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Lyrische Gänge

Friedrich Theodor Vischer: Lyrische Gänge - Kapitel 3
Quellenangabe
typepoem
booktitleLyrische Gänge
authorFriedrich Theodor Fischer
year1888
publisherDeutsche Verlags-Anstalt
addressStuttgart, Leipzig, Berlin, Wien
titleLyrische Gänge
pages387-394
created20030129
sendergerd.bouillon@t-online.de
firstpub1888
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Jugendjahre.

An den Leser.

       

Mag das Lied, das alte, graue,
    Immerhin den Vortritt haben!
Wer verliebt in's Himmelblaue,
    Mag sich anderswo erlaben.

Ja noch dunklere Gestalten, –
    Sind auch Lichtungen dazwischen,
Wo die heitern Farben walten, –
    Werden in den Zug sich mischen.

Trübe hat der Most gegoren,
    Frische Milch ward schnell zu Molke,
Auf des Morgens goldnen Thoren
    Lag die schwere, schwarze Wolke.

Ob der Most noch Wein geworden,
    Ob noch rein die Milch geflossen,
Ob durch düstre Wolkenhorden
    Siegend noch das Licht geschossen:

Dieses künftighin Vergangne
    Kann in seinen Finsternissen
Der umhangne, traumbefangne
    Dichter jetzt und einst nicht wissen.

Sprich ihn drum nicht gar zu schuldig,
    Der du ja um viel gescheidter,
Lieber Leser, sei geduldig
    Und lies eben weiter, weiter!

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