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Lyrische Gänge

Friedrich Theodor Vischer: Lyrische Gänge - Kapitel 42
Quellenangabe
typepoem
booktitleLyrische Gänge
authorFriedrich Theodor Fischer
year1888
publisherDeutsche Verlags-Anstalt
addressStuttgart, Leipzig, Berlin, Wien
titleLyrische Gänge
pages387-394
created20030129
sendergerd.bouillon@t-online.de
firstpub1888
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Im Hochgebirg.

               

Steig', o Seele, mit diesen
Trutzigen Urweltriesen!
Recke dich!
Strecke dich! –
Wie ihr entschlossen
Seid emporgeschossen,
Das Steinherz in der Brust,
Das zu sehen ist Lust.
Ihr seid nicht höflich und fein,
Ihr lüget nicht, weich zu sein,
Euch macht nicht Sorge und Rücksicht bang,
Ihr bücket euch nicht, ihr fraget nicht lang,
Die Losung heißt: Durch! die Losung heißt: Kraft!
So habt ihr euch Platz in der Welt verschafft. –
Es wird Nacht.
Fort ist die Farbenpracht.
Finster und schwer
Steh'n sie umher,
Schwarzblau mit düsteren Stirnen;
Selbst die weißen Firnen
Leuchten nicht mehr.
Aber o sieh, schau' empor!
Ein Haupt ragt vor
Ueber alle und taucht
In des Lichtquells letzten fliehenden Schein
Den Scheitel ein,
Zart milchweiß und rosig angehaucht.

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