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Lyrische Gänge

Friedrich Theodor Vischer: Lyrische Gänge - Kapitel 44
Quellenangabe
typepoem
booktitleLyrische Gänge
authorFriedrich Theodor Fischer
year1888
publisherDeutsche Verlags-Anstalt
addressStuttgart, Leipzig, Berlin, Wien
titleLyrische Gänge
pages387-394
created20030129
sendergerd.bouillon@t-online.de
firstpub1888
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Drosselsang.

       

Die Drossel singt, die Drossel singt
    Dort drüben im Vogelbauer,
Sie kann ein Stückchen, das munter klingt,
    Warum denn faßt mich ein Schauer?

Eine Drossel sang, eine Drossel sang
    Ein Stückchen, genau das gleiche,
Zur Zeit, da ich so todesbang
    Umging wie im Schattenreiche.

Verschlossen der Geliebten Haus,
    Verstoßen aus meinem Himmel,
Gestoßen hinab in der Nachtwelt Graus,
    In grinsender Larven Gewimmel!

's ist lange her, 's ist lange her,
    Doch zuckt mir's durch die Glieder,
Doch wird die Seele mir so schwer,
    Als erlebt' ich es eben wieder.

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