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Madlene

Rudolf Stratz: Madlene - Kapitel 12
Quellenangabe
typefiction
authorRudolph Stratz
titleMadlene
publisherPaul Franke Verlag
addressBerlin
year
firstpub
printrun22.-31. Tausend
correctorhille@abc.de
senderwww.gaga.net
created20100604
projectid34acb576
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XII.

Den weißen Morgenschwaden fluchend, die zwischen der Burg und den Schlangen ihre schützenden Schleier zogen, umstapfte Herr Wolfgang Kirschenbeißer mit einem Trupp der Seinen die Feindesmauern und blieb da, wo der Hügel sich zum Flußdickicht hinabsenkte, betroffen stehen.

Eine Spur zerstampfter Erde zog sich durch die feuchten, leicht dampfenden Schollen, die Eindrücke ausgeglitschter Pferdehufe und gespornter Stiefel durcheinander.

»Sie haben sich davongetan!« rief er, indem sich sein Bulldoggenantlitz verklärte, und trabte schwerfällig zum Lager zurück. »Ihr frommen Bauern – das Haus ist leer!«

Lange standen zögernd die Sturmhaufen vor den schweigenden Zinnen. Sie hatten einen Wagen mit Leitern herangefahren, aber keiner unternahm es, als der erste in den Graben hinab- und die Mauer hinaufzusteigen, bis endlich Pfaff Kirschenbeißer selbst sich des Wagestücks vermaß. Die anderen sahen ihm nach, wie sein massiger Leib waffenlos, einer schwarzen Kröte nicht ungleich, an der senkrechten Steinwand emporkroch, sich über deren Brüstung wälzte und verschwand.

Nach kurzer Zeit tauchte der grimmige Bauernschädel wieder auf. »Haus Wolframstein steht heut noch und nimmermehr! Der Feind hat es in unsere Hand gegeben!« – –

Da begann ein Klimmen und Klettern von allen Seiten. wie gespenstische Schatten huschten durch das Morgengrau auf leisen Bastschuhen die Bettlergestalten über die Höfe, in denen sie sonst nur mit abgezogener Kappe als elende Hörige gestanden, ihre gierigen Schwärme flogen die Stufen hinauf durch Kammern und Säle, in Keller und Boden und begannen eilfertig und hirnlos das Werk des Zerstörens.

In dem herniederwehenden Bergwind stäubten, ein tausendfaches Gewimmel, die Federflocken der aufgerissenen Betten durch die Luft; der weiße Mehlstaub quoll aus zerschlitzten Säcken; in den Gewölben sprudelte aus eingehauenen Fässern der edle Rotwein des Schwabenlandes. Hell klirrten die bleigefaßten, gemalten Spitzbogenscheiben der Kapelle, deren Gold und Silber, zu Klumpen gebogen, als papistischer Greuel im Säckel des Beutemeisters verschwand; aus den Fenstern flogen Waffen und geschnitzter Hausrat, Zinnkruge, Kleider, Linnen unter die johlenden Weiber im Hof.

Ganz unten in den tiefsten Gängen des Schlosses leuchtete man mit flackernden Fackeln nach verborgenen Schätzen und stieg, trunken vom Wein und erhitzt ob der vergeblichen Mühe, wieder ans Tageslicht empor.

Dabei stolperte einer von Herrn Jäckleins Gesellen, ein wüster junger Winzer, beim Aufgang zum Stall. Die Fackel fiel aus seiner Hand und teilte in fortlaufenden Funkenfäden ihre Glut den rings verstreuten Heuballen mit.

Wie Pulver flammten die auf. Vom Sturm entfacht, erhob sich langsam eine mächtige Feuersäule und wandelte den Kornböden zu, deren lose gehäuftes Getreide sie knatternd und krachend empfing. Im Augenblick lohte der ganze Giebel. Und von seiner brausend aufsteigenden Brunst fuhren im Pfeifen der Windsbraut flackernde Fetzen triumphierend durch die Luft dahin und ließen sich wie Raubvögel auf Sparrenwerk und Schindeln der umliegenden Dächer nieder. Dort nisteten sie sich ein. Vom Winde hingepeitschte Rauchwirbel entqualmten dem Trichter, den sie gierig in das trockene Gehölz der Türme und Häuser fraßen, und schon blähte sich, weit von ihnen entfernt, überall der Qualm des Feuers, das im Hause selbst, ein wütender Gast, über die Gänge hin, die Treppen auf und nieder eilte, bis der Dunst in eins zusammenschlug. Unter der schweren, die Sonne verfinsternden, funkendurchsprühten, schwarzen Wolke spielten die blutroten Flammen zitternd und hüpfend über allen Zinnen und Giebeln des Hauses Wolframstein.

»Feuer!« Die Weiber schrien es in wirklichem Schrecken, die Männer johlten dazu und lachten in trunkenem Mut. Das Schloß wäre ja ohnedies gen Himmel geschickt worden! Schlimm war es nur, wenn man etwas an Beute darin lassen mußte. »Tummelt euch!« donnerte Pfaff Kirschenbeißer mit seiner mächtigen Stimme. »Eilt euch und fegt das schändliche Haus zu Grunde aus, ehe uns die Flammen ganz über den Hals kommen!«

Um ihn herum wogte das Getümmel. Die Beute hinter sich herzerrend, zu dritt und viert dahinschlepppend, stoben die Scharen der Plünderer durch Qualm und Aschenregen hin und her, den Ausgang suchend und doch immer wieder zurückkehrend, um der Glut ein letztes Raubstück zu entreißen.

Der Pfarrherr trat, mit den Händen die Funken von seinem Chorrock streichend, unter die Männergruppen, die noch allein den sich leerenden Burghof erfüllten. »Ist auch alles durchgesucht?« fragte er. »Habt ihr im Bergfried nichts gefunden?«

»Man kann nicht in den Turm!« schrie ein rauchgeschwärzter Bursche. »Die Leiter ist zerschlagen!«

»Dann haben sie ihre Kleinodien in den Turm geborgen –« tobte der Kirschenbeißer – »getrösten sich, daß das feste Mauerwerk dem roten Hahn widersteht! Rennt, christliche Brüder – schafft eine Leiter vom Wagen an. Die Feuersnot leidet's noch!«

Als die Leiter angelehnt war und der rußige junge Knecht als erster axtbewehrt sich hinaufhaspelte, zischte es oben aus einer schräg nach unten geneigten Schießscharte, und ein greller Aufschrei hallte im Hofe wider.

»Schaut nicht hinaus, Madlene!« sprach Herr Felix finster. »Ich hab' den Schalksknecht durch und durch geschossen.«

Wolfgang Kirschenbeißer unten legte die hohlen Hände an den Mund. »Steigt flugs herab –« brüllte er, »und gebt Euch uns auf Gnad' und Ungnad'! Tragt Ihr Sporen, müßt Ihr sterben! Weib und Kind sichere ich, der Pfarrherr von Gottwoltshausen, christliches Geleit!«

Der Trugenhofer sah seiner Gefährtin ins Gesicht: »Steigt hinab, Madlene, so seid Ihr des Gebens gewiß. Hier oben weiß ich nicht, was stärker sein wird, der Turm oder die Flammen!«

»Ich weiß eins, das ist stärker als beides, Turm und Flammen!« Madlene setzte sich nieder. »Das ist die Treu! Ihr habt sie mir bewiesen! Ich schuld' sie Euch und will sie wahrlich halten!«

»Steigt hinab!« herrschte sie der Ritter an. Sie schüttelte das Haupt.

Aus dem Qualm drang von unten wieder die finstere Stimme. »Macht voran! Wir sind in Gefahr Leib' und Lebens wie ihr!«

Ritter Felix ergriff das junge Weib am Arm. »So schlepp' ich Euch mit Gewalt über die Treppe«, knirschte er, »und lass' mich von den Bauern erwürgen!«

Sie entriß sich ihm und flog an die Schießscharte.

»Kennt Ihr meine Stimme, Pfaff Kirschenbeißer?« rief sie hell durch Rauch und Funken hinab.

»Großer Gott!« Der Pfarrherr trat erschüttert zurück. »Frau, seid Ihr oben?«

»Ich bin oben!« klang wieder der helle Ton in die glühende Nacht. »Ich mit meinem Freund und Gesellen, will mit ihm leben oder verderben, wie's Gott gefällt!«

»Kommt herab, Frau!« jammerte Herr Kirschenbeißer. »Ladet uns nicht Euren Mord aufs Gewissen und bedenkt ...«

Ein betäubender Krach unterbrach seine Worte. Der Seitenturm am Palas, der schon die ganze Zeit, die lodernde Krone auf dem Haupte, wie betäubt hin und her geschwankt war, knickte in sich zusammen und prasselte, ein Haufe dampfendes Mauerwerk, hernieder, daß die Bauern unten in wilden Sätzen entflohen. Unmittelbar hinter ihnen schloß sich die Flammenwand um den Hof, auf dem mit kahlen, gespenstisch lodernden Ästen die uralte Linde zum Himmel wies. Trotzig starrte der Bergfried aus dem glühenden Tuftmeer empor, das mit brausenden Schwingen seine Quadern umkreiste und als erstickend heißer Schein hell in sein Inneres und die stummen Menschen darin leuchtete. Ein Knattern und Krachen wie das einer Feldschlacht hallte aus dem Kampf zwischen Flamme und Menschenwerk, und in das tanzende Gewühl der Feuergeister hauchte aus vollen Backen der Frühlingssturm seinen kalten Hauch, daß der Wald wogender Flammenwipfel sich schauernd vor ihm beugte und weithin flüchtend, mit blutigen Funkentropfen übersät, die schwarzen Schwaden zogen.

»Hält der Bergwind an, so sind wir gerettet!« sprach Ritter Felix zu Madlene, die, seine Hand umklammernd, mit ihm in das gewaltige Rauschen des Flammenmeeres zu ihren Füßen hinabstarrte. »Er treibt den Rauch zum Neckar, daß wir ihn nicht zu schlucken brauchen, sondern die klare Waldluft aus Busch und Matten!«

»Aber der Bergfried kann einstürzen wie die anderen Mauern!«

»Der ist für die Ewigkeit gebaut! Wenn nicht der Palas auf ihn fällt –« Ritter Felix brach ab und schaute düster zu dem brennenden Herrenhaus hinab.

Aus dessen Fenstern wehten überall die roten Fahnen, schlugen züngelnd und spielend ineinander und krochen wieder in die Prunkräume zurück, um dort gefräßig ihr Zerstörungswerk zu vollenden. Das Dach war schon ganz geschwunden. Nur die hochragende Umfassungsmauer stand noch aufrecht, eine ungeheure, von leeren Fensterreihen durchbrochene Steinwand, hinter denen es greller und immer greller glühte.

»Wenn das Innere zusammenbricht, fällt auch die Wand!« murmelte der Ritter.

»Wohin fällt sie?« Madlene wandte ihm ihr totenbleiches Antlitz zu.

»Vielleicht auf unseren Turm!«

»Und dann?«

»Dann bricht der Turm, und das Feuer verzehrt uns!«

Die Augen mit der Hand schirmend, spähte der Ritter hinaus. Es war ihm, als glühte hinter den Fensterhöhlen des Palas die Hölle, als tummelten sich riesige Gestalten in den Flammen, als klängen Befehle, Frohlocken und Gelächter menschenähnlicher Ungeheuer aus dem Brausen hervor, als rüttelten unsichtbare Klauen an der Mauerwand. Und dann ein Krachen und Poltern, das wie ein Erdbeben aus der Tiefe zu kommen schien – das Innere des Palas war eingestürzt, und in dem jäh wieder alles übergießenden Brandschein begann die Mauer sich rascher hin und her zu wiegen.

»Da ist der Tod!« Ritter Felix riß mit rauhem Griff das junge Weib aus der Ecke hervor, in der sie geschlossenen Auges, Gebete murmelnd, lag. »Da ist der Tod!« schrie er ihr durch das Brausen und Knattern ins Ohr, und deutete auf die flammende Wand. »Fällt das Feuer auf uns, so sind wir Asch' und Rauch! Vergehen, als seien wir nie gewesen.«

»Gott will es!« Sie wollte stammelnd wieder auf die Knie fallen. »Er weiß, was er an uns armen Sündern tut!«

Er preßte sie mit eisernem Arm an sich, »Wir vergehen, Madlene! Sind stumm in aller Zeitlichkeit und haben uns doch noch nicht gesagt, womit wir uns freudig in Not und Sterben getrösten!«

»Wir dürfen's uns nicht sagen!« Sie riß sich los und trat schweratmend ans Fenster. »Es ist heillose Sünd'! Noch ist mein Hausherr kaum erkaltet ...«

»Bald sind wir mit ihm verweht und vergessen! Dann ist's zu spät!« Der Ritter lachte wild auf und wies durch das Funkensprühen wider die mächtig ragende, in der Glut leise schaukelnde Mauer. »Schau ... das Mäuerlein wiegt sich ab und nieder. Besinnt sich, ob es uns nicht im Hui überzucken soll! Dann heißt's Ach und Wehe und erfüllt sich mit uns im feurigen Ofen!«

»Seid still!« Madlene schmiegte sich zitternd an ihn an. »Seid still! Bei meiner Seelen Seligkeit! Ich will taube Ohren haben wider Euch!«

Sie verstummte und schaute mit großen Augen in die Flammen. Aus weltaufgerissenem Rachen glühte es ihr entgegen. Da stand der Tod, ein hochragendes, von gierigen Flammen umhüpftes und umlodertes Steingespenst, und eine wilde todesverachtende Luft stieg plötzlich bei dem ungeheuren Schauspiel in ihr empor.

»Mich bedünkt, nun fällt die Wand auf uns!« lachte der von Trugenhoffen. »Erdrückt uns ganz und gar und brennt den armen Leib zu Zunder. Hast noch taube Ohren, Madlene? oder willst es jetzt hören? Jetzt muß ich dir's sagen. Du mußt es mir sagen, wir finden sonst unsere Ruh' nicht im Grab! Du warst mein Lieb' und Leben! Dein gedenk' ich im Tod! Dich lieb' ich, Madlene!«

»Dich lieb' ich, mein trauter Gesell, und lass' nicht von dir! Fahr' mit dir hin in Höll' und Seligkeit. Will mit dir leben und verderben, wie's Gott gefällt! Wie's ist, ist's mir recht. Ich will's nicht anders!«

 

Inmitten des himmelan lohenden Flammenmeeres preßten sich zwei Lippenpaare wild aneinander. Da fuhr es in Rauschen und Wehen tosend vom Berghang herab. Einer jener gewaltigen Sturmstöße, auf denen, ein lachender Sieger, der Frühling über das vermorschte und Zerschellende dahinstiebt, umrüttelts die Burg und packte die lodernde Mauer, daß sie nach rückwärts schlagend im Sturze alles hinter sich zu Boden riß und unversehrt über sie der Bergfried ragte.

In den Donner der einbrechenden Häuser und Türme mischte sich vom Wald her finsteres Grollen. Eine schwarze Wand stieg, vom Sturme getrieben, eilfertig hinter dem kahlen Geäst empor, und wie ein Hohn auf die zornig zischenden und sich bäumenden Flammen sandte das Ungewitter im Zickzack seine Blitze dem Wolkenbruch voraus.

Kleiner und kleiner wurden die rotleuchtenden Stellen. Sie schwanden. Hartnäckig glimmte es noch eine Weile an halbverkohlten Balken fort und schlug verzweifelt aus Schutt- und Aschenhaufen immer wieder in spitzer Stichflamme heraus, aber unablässig strömte aus geborstenen Wolkensäcken der Regen, bis die dampfenden Überreste des Hauses Wolframstein sich kühlten und in ihnen der letzte Funke erlosch.

Erstickender Qualm umdunstete in gelblichem Gekräusel die Stätte der Zerstörung. Aber oben auf des Bergfrieds Zinne empfand man nichts von dem bitteren Geruch. Dort wehte der würzige Odem des Waldes, und weithin schweifte der Blick durch die klar gewordene Frühlingsluft. »Noch sind wir der Sorgen nicht ledig!« sprach Ritter Trugenhoffen. »Mich bedünkt es, die böswilligen Schelme möchten von neuem aus ihren Feldschlangen die Eisenkugeln an den Bergfried treiben.«

»Ei Herr!« Hans Waldvogel lachte. »So schaut doch nach dem Hügel! Kein Bauer ist zu sehen!«

Der Trugenhoffer schüttelte erstaunt das Haupt: »Ja wahrlich – alles leer – die Haufen sind davongezogen!«

»Den Fluß hinauf!« sein Bub' wies in die Ferne. »Dort laufen die letzten, als sei der Böse hinter ihnen!«

»Selbes vermag ich nicht zu begreifen,« sagte der Ritter zu Madlene, die erschöpft in der Ecke kauerte, »aber übel kann man das Zeichen nicht deuten.«

Hans Waldvogel, der sich über die Zinne gelehnt hatte, machte eine Bewegung, als wolle er seinen Herrn um Schweigen bitten. Der trat zu ihm. Den Blick neckarabwärts gewendet, lauschten beide atemlos, während um sie die Windsbraut in leisem Geflüster erstarb. Ein dumpfer, dröhnender Klang kam aus dem Tal, in kurzen Zeiträumen sich wiederholend, etwas Helles undeutlich dazwischen.

»Es sind Heerpauken!« Hans Waldvogel zitterte vor Aufregung. »Ich höre die Drommeten ganz deutlich – es ist ein reisiger Zug im Anmarsch.«

Fern, bei der letzten Flußwindung, blinkte etwas auf, wie das Schillern eines Fisches in der Sonne. Es wurde länger und länger. Schon war es fünfhundert Fuß lang, schon tausend, und rastlos schob sich ein weiteres Geglitzer und Gefunkel hinter der trennenden Biegung heraus. Stärker und stärker donnerten die Heerpauken, schmetterten die Trompeten durch das Tal. Über dem Blitzen der Eisenmassen spielte, ein buntfarbiges Gewirr, der Schwärm von Bannern und Wimpeln, und zog, grellfarbig dahingaukelnden Schmetterlingen gleich, durch die Luft vor dem düsteren Kriegsprunk einher.

Hans Waldvogel hatte seine Falkenaugen weit aufgerissen und spähte mit offenem Mund. Nun jauchzte er hell auf: »Ich seh' den Löwen, Herr!« jubelte er. »Im blauen Feld fliegt der Pfälzer Löwe allen Fähnlein voran! Der Pfalzgraf kommt mit Mann und Roß!«

Sein Herr atmete auf.

»Das hat die Tat von Weinsberg geschafft!« sprach er. »Die schärft den Großen Pflicht und Gewissen, daß sie ihre treuen Ritter nicht mehr mutwillig aufopfern!«

Er beugte sich zu dem blassen Weib hernieder: »Wir sind gerettet, Madlene! Die Hilfe ist da! Nun wollen wir von dem Bergfried steigen und einen Ausweg aus Schloß Wolframstein suchen! Im Bettlergewand bin ich jüngst in ihm eingeritten, und da ich's nun verlasse, möcht' ich mit keinem Fürsten im Heiligen Reiche tauschen!«

 

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