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Lyrische Gänge

Friedrich Theodor Vischer: Lyrische Gänge - Kapitel 22
Quellenangabe
typepoem
booktitleLyrische Gänge
authorFriedrich Theodor Fischer
year1888
publisherDeutsche Verlags-Anstalt
addressStuttgart, Leipzig, Berlin, Wien
titleLyrische Gänge
pages387-394
created20030129
sendergerd.bouillon@t-online.de
firstpub1888
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Gefangen.

       

Als einst in jenes Laubdachs Dunkelhelle
    Voll Inbrunst meine Arme dich umschlangen,
    Als Haupt an Haupt und Wang' an Wange drangen,
Du schlankes Reh, schwarzäugige Gazelle,

Da traf ein Mücklein auf die holde Stelle,
    Und zwischen unsern angeschmiegten Wangen
    Hat es in irrem Taumel sich gefangen,
Es surrt und zappelt, will entfliehen schnelle.

Nicht wahr, du Schelm, das hat dir nicht geträumet,
    Es warte dein so wunderlich Verhängniß?
    So bleibe nur und werde nicht so bange!

Ein wohnlich Häuslein ist dir eingeräumet,
    Gelinde Haft, anmuthiges Gefängniß,
    Das liebe Grübchen in der weichen Wange.

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