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Lyrische Gänge

Friedrich Theodor Vischer: Lyrische Gänge - Kapitel 26
Quellenangabe
typepoem
booktitleLyrische Gänge
authorFriedrich Theodor Fischer
year1888
publisherDeutsche Verlags-Anstalt
addressStuttgart, Leipzig, Berlin, Wien
titleLyrische Gänge
pages387-394
created20030129
sendergerd.bouillon@t-online.de
firstpub1888
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Immer zu.

     

Gestern, ah! das war ein Schweben,
    Als zum Tanz die Hand sie gab!
Ueber Stock und Steine streben
    Muß ich heut am Wanderstab.

Gestern glänzten weiße Brüste,
    Die ein tiefes Athmen hob,
Heute starren in der Wüste
    Felsenblöcke rauh und grob.

Gestern noch mit heißen Küssen
    Deckte mich ihr weicher Mund,
Heut von scharfer Dorne Rissen
    Trag' ich Hand und Wange wund.

Gestern löste mir die Glieder
    Süßer Liebe Feuertrank,
Heute lieg' ich frierend nieder
    Auf des Erdgrunds harte Bank.

Auf! Frischauf und nicht gezaget!
    Weiter in die Welt hinein!
Immer zu und frisch gewaget,
    Heute darf nicht gestern sein!

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