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Louba der Spieler

Edgar Wallace: Louba der Spieler - Kapitel 17
Quellenangabe
pfad/wallacee/louba/louba.xml
typefiction
authorEdgar Wallace
titleLouba der Spieler
publisherGoldmann Verlag
translatorCarl Wehner
editorFriedrich A. Hofschuster
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
printrun12. Auflage
isbn3442001633
year1982
created20111028
projectida7c69ec8
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16

In der Nähe vom Regents Park steht ein Block von Doppelhäusern, bekannt unter dem Namen Gate Gardens. Jedes Haus hat seine eigene Tür, die über Nacht geschlossen bleibt und morgens vom Hauptportier geöffnet wird. Selbstverständlich haben alle Mieter einen eigenen Schlüssel. Inspektor Trainor brachte diese Einzelheiten schnell in Erfahrung. Anschließend fuhr er nach Scotland Yard zurück, um Meldung zu erstatten.

»Eines weiß ich gewiß, Kommissar«, sagte er. »Miss Martin wußte nichts von dem Mord, bis ich es ihr erzählte.«

»Wie erklären Sie sich die Blutflecken?« fragte Brown.

»Sie muß irgendwie mit dem Mörder zusammengetroffen sein. Weder er noch sie hatten eine Ahnung, daß Blut an seinem Rock oder vielmehr an seinem Rockärmel klebte. Verstehen Sie mich richtig – die Flecken sind auf der Innenfläche des Handschuhs. Im Gespräch muß Miss Martin die Hand auf den Arm des Mannes gelegt haben, und da sie die Handschuhe trug, bemerkte sie nichts von dem Blut. Wer der Mann war...? Ich glaube, ich weiß es – ich brauche einen Haftbefehl für Frank Leamington.«

Der Kommissar biß sich nachdenklich auf die Lippen.

»Ich meine fast, das wäre etwas zu verfrüht. Vielleicht ist Leamington auch gar nicht mehr in London. Wann wollen Sie ihn aufsuchen?«

»Sobald ich in seine Wohnung hineinkann«, erwiderte Trainor.

Der Kommissar dachte nach.

»Wir werden in einer Stunde hingehen«, entschied er dann.

Trainor schüttelte zweifelnd den Kopf.

»Vielleicht ist er dann längst im Ausland!«

Trotzdem waren Hurley Brown und Inspektor Trainor erst um acht Uhr in Gate Gardens. Die Haustür stand offen, und die Detektive stiegen sofort zum dritten Stock hinauf, wo sie klingelten.

Eine ältere Frau, anscheinend Leamingtons Haushälterin, öffnete ihnen.

»Ist Mr. Leamington zu Hause?«

»Natürlich«, sagte sie zu Trainors Überraschung. »Ich habe ihm gerade eine Tasse Tee gebracht, er liegt noch im Bett.«

»Wir werden erwartet«, sagte Trainor kurz zu der erschrockenen Dame, schob sie beiseite und ging mit Brown den Korridor entlang.

Die dritte Tür links war angelehnt. Er stieß sie ganz auf und sah Frank Leamington im Bett sitzen, den Kopf in die Hände gestützt. Frank hörte die Schritte und schaute auf.

»Sie wollen mich sprechen, Brown?«

»Inspektor Trainor möchte Ihnen einige Fragen stellen, Leamington«, entgegnete Hurley Brown sachlich.

Trainor schaute sich im Zimmer um und entdeckte sofort das, was er suchte. Es war ein über eine Stuhllehne gelegtes Hemd. Er ging darauf zu, betrachtete die Manschetten und zeigte es dann ohne ein Wort seinem Vorgesetzten. Auf dem Rand der einen Manschette war ein dunkelroter Fleck.

»Wo ist Ihr Mantel, Leamington?« fragte er.

Frank deutete mit dem Kopf zur Tür. Trainor nahm den leichten grauen Mantel vom Haken und hielt ihn gegen das Licht. Am rechten Ärmel waren zwei große dunkelbraune Flecken. Auch die Vorderseite war mit Blut beschmiert.

»Leamington«, sagte Trainor, »ich glaube, ich brauche Ihnen nicht zu erklären, was ich nun tun muß.«

»Ich glaube auch nicht«, sagte Frank.

Er saß mit hochgezogenen Knien im Bett und betrachtete die Detektive fast mit einer gewissen Neugier.

»Ich verhafte Sie, Frank Leamington, wegen der vorsätzlichen Ermordung von Emil Louba – begangen in der Nacht des dritten Dezember zwischen zehn Uhr und zehn Uhr fünfundvierzig. Um zehn Uhr telefonierte Mr. Louba in den Elect Club. Um zehn Uhr fünfundvierzig war er tot.«

Kein Muskel zuckte in Leamingtons Gesicht.

»Ich habe ihn nicht ermordet«, sagte er schließlich. »Und wenn er um zehn Uhr telefonierte, dann ist das ein Wunder. Ich drang in seine Wohnung ein, um ihn zu töten – aber er war schon tot.«

»Um welche Zeit war das?«

»Um neun Uhr – eine Stunde, bevor er telefonierte«, entgegnete Frank. »Louba war um neun Uhr schon tot; er war tot, bevor Dr. Warden zum zweitenmal eintraf. Ich sah den Doktor beide Male kommen, weil ich das Haus beobachtete. Beim zweitenmal hat er mich sicher gesehen. Sagte er Ihnen das nicht?«

Hurley Brown schüttelte den Kopf.

»Miss Martin weiß auch davon«, sagte Trainor.

»Ich weiß nicht, weshalb Sie Miss Martin erwähnen«, meinte Leamington kühl. »Oder wollen Sie etwa alle meine Bekannten in diese Angelegenheit mit hineinziehen?«

»Sie war gestern abend, nachdem der Mord schon geschehen war, mit Ihnen zusammen, Frank«, erwiderte Hurley Brown ernst. »Erzählen Sie uns den Hergang der Geschichte klipp und klar – es geht immerhin um Ihr Leben.«

Frank Leamington stand auf und zog seinen Morgenrock an, bevor er antwortete. Seine Stirn war gefurcht – er dachte angestrengt nach. So schritt er im Zimmer auf und ab – eine ganze Weile, bis er sich auf den Rand des Bettes niedersetzte.

»Gut, ich werde reden. Hat Ihnen Miss Martin ihre Verlobung mit Emil Louba berichtet? Ja? Nun, das wissen Sie also. Als ich es erfuhr, war ich so wütend, daß ich ihn umbringen wollte. Dazu kam noch, daß ich wußte, was für ein gemeingefährliches Subjekt er ist – oder vielmehr war. Ich bin mit einem Mann bekannt, der im Amt für öffentliche Ordnung tätig ist. Er und seine Beamten versuchen schon seit Jahren, Louba zu Fall zu bringen. Die Polizei wußte wohl auch über diese Seite seines Charakters Bescheid, wie?«

Trainor nickte.

»Ich ging an dem Abend, nachdem ich Miss Martin gesprochen hatte, zum Braymore House. Ich wollte Louba umbringen, faßte aber nach einigem Nachdenken einen anderen Entschluß. Louba besaß eine Anzahl Schuldscheine, die von Miss Martin unterschrieben waren. Wie hoch die Summe war, auf die sie lauteten, wußte sie nicht. Louba verstand es immer wieder, sie mit dem Hinweis zu beruhigen, daß es sich nicht um einen großen Betrag handle. Ich brachte in Erfahrung, daß bei Sir Harry Marshley gar nicht Bridge, sondern Bakkarat gespielt wurde und daß Louba die Bank hielt. Dies erklärt auch, weshalb er sämtliche Schuldscheine in der Hand hatte. Vor einigen Tagen sagte Louba Miss Martin, daß sie ihm fünfzigtausend Pfund schulde und ihm das Geld sofort beschaffen müsse. Sie war völlig niedergeschlagen, da sie niemals mit einem solch hohen Betrag gerechnet hatte. Meiner Ansicht nach war der größte Teil der Schuldscheine, die er ihr zeigte, gefälscht, um sie damit zu erpressen.

Miss Martins Mutter ist schon seit langer Zeit herzkrank. Um ihr Kummer und Schande zu ersparen, blieb Miss Martin nur ein Ausweg übrig – nämlich Louba zu heiraten. Er hatte versprochen, ihr in diesem Fall die Schulden zu erlassen. Als sie mir davon erzählte, drohte ich, ihn umzubringen. Aus Angst, ich würde diesen Plan in die Tat umsetzen, lief sie am Abend ebenfalls zum Braymore House. Sie sah mich jedoch nicht hineingehen. Ich war schon gestern morgen dort gewesen und hatte in Abwesenheit des Portiers den Draht, der mit der Einbrecherglocke in Verbindung stand, durchschnitten. Gestern abend warf ich dann ein Seil über die Leiter, zog sie damit herunter und kletterte vorsichtig hinauf. Obwohl es sehr neblig war, stand zu meiner Überraschung das Fenster offen und die Lichter brannten. Das erste, was ich sah, war Louba, der anscheinend leblos auf dem Bett lag. Vor Schreck über diese Entdeckung wollte ich gleich wieder davonlaufen, aber da fielen mir die Schuldscheine von Beryl wieder ein, und ich stieg in das Zimmer, um nach ihnen zu suchen.«

»Das Fenster war offen?« fragte Brown überrascht. »Miller erklärte, es sei geschlossen und verriegelt gewesen und unmöglich von außen aufzumachen.«

»Es stand weit offen«, entgegnete Frank. »Na, um die lange Geschichte kurz zu machen: Ich kletterte also hinein und schlich an sein Bett. Er war blutüberströmt, aber ich dachte zuerst doch, er sei noch nicht ganz tot, und fühlte deshalb vorsichtig nach seinem Herz. Dabei muß ich die Blutflecken an meinen Rockärmel gebracht haben. Ich stellte fest, daß er tot war, und ging dann in das Wohnzimmer. Dort lauschte ich an der Tür, aber es war kein Laut zu hören.«

»War die Tür offen?«

»Ja. Auch der Schlüssel steckte. Ich begann den Schreibtisch zu durchwühlen, fand aber nichts und bekam es allmählich mit der Angst zu tun; über die Feuerleiter kletterte ich wieder auf die Straße. Dort war es, wo ich plötzlich auf Beryl – Miss Martin traf. Sie war meinetwegen furchtbar aufgeregt, und ich konnte sie kaum beruhigen. Schließlich gelang es mir doch, sie davon zu überzeugen, daß ich Louba zwar gesehen, aber ihm nichts getan hatte. Dann verließ ich sie schnell, bevor sie mir weitere Fragen stellen konnte. Ich wollte allein sein und mir noch einmal alles überlegen ... Daß der Verdacht auf mich fallen würde, war klar – der durchschnittene Draht, meine Drohungen, alles deutete auf mich.«

»Warum kamen Sie in den Club? Warden und ich sahen Sie«, sagte Brown.

»Sie sahen mich? Ich habe Sie nicht bemerkt – war viel zu aufgeregt. Ich schaute die Abfahrtzeiten der Züge nach dem Festland nach, falls ich bei dem Einbruch überrascht werden sollte und ausreißen müßte. Das war es auch, was mir nachher Sorge machte. Wäre ich ausgerissen, dann hätte das ein glattes Eingeständnis meiner Schuld bedeutet. Eigentlich wäre es meine Pflicht gewesen, auf die nächste Polizeiwache zu gehen und zu sagen, was ich gesehen hatte ... Ich überlegte stundenlang, um mir darüber schlüssig zu werden. Den Doktor sah ich und hätte ihn um ein Haar angesprochen – ich wünschte, ich hätte es getan –, und dann sah ich die Polizisten kommen und nachher Sie und Warden. Ich war verzweifelt. Ich wollte wissen, was da oben vor sich ging, was Sie besprachen, wen Sie im Verdacht hatten ... und, Idiot, der ich war, versteckte ich mich noch einmal in der Nähe der Feuerleiter. Jemand kam die Leiter herunter und stieg sie wieder hinauf – das waren wohl Sie, Trainor. Dann ging ein Polizist so nahe an mir vorbei, daß er mich fast entdeckt hätte. Er ging auf die Straße hinaus, und das gab mir den Mut, etwas ganz Verrücktes zu tun – ich begann wieder die Leiter hinaufzusteigen. Als ich zur Hälfte oben war, entdeckten Sie mich, und ich sprang wieder herunter. Außerdem schrillte die Alarmglocke – was ich eigentlich hätte erwarten sollen, da ich kurz vorher aus meinem Versteck heraus den Portier beobachtet hatte, wie er mit einer Taschenlampe die Leitung untersuchte und den durchschnittenen Draht entdeckte. – So, ich denke, das wäre alles – das ist meine Geschichte.«

»Sind Sie sonst niemand in der Nähe der Feuerleiter begegnet?«

»Niemand.«

»Sahen Sie, als Sie in der Wohnung waren, einen Bogen Papier? Ein Blatt, auf dem nur ein R geschrieben stand?« fragte Hurley Brown, der zum Fenster hinaussah, ohne sich umzuwenden.

Frank schüttelte den Kopf.

»Nein, ich sah lediglich zwei umgeworfene Stühle und einen kleinen Stapel Briefe auf dem Fußboden neben dem Tisch. Das ist alles. Ich nahm zuerst an, es wären Beryls Schuldscheine, aber statt dessen waren es Briefe von einer Frau, die sich, soviel ich in der Eile daraus klug wurde, über ihren Mann beschwerte.«

»Briefe?« Brown und Trainor stießen das Wort wie aus einem Munde hervor.

»Sind Sie sicher, Mr. Leamington?« fragte Trainor hastig. »Ich fand keine Briefe. Wie waren sie unterschrieben?«

»Mit einem großen K«, entgegnete der Gefragte. »Als Absender war eine Adresse in Rumänien angegeben, irgendein Café in Bukarest. Auf den Namen kann ich mich nicht mehr genau besinnen. Geschrieben waren sie auf sehr schlechtem Papier.«

Trainor war jetzt ehrlich in Verlegenheit. Er hatte die Briefe nicht entdeckt und auch keineswegs irgendwelche umgestürzten Stühle gesehen.

»Falls Ihre Geschichte wahr ist«, brummte er, »müßte der Mörder noch in der Wohnung gewesen sein. Sie müssen ihn gestört haben, als er etwas suchte ... Nun, Ihre Erzählung wird überprüft werden, Mr. Leamington. Übrigens möchte ich Sie gleich darauf aufmerksam machen, daß Sie mit Ihrer bis jetzt durch nichts bewiesenen Aussage kaum die Geschworenen werden überzeugen können.«

»Mich hat er überzeugt«, sagte Hurley Brown, und der Inspektor starrte ihn mit offenem Mund an.

»Ich fürchte, das wird nicht genügen, Sir«, versetzte er ein wenig förmlich, und Hurley lachte, was bei ihm sehr ungewöhnlich war.

»Wenn Mr. Leamington mir sein Ehrenwort gibt, daß er hier in London bleibt, werde ich die Verantwortung für ihn übernehmen«, sagte er. »Trainor, ich habe Ihnen diesen Fall übergeben, weil Sie der zuverlässigste und gewandteste Mann im Kriminaldienst sind, den ich kenne. Darum wäre ich auch der letzte, der Ihnen Hindernisse in den Weg legen oder Ihre Autorität untergraben würde. Nur aus einem ganz besonderen Grund, der mich in dieser Sache eine bestimmte Ansicht vertreten läßt, wünsche ich, daß Leamington vorerst noch auf freiem Fuß bleibt. Vor allen Dingen möchte ich nichts unternehmen, ohne vorher mit Dr. Warden gesprochen zu haben. Er hörte Stimmen in dem Zimmer, hörte Louba sagen ›sie muß es tun‹ oder so etwas Ähnliches. Warden ist der einzige Mensch, der uns jetzt weiterhelfen kann. Denken Sie daran, daß er bei seinem zweiten Besuch in Braymore House die Aufzugglocke aus dem dritten Stock hörte. Der Portier fuhr hinauf, sah oben aber niemand. Die darüberliegende Wohnung wird von Bennett da Costa bewohnt, der ein alter Konkurrent Loubas noch aus der Levante-Zeit her ist. Ich entdeckte diese Tatsache heute morgen. Costa ist verreist, oder soll es wenigstens sein, und zwar nach Südfrankreich. Die Wohnung ist leer, Dienerschaft ist keine da – nicht einmal eine Haushälterin. Wenn der Mörder Loubas die Feuertreppe hinabklettern konnte, konnte er sie auch hinaufklettern. Es besteht durchaus die Möglichkeit, daß der Mann, der den Mord beging, während der ganzen Zeit in der oberen Wohnung wartete.«

»Und die Fahrstuhlklingel benutzte?« fragte Trainor.

»Das kann ein Versehen gewesen sein. Die in Betracht kommende Person kann ja den Aufzugschacht hinuntergeschaut haben und dabei durch Zufall an den Knopf gekommen sein. Das Zeichen war sehr kurz.«

Es klopfte an der Tür, und Leamington hörte die Stimme seiner Haushälterin.

»Dr. Warden möchte Sie sprechen, Sir.«

Frank schaute die beiden Männer an, und Hurley Brown nickte.

»Er soll nur hereinkommen«, sagte er.

Der Doktor war sehr überrascht, die beiden Besucher vorzufinden.

»Ihr habt ihn also schon aufgespürt ...? Ich hoffte, das würde nicht so schnell gehen, Brown.«

Frank drückte dem Doktor warm die Hand.

»Fein von Ihnen, daß Sie Brown nichts von unserer Begegnung sagten«, meinte er.

»Ich sah Sie gar nicht«, entgegnete Dr. Warden ruhig. »Wenn jemand behauptet, ich hätte Sie gesehen, so ist er völlig im Irrtum. Tatsache ist«, fuhr er ganz unlogisch fort, »daß ich hierhergekommen bin, um Sie zu fragen, was Sie verflixt noch mal! – in der Nähe von Braymore House zu tun hatten – aber ich muß wohl annehmen, daß Ihnen die Frage schon vorgelegt worden ist.«

Frank wiederholte kurz seine Geschichte, und je länger er erzählte, desto ernster wurde das gütige Gesicht des Doktors.

»Nein«, sagte er, »ich kann mich genau erinnern, daß keine Möbel umgeworfen wurden.«

»Wissen Sie noch, daß die Aufzugklingel läutete?« fragte Brown, und der Doktor bejahte. »Hörten Sie auf dem Treppenflur im nächsten Stock irgendein Geräusch?«

Dr. Warden zögerte einen Moment.

»Ich möchte es nicht beschwören, daß ich jemand hörte«, erwiderte er dann. »Die Worte des Portiers ließen vermuten, daß jemand im dritten Stock war. Tatsächlich hatte ich den Eindruck, daß sich jemand dort aufhielt. – Was wollen Sie mit Frank machen?«

»Ich verhafte ihn nicht«, war die Antwort. »Die blutbefleckten Kleidungsstücke müssen wir allerdings auf jeden Fall mitnehmen, schließlich kann man nie wissen ...«

»Gott sei Dank!« murmelte der Doktor erleichtert.

Seine Dankbarkeit war verfrüht.

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