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Luthers Sprichwörtersammlung

Martin Luther: Luthers Sprichwörtersammlung - Kapitel 250
Quellenangabe
typetratate
authorMartin Luther
titleLuthers Sprichwörtersammlung
publisher Weimar Hermann Böhlaus Nachfolger
year1900
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20140607
projectidfa9dc5ac
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249. Langsam sitzt vbel

Den Sinn giebt wohl Wa II 524 Herberge 18 Wer spät zur Herberge kommt, findet magern Tisch und schlechtes Brot. Vgl. IV 580 sitzen 38 Übel gesessen ist halb gefastet, dazu auch die folgende Nr. 250.

Das Sprw, fand ich sonst bei Luther nicht. In folgenden Stellen wird zwar der Ausdruck »zu langsam« offenbar sprichwörtlich gebraucht, aber es scheint eine verwandte Ra nicht dahinter zu stecken. EA 32, 54 [Hans Schönitz] hats jämmerlich gereuet ... aber leider zu langsam gelernt. 27, 280 Oder wolltist du sagen: Ei zu langsam, wir selb haben schon das erfunden. 48,36 O zu langsam Geselle, das wird nicht angeben; potz Mores zu langsam.

Nach Grimm, Rechtsalt. 308 entspricht das Wort litus, lassus dem lateinischen segnis, ignavus und bezeichnet den Knecht im Gegensatz zu dem nobilis, ingenuus, der fortis, celer ist. Der Superlativ von laz, der letzte, bezeichnet nicht nur den langsamsten, spätesten, sondern auch den schlechtesten, geringsten, wiederum also den Knecht.

Sollte vielleicht das Sprichwort ursprünglich haben sagen wollen, daß der Knecht, der Langsame, mit einem übeln, minderwerthigen Wohnsitz zufrieden sein müsse?

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