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Luthers Sprichwörtersammlung

Martin Luther: Luthers Sprichwörtersammlung - Kapitel 110
Quellenangabe
typetratate
authorMartin Luther
titleLuthers Sprichwörtersammlung
publisher Weimar Hermann Böhlaus Nachfolger
year1900
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20140607
projectidfa9dc5ac
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107. An den lappen lern der hund ledder fressen

Wa II 1791 Lappen 1 liest die hund. – Das Sprw. ist sehr alt. Vgl. Otto S. 71 Ut canis a corio numquam absterrebitur uncto (Horat. sat. 2, 5, 83). DWb 4 2, 1917 fone deme limble so beginnit ter hunt leder ezzen (Müllenhoff u. Schreber 41, 13). Tappius 275 Periculosum est canem intestina gustasse. An den leplin oder riemen leren die hund leder essen.

Luther hatte dieses Wort mit andern an seine Stubenwand neben den Ofen geschrieben (vgl. Nr. 33). Er liebt auch sonst es anzuwenden, z. B. Dietz I 708 fressen 6: also besorge ich mich hie auch, der hund mochte an den lepplin lernen ledder fressen (EA 23, 94). – EA 25, 113 Welcher Hund die Läpplein frisst, der frisst gewisslich auch das Leder, wenn er dazu kommen könnte. 31, 258 [Von Herzog Georg und den Seinen] wie gerne sie das Eeder fressen wollten (wenn sie konnten), zeigen sie öffentlich damit an, dasz sie die Läpplein so gierig verschlingen. DeW V 553 [Von einem neuerungssüchtigen Pfarrer] Lässt man ihm das Läpplin, so wird er fortan lernen das Ledder fressen; da musz man zusehen. Seidemann, Lauterbachs Tgb. 21 Ob man auch die Conventuales umbstiesse, tunc regales et principales conventus, die fursten closter, mox simul evanescunt per turbas populi. Den wen man den hund an lappen lest keuenn, frist er baldt das Fleisch auch.

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