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Luthers Sprichwörtersammlung

Martin Luther: Luthers Sprichwörtersammlung - Kapitel 324
Quellenangabe
typetratate
authorMartin Luther
titleLuthers Sprichwörtersammlung
publisher Weimar Hermann Böhlaus Nachfolger
year1900
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20140607
projectidfa9dc5ac
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324. Es ist yhm zu wol

Vgl. Wa V 333 Wohl 63 Ihm war zu wohl, wie dem Esel der aufs Eis ging. Agricola 81 hat auch die Beziehung auf den Esel und den Gedanken, der bei Luther öfter wiederkehrt: woltage sind fehrlicher und schwerer zu tragen, denn bösztage. – Zu Simplicius IV 161, 23 man wisse, wann der Gaisz zu wol sey, so gehe sie auff das Eysz und breche ein Bein, bemerkt Kurz S. 437 unter Verweisung auf Eiselein, Sprichwörter S. 202: »Bei Luther findet sich Wann der Gaisz zu wol ist, so scharret sie.« Mir ist diese Stelle nicht begegnet. DWb 4 1, 2800 belegt die Ra in dieser Form aus Jerem. Gotthelf.

Besonders bemerkenswert scheint bei Luther EA 36, 294 So ist auch ein deutsch Sprichwort › Es müssen starke Beine sein, die gute Tage tragen können‹. Item ›Der Mensch kann alles erleiden, allein gute Tage nicht‹. Man saget auch ›Wenn dem Esel zu wohl ist, so gehet er aufs Eis tanzen und bricht ein Bein‹. Sonst vgl. EA 22, 270 Ach uns ist nur zu wohl, der Kutzel sticht uns. 27, 225 Dem Esel juckt die Haut (Nr. 187) und ist ihm zu wohl. 31, 186 weil ihnen aus der Maszen itzt wohl ist, und die Haut so sehr jucket. 36, 295 Das Fütterlein sticht ihn, es ist ihm zu wohl. 36, 302 Wenn der Natur zu wohl ist, und sie ohne Gottes Wort dahin lebt, so gehet sie aufs Eis tanzen und läuft ins Lerchenfeld, da sticht sies Futter. 42, 86 wenn einem zu wohl ist, hat Guts und Ehre, Lust und Gewalt genung, der ist ein rechter trunkener Mann, der weisz nicht, was er für Muthwillen thun soll. De W III 483 Dem Esel ist zu wohl.

Ähnlich: EA 36, 307 Wenns einem zu wohl gehet, so fürchtet man Gott nicht. 42, 47 Ei wie kützelt sie solch Sieg und Glück und ist ihn so wohl, wissen aber nicht, dasz sie Gott damit zur Schlachthang mästet. 51,356 Lasse ihn [den Leib] erbeiten und machen, dasz der alt Esel nicht zu mutwillig werde und aufs Eis tanzen gehe und brech ein Bein. Auch EA 34, 333 Er Omnes ... ging aufs Eis tanzen. De W II 442 Wie man spricht: Der Mensch kann alles wohl erleiden on gute Tag, und müssen starke Bein seyn, die gute Tag ertragen sollen.

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