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Luthers Sprichwörtersammlung

Martin Luther: Luthers Sprichwörtersammlung - Kapitel 353
Quellenangabe
typetratate
authorMartin Luther
titleLuthers Sprichwörtersammlung
publisher Weimar Hermann Böhlaus Nachfolger
year1900
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20140607
projectidfa9dc5ac
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354. Spitz zünglin

Diesen Ausdruck kann ich nicht belegen; er scheint gleichbedeutend zu sein mit › scharfe Zunge‹. Zu SZ 22 Glatte worter schleiffen zeigt der Holzschnitt einen Mann, der seine herausgestreckte Zunge auf dem Schleifstein schleift. Murner will damit aber die Schmeichler verspotten. Vgl. auch Sprüche Sal. 2, 16 Glatte Worte. – Agricola 187 redet von einer dünnen Zunge bei einem, der »bald schmeckt was gut ist«, also einem Feinschmecker. Luther denkt jedenfalls hier an die Zunge als eine Waffe, von der spitzige und verletzende Worte kommen; vgl. die Stellen unter Nr. 330; EA 48, 326 konnten ihm ein spitzig Antwort geben und die Zungen herausrecken: ich meine, die Spitze sei stumpf geworden und zubrochen. Weim. Ausg. XVI 57, 29 Es sind Sticherling; 297, 33 Es ist wol sticherlich (vgl. Nachtr. S.650); XIX 421, 28 das sind eitel stichlinge und gantz böse Stichwort (EA 42, 92); XX 272, 4 Satan furt gifftige, spitzige Wort.

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