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Madame Kaudel's Gardinenpredigten

Douglas Jerrold: Madame Kaudel's Gardinenpredigten - Kapitel 39
Quellenangabe
typenarrative
authorDouglas Jerrold
titleMadame Kaudel's Gardinenpredigten
publisherverlag von Otto Wigand
yearo.J.
translatorFriedrich Gerstäcker
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20140402
projectid2a5123a6
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Nachschrift

Der Autor hat seine Schuldigkeit gethan, indem er aus einem wahren Wust von Papieren die wichtigsten Themata der Predigten heraussuchte und der Oeffentlichkeit übergab. Hätte er es gewollt, er würde im Stande gewesen sein, den schönen Leserinnen eine Predigt für jede Nacht im Jahr, sage 365 Stück, zu liefern – aber genug des grausamen Spieles, und wenn er dem schwachen Geschlecht nur eine Waffe der Selbstvertheidigung bei seinem ungleichen Kampf gegen das stärkere, den Mann, in die Hand gegeben, nur einen einzigen Text geliefert hat, um den tausend über sie verhängten Unbilden zu begegnen, so fühlt er, daß er kaum ein Korn jenes Berges von Gold zurück gezahlt hat, den er so glücklich ist ihm zu schulden. Während diese Predigten veröffentlicht wurden, hat es ihn freilich oft geschmerzt, von gedankenlosen, unerfahrenen Menschen – Junggesellen natürlich – hören zu müssen, daß jede Frau, und sei es die beste, in ihren Adern wenigstens einen Tropfen Kaudelsches Blut fließen hätte, und daß sich, aller Wahrscheinlichkeit nach, selbst Eva dann und wann – und ob auch nur mit leisem Liebesgeflüster und unter Palmen und Myrthen – einer idyllischen Gardinenpredigt schuldig gemacht habe. Es mag sein, aber der Autor hält es für seine Pflicht hier zu erklären, daß er es nie glauben würde – nie!

Vignette

Druck von Otto Wigand in Leipzig.

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