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Luthers Sprichwörtersammlung

Martin Luther: Luthers Sprichwörtersammlung - Kapitel 72
Quellenangabe
typetratate
authorMartin Luther
titleLuthers Sprichwörtersammlung
publisher Weimar Hermann Böhlaus Nachfolger
year1900
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20140607
projectidfa9dc5ac
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69. Scheis ynn die bruch vnd henge sie an den hals

Diese Ra fehlt Wa ebenfalls. Ähnliche giebt er II 325 Hand 813 u. 814 In die Hand scheissen und daran schmecken (und's Gesicht damit waschen) als Antwort auf die Frage: was soll ich anfangen?

Luther braucht die Ra nicht selten zur höhnischen Abfertigung verächtlicher und widerwärtiger Personen, auch des Teufels in verschiedenen Wendungen, wobei er aber in ernsteren Reden und in den Schriften den anstößigen Ausdruck umschreibt. In den Tischreden ist er rücksichtsloser, z.B. Tischr. (Aurifaber, 1566) 292a Wenn man aber nu den Teufel kennet, so kan man leichtlich zu jm sagen: Leck mich im A. Oder schmeisz ins Hembde und hengs an Hals etc. Preger Nr. 323 (= Wrampelmeier Nr. 124) Deinde quando non cessat me vexare obtrudens mihi peccata mea, respondeo: Lieber teufl, ich habs register gehert, aber ich hab noch mehr sund gethan, die stehen nicht in deim register, schreibs auch an, ich hab in die hosen unnd bruch geschissenn, hengs an hals unnd wisch maul dran. EA 25, 24 Ich spreche doch, wenn sie aufs höhest zürnen: Lieben Herrn, zürnet ihr, so gehet von der Wand, thut in euer Badekleid und hängets an den Hals. 26, 4 Aber meinet, was ihr wollt, so thut in die Bruch und hänget sie an den Hals und machet davon euch ein Gallreten und fresset, ihr groben Esel und Säue. 26, 127 Und wenn sie zornig sind, mügen sie in die Bruch thun und an Hals henken; das wäre ein Thesemapfel und Pacem für solche zarte Heiligen. 30, 68 Wollen drein thun und den Hintern dran wischen. 31, 154 Wollen sie nicht dispensieren und erläuben, dasz sie es lassen, der leidige Teufel bitte sie drumb an meiner Statt; er thu in seine Dispensation und hänge sie an den Hals. 49, 146 Will er [der Teufel] nicht aufhören zu zörnen und schrecken (spreche ich) so gebe er von der Wand oder thue in sein Niederwad und hänge es an den Hals. Annot. in aliquot cap. Matth. (11, 17) So sprechen wir: Liebe Welt, thu ins niderkleid vnd henge es an den hals. Du wilt nicht hernach, so bleib dahinden. Umb deinen willen wil ich sie nicht bleiben (Tom. lat. Viteb. V 28 b).

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