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Madlene

Rudolf Stratz: Madlene - Kapitel 14
Quellenangabe
typefiction
authorRudolph Stratz
titleMadlene
publisherPaul Franke Verlag
addressBerlin
year
firstpub
printrun22.-31. Tausend
correctorhille@abc.de
senderwww.gaga.net
created20100604
projectid34acb576
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XIV.

Vom Diebsturm zu Heilbronn scholl ein heller Trompetenstoß. Die Wachtposten des in der festen Stadt lagernden Bauernheers bogen sich über den Zinnenkranz, um zu erkunden, was dort drüben jenseits des Neckars blitzte und funkelte.

»Es sind Ritter!« sprach der Schweineheinz von Krebsbach, und ein gieriges Zucken lief über sein breites, feistes Gesicht. »Ei, ich bin darauf gestimmt, sie zu würgen, wie den Helfensteiner selig –!«

»Halt 's Maul, du Schalk!« verwies ihn Christ Weynemann. »Sind's Edle, so kommen sie nicht zum Tanz auf unsere Heilbronner Kirchweih, sondern im Geleit! Du, Wilhelm Bräunlein, lauf zu dem Reyter von Bieringen, des hellen Haufens Schultheiß, und Antonius Eysenhut, der Bauernschaft Beutemeister, und Florian Geyer, und vermeld ihnen, es seien pfälzische Reisige draußen.«

»Und dem Götz nicht?«

Die wüsten Gesellen lachten. »Laß du den Berlichingen sich als des Haufens Gewaltigen dünken! Wir, die Männer von Weinsberg, wollen ihm die zwölf Artikel anders handfesten helfen, als er meint!«

Einer der Reiter war inzwischen im Galopp bis dicht an den jenseitigen Flußrand herangekommen.

»Macht auf!« schrie er. »wir kommen in der schwarzen Schar Geleit mit einem Brief vom Pfalzgrafen!«

»An wen ist der Brief?« brüllte der Schweineheinz zurück.

Der Ritter drüben hob sich eisenklirrend im Sattel und schwenkte das Schreiben: »An die Lotterbuben, die sich Oberst' und Hauptleut' im Bauernheer nennen!«

Ein zorniges Geschrei scholl vom Turm. »Du sollst den Brief samt Siegel schlucken!« dräute der Schweineheinz, und Christ Weynemann schrie dazwischen: »Ich will doch sehen, daß man euch allen noch auf dem Marktplatz von Heilbronn die Köpfe abschlägt!«

»Ei – zähmet Euer Kuhmaul!« Der Ritter wendete im Bogen sein Roß zu den Genossen zurück, »und laßt uns die Weil' nicht zu lang werden!« – –

Es dauerte trotzdem fast eine Stunde, bis der Bauernschultheiß Reiter mit einigen Gesellen über den Neckar setzte und ohne Gruß zu dem Häuflein der Reisigen trat, die neben ihren weidenden Pferden wie glitzernde Panzerechsen im grünen Grase lagen. »Es ist nicht der Bauernschaft Meinung,« sprach er kurz, »euch in die Stadt zu lassen. Weil aber einer unter euch Pfälzer Rittern ist, von dem der Florian Geyer und Antonius Eysenhut sich nichts Übles versehen, so mag er mit uns zu Fuß einkommen und den Brief abgeben.«

»Und wer ist der von uns, zu dem ihr Vertrauen habt?« fragte der Junker Affenstein, die Stirn runzelnd.

Der Bauernschultheiß blickte umher. »Es ist der Ritter Trugenhoffen. Pfaff Eysenhut hat ihn vom Diebsturm geschaut.«

Eine finstere Stille trat ein, und mit beinahe unverhülltem Mißtrauen sahen die Edlen den lange schon verdächtigen Genossen an. Hans Landschad aber reichte ihm nach kurzem Besinnen das rotgesiegelte Pergament. »Geht also, Schwager Felix, und schaut Euch um unter dem wütigen Volk. Ihr wißt: unser Herr will nicht den Krieg. Er will den Frieden. Nun tut dazu, daß sein ernstes, schriftliches Vermahnen den verstockten Bösewichtern eingeht, ehe es denn zu spät ist und der Meister Ohweh mit Henken und Köpfen weit und breit im Schwabenlande umfährt!«

 

Unten in dem kleinen Weinstübchen am Fuß des Diebsturmes saß Herr Götz von Berlichingen, ihm gegenüber Ritter Felix, des Bescheids auf den nach dem Rathaus gesandten Brief harrend, vor der Türe schilderten die spießbewehrten Posten des Bauernheeres, und es hatte den Anschein, als bewachten sie weniger den feindlichen Unterhändler denn ihren eigenen Führer, dem sie eben erst mit Eid und Schwur den Befehl über den hellen Haufen von Odenwald und Neckartal aufgenötigt. Herr Götz sah unwirsch aus. In wirren Strähnen umflutete das Haar sein mächtiges Haupt, die sonst so verwegen blitzenden Augen hatten einen glasigen Schein. Als ein müder Mann saß er zusammengesunken auf der Holzbank vor der Kanne mit rotem Neckarwein. Er tat einen tiefen Zug daraus. »Der wächst in Neckarzimmern,« sprach er, »um Hornberg herum, mein gutes Haus. Wär' ich doch in Hornberg geblieben, statt hier der Bauern Gewaltiger zu werden! Das, meint Ihr, sei ich. Ich bin's aber nicht, sondern nur ein armer gefangener Mensch, der des Nachts vor Hitz' und Ängsten schwitzt, daß das Wasser von ihm rinnt.«

Ritter Felix erwiderte nichts. »Entsinnt Ihr Euch noch,« fing der Berlichinger nach einer Weile wieder an, »wie wir jüngst oben auf dem Odenwald aufeinandergestoßen sind? Da hatte ich meine Wölfe in die Herde fallen sehen und war guten Muts. Aber jetzt! – jetzt lieg' ich hier unter viel tausend Wölfen. Nicht die teuflischen Bauern mein' ich und Jäcklein Rohrbach, der bösesten Buben einen und der Schalkheit obersten Prinzipal, sondern meine Todsünden mein' ich, die mehr sind als der Sand am Meer ...«

»Schwager Götz,« sprach der Trugenhöfer, »ich schätze, Ihr habt gestern abend zu lang in die Kanne geschaut!«

»... meine Todsünden,« fuhr der Götz zerknirscht fort, »die mein Gewissen auf allen Seiten wie die grimmen Wölfe anfallen und meiner armen Seel' heftig zusetzen, daß ich besorg', es sei meiner weder Hilf' noch Rat!«

Der andere konnte ein Lächeln nicht unterdrücken.

Selb hättet Ihr vordem erwägen sollen, Schwager Götz!«

»Ei ja, Schwager Felix!« sagte der Berlichinger ärgerlich. »Es ist freilich gut, hinter dem Zaun zu handeln und nicht davor. Aber nun ist's getan, und mich dünkt nicht anders, mein Mark und Bein, Herz und Gemüt spürten schon den Rauch, Gestank und Flammen des ewigen Feuers – o weh – weh meiner armen, betrübten Seel' ...«

»Denkt auch an Euren Leib!« erwiderte Ritter Felix. »Der Kampf ist nah, und wer unterliegt, mit dem wird der Feind unsäuberlich fahren!«

»Ich will ein einsiedlerisch Leben auf mich nehmen.« Der Götz sah düster auf die vom Rotwein bespritzte Tischplatte. »Ich seh's schon, ich verliere Haus und Hals und all mein schönes Geld, das ich so sauer auf vielen Ritten erworben – meine dicken Portugaleser, die Räbler und Sonnenkronen und all die ausgeklaubten güldenen Münzen – o weh mir, warum muß ich diese betrübten Zeiten erleben? –«

»Ich seh' wohl, daß ich auf dieser Welt weder Glück noch Heil mehr hab',« hub er nach einer Weile wieder an, »die Welt ist verkehrt, seit der Landfrieden hineingekommen, dieser Landfrieden, darein der Teufel sein Krummes macht und mit den Bauern, den heillosen, unsinnigen Tröpfen, mich armen Rittersmann prellt und sein Gespött daraus treibt!«

Der Bauernschultheiß trat ein und winkte dem Trugenhöfer. Dem schüttelte der von Berlichingen die Hand zum Abschied, daß die eisernen Finger sich hart um die Rechte des anderen krallten. »Fahrt wohl, Schwager Felix, und denkt an den armen Götz, wenn sich der schwarze Geyer und Eysenhut, der Pfaff, auch an Euch herantun!«

»Ei, du fährst mit deinen Ratschlägen hinein wie die Sau in den Trog!« brummte draußen der Schweineheinz von Krebsbach und geleitete mit dem Schultheiß Herrn Felix auf das Rathaus von Heilbronn. – –

Da, wo am Platze hinter der, in bizarrer Schönheit zu schwindelnder Höhe aufragenden Kirche das altertümliche Rathaus mit seinen Spitzbogenfenstern und dem hohen Treppenvorbau sich erhob, blieb der Trupp stehen.

»Da hat die Ehrbarkeit darin gesessen,« höhnte der Schweineheinz. »Die Schmerbäuche haben sich weidlich entsetzt, als die Weinsberger einkamen. Mich hat's bedünkt, ich wollt' ihrer einen mit dem Finger umgestoßen haben!«

»Und da nun erst das Geschrei entstand, die Bürgerschaft sollte die geistlichen Höfe nehmen!« lachte neben ihm Meister Flux. »›Fröhlich, meine lieben Bürger –‹ hab' ich da gerufen, ›wir wollen den deutschen Hof einnehmen, und ich will mit meiner Axt die Tür gegen meinem Haus über aufhauen, wir wollen eine Trinkstube darin machen, und mit dem Rat wollen wir erst recht umgehen!‹«

»Die Ehrbarkeit hat sich geärgert, daß ihnen das Grün' und Gelbe herausrann!« ergänzte Christ Scheurer. »Hilft ihnen nichts! Sie müssen auf der Bauern Hilf' und Ordnung schwören und keine Vetterlein mehr in den äußeren Rat setzen, sonst fliegen ihnen die Köpfe ganz eilig über die Mauern, und der Leib bleibt in Heilbronn!« – – –

Ritter Felix hörte diese Worte nicht mehr. Er war dem Schultheiß in den Saal gefolgt, wo die Volkskanzlei und der Verfassungsausschuß der Bauern zur Beratung der Reichsreform tagten. Da stand Florian Geyer, von seinen getreuen Schwarzen umringt, mit Antonius Eysenhut. Zwischen sonnverbrannten Winzern, Bauernhofbesitzern und Wirten saßen in Menge die Dorfpfarrer; mit dem reichen Bürger teilten sich der gepanzerte Ritter, der Schreiber und Amtmann in dieselbe Bank. Leise, besonnene Höflinge wie Wendelin Hipler, der frühere hohenlohesche Kanzler, wüste Mordgesellen wie Jäcklein Rohrbachs Freunde Uz Entenmaier und der Flammenbäck, hochfliegende Träumer wie der greise Freiherr von Ellrichshausen, und derbknochige Männer aus dem Volke wie Jörg Mezler, der Odenwälder Wirt, all die verwetterten, grimmigen Köpfe, die nur das eine Gemeinsame, das kurzgeschnittene Haar, aufwiesen, wandten sich gleichzeitig der Türe zu, in der der Unterhändler erschien. Tiefe Stille trat ein.

»Felix von Trugenhoffen!« sprach Pfaff Eysenhut, das erbrochene Pergament in der Hand wägend, »Wir haben den Brief des Pfalzgrafen verlesen. Daß der Truchseß mit dem Bundesheer durch Schwaben zieht, daß bei Gaisbeuern und Weingarten viele unserer christlichen Bauernbrüder unter seinem Schwert erkaltet sind, ehe wir ihnen zu Hilfe eilen konnten, daß der Truchseß nun bei Tübingen lagert und darauf sinnt, sowie er die Meuterei seiner Landsknechte gestillt, sich mit dem pfälzischen Heere zu vereinen, selbes ist uns wohl bekannt und brauchte der Kurfürst nicht erst zu schreiben. – Nun bietet uns, die wir nicht bei Weinsberg waren, der Kurfürst, um arges Blutvergießen zu verhindern, den Frieden an. ›Ich merke,‹ schreibt er, ›daß euer Rottieren mehr ein teuflisch jäher Betrug gewesen, denn ein schlimmer Mutwillen.‹ Und zweierlei sollen wir tun, um den Frieden zu gewinnen. Zum ersten den katholischen Glauben wieder annehmen, zum anderen uns wieder in Hörigkeit, Fron und Gülten geben wie zuvor!

Zum ersten antwort' ich dir im Namen der freien Bauernschaft, zum anderen der Geyer, und sage: Wir halten alle Mönche für Gleisner und versehen uns zu einer Kutte Gutes nimmermehr! Die Pfaffen, wie sie jetzund leben, sind keine geistlichen Väter, sondern fleischliche Buben, und wir wollen ihren Bann achten, als ob uns die Gans anbläst!

Der Papst in Rom ist der Antichrist, seine Kardinäle des Teufels Apostel, jeder päpstliche Legat ein Verräter deutscher Nation. Kommt solch ein Sendpfaff' zu uns, so wollen wir ihn mit Hunden aushetzen!

Und verstopfte Ohren haben, wenn ein Kleriker wider uns schreit! Und wo ein Bettelmönch uns einen Käs abfordert, nach ihm einen vierpfündigen Stein werfen. Und wer einem geizigen Pfaffen etwas raubt und wegnimmt, das wollen wir so für Sünde achten, als sei er auf einen Würfel getreten!«

Pfaff Eysenhut hob seine Stimme zu mächtigem Rollen und streckte die Arme empor: »Das meld' dem Pfalzgraf: wir wollen ehrbare Geistliche über uns setzen und einen jeden nach seinen Werken halten und urteilen wie andere Menschen auch. Und so schwören wir Feindschaft allen Feinden des Doktor Martin Luther und seinen Abgönnern und wollen bei seinem reinen Worte bleiben jetzt und in Ewigkeit!«

Stürmisch hallte der Beifall der Versammlung nach, und Florian Geyer ergriff das Wort: »Zum zweiten melde dem Pfalzgrafen, deinem Herrn: In dem Handel, den wir führen, gibt's keine Umkehr! Denn wir führen ihn nicht für uns arme Sünder, sondern für unser gemeines, teures deutsches Land. Wer Augen hat, sieht's, wer Ohren hat, hört's, daß unsere deutsche Nation untergehen muß in Schande und Not, zum Spott von Welschen, Polen, Türken und Franzosen, wann weiter unser Land nur dazu da ist, daß Heckenreiter und Pfaffen sich in ihm weidlich halten und die Fürsten mit Bankettieren und Fehden ihre Zeit umtun.

Dem sind wir zu steuern gewillt!

Ein freies Volk nur wollen wir und einen Kaiser darüber, dem wir treulich mit Pflug und Schwerte dienen! Sein Schutz und Schirm sei überall. Und zerbrochen seien die Sonderbünde der Fürsten, Herren und Städte, die nur dem eigenen Vorteil, nicht dem gemeinen Nutzen dienen!

So steht's geschrieben und zu lesen in unserem Reformationsentwurf des deutschen Volkes, für den wir leben und sterben wollen! Und weiter heißt es da: Alle Geweihten werden gegen ziemliche Notdurft abgelöst, desgleichen alle Fürsten und Edlen gegen ein ehrliches Abkommen. Ihre Güter aber fallen dem Reiche zu! Der Kaiser allein soll Steuern erheben! Nur eine Münze gibt es in deutscher Nation, gleiches Maß und Gewicht überall!

Die großen Wechselhäuser, die Fugger und Welser, die alles Geld in ihre Hände ziehen und arm und reich beschweren, die sollen nicht weiter wuchern!

Gleiches, göttliches und natürliches Recht für alle! Der Oberste und Reichste soll nicht anderes Recht haben als der Ärmste vor unseren Freigerichten! In denen aber sitzen freie Männer aus allen Ständen und sprechen Recht in deutscher Sprache, und soll kein Doktor des römischen Rechtes mehr sich im Gerichtssaal betreten lassen!

Das, melde dem Pfalzgrafen, wollen wir! Und wenn der gemeine Mann draußen dumpf dahintobt und weiß nicht wohin, und sich blutdürstig benimmt, wie wir es nicht zu hindern, aber auch nicht zu verzeihen vermögen, so müssen wir sagen: Es kommt nichts Großes anders als in Angst und Nöten in die Welt, und etwas Großes ist unser Entwurf: ein freies, waffentragendes Volk unter seinem Kaiser, ein deutsches Volk ohne römisches Recht und römische Pfaffen, ein glückliches, einiges Volk, gleich nach innen, stark nach außen!

Das haben wir dem Pfalzgrafen aufgeschrieben. Den Brief bringe ihm und sage: Wir kennen ihn und wissen, daß er's ehrlich meint. Aber wir kennen auch den Truchseß und wissen, des Friedenslust und freundliche Gebärden sind eitel Gaukelei, uns zu betäuben, damit er in uns fallen und uns würgen kann. Darum wollen wir ihn im Feld bestehen mit seiner Ritterschaft, Aug' um Auge, und Zahn um Zahn.

Und fallen wir, so wisse: Unser Reich stirbt nicht mit uns! Aus schwerer Not wird es immer von neuem in deutschen Landen erhoffet werden, und glücklich die, die es einmal mit Augen schauen!« – –

 

In stechender Frühlingsglut trabten die Pfälzer Edlen ihres Weges zurück, von berittenen Bauern der Schwarzen Schar geleitet.

»Über den Götz –« murmelte der Junker Affenstein kopfschüttelnd – »den Bauern heimlich davonzureiten!«

Ritter Felix wandte sich, aus tiefen Gedanken auffahrend, rasch zu ihm. »Der Götz?«

»Ja, habt Ihr's denn nicht gehört, was die Bauern uns berichten? Wie Ihr auf dem Rathaus wart, hat er sich plötzlich aus Heilbronn davongetan! Draußen in den Rebengärten haben sie ihn gesehen. Mit großem Schnaufen sei er dahingeritten, ganz erschrocken und kleinmütig.«

»Ich hab's nicht gehört!« Ritter Felix versank wieder in finsteres Brüten. »Ich denk' an anderes, was ich dort in Heilbronn gehört hab'.«

»Dort drinnen, lieber, weht eine giftige Luft!« rief der Landschad scharf herüber. »Die steiget manchem zu Kopf, und die unerhört seltsamen Reden, mit denen der Teufel aus den Bauern spricht, verwirren manch gutem Gesellen die Vernunft. Da sehet Euch vor, Felix Trugenhoffen!«

Der Angeredete erwiderte nichts. Düster vor sich auf den Boden starrend, ritt er dahin, ohne darauf zu achten, daß Herrn Landschads Augen lange durchdringend auf ihm ruhten. Endlich wendete sich der zu dem Junker Affenstein. »Es ist nicht anders«, sprach er, »und muß dem Pfalzgrafen gemeldet werden: Der Leib des Trugenhoffen ist noch bei uns und reitet mit uns zu Felde. Aber seine Seele und Meinung ist schon dort drüben, bei den Bauern.«

 

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