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Luthers Sprichwörtersammlung

Martin Luther: Luthers Sprichwörtersammlung - Kapitel 158
Quellenangabe
typetratate
authorMartin Luther
titleLuthers Sprichwörtersammlung
publisher Weimar Hermann Böhlaus Nachfolger
year1900
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20140607
projectidfa9dc5ac
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156. Kan widder getzen noch eyer legen

So sagt man von Menschen, die weder im Reden noch im Handeln Geschick haben. Das Wort getzen, von Luther auch ketzen (ketzken) geschrieben, ist verwandt mit dem sonst bei ihm nachgewiesenen geken, geckzen und wird von kreischendem Geschrei besonders der Vögel (hier vom Gackern der Hühner) gebraucht. Dietz II 3 f. und 110. Vgl. auch DWb 4 1, 1516.

Wa I 1358 Gatzen; vgl. I 760 Ei 266; II 520 Henne 240; II 1369 krähen 11 Er kann weder krähen noch gackern. Tappius 309 Neque natare neque literas nouit. He kan thütten noch blasen. Simillimum illi: Er kan weder gatzen noch eyer legen. Egenolf 216b setz die reichtumb vnd vngeniet jugent an wo vnd wie du wilt, so ist vnnd bleibt sie ein naerrin, die weder reiten, reden, gatzen noch eyer legen kan.

Bei Luther vgl. Weim. Ausg. XV 51,12 (EA 22, 196) ist doch eyn armer ungelerter mensch seyn leben lang blieben, der widder zu glucken noch zu eyer legen getuecht hatt.

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