Projekt Gutenberg

Textsuche bei Gutenberg-DE:
Autoren A-Z: A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z | Alle
Gutenberg > Friedrich Theodor Vischer >

Lyrische Gänge

Friedrich Theodor Vischer: Lyrische Gänge - Kapitel 31
Quellenangabe
typepoem
booktitleLyrische Gänge
authorFriedrich Theodor Fischer
year1888
publisherDeutsche Verlags-Anstalt
addressStuttgart, Leipzig, Berlin, Wien
titleLyrische Gänge
pages387-394
created20030129
sendergerd.bouillon@t-online.de
firstpub1888
Schließen

Navigation:

Rom.

           

Umringt, umflutet, bestürzt, umwettert
    Vom Ueberschwange des neuen Lichts
Vom Uebergroßen zu Grund geschmettert,
    Ein Schatten, ein Zwerg, ein Wurm, ein Nichts!

Und kann ich's mit allem besten Willen
    Nicht packen und bin ich gar so klein,
So sink' ich in mich und meine Grillen
    Nur eigensinniger noch hinein.

Doch die Campagna seh' ich gerne,
    Die meergleich eben ergossne Bahn,
Und drüber hinaus die blaue Ferne,
    Wo die duftigen Höhen streben hinan.

Hinaus in's Weite, hinaus in die Berge,
    Hinaus in die Lüfte, frisch und frei,
Da sinkt wohl dem eingeschnürten Zwerge
    Von der Seele des Albdrucks lastend Blei!

Dort werf' ich mit Macht – ich will mir trauen –
    Die grauen Gespenster aus dem Haus
Und dann, dann hoffe ich mir zu bauen
    Mein Rom von Alba Longa aus.

 << Kapitel 30  Kapitel 32 >> 






TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.