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Lyrische Gänge

Friedrich Theodor Vischer: Lyrische Gänge - Kapitel 120
Quellenangabe
typepoem
booktitleLyrische Gänge
authorFriedrich Theodor Fischer
year1888
publisherDeutsche Verlags-Anstalt
addressStuttgart, Leipzig, Berlin, Wien
titleLyrische Gänge
pages387-394
created20030129
sendergerd.bouillon@t-online.de
firstpub1888
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Rache.

           

Gedichte, Romane und Dramen
    Habt ihr mir zugeschifft,
Auch Manuskripte gar kamen
    In augenmordender Schrift.

Wenn schon der Kopf mir erkrachte,
    Von Arbeit überschneit,
Ein Jeder von euch sich dachte:
    Für mich ja doch hat er wohl Zeit.

Ich sollte das Zeug studiren,
    Wenn ich todesmüd schon war,
Dann einen Brief komponiren,
    Verleger noch suchen sogar.

Und zuletzt noch mußt' ich mich placken,
    Fluchend wie ein Pandur,
Stöße Papier zu verpacken
    Mit Sigellack und mit Schnur.

Jahrzehnte lang habt ihr's getrieben,
    Habt mich gemartert, gezwickt,
Geschunden, zersägt, zerrieben,
    Zerklemmt und zerquetscht und erstickt.

Jetzt komm ich zu euch als Bruder,
    Doch als Rachengel zugleich!
Da habt ihr es nun, ihr Luder,
    Jetzt leset! Jetzt schinde ich euch!

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