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Luthers Sprichwörtersammlung

Martin Luther: Luthers Sprichwörtersammlung - Kapitel 253
Quellenangabe
typetratate
authorMartin Luther
titleLuthers Sprichwörtersammlung
publisher Weimar Hermann Böhlaus Nachfolger
year1900
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20140607
projectidfa9dc5ac
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252. Mein synn der beste

Vgl. Wa IV 572 Sinn 10 Ein Jeder hat sein Sinn. 13 Eins Jeden Sinn ist der beste. III 904 Narr 592 Jedem Narren gefällt seine Kappe (Keule, Kolben, Mütze, Weise). Tappius 268 Suum cuique pulchrum: Eynem yedem narren gefelt sein weise wol, Darumb ist das land der narren vol.

Bei Luther EA 34,33 Wenn man ein wenig über die Schnur fähret, so schnurren und gurren sie, sagt Jedermann, dasz sein Sinn der beste sei, das Ander taug alles nichts. So ist ein jeglicher, der in seiner eigenen Weise gehet, lässet sich immer dünken, der Andere sei nicht so reine als seine, gefället ihm Niemand wohl und will gleichwohl, dasz seine Weise Jedermann gefalle. 218,321 item was darüber geschicht, wenn man kompt in geistliche Sachen, da ein iglicher sich lässt der Gelehrtest und Klügste dünken und sein Dünkel musz der beste sein. – Verwandt sind EA 52,291 So gehets nach dem Sprichwort:

Eim jeden gfällt sein Weise wohl,
Darumb die Welt ist Narren voll.

De W V 153 einem iglichen gefället seine Weise wohl, und hoffen alle, dasz der Teufel sey jenseit dem Meer und Gott sey in unsrer Taschen. EA 33, 395 sonst gefällt jeglichem seine Weise. Weim. Ausg. XX 132,6 Eim itzlichen narre gefelt sein geigen wol.

Zu diesem Sprw. und den beiden folgenden Nr. hat Luther am Rande bemerkt Ironia prosopeia, was wohl sagen soll, daß sie eine Selbstverspottung enthalten.

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