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Luthers Sprichwörtersammlung

Martin Luther: Luthers Sprichwörtersammlung - Kapitel 435
Quellenangabe
typetratate
authorMartin Luther
titleLuthers Sprichwörtersammlung
publisher Weimar Hermann Böhlaus Nachfolger
year1900
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20140607
projectidfa9dc5ac
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439. Hat ein scheitt ym rucken

Wa IV 126 Scheit 6 Er hat ein Scheit im Rücken, kann sich drum nicht bücken. Anm.: » Tregt ainer den leib vffgestreckt, man sagt im steck ain scheytt im ruck, woa er goat oder reitt, Hätzlerin II 13. 850.« 8 S. Gregorius Scheit stecket jhm im Rücken. Hierzu vgl. Agricola 169 Man sagt inn schertzweise von dem vnnutzen, mussigen volcke, als von schreibern, pfaffen vnd münchen, dasz Sanct Gregorius komme mit einem scheyte, als bald man sie inn die schule tregt, vnd schlage yhnen den rucken entzwey, daher es auch kompt, dasz dasselbige volck nicht arbeyten noch sich bücken kan. – Man sagt auch, es habe einer ein Bret im Rücken Wa V 1052 Bret 35; einen Ladestock verschluckt, Wa I 1429 gehen 226; V 1562 Lineal 3; ein Schelmenbein und faul Fleisch, Wa IV 135 Schelmenbein 2 und Anmerkung. – NS 63, 25f. sagt vom Bettler:

Man das er sich nit wol mag bucken,
im stäckt ein schelmenbein im rucken.

SZ 4
der eysenbeyser:
Den schelmen ist der pflůg zů
schwere Und wellend sich nit dornach bucken
Eyn schelmenbeyn handt sy im rucken.

NB 25
Schelmen bein im rucken
Kumm hieher, narr, vnd lasz mich gucken!
Du hast ein schelmen bein im rucken,
Und weisz nit, wie ichs mit dir thů,
So du hast ful fleisch auch darzů.

Bei Luther finde ich sonst nicht die in der Handschrift gegebene Ra, sondern nur die verwandten EA 32, 238 Denn es taug nicht, dasz sie [die Juden] uns verfluchten Goim wollten lassen im Schweisz unsers Angesichts erbeiten, und sie, die heiligen Leute, wolltens hinter dem Ofen mit faulen Tagen, Feisten und Pompen verzehren und drauf rühmen lästerlich, dasz sie der Christen Herren wären von unserm Schweisz, sondern man müsste ihnen das faule Schelmenbein aus dem Rücken vertreiben; 39, 301 Der Papst, Bischofe und das ganze Papstthum sollten wohl des Evangeliums und der Seelen warten, so haben sie den faulen Schelmen im Rücken, müssten dafür die Welt regieren, Krieg führen ..; De W V 19 würde ich auch mit Aurifaber lesen von einem entlaufenen Mönch, der nicht arbeiten wollte: ›mihi rursus aufugit propter Schelmenbein im Rucken‹ statt ›Schelmereyen im Nacken‹. Von Trotzigen sagt Luther EA 15, 205 eiserne Rucken haben; 36, 402 lassen ihnen nicht sagen .. als hätten sie Eisen und Stahl im Halse, das Niemand brechen kann.

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