine wunderbare Schnelligkeit verleihen. Der Schooner faßte dreihundertfünfzig Tonnen. Lang und schlank, mit viel Fall- und Ueberschießen und doch breiten Querbalken, mit hinreichendem Tiefgange versehen, so daß ein Kentern nicht zu befürchten war, war der Schooner das, was man ein seetüchtiges Fahrzeug nennt; er gehorchte leicht der Hand des Steuermannes und konnte den Wind zu vier Vierteln klemmen. Bei Backstagswind und kräftiger Brise hinderte ihn nichts, mit Leichtigkeit seine dreizehn und einen halben Knoten in der Stunde zurückzulegen. Die »Boadicäas«, »Gaetanas« und »Mordons« der Vereinigten Staaten würden ihm in einem internationalen Match kaum Stange gehalten haben.

Die Sauberkeit und Schönheit im Aeußeren wie im Inneren der Yacht konnte sich selbst der peinlich eigenste Seemann nicht besser wünschen. Das Deck aus kanadischem Sandelholze schimmerte in blendender Weiße und zeigte keinen einzigen Ast, die inneren, fein abgehobelten Wände, die Kapotten und Luken waren aus Teakholz hergestellt, die kupfernen Beschläge funkelten wie Gold; die ausgelegte Arbeit am Steuerrade, die Anordnung der Maste unter ihren blitzend weißen Ueberzügen, das Zierliche der Klüsen, die Hißtaue, die Hängeschoten und das laufende Takelwerk, dessen Farbe im Ton ausgezeichnet harmonirte mit dem galvanisirten Eisen der Stags, die Wandtaue und Pardunen, der Schnitt der gefirnißten Aushilfsboote, welche graziös in ihren Ständern hingen, das glänzende Schwarz des ganzen Rumpfes, unterbrochen von einem einfachen goldenen Bande, das vom Vordersteven zum Hintertheil führte, das Maßvolle in den Zierrathen hierselbst – alles das an dem Fahrzeuge bewies einen ausgesuchten Geschmack und äußerste Eleganz.

Es ist durchaus nothwendig, daß wir die Yacht, wie von außen, auch von innen kennen lernen, denn sie bildete die schwimmende Behausung jener mysteriösen Persönlichkeit, welche der Held dieser Geschichte werden soll. Der Besuch der Yacht stand keineswegs frei. Der Erzähler aber besitzt bekanntlich die Gabe des zweiten Gesichtes, die ihm sogar das zu beschreiben erlaubt, was er nie mit seinen leiblichen Augen erschaut hat.

Der Luxus wetteiferte mit dem Comfort im Innern des Schiffes. Die Salons und Cabinen, der Speisesaal waren mit Malereien und kostbaren Decorationen geschmückt. Die Tapeten, Teppiche, Alles, was zu einer Ausstattung gehört, war genial den Erfordernissen einer Vergnügungsyacht angepaßt. Dieses so ausgezeichnet durchgeführte System der Verschmelzung des Nützlichen mit dem Angenehmen fand sich nicht nur in den Zimmern des Capitäns und der Officiere vor, sondern auch in der Wirthschaftscabine, wo das silberne und Porzellangeschirr gegen das Stampfen und Rollen des Schiffes gesichert war, in der Küche, in welcher eine holländische Sauberkeit herrschte, und in dem Raume, wo die Hängematten der Mannschaft nach Gefallen hin und her schaukelten. Die Bemannung, aus zwanzig Köpfen bestehend, trug die kleidsame Tracht der Malteser Seeleute, kurzes Beinkleid, Wasserstiefel, gestreiftes Hemd, braunen Gurt, rothen Fez und Matrosenkittel, auf dem mit weißen Buchstaben die Namen der Yacht und ihres Eigenthümers eingenäht waren.

Doch in welchen Hafen mochte diese Yacht wohl gehören? In welcher Schiffsliste wurde sie angeführt? In welchem an das Mittelmeer grenzenden Lande pflegte sie ihr Winterquartier zu nehmen? Welches war ihre Nationalität? Man wußte hierauf eben so wenig eine Antwort, wie auf die Frage nach der Persönlichkeit des Doctors selbst. Eine grüne Flagge mit einem rothen Kreuz an der inneren Kante, welches fast die ganze Höhe des Tuches selbst erreichte, flatterte an der Gabel. Man hätte diese Zusammenstellung vergeblich in der endlosen Reihe der Flaggen gesucht, die man auf allen Meeren der Welt findet.

Die Schiffspapiere waren jedenfalls, bevor noch der Doctor Antekirtt das Land betreten hatte, dem Hafenofficier eingehändigt worden und dieser mußte sie wohl in Ordnung befunden haben, da man nach dem Besuche der Sanitätsbehörde die Besatzung ungehindert schalten und walten ließ.

Der Name des Schiffes stand mit kleinen goldenen Buchstaben ohne Angabe des heimatlichen Hafens auf dem Spiegel der Yacht verzeichnet; sie hieß die »Savarena«.

So beschaffen war das Luftfahrzeug, das augenblicklich im Hafen von Gravosa Bewunderung erregte. Pointe Pescade und Kap Matifu, welche am nächsten Tage von Doctor Antekirtt am Bord desselben erwartet wurden, betrachteten es mit eben so viel Neugierde, aber mit etwas größerer Erregung als die Seeleute des Hafens. In ihrer Eigenschaft als Eingeborene des Küstenstriches der Provence besaßen sie, namentlich Pointe Pescade, einen verständnißinnigen Blick für die bewundernswerthe Bauart des Fahrzeuges. Dieses müßige Gaffen bildete ihre Beschäftigung noch an demselben Abende.

»Ah! machte Kap Matifu.

– Oh! sagte Pointe Pescade.

– He, Pointe Pescade!

– Ich sage ganz dasselbe, Kap Matifu.«

Diese kurzen Ausrufe der Bewunderung besagten in dem Munde dieser beiden armen Akrobaten mehr als lange Reden von den Lippen Anderer.

Die Manöver an Bord der »Savarena«, welche dem Ankerwerfen gefolgt, waren jetzt bereits beendigt; die Segel ruhten gerafft auf ihren Raaen, das Takelwerk hing sorgfältig geordnet an Ort und Stelle, das Zeltdach war zusammengeschoben. Der Schooner zeigte sich in einer Ecke des Hafens verankert, was auf die Absicht eines längeren Aufenthaltes schließen ließ.

Doctor Antekirtt begnügte sich an diesem Abende mit einem Umherschlendern in der Umgebung von Gravosa. Während Silas Toronthal und seine Tochter in ihrem Wagen, der sie auf dem Quai erwartete, nach Ragusa zurückkehrten, während der uns bekannte junge Mann, ohne das Ende der Messe abzuwarten, zu Fuß durch die lange Allee heimkehrte, suchte Doctor Antekirtt in der Nähe des Hafens seiner Bewegung Herr zu werden.

Der Hafen ist einer der besten längs der ganzen Küste und man findet in ihm stets eine ganze Menge Fahrzeuge der verschiedensten Nationalitäten versammelt. Der Doctor ging, nachdem er die Stadt selbst verlassen, an dem Ufer des Golfs von Ombra Fiumera entlang, der sich in einer Länge von zwölf Meilen bis zur Mündung der kleinen Ombra erstreckt, deren Bett tief genug ist, um selbst Schiffe mit starkem Wassergange fast bis an den Fuß des Vlastiza-Gebirgsstockes gelangen zu lassen. Gegen neun Uhr Abends traf er wieder auf den Molen ein und wohnte der Ankunft des großen Packetdampfers des Lloyd bei, der aus Indien kam; er ließ sich dann wieder an Bord bringen, stieg in sein Zimmer hinunter, das von zwei Lampen erhellt war und blieb dort bis zum frühen Morgen.

Das war so seine Gewohnheit und der Capitän der »Savarena« – ein Mann in den vierziger Jahren, Namens Narsos – hatte den Befehl erhalten, den Doctor während dieser Stunden einsamer Arbeit niemals zu stören.

Mehr als die große Menge wußten auch die Officiere und die Mannschaft des Schiffes nicht von der Persönlichkeit des Doctors. Nichtsdestoweniger waren sie ihm mit Leib und Seele ergeben. Doctor Antekirtt litt nicht die geringste Störung der Disciplin an Bord, dafür war er auch gütig gegen Alle und sorgte für Alle und schenkte, ohne das Geld anzusehen. Es gab schwerlich einen Matrosen, der nicht gewünscht hätte, seinen Namen in der Liste der »Savarena« zu erblicken. Niemals war ein Verweis zu ertheilen, niemals eine Strafe zu verhängen, nie war eine Ausstoßung von Nöthen. Die Mannschaft des Schooners bildete eine große Familie.

Nach der Heimkehr des Doctors wurden alle Maßregeln für die Nacht getroffen. Die Laternen wurden am Vorder- und Hintertheil des Schiffes aufgehißt, die Wache zog auf, vollkommenes Schweigen herrschte.

Doctor Antekirtt hatte auf einem Divan Platz genommen, der eine Ecke seines Zimmers ausfüllte. Auf einem Tische lagen mehrere Zeitungen, welche sein Diener für ihn in Gravosa gekauft hatte. Der Doctor durchlas sie flüchtig, er überging die großen Artikel und verweilte lieber bei den Tagesneuigkeiten, den Schiffsberichten und den Mittheilungen aus dem gesellschaftlichen Leben der höheren Kreise. Dann warf er die Zeitungen bei Seite. Eine schlaftrunkene Betäubung überfiel ihn. Gegen elf Uhr entkleidete er sich ohne Hilfe des Dieners und legte sich schlafen; es währte indessen noch eine geraume Zeit, bis er entschlummert war.

Wenn man im Stande gewesen wäre, den Gedanken zu lesen, der ihn vornehmlich beschäftigte, so würde man vielleicht erstaunt gewesen sein über seinen Inhalt, welcher lautete:

»Wer mag wohl jener junge Mann gewesen sein, der Silas Toronthal auf dem Quai von Gravosa grüßte?«

Am folgenden Morgen gegen acht Uhr kam Doctor Antekirtt auf Deck. Der Tag versprach sehr schön zu werden. Die Sonne bestrahlte bereits die Gipfel der Berge, welche das Panorama im Hintergrunde des Golfes abschließen. Die Schatten begannen vom Hafen zu schwinden und flüchteten über die Wogen. Die »Savarena« lag alsbald in vollem Sonnenscheine da.

Capitän Narsos näherte sich dem Doctor um seine Befehle entgegen zu nehmen, die dieser ihm nach erfolgter und freundlich erwiderter Begrüßung mit einigen Worten ertheilte.

Später ging ein mit vier Mann und einem Steuermann besetztes Boot vom Schiffe ab und legte am Quai an, um Pointe Pescade und Kap Matifu wie verabredet, zu erwarten.

Ein bedeutsamer, feierlicher Tag im Nomadenleben dieser ehrlichen Jungens, die so weit von ihrem Lande, ihrer Provence verschlagen waren, nach der sie Heimweh empfanden.

Beide warteten bereits am Ufer. Sie hatten ihren Berufsputz abgelegt und gebrauchte, doch sauber aussehende Kleidungsstücke angezogen. Sie bewunderten die Yacht wie am vergangenen Tage. Kap Matifu und Pointe Pescade hatten nicht nur Tags vorher zu Abend gegessen, sondern auch an diesem Morgen bereits gefrühstückt. Ein fürchterlicher Leichtsinn, dessen Erklärung die Höhe der Einnahme, zweiundvierzig Gulden, abgab. Sie hatten sich indessen wohl gehütet, diese ganze Summe zu verprassen. Pointe Pescade war klug und vorsichtig; auf fernere zehn Tage mindestens war ihr Leben gefristet.

»Jedenfalls haben wir Dir Alles das zu verdanken, Kap Matifu.

– O Pescade!

– Ja, Dir, meinem großen Manne!

– Schön, schön, da Du es so haben willst,« erwiderte der Riese.

Das Boot von der »Savarena« legte am Ufer an. Der Steuermann erhob sich, legte die Hand an die Mütze und sagte, daß er zur Verfügung der »Herren« stände.

»Der Herren? rief Pointe Pescade. Welcher Herren?

– Von Ihnen selbst. Herr Doctor Antekirtt erwartet die Herren an Bord.

– Gut. Jetzt sind wir also schon Herren,« sagte Pointe Pescade.

Kap Matifu riß seine großen Augen noch weiter auf und drehte seinen Hut mit verlegener Miene in der Hand.

»Wenn es gefällig ist, meine Herren? sagte der Steuermann.

– Jawohl, jawohl!« erwiderte Pointe Pescade, mit herablassender Handbewegung.

Einen Augenblick später saßen Beide auf der schwarzen, roth eingefaßten Decke, welche über die Sitzbank ausgebreitet war, während der Steuermann hinter ihnen Platz nahm.

Unter dem Gewichte des Hercules lag der Rand des Bootes höchstens vier bis fünf Zoll über der Wasserlinie; die Enden der Decke mußten in das Boot hineingenommen werden, damit sie nicht in das Wasser tauchten.

Der Steuermann gab mit der Pfeife das Signal zur Abfahrt und die vier Riemen senkten sich gleichzeitig in das Wasser. Das Boot schoß auf die »Savarena« zu.

Die beiden armen Teufel fühlten sich seltsam bewegt, wenn nicht gar beklommen. Zwei Akrobaten wurde so viel Ehre erwiesen! Kap Matifu wagte sich nicht zu rühren. Pointe Pescade konnte trotz seiner Verwirrung ein gutmüthiges Lächeln nicht unterdrücken, das sein feines und intelligentes Gesicht belebte.

Das Boot fuhr um das Schiffshintertheil herum, und legte an Steuerbord an – der Ehrenseite.

Auf der Strickleiter, deren Sprossen sich unter Kap Matifu bogen, kletterten die beiden Freunde auf das Deck empor; sie wurden sogleich vor Doctor Antekirtt geführt, der sie auf dem Hinterdeck erwartete.

Nach einer freundlichen Bewillkommnung und einigen Förmlichkeiten hatten sich endlich Kap Matifu und Pointe Pescade auf zwei Stühle niedergelassen.

Der Doctor betrachtete sie einige Minuten schweigend. Sein kühl blickendes und schönes Gesicht machte auf sie Eindruck. Schwebte auch kein Lächeln auf seinen Lippen, so doch in seinem Herzen; man konnte sich darin nicht täuschen.

»Meine Freunde, sagte er nach der längeren Pause, Ihr habt gestern meine Mannschaft und mich vor einer großen Gefahr behütet. Ich wollte Euch noch einmal hierfür meinen Dank abstatten und habe Euch deßhalb zu mir kommen lassen.

– Herr Doctor, antwortete Pointe Pescade, der seine Sicherheit bereits wiedergewann, Sie sind sehr freundlich. Die Sache ist nicht des Aufhebens werth. Mein Kamerad hat nur gethan, was jeder Andere an seiner Stelle auch gethan hätte, wenn er seine Kraft besessen haben würde. Nicht so, Kap Matifu?«

Dieser nickte einmal mit dem Kopfe, was als Zeichen seiner Zustimmung galt.

»Es mag sein, sagte der Doctor, aber so stark ist nicht ein Jeder; Euer Genosse hat sein Leben gewagt und ich betrachte mich deßhalb als seinen Schuldner.

– O, Herr Doctor, erwiderte Pointe Pescade, Sie machen meinen Kap erröthen; da er sehr vollblütig ist, so ist es gefährlich, wenn ihm das Blut zu Kopfe steigt ...

– Gut. Ich sehe, meine Freunde, daß Ihr die Complimente nicht besonders liebt. Ich will also davon absehen. Da aber jeder Dienst ...

– Herr Doctor, ich bitte um Verzeihung, daß ich es wage, Sie zu unterbrechen, aber ich bin der Meinung, daß jede gute That ihre Vergeltung in sich selbst trägt, wenigstens behaupten es die Bücher über die Moral; wir sind also belohnt genug.«

– Schon? Und wie? fragte der Doctor in der Furcht, es könnte ihm schon Jemand vorgegriffen haben.

– Gewiß! Nach der gestrigen außergewöhnlichen Kraftprobe unseres Hercules wollte das Publicum auch ein Urtheil über seine sonstigen künstlerischen Fähigkeiten gewinnen. Es strömte in Menge in unsere provençalische Arena. Kap Matifu warf ein halbes Dutzend der kräftigsten Gebirgsleute und der robustesten Packträger von Gravosa in den Sand und wir hatten dadurch eine riesige Einnahme.

– Riesig?

– Ja ... beispiellos in unseren akrobatischen Tournées.

– Und wie viel betrug diese »riesige« Einnahme?

– Zweiundvierzig Gulden!

– Wirklich? ... Das wußte ich nicht, antwortete Doctor Antekirtt mit gutgemeinter Spöttelei. Wenn ich geahnt hätte, daß Ihr eine Vorstellung geben würdet, so hätte ich mir ein Vergnügen daraus gemacht, ihr ebenfalls beizuwohnen. Ihr werdet mir trotzdem erlauben, meinen Platz zu bezahlen.

– Heute Abend, Herr Doctor, heute Abend, wenn Sie unsere Kämpfe durch Ihre Gegenwart verherrlichen wollen.«

Kap Matifu verbeugte sich höflich, wobei seine breiten Schultern hin und herwogten, »die noch nie den Staub geküßt hatten,« wie sich das Programm aus dem Munde Pointe Pescades ausdrückte.

Doctor Antekirtt sah ein, daß die Akrobaten schwerlich zu bewegen sein würden, eine Belohnung in Form eines Geldgeschenkes von ihm anzunehmen. Er beschloß, anders zu verfahren. Sein Plan stand auch schon seit dem vorausgegangenen Tage bei ihm fest. Die Erkundigungen, die er noch am Abend vorher eingezogen hatte, hatten erhellt, daß beide Akrobaten ehrenhafte Leute und jedes Vertrauens würdig waren.

»Wie nennt Ihr Euch? fragte er.

– Ich kenne mich nur unter dem Namen Pointe Pescade, Herr Doctor.

– Und Ihr heißt?

– Matifu.

– Kap Matifu, ergänzte Pointe Pescade; er sprach den vollen Namen, der in allen Arenen Südfrankreichs einen guten Klang hatte, mit nicht zu verkennendem Stolze aus.

– Das sind doch nur angenommene Namen? bemerkte der Doctor.

– Wir besitzen keine anderen, erwiderte Pointe Pescade, wenn wir wirklich andere gehabt haben, so sind sie uns unterwegs durch unsere zerrissenen Taschen abhanden gekommen.

– Und ... Eure Eltern?

– Eltern, Herr Doctor? Wir haben uns diesen Luxus nie erlaubt. Wenn wir eines Tages reich werden sollten, so finden sich vielleicht noch welche, die uns beerben wollen.

– Ihr seid Franzosen? Aus welchem Theile des Landes?

– Aus der Provence, antwortete Pointe Pescade stolz, wir sind also doppelte Franzosen.

– Ihr seid stets bei guter Laune, Pointe Pescade?

– Mein Beruf erfordert das. Stellen Sie sich einen Hanswurst vor, Herr Doctor, einen Hanswurst auf dem Schaugerüst, der die Ohren hängen läßt. Es würden ihm in einer Stunde mehr Aepfel an den Kopf fliegen, als er Zeit seines Lebens essen kann. Ich bin stets vergnügt, sehr vergnügt; das muß so sein.

– Und Kap Matifu?

– O, Kap Matifu ist ernster, gesetzter, mehr nach innen, sagte Pointe Pescade und klopfte diesen zärtlich, als hätte er ein Pferd vor sich, dem er schmeicheln wollte. Zu seinem Amte gehört der Ernst. Wenn man mit fünfzig Pfunden jonglirt, so muß man sehr ernst sein. Wenn man ringt, so ringt man nicht nur mit den Armen, sondern auch mit dem Kopfe. Und Kap Matifu hat stets gerungen ... selbst mit dem Elend. Und es hat ihn noch nicht zu Boden geworfen!«

Doctor Antekirtt hörte mit Interesse dem braven Menschen zu, dessen bisheriges Schicksal gewiß hart genug gewesen war, der aber deshalb doch nicht mit diesem haderte. Er durchschaute, daß in ihm eben so viel Gemüth als Schlauheit steckte und dachte darüber nach, was aus ihm hätte werden können, wenn ihm das Leben von Anfang an reichliche Mittel in die Hand gegeben haben würde.

»Und wohin geht Ihr von hier aus? fragte er weiter.

– Dem Zufalle nach. Doch ist er mitunter ein ganz guter Führer, der Zufall, und im Allgemeinen kennt er die Wege gut. Ich fürchte nur, er hat uns diesmal zu weit von unserer Heimat fortgeführt. Aber schließlich sind wir selbst Schuld daran. Wir hätten ihn erst fragen sollen, wohin er ging.«

Doctor Antekirtt beobachtete sie Beide einen Augenblick. Dann begann er von Neuem:

»Was also kann ich für Euch thun?

– Nichts, Herr Doctor, erwiderte Pointe Pescade, rein nichts!

– Würdet Ihr keine Lust haben, jetzt gleich in die Provence zurückzukehren?«

Die Augen der Akrobaten glänzten.

»Ich könnte Euch vielleicht dorthin fahren.

– Das wäre herrlich!« rief Pointe Pescade.

Dann sich an seinen Gefährten wendend, fragte er diesen:

»Wie denkst Du darüber, Kap Matifu, möchtest Du heimkehren?

– Ja ... wenn Du mitkommst, Pointe Pescade.

– Was sollen wir aber dort anfangen? Wovon sollen wir dort leben?«

Kap Matifu rieb sich die Stirn, was er in allen schwierigen Lagen des Lebens zu thun pflegte.

»Wir werden ... wir werden ... murmelte er.

– Du weißt es nicht ... ich eben so wenig ... Aber was thut das schließlich! Wir sind in der Heimat. Ist es nicht einzig, Herr Doctor, daß zwei arme Teufel, wie wir, eine Heimat haben, daß zwei so elende Kerls, die nicht einmal Eltern besitzen, irgendwo geboren sind. Das war mir schon immer unerklärlich.

– Ihr könntet Euch also entschließen, bei mir zu bleiben?« fragte Doctor Antekirtt.

Bei diesem unerwartet kommenden Vorschlage sprang Pointe Pescade lebhaft auf, während der Hercules ihn ansah und nicht wußte, ob er sich ebenfalls erheben sollte.

»Bei Ihnen bleiben, Herr Doctor? antwortete endlich Pointe Pescade. Was sollen wir Ihnen nützen? Kraft- und Geschicklichkeits-Touren – Anderes haben wir nie kennen gelernt. Wenn Sie das während Ihrer Reise oder in Ihrem Lande unterhalten kann ...

– Hört mir zu, unterbrach ihn Doctor Antekirtt, ich kann muthige, ergebene, geschickte und einsichtige Menschen gebrauchen, die mir bei der Ausführung meines Vorhabens von Nutzen sein können. Ihr habt nichts, was Euch hier fesselt, nichts, was Euch in die Heimat zurückruft. Wollt Ihr zu mir stehen?

– Wenn aber Ihre Pläne ausgeführt sind ... wandte Pointe Pescade ein.

– So sollt Ihr mich auch noch nicht verlassen, wenn es Euch bei mir gefällt, antwortete der Doctor. Ihr werdet bei mir an Bord bleiben. Halt! Ihr könnt meiner Mannschaft Unterricht im Luftsprunge geben. Wenn Ihr es aber vorzieht, in Eure Heimat zurückzukehren, so soll es Euch unbenommen sein, und auch dann würde für Euer künftiges Leben ausreichend gesorgt sein.

– Herr Doctor! rief Pointe Pescade, Sie verstehen Ihren Antrag hoffentlich nicht dahin, daß wir ganz unbeschäftigt bleiben sollen? Zu nichts gut sein, könnte uns nicht passen!

– Ich verspreche Euch Arbeit, mit der Ihr zufrieden sein werdet.

– Ihr Anerbieten klingt sehr verführerisch, Herr Doctor!

– Was habt Ihr dagegen einzuwenden?

– Eines vielleicht. Sie sehen hier uns Beide vor sich, Kap Matifu und mich. Wir stammen aus demselben Lande und würden ganz gewiß auch aus einer Familie sein, wenn wir eine solche hätten. Wir sind Herzensbrüder. Kap Matifu könnte nicht ohne Pointe Pescade leben und Pointe Pescade nicht ohne ihn. Denken Sie an die siamesischen Zwillinge. Man hat sie nie trennen gekonnt, weil eine Trennung ihnen das Leben gekostet hätte. Wir sind, um es kurz zu sagen, ebenfalls Siamesen. Wir haben uns sehr lieb, Herr Doctor!«

Und Pointe Pescade streckte Kap Matifu die Hand hin, der sie an seine Brust zog und sie dort wie ein Kind herzte.

»Es ist hier gar keine Rede von Eurer Trennung, meine Freunde; ich habe vollständig begriffen, daß Ihr Euch nie trennen könntet.

– Dann könnte ja die Sache gemacht werden, Herr Doctor, wenn ...

– Wenn?

– Kap Matifu seine Einwilligung gibt.

– Sage ja! Pointe Pescade, und Du hast für uns Beide ja gesagt.

– Gut, die Angelegenheit ist also in Ordnung, antwortete der Doctor, und Ihr werdet Eure Zustimmung nicht zu bereuen haben. Von heute ab sollt Ihr nicht mehr arbeiten.

– Oho! Herr Doctor, sehen Sie sich vor! rief Pointe Pescade. Sie übernehmen vielleicht eine größere Last als Sie denken?

– Und wieso?

– Weil wir Ihnen theuer zu stehen kommen werden, Kap Matifu namentlich. Ein starker Esser ist mein Kap und Sie werden doch nicht wollen, daß er in Ihren Diensten seine Kräfte zusetzt?

– Ich behaupte, daß er sie verdoppeln wird.

– Dann sind Sie ruinirt, Herr Doctor!

– Man ruinirt mich nicht, Pointe Pescade.

– Indessen, zweimal, vielleicht dreimal Essen am Tage ...

– Fünf-, sechs-, siebenmal, wenn er Lust hat, antwortete Doctor Antekirtt lachend. Ich halte für Jedermann offenen Tisch.

– He! Kap! rief Pointe Pescade ganz entzückt. Du wirst also nach Deinem Belieben essen können.

– Und Ihr auch, Pointe Pescade.

– O, ich, ich bin nur ein Vogel. Doch darf ich fragen, Herr Doctor, ob wir oft in See gehen?

– Sehr oft. Ich habe jetzt in allen vier Ecken des Mittelmeeres zu thun. Meine Kundschaft ist so ziemlich über alle Ufer hin vertheilt. Ich halte darauf, die ärztliche Praxis in internationaler Weise auszuüben. Wenn ein Kranker in Tanger oder auf den Balearen nach mir ruft, während ich in Suez bin, muß ich da nicht zu ihm fahren? Wie ein Arzt in einer großen Stadt von einem Stadttheil in den andern eilt, so fahre ich von Gibraltar nach dem griechischen Archipel, von der Adria nach dem Golf von Lyon, von dem Ionischen Meere nach dem Golf von Gabes. Ich besitze noch andere, zehnmal schnellere Fahrzeuge, als dieser Schooner ist und Ihr sollt mich am häufigsten begleiten.

– Das ist schön, Herr Doctor, antwortete Pointe Pescade, sich die Hände reibend.

– Ihr fürchtet das Meer nicht? fragte der Doctor.

– Wir? Das Meer fürchten? Wir, die Kinder der Provence! Als Jungens schon sind wir im Boote den Fluß hinabgetrieben. Nein! Wir fürchten das Meer nicht und auch nicht die Seekrankheit, wir, die wir gewöhnlich mit dem Kopfe nach unten und den Füßen in der Luft herumspazieren. Wenn Herren und Damen, ehe sie zur See gehen, nur zwei Monate lang dieses Exercitium durchmachen, so werden sie es nicht mehr nöthig haben, während der Ueberfahrt zu jammern und zu stöhnen. Herein, herein! meine Damen und Herren, schließen Sie sich der Gesellschaft an!«

Und der fröhliche Pescade schlug den altgewohnten Ton an, als befände er sich wieder auf dem Schaugerüste seiner Bude.

»Bravo, Pointe Pescade! sagte der Doctor. Wir werden Beide mit einander wunderbar gut auskommen und ich empfehle Euch namentlich, nichts von Eurer guten Laune einzubüßen. Lacht, mein Junge, lacht und singt, so viel Ihr wollt. Die Zukunft birgt vielleicht noch so viel Trauriges, daß Eure Heiterkeit unterwegs nicht zu verachten sein wird.«

Doctor Antekirtt war bei diesen Worten wieder ernst geworden. Pescade, der ihn beobachtete, fühlte, daß dieser Mann in früheren Zeiten einen großen Schmerz erfahren haben mußte, den auch er vielleicht noch eines Tages kennen lernen würde.

»Herr Doctor, beeilte er sich darum zu sagen, von heute an gehören wir Ihnen mit Leib und Seele!

– Und von heute an könnt Ihr Euch bereits häuslich in Eurer Cabine einrichten. Ich werde wahrscheinlich noch einige Tage in Gravosa und Ragusa bleiben; doch ist es gut, wenn Ihr Euch schon jetzt daran gewöhnt, an Bord der »Savarena« zu leben.

– Bis zu dem Augenblicke, in welchem Sie uns in Ihr Land führen werden, setzte Pointe Pescade hinzu.

– Ich besitze kein Heimatland, erwiderte der Doctor, oder vielmehr, ich besitze eines, das ich mir selbst geschaffen habe, ein Land, das mir gehört und, wenn Ihr wollt, auch das Eure werden wird.

– Vorwärts, Kap Matifu! rief Pointe Pescade, wir wollen unser Geschäftshaus liquidiren. Aengstige Dich nicht, wir schulden nichts und wir werden deshalb nicht in Concurs gerathen.

Die Freunde verabschiedeten sich von Doctor Antekirtt und bestiegen das Boot, das sie noch erwartete und an die Quais von Gravosa brachte.

In zwei Stunden hatten sie ihr Inventar aufgenommen und einem Collegen das Gerüst, die bemalte Leinwand, die große Pauke und die Trommel abgetreten, die ihr ganzes Hab und Gut bildeten. Das dauerte nicht lange und war nicht schwierig und schwach wurden sie auch nicht von dem Gewichte der wenigen Gulden, die ihnen ihr Ausverkauf einbrachte.

Pointe Pescade bestand indessen darauf, aus dem Schiffbruche seines Akrobatenlebens noch sein Costüm und das Cornet a piston zu retten und Kap Matifu seine Posaune und den Anzug eines Ringkämpfers. Sie hätten den Kummer, sich von ihren Instrumenten und diesem Flitterstaate trennen zu müssen, die sie an so viele Triumphe und Erfolge erinnerten, kaum ertragen. Diese Gegenstände wurden auf dem Boden des einzigen Koffers, der ihre Effecten enthielt, ihre Kleider, ihr ganzes Hab und Gut, verborgen.

Gegen Abend begaben sich Pointe Pescade und Kap Matifu an Bord der »Savarena« zurück. Eine große Cabine im vorderen Theile des Schiffes war bereits zu ihrer Verfügung gehalten worden, eine bequem eingerichtete, mit Allem, »was zum Schreiben gebraucht wurde«, sagte der heitere Pescade.

Die Mannschaft empfing die neuen Genossen, durch welche sie vor einem schrecklichen Schicksale bewahrt worden war, auf das Zuvorkommendste.

Pointe Pescade und Kap Matifu machten sofort nach ihrer Ankunft die Erfahrung, daß die Schiffsküche ein Bedauern über die entschwundenen Küchen provençalischer Arenas nicht aufkommen ließ.

»Siehst Du, Kap Matifu, sagte Pointe Pescade, ein Glas voll Astiwein leerend, wenn man sich gut führt, kommt man zu etwas. Gut führen muß man sich!«

Kap Matifu konnte nur durch ein Nicken mit dem Kopfe sein Einverständniß mit den Worten des Vorredners ausdrücken, denn er hatte gerade den Mund voll mit einem mächtigen Bissen gerösteten Schinkens, der mit zwei gebackenen Eiern in die Tiefen seines Magens verschwand.

»Wie groß würde unsere Einnahme sein, Kap, sagte Pescade, wenn man Dich so essen sehen könnte?«

 

Ende des ersten Bandes.

 

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